Also zu dem Thema traditionelles Flechten habe ich noch keine Meinung, das überlege ich mir noch mal

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Ansonsten könnte ich für meine These nach inwischen 12 Chinareisen in 4 Jahren tausend Beispiele bringen.
Nun, bekanntlich hinkt jedes Beispiel, vielleicht auch diese:
In den besagten 12 Chinareisen, die zusammen ca. 14 Monate gedauert haben, bin ich genau 4 Mal (in Zahlen vier Mal) danach gefragt worden, was ich denn eigentlich möchte/suche?
Es ist mir aber nicht nur einmal passiert, ganz einfach weil ich in Viele Geschäfte für Reibsteine (falsch auch Tintensteine genannt) gegangen bin und mir der Besitzer und oftmals auch noch Angestellte Berge von massiv dekorierten Steinen angeschleppt haben und ich und damals mein Übersetze gebetsmühlenartig wiederholt haben, das wir schlichte, nach historischen Vorbildern gestaltete Steine kaufen wollen. In einigen Fällen ist es und nach durchschnittlich 2 Stunden Tamtam auch gelungen solche Steine zu sehen zu bekommmen bzw. sie dann auch zu kaufen.
Ich bringe mal ein zweites Beispiel aus dem Fotohandel, das noch keine Woche alt ist. Wir gehen in ein Geschäft und sagen, das wir eine Nikon und ein Makroobjektiv suchen und führen auch das Fotoobjekt vor. Mit was kommt der verkäufer an, mit einer kleinen Leica mit festem Objektiv und erzählt in höchsten Tönen, wie toll denn Leica sei. Ich sage ihm, das es vielleicht mal irgendwann so war und das sie auch heute noch mit die besten Objektive der Welt bauen, ich aber dennoch eine Nikon haben möchte. Er lässt sich überhaupt nicht beeindrucken und fährt fort seine Leica vorzuführen. Wir bestehn massiv auf der Nikon und es stellt sich heraus, das der Laden zwar voll von Nikon Schachteln ist, aber dennoch keine Nikon vorhanden ist.
Ich möchte nun nicht weiter erzählen, wie es uns auf der Suche nach dem von mir gewünschten Staivkopf erging, den es in diversen Geschäften nicht gab, bis wir dann doch auf einen sehr netten jungen Verkäufer gestoßen sind, der ihn uns aus dem Katalog herausgesucht hat und glaubhaft versichert hat, das er ihn jederzeit bestellen könne. Ach nun habe ich es ja doch getan.
China ist aus einer meiner Sichtweisen ein Land in dem man viel Zeit und Nerven verschwendet, auch wenn man sich mit der Zeit an alles gewöhnt und auch das irgendwie hinbekommt.
So komme ich z.B. inzwischen mit dem Geld umtauschen hervorragend klar, seitdem ich dabei auf meinen Iphone Vokabeln lerne. Ich lasse inzwischen auch schon mal einen Bankangestellten warten, wenn ich grad so schön dabei bin und noch zum Ende kommen möchte. Nun ist mir das Geldwechslen kein Greul mehr, sondern ein Vergnügen
Wie gesagt, beispiele hinken. Für mich ist es übrigens durchaus ein Ausdruck von Kultur, ob und wie ein Kunde beraten wird
Grüße, Rainer