Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

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mr.shi
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Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von mr.shi »

Ich möchte hiermit in die Runde diejeniger fragen, deren chinesische/r Partner/-in die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat: Gibt es eventuelle ungünstige Folgen?

Die naheliegensten negativen Konsequenzen sind
- Visumspflicht für den eingebürgerten Partner nach China; v.a. nachteilig wenn sehr kurzfristig in die ehemaligen Heimat geflogen werden muss (ich weiß, es gibt Expressvisa, habe aber damit noch keine Erfahrung)
- bei Tod des dt. Partners ist es wahrscheinlich unmöglich für den ehemals chinesischen Partner, die chinesische Staatsbürgerschaft zurückzuerlangen um wieder dauerhaft bei der chinesischen Familie wohnen zu können

Was ich mir vorstellen könnte wäre noch Folgendes:
- bei Auslandsreisen außerhalb des Schengenraums muss evtl die ehemalige Staatsbürgerschaft angegeben werden. Dies muss nicht unbedingt nachteilig sein, könnte aber...
- evtl könnte die ch Botschaft aus irgendwelchen Gründen ein Besuchervisum verweigern

Die letzten beiden Punkte sind spekulativ.
Habt ihr bereits Erfahrungen diesbezüglich? Laufen alle Reiseprozesse reibungsfrei ab wie bei "Native Germans"?
Gibt es evtl weitere Fallstricke für den eingebürgerten Partner?
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VielUnterwegs
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von VielUnterwegs »

Vermutlich verliert der in DE eingebürgerte auch in China erworbene Ansprüche wie Pension, Housing Fund, etc. Diese also nach möglichkeit vorher abziehen. Ist zumindest beim Housing Fund recht einfach, wenn auch meist nur so halbwegs legal. Die Pension verwirkt sowieso wer nicht 15 Jahre eingezahlt hat, also meist auch eher kein Verlust und man erwirbt in DE dann ja Grundsicherung sofort und dann noch weitere Ansprüche, wenn man arbeitet.

Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an, mit in China leben ist es dann vorbei, außer man findet einen Arbeitgeber der ein Visa sponsort. Dafür öffnen sich Dutzende andere Länder. Trotzdem ist dieser Punkt eine Art Showstopper..
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happyfuture
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von happyfuture »

qpr hat geschrieben:Eine chinesische Bekannte hat vor 2 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und worüber sie am meisten schimpft, sind die neuen Visaregelungen für Deutsche.
Sie muß jetzt immer von ihren Eltern eingeladen werden, wenn sie nach China will.
Habe 2 Fälle in meinem Bekanntenkreis, wo die Ex-Chinesinen regelmäßig (2-3x /Jahr) nach China zur Family reisen, übrigens mit Jahres-RP! Die kennen die "Anforderungen" bzw. "Regeländerungen" der CN-Botschaft gar nicht! Wird bislang jedes Jahr anstandslos erneut ausgestellt :wink:
qpr hat geschrieben:Ansonsten hat sie noch nie Schwierigkeiten mit der chinesischen Botschaft gehabt, wenn es um das Visum ging.
:mrgreen:
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happyfuture
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von happyfuture »

VielUnterwegs hat geschrieben:Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an, mit in China leben ist es dann vorbei, außer man findet einen Arbeitgeber der ein Visa sponsort. Dafür öffnen sich Dutzende andere Länder. Trotzdem ist dieser Punkt eine Art Showstopper..
Für die, die kein RP beantragen mag das zutreffen, ansonsten kannst du ohne weiteres in China leben ...
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mjs
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von mjs »

qpr hat geschrieben:Sie muß jetzt immer von ihren Eltern eingeladen werden, wenn sie nach China will.
Soooooo viel Elend. Die armen Leute müssen der Tochter einen Brief schicken.

Hat Amnesty International in der Sache schon irgendwas unternommen? :roll:
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mjs
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von mjs »

qpr hat geschrieben:
mjs hat geschrieben:Hat Amnesty International in der Sache schon irgendwas unternommen? :roll:
Nein, aber sie hat einen Brief zum Papst geschickt, der kümmert sich jetzt darum. :wink:
Nein! NEIN! NAAAAAAIN!!!!

Der Einladungsbrief muss an die TOCHTER geschickt werden! An die Tochter! Was soll denn der Papst mit der Einladung!? Den sehen die Chinesen doch sowieso nicht so gerne hier.

Da schaut ihr jetzt mal schön alle selbst zu, wie ihr den Brief jetzt aus dem Vatikan wieder zurückbekommt.

(Wo sind meine Pillen?)
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von rpm-U »

mr.shi hat geschrieben: Habt ihr bereits Erfahrungen diesbezüglich? Laufen alle Reiseprozesse reibungsfrei ab wie bei "Native Germans"?
Gibt es evtl weitere Fallstricke für den eingebürgerten Partner?
Hallo,

Also, meine Frau hat die deutsche Staatsbuergerschaft angenommen, aber Nachwehen gibt es.
Natuerlich ist es fuer gebohrene Chinesen "painful" fuer das eigene Heimatland ein Visa beantragen zu muessen.
Allerdings sind die Kommu's in China rigoros - zwei Staatsbuergerschaften akzeptieren die nicht - wer raus ist ist raus.
Ok, das ist der Nachteil.
Vorteile:
1.) Meine Frau hat einen Job in einer deutschen Firma und wurde nach China entsand - als Expat. Das zieht ganz schoen, weil als Deutsche unterliegt sie dem deutschen Arbeitsrecht und hat somit alle Vorteile eines Expats wie ein native-Deutscher. Dann auch Rentenversischerung, Riesterrente, Berufsunfaehigkeitsversicherung u.s.w. alles nach deutschem Recht.
2.) Fuer die Familie gibt es bei Auslandsreisen immer nur einen Ansprechpartner - die deutesche Botschaft. Fliegt man nach USA - dann nur deutsches Recht, nach Neuseeland - kein Visum noetig. Und ganz krass, eine Bekannte die einen deutschen Mann hat und die chinesische Staatsbuergerschaft beibehalten hatte musste bei Ausreise aus Deutschland nachweisen, dass die Kinder ihre waren, denn die hatten deutsche Paesse und sie einen Chinesischen. Also eine gemeinsame Staatsangehoerigkeit bringt Vorteile.
3.) Rueckreise nach Tod des Ehegatten... Na ja, wenn die Kommu's abgedankt haben erledigt sich das. Dann ist auch China tolleranter und die Rueckreise ist easy. Man muss halt Geduld haben :)
Na und so viele Chinesen leben im Ausland, Chinatown everywhere, soo schlimm kann's nicht sein.

Bis die Tage
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von edmund27 »

Ich hätte da mal eine Frage ? Welche Vorteile hat eigentlich für den chinesischen Staatbürger die Einbürgerung. Ein Vorteil wäre doch hier die doppelte Staatsbürgerschaft . Aber das sind doch die Deutschen genauso stur wie die chinesen. In meinem Bekanntenkreis gibt es eine Frau die mit einem Amerikaner verheiratet ist. Die hat zwei Pässe. Also ich würde meiner Frau von einer Einbürgerung abraten. Außerdem könnte Sie die Kriterien nicht erfüllen. 8) 8) 8)
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von Sarilas »

Welche Vor und Nachteile habe ich mit nem chinesischen Pass? ^^
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von VielUnterwegs »

Sarilas hat geschrieben:Welche Vor und Nachteile habe ich mit nem chinesischen Pass? ^^
Vorteil: Einfaches Reisen nach China und die Moeglichkeit dort dauerhaft zu leben.
Nachteil: Du brauchst fuer alle anderen Laender ein Visum und das ist als Chinese nicht immer leicht zu bekommen.
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von no1gizmo »

Wobei die meisten Chinesen eh nicht viel reisen wollen. Und nur fürs Reisen einen anderen Pass? Naja...

Für jemanden der wirklich an der Schwelle zur Entscheidung steht, hier noch ein letztes, vielleicht entscheidendes Argument: Der chinesische Pass ist vom Material her mindertwertiger als der deutsche Pass. Der deutsche Pass hat einen stabilen Umschlag, der chineseisch Pass bekommt bereits beim Ansehen Risse, Knitter und Dellen...
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von da hai »

Wenn der Partner die chinesische Staatsbürgerschaft ablegt, wie sieht es dann in der Zukunft bzgl. Eigentum etc. aus? Gibt es Probleme bzgl. Erbschafts- und Besitzansprüchen beim Wohneigentum, Geld etc. der Eltern oder bei bisher eigenen Immobilien? Greifen dann für Ausländer, genau das ist dann ja der Partner, andere Regeln - steuerlich aber auch allgemein?

Meine Frau will jedenfalls ihre chinesische Staatsbürgerschaft behalten, einerseits um immer problemlos und schnell nach China zu können und weil obige Fragen wohl auch nicht mit Sicherheit - insbesondere mit Blick in die Zukunft (wie siehts in 20 oder gar 30 Jahren aus?) - beantwortet werden können. Im Endeffekt hat sie auch keine größeren Nachteile - mit Ausnahme der Visabeschaffung für den Urlaub.
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von Laogai »

no1gizmo hat geschrieben:Für jemanden der wirklich an der Schwelle zur Entscheidung steht, hier noch ein letztes, vielleicht entscheidendes Argument: Der chinesische Pass ist vom Material her mindertwertiger als der deutsche Pass.
Auch wenn ich glaube zu wissen was du meinst, so wie du es geschrieben hast klingt es etwas -äh- Stilblütlerisch. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Staatsangehörigkeit sollte die Qualität des Reisepasses das allerletzte Argument sein :idea:
no1gizmo hat geschrieben:Der deutsche Pass hat einen stabilen Umschlag, der chineseisch Pass bekommt bereits beim Ansehen Risse, Knitter und Dellen...
Soso, stabiler Umschlag...
Das hier ist mein aktueller Reisepass:
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von mr.shi »

Vorteil einer Einbürgerung ist sicherlich noch die leichtere Berufseinstellung in deutschen Unternehmen.
Könnte mir gut vorstellen dass einige Personaler ggf. Vorbehalte gegenüber Ausländern hegen bzw. die Gefahr eines mittelfristigen Absprungs (trotz Niederlassungserlaubnis) sehen, falls die Person wieder in die Heimat zurückziehen sollte und somit eventuelle langfristige Personalplanung verkomplizieren würde.
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Re: Eventuelle Nachteile dt. Einbürgerung des chin. Partners

Beitrag von Laogai »

mr.shi hat geschrieben:Vorteil einer Einbürgerung ist sicherlich noch die leichtere Berufseinstellung in deutschen Unternehmen.
Könnte mir gut vorstellen dass einige Personaler ggf. Vorbehalte gegenüber Ausländern hegen bzw. die Gefahr eines mittelfristigen Absprungs (trotz Niederlassungserlaubnis) sehen, falls die Person wieder in die Heimat zurückziehen sollte und somit eventuelle langfristige Personalplanung verkomplizieren würde.
Dem ist nicht so.
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