Verlobung

In diesem Forum können alle Fragen rund um Familienangelegenheiten, z.B. Heirat, Geburt, Scheidung, damit verbundene Visumsfragen und andere bürokratische und sonstige Hürden besprochen werden.
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schlossallee
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Verlobung

Beitrag von schlossallee »

Danke danke, ihr dürft mir alle gratulieren oder auch bemitleiden, was den Rattenschwanz betrifft den das nach sich zieht. Meine Verlobte lebt schon seit drei Jahren hier in Deutschland, sie studiert hier Musik und ich Sinologie an der selben Uni. Sprachpartnerin -> Freundin -> Verlobte. Jetzt meine Frage:
Sie darf ja bis zum Ende Ihres Studiums eh hier bleiben.... dürfen wir trotzdem nicht heiraten weil keiner von uns beiden ein festes Einkommen hat als Student? Woher kommt eigentlich dieser ganze Mist? 2 Dorftrottel mit dem selben Vornamen vor der Heirat dürfen in Deutschland ja auch ohne Probleme heiraten???
Sie spricht sehr gut Deutsch, das mit dem A1 ist also kein Thema vor allem weil ich auch DaF für Lehrer gerade mache.

Danke schonmal für die Antworten und oder Kritiken die folgen werden
bleibt nur noch zu sagen
我真的爱她。我希望她也真的爱我啊 谁能知道;) 对她来说我们应该去中国结婚但我们都没钱,大学生从来没有钱。
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sanctus
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Re: Verlobung

Beitrag von sanctus »

Yoah, Gratulation.

Als ich meine chin. Frau ehelichen wollte, wollte das Standesamt schon eine ganze Reihe an Unterlagen haben. Diese wurden dann an irgendeine Instanz geschickt, und diese entschlossen dann, ob wir heiraten konnten oder nicht. - Ich fand das damals auch recht komisch, hat aber schlussendlich alles geklappt. Das wichtigste wird wohl die Ledigkeitsbescheinigung deiner Frau werden - Inwieweit der finanzielle Faktor eine Rolle spielt, kann ich leider nicht sagen. Einfach zum Standesamt gehen und mit den Vorbereitungen beginnen. Alles weitere werden die Standesbeamten mit euch besprechen. Na dann!!! Viel Glueck!!!
schlossallee hat geschrieben:大学生从来没有钱。把我帮助吧
Da man aus Fehlern lernen kann: So ist's richtiger: 大学生往往没有钱。帮助我吧!

Inwieweit wir dir hier finanziell helfen sollen, wuerde mich mal interessieren: Spendenkonto? :wink:

Die nachtraegliche Hochzeit in China ist uebrigens obligatorisch, aber nicht an eine Frist gebunden. Da koennt ihr auch noch 3 Jahre warten bis zur Zeremonie in China.
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Re: Verlobung

Beitrag von Shenzhen »

"Die nachtraegliche Hochzeit in China ist uebrigens obligatorisch"

Fuer wen?
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sanctus
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Re: Verlobung

Beitrag von sanctus »

Shenzhen hat geschrieben:"Die nachtraegliche Hochzeit in China ist uebrigens obligatorisch"

Fuer wen?
Na fuer die Beiden. Da die Verwandtschaft in China meist groesser ausfaellt, als in Deutschland, werden wohl die meisten chin. Verwandten zur Hochzeit in Deutschland nicht anreisen koennen. Deswegen wird meistens noch eine nachtraegliche Zeremonie in China abgehalten. Auf diese Weise waren dann schlussendlich dann doch alle anwesend und die HongBao konnten auch erfolgreich verteilt werden.

Okay, nennen wir's nicht "obligatorisch", es wird wohl aber zumindest von der Familie der Braut erwartet werden.
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Re: Verlobung

Beitrag von Shenzhen »

Scheint mir eher ein typisches Vorurteil, gerade im moderneren China ist das nicht mehr obligatorisch und auch Familien hier leben sich auseinander.

Es laufen sicherlich noch die meisten Heiraten so ab, evtl. liegt es auch daran, dass "die" Expats sich immer die "Dorfschoenheiten" ;) aussuchen...
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VielUnterwegs
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Re: Verlobung

Beitrag von VielUnterwegs »

schlossallee hat geschrieben: Sie darf ja bis zum Ende Ihres Studiums eh hier bleiben.... dürfen wir trotzdem nicht heiraten weil keiner von uns beiden ein festes Einkommen hat als Student? Woher kommt eigentlich dieser ganze Mist? 2 Dorftrottel mit dem selben Vornamen vor der Heirat dürfen in Deutschland ja auch ohne Probleme
Mach dich nicht verrückt. Ruf einfach dein Standesamt an, bei dem du gemeldet bist und sag denen du willst deine in DE lebende CN Verlobte heiraten und würdest gerne wissen was du da an Dokumenten brauchst. Viel mehr als für das Ehefähigkeitszeugnis kanns auch nicht sein. Eure finanziellen Verhältnisse werden vom Standesamt für die Heirat sicher nicht geprüft, da verwechselt du was. Das ist manchmal bei Famillienzusammenführungen der Fall, bei Deutschen aber nur in Ausnahmefällen.

Vermutlich wirst du von dir eine Geburtsurkunde und den Perso brauchen, von ihr etwas mehr, vermutlich so: Geburtsurkunde, Ledigkeitsnachweis, Hukou und Reisepass. Natürlich notariell ins Deutsche übersetzt, entweder in CN mit Legalisation oder in DE. Details hängen vom Standesamt ab. Wie deine Freundin diese Dokumente bekommt kannst du hier dann in einigen Threads nachlesen, sobald du genau weißt was du brauchst.
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Re: Verlobung

Beitrag von biber23 »

heiratet ihr wegen der aufenthalstgenemigung?
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sanctus
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Re: Verlobung

Beitrag von sanctus »

Shenzhen hat geschrieben:Scheint mir eher ein typisches Vorurteil, gerade im moderneren China ist das nicht mehr obligatorisch und auch Familien hier leben sich auseinander.

Es laufen sicherlich noch die meisten Heiraten so ab, evtl. liegt es auch daran, dass "die" Expats sich immer die "Dorfschoenheiten" ;) aussuchen...
Naja was heisst Vorurteil? Bei mir und meiner Frau war bzw. ist es genauso. Nur haben wir, wie bereits gesagt, keine Frist dafuer bekommen. Ich werde zu Neujahr, wo man alle Verwandten mal zu Gesicht bekommt, immer wieder gefragt, ob es denn schon genaue Plaene gibt. Und von anderen Paaren, die bereits in Deutschland geheiratet haben, kenne ich es genauso.

Kann natuerlich sein, dass es einen Trend nach unten gibt.
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Re: Verlobung

Beitrag von da hai »

Wieso sollt ihr wegen eurem Einkommen nicht heiraten dürfen? Wie kommst du darauf? Als meine Frau und ich 2006 geheiratet haben, waren wir beide ebenfalls Studenten und haben über kein Einkommen verfügt (die gleiche Situation wie bei euch). Nach der Heirat wurde lediglich das Visum meiner Frau geändert. So lange ihr in Summe nicht über ein bestimmtes Einkommen verfügt, bekommt sie lediglich keine Niederlassungserlaubnis, was aber ohnehin erst nach drei Ehejahren möglich ist und erstmal auch nicht wirklich relevant ist.
Schneeti
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Re: Verlobung

Beitrag von Schneeti »

Kann ebenfalls bestätigen, daß der gewählte Weg von allen der stressfreieste ist. FZF ist kein Thema, Einkommen ebenfalls nicht (Geld ist nur ein Thema was die Gebühren angeht - aber da kommt wohl keiner dran vorbei).
Wir hatten vorher kurz beim Standesamt vorbeigeschaut und uns Infos über die erforderlichen Dokumente geholt, waren dann etwa ein halbes Jahr vor der Hochzeit in China und haben die Papiere eingesammelt (damals gab es auch ein Infoblatt auf den Seiten der Botschaft). Auf dem Notariat haben sie sich etwas gewundert, daß sie ins Englische übersetzte Geburtsurkunde nochmal abtippen sollten - meine Frau hatte sich den Wisch fürs Studium schon mal besorgt - war aber nötig, weil die Maßgabe von deutscher Seite war: Dokument darf maximal ein Jahr alt sein. Naja, das war auch schon das größte "Problem". Die Sachen haben wir dann beim CTS abgegeben (der Tip, das von der Agentur machen zu lassen, stand im Merkblatt der Botschaft; Adresse auch) für die Überbeglaubigung oder Legalisierung oder wasauchimmer (wäre sonst eine ziemliche Rennerei geworden, und hat nur wenig mehr als die ohnehin nötigen Gebühren gekostet). Dann noch in München einen vereidigten Übersetzer gesucht, die Dokumente im Standesamt abgegeben, die haben dann auf die Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeitszeugnisses durch das OLG gewartet, Gebühr bezahlt und dann den Hochzeitstermin vereinbart. Danach ist meine Frau noch ein halbes Jahr mit "Studenten-Aufenthaltstitel" im Land geblieben, bis sie sich mal bequemt hat, es umzuschreiben. Kosten insgesamt (ohne China-Reise -> Urlaub) unter 500 Euro.

Das ganze war völlig frei von Scherereien und ging auch recht zügig vonstatten (wir hätten innerhalb von 2 Monaten nach der Rückkehr aus China auf Standesamt gekonnt), und der Charme dieser Lösung ist natürlich, daß keine der Einwanderungsverhinderungsagenturen unseres schönen Heimatstaates was zu vermelden hatten. Klar, meine bessere Hälfte war ja schon im Land :)
Eventuell stellen sich etwas provinziellere Standesämter bei der Prozedur etwas mehr an, bei Bekannten von uns wurden einige Dokumente mehr verlangt.
Ob sich da mittlerweile was geändert hat, kann ich aber nicht sagen: Das ganze ist jetzt 5 Jahre her (wie die Zeit vergeht!)
Ach so: Die Niederlassungserlaubnis hat meine Frau auch zwei Monate früher gekriegt - aber das hat sie unserer damals etwa minus zwei Monate alten Tochter zu verdanken. Alles eine Frage des Timings :)
wega2012
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Re: Verlobung

Beitrag von wega2012 »

Kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen, auch wir waren beide Studenten und keiner hat auch nur gemurrt. Legendlich beim Umschreiben des Visa nach der Hochzeit kamm die Frage nach dem Einkommen bzw. der derzeitigen Wohnsituation auf.
Schneeti hat geschrieben: [...] die Dokumente im Standesamt abgegeben, die haben dann auf die Befreiung von der Beibringung des Ehefähigkeitszeugnisses durch das OLG gewartet, Gebühr bezahlt und dann den Hochzeitstermin vereinbart.
Wenn Ihr Studenten ohne jegliches Einkommen seit, hat es sogar noch den Charme, dass die OLG Gebuehren sehr niedrig sind, denn die Gebuehrenhoehe ermisst sich nach dem Einkommen. :wink:

Wenn Ihr Glueck hab, hatte euer Standesamt schonmal eine Deutsch-Chinesische Eheschliessung, und weiss genau was beizubringen ist. War auch bei uns der Fall vor gut 2,5 jahren.

Viel Glueck euch beiden!
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