Chinesische Sprache lernen - Sprachkurs ?

Übersetzungen, Computerprobleme, Chinesische Zeichen, Studium in China, Sinologie usw.
Badrick
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Chinesische Sprache lernen - Sprachkurs ?

Beitrag von Badrick »

Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und hoffe mir kann jemand weiterhelfen.

Ich würde gerne Chinesich in Schrift und Sprache lernen. :D
Da ich allerdings berufstätig bin und kein Student, kann ich nur abends Kurse besuchen. Mich alleine mit einer Software oder mit einem Buch hinsetzen und mir etwas selber beibringen ist nicht so mein Ding. :oops:

Hat jemand Erfahrungen mit Sprachkursen gemacht? Kann mir einer welche empfehlen? Oder auch berufsbegleitende Studiengänge? Ich bin da für alles offen.
Ich komme aus NRW, aus dem Umkreis Ruhrgebiet. Es wäre natürlich schön, wenn es hier irgendwo solche Kurse geben würde. Ein Kurs in Bayern ist vielleicht gut, würde mir aber nicht so viel bringen.

Ich bin für jede Hilfe dankbar.

Tschöö mit Ö
Patrick
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Lanhua
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Beitrag von Lanhua »

Was willst du den lernen? Mandarin oder Kanonesisch?
Aber du hast Recht, so ein Selbstlernkurs ist wirklich nicht die beste Möglichkeit!
Ich bin geade auch auf der Such nach einem Mandarinkurs.
In Düsseldorf gibt es einige sehr gute Abgebote, obwohl da nur 800 Chinesen leben. Am besten du sucht mal im Internet, am besten unter http://www.gelbeseiten.de

Viel Erfolg und viele liebe grüße
Lanhua
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Re: Chinesische Sprache lernen - Sprachkurs ?

Beitrag von no1gizmo »

Badrick hat geschrieben:Oder auch berufsbegleitende Studiengänge?
Würde mich auch interessieren.

Ansonsten gibts aber auch VHS Kurse, nur sind die keine geprüften Abschlüsse (wie bei einem Studium) und gehen nur langsam voran.

Wenn du VHS Kurse (http://www.vhs.de) machen willst, dann solltest du noch viel selbst lernen, im Selbststudium, sonst kommst du zu langsam voran.
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Beitrag von shumelee »

Lanhua hat geschrieben:Was willst du den lernen? Mandarin oder Kanonesisch?
Aber du hast Recht, so ein Selbstlernkurs ist wirklich nicht die beste Möglichkeit!
Ich bin geade auch auf der Such nach einem Mandarinkurs.
In Düsseldorf gibt es einige sehr gute Abgebote, obwohl da nur 800 Chinesen leben. Am besten du sucht mal im Internet, am besten unter http://www.gelbeseiten.de

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Hallo, Lanhua, Kantonesisch ist eigentlich nur ein Dialekt vom Chinesisch. Kantonesisch und Mandarin teilen gleiches Schriftzeichensystem, die unterscheiden sich nur durch Aussprache und ein paar Sprichworte. Die überwiegende Mehrheit der chinesischen Medien und sozialen Ressourcen beruhen sich auf Mandarin. 100% gebildete Menschen sprechen und verstehen Mandarin, während nur knapp 10% dazu noch Kantonesisch können. In diesem Sinn ist Kantonesisch eher gar keine Option neben Mandarin für diejenigen, die chinesische Sprache lernen wollen.
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domasla
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Beitrag von domasla »

Ich habe es zuerst auch mehrfach mit Büchern probiert. Aber es geht nicht. Vorher sollte man einen richtigen Kurs besuchen. Dort bekommt man einen guten Überblick über das, was einen noch erwartet. Ist das nicht all zu abschreckend, dann kann man weitermachen.

In unserem Kurs haben wir nach dem ersten Buch neu angefangen. Durch die Wiederholung kommt die Sicherheit. Es macht keinen Sinn, möglichst viel zu lernen. Zumindest bei mir nicht.

D., der sich wie bereits beschrieben wie ein Sieb fühlt. Aber allmählich verstopft es und er kann sich die Wörter merken.
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sushan
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Beitrag von sushan »

in manchen unis werden auch abendkurse angeboten, ich weiss nur nicht wie das ist im ruhrgebiet...
ich studiere in trier sinologie und wir benutzen das buch "chinesisch für deutsche" und ich finde, mit diesem buch könnte man wahrscheinlich auch als alleinlerner lernen. es gibt auch eine cd dazu, diese muss man aber wohl seperat bestellen.
informiere dich doch einfach mal in den unis in deiner umgebung.

lg,
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Beitrag von Grufti »

Hallo, Lanhua, Kantonesisch ist eigentlich nur ein Dialekt vom Chinesisch. Kantonesisch und Mandarin teilen gleiches Schriftzeichensystem, die unterscheiden sich nur durch Aussprache und ein paar Sprichworte
Ich hab schon mal geschrieben:


"Dialekte" sind Bairisch. Schwäbisch, Sächsisch etc pp d.h. im Normalfall kann man als gewöhnlicher, Denglish" ähh Hochdeutsch Sprechender mindestens 90 % des Dialektes verstehen .


Aber weshalb verwendet ein Kantonese Mandarin oder nur Schriftliches, wenn er sich mit einem Taiwanesen verständigen will???
Das sind doch schon (fast ) eigenständige Sprachen...

Also meine Frau, die eine Eingeborene ( keine "Zuag´roaste") aus Beijing ist, versteht weniger Taiwanesisch als ich ( nämlich überhaupt keinen Ton !!) .. und schon gar kein Wort aus den vielen Filmen auf Kantonesisch, bei denen sie sehr froh ist, daß es wenigstens Deutsche Untertitel gibt



ich glaube, Englisch ist näher an Deutsch als Kantonese / Taiwanes an Mandarin... und ein Engländer / Ami kann sich ohne die Sprache des anderen zu kennen wesentlich besser mit einem Deutschen verständlich machen , als jemand der ausschließlich Kantonese / taiwanese spricht mit jemand der nur Mandarin versteht



Weißt Du etwa, was "Obegòng" auf Mandarin ist ???????? :roll: :lol: :lol:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Beitrag von sushan »

in der uni trier sind auch viele chinesen die nur kantonesisch können aber nicht das hochchinesisch schreiben oder sprechen können. also scheint es doch einen unterschied zwischen kantonesisch und mandarin zu geben.
aber mit mandarin müsste man doch in china am weitesten kommen, oder?
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Beitrag von Grufti »

sushan hat geschrieben:in der uni trier sind auch viele chinesen die nur kantonesisch können aber nicht das hochchinesisch schreiben oder sprechen können. also scheint es doch einen unterschied zwischen kantonesisch und mandarin zu geben.
aber mit mandarin müsste man doch in china am weitesten kommen, oder?
Yup !
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Beitrag von sushan »

ich hab auch immer gedacht, dass man nicht wirklich kantonesisch lernen kannst, weil es halt ein dialekt ist. und bayrisch ist ja auch ziemlich schwer zu lernen... oder ein anderer deutscher dialekt...
lässt sich kantonesisch eigentlich mit deutschen dialekten vergleichen? also: ist das wirklich ein dialekt?

lg,
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Beitrag von shumelee »

Grufti hat geschrieben:
Hallo, Lanhua, Kantonesisch ist eigentlich nur ein Dialekt vom Chinesisch. Kantonesisch und Mandarin teilen gleiches Schriftzeichensystem, die unterscheiden sich nur durch Aussprache und ein paar Sprichworte
Ich hab schon mal geschrieben:


"Dialekte" sind Bairisch. Schwäbisch, Sächsisch etc pp d.h. im Normalfall kann man als gewöhnlicher, Denglish" ähh Hochdeutsch Sprechender mindestens 90 % des Dialektes verstehen .


Aber weshalb verwendet ein Kantonese Mandarin oder nur Schriftliches, wenn er sich mit einem Taiwanesen verständigen will???
Das sind doch schon (fast ) eigenständige Sprachen...

Also meine Frau, die eine Eingeborene ( keine "Zuag´roaste") aus Beijing ist, versteht weniger Taiwanesisch als ich ( nämlich überhaupt keinen Ton !!) .. und schon gar kein Wort aus den vielen Filmen auf Kantonesisch, bei denen sie sehr froh ist, daß es wenigstens Deutsche Untertitel gibt



ich glaube, Englisch ist näher an Deutsch als Kantonese / Taiwanes an Mandarin... und ein Engländer / Ami kann sich ohne die Sprache des anderen zu kennen wesentlich besser mit einem Deutschen verständlich machen , als jemand der ausschließlich Kantonese / taiwanese spricht mit jemand der nur Mandarin versteht



Weißt Du etwa, was "Obegòng" auf Mandarin ist ???????? :roll: :lol: :lol:

Ob das Katonesisch und die andere "Dialekten" in China Dialekten oder eher Einzelsprachen sind, sind sich die Linguisten sogar nicht einig. Eigentlich passt die Definition vom Dialekt der Buchstabensprache wie Englisch, Deutsch nicht beim Zuordnen der chinesischen Spachen. Zwar verständigen sich zwei Menschen fast nicht, die nur Mandarin oder nur Katonesisch können, aber der Bestand des gleichen Schriftsystems ermöglicht trotzdem die vollkommene Kommunikation. Innerhalb China wird Katonesisch und andere "Dialekten" tatsächlich nur als Dialekten angesehen, die unter Mandarin (Pu Tong Hua) sondern nicht daneben betracht werden.

Wenn man zu der Frage zurückkommt, welches, Mandarin oder Katonesisch, man als Ausländer lernen soll, wäre die Antwort selbstverständlich ebenso wie: "Soll ich beim Deutschlernen mit Hochdeutsch oder Bayerisch anfangen?"

die nachfolgenden Worte aus Wikipedia:

"Wenn man von „der chinesischen Sprache“ redet, ist üblicherweise der Standarddialekt Hochchinesisch (Putonghua) gemeint. Tatsächlich unterteilt sich das Chinesische neben der Standardsprache in eine ganze Reihe von Dialekten, die sich grob in nordchinesische und südchinesische Dialekte einteilen lassen. Die südchinesischen Dialekte sind dabei näher am klassischen Chinesisch, die nördlichen näher am modernen Hochchinesisch.

"In Phonetik und Grammatik unterscheiden sich die verschiedenen Dialekte so weit, dass Sprecher unterschiedlicher Dialekte auf Schriftzeichen oder Hochchinesisch zurückgreifen müssen, um sich zu verständigen. Einzelne Dialekte können dabei Millionen von Sprechern haben, allein der in der Gegend von Shanghai gesprochene Wu-Dialekt liegt mit 77 Millionen Muttersprachlern vor etablierten europäischen Einzelsprachen wie Italienisch (ca. 70 Millionen) oder Niederländisch (ca. 25 Millionen). Auf europäische Verhältnisse übertragen, würden sehr viele chinesische Dialekte daher als Einzelsprachen gelten, und sie werden daher auch von vielen Sprachwissenschaftlern als solche angesehen."

LG
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Beitrag von domasla »

Wir schweifen wieder mal von der Frage ab.

Trotzdem: Shumelee, wie war eigentlich dein erster Kontakt mit Bayern?

D.
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bossel
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Beitrag von bossel »

shumelee hat geschrieben:Ob das Katonesisch und die andere "Dialekten" in China Dialekten oder eher Einzelsprachen sind, sind sich die Linguisten sogar nicht einig.
Das siehst Du nicht ganz richtig. Es gibt eine relativ allgemeingültige Definition von Sprachen (allerdings nur im Kontext zueinander):

Sofern sich ausschließliche Sprecher einer Variante mit ausschließlichen Sprechern der anderen Variante nicht mehr ohne Hilfsmittel (wie etwa Schriftzeichen) verständigen können, spricht man von eigenständigen Sprachen. Dementsprechend sind Kantonesisch & Mandarin distinkt. Genau wie Niederdeutsch & Bayrisch distinkte Sprachen sind, während das für Holländisch & bestimmte norddeutsche Varianten nicht zutrifft.
Eigentlich passt die Definition vom Dialekt der Buchstabensprache wie Englisch, Deutsch nicht beim Zuordnen der chinesischen Spachen.
Buchstabensprache? Du verwechselst da was. Deutsch & Englisch könnten genausogut mit Ideogrammen geschrieben werden.
Innerhalb China wird Katonesisch und andere "Dialekten" tatsächlich nur als Dialekten angesehen, die unter Mandarin (Pu Tong Hua) sondern nicht daneben betracht werden.
Da sind wir beim Kern der Sache: es ist eine politische Entscheidung, Kantonesisch als Dialekt & Mandarin als Hochsprache zu sehen.
Wenn man zu der Frage zurückkommt, welches, Mandarin oder Katonesisch, man als Ausländer lernen soll, wäre die Antwort selbstverständlich ebenso wie: "Soll ich beim Deutschlernen mit Hochdeutsch oder Bayerisch anfangen?"
Hier triffst Du fast ins Schwarze, allerdings ist Kantonesisch in Kanton dann doch deutlich weiter verbreitet als Bayrisch in Bayern (oder es wird zumindest von mehr Leuten gesprochen).

Wikipedia ist leider kein Allheilmittel, obwohl ich selber gerne darauf zurückgreife.
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sushan
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Beitrag von sushan »

ne, man sollte wikipedia nich immer trauen....
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shumelee
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Beitrag von shumelee »

domasla hat geschrieben:Wir schweifen wieder mal von der Frage ab.

Trotzdem: Shumelee, wie war eigentlich dein erster Kontakt mit Bayern?

D.
Was meinen ersten Kontakt mit Bayern betrifft, war es eher nur sprachlich. Die Leute mit starkem Akzent sprechen alle Vokale so aus wie mit zweitem Ton (Chinesischer Ton) Und die "ch" in "Auch" und die in "durch" werden wahrscheinlich nicht unterschieden, alle wie "ch" in "Auch". Außerdem "r" wird wie "r" in Italienisch oder Spanisch ausgesprochen. (Hehe, habe das in der U-Bahn zum ersten Mal bemerkt, als "zuRück bleiben" ausgerufen wurde.) Aber ich habe mich schon daran gewöhnt.

Ansonsten liegt der mir aufgefallene Unterschied nur darin, dass Bierglass in München größer ist. (sehr viele von 1 Liter)
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