Grufti hat geschrieben:Eine autoritäre Herrschaft tut sich bei der Durchsetzung von gravierenden Maßnahmen zur Förderung der Wirtschaft eines Landes wesentlich einfacher als eine Demokratie..
Diese Massnahmen kosten aber auch Geld - und dass Politiker gerne Geld ausgeben, wenn sie können, wissen wir nicht erst seit Griechenland. Gerade Stuttgart 21 ist da ein wunderbares Beispiel: die Leute wollen es gar nicht, aber es kostet Milliarden und die Leute müssen es trotzdem bezahlen. Diese Milliarden fehlen nach in der Wirtschaft zu Investitionszwecken. Dieses Problem manifestiert sich derzeit auch extrem in China: Privatunternehmen kommen kaum an Kredite (es sei denn der Inhaber ist in der KP und hat Beziehungen) und wenn sind die Zinsen immer noch massiv höher als im Westen. Daher ist China Wirtschaftswachstum auch so stark von Investitionen aus dem Westen und vom Wachstum der Immoblase abhängig.
Dass natürlich der ganze Energiediskurs gerade in Deutschland nicht wirklich schlau geführt wird und zu extrem hohen Energiepreisen (und damit zu Wohlstandsverlust bei der Bevölkerung) geführt hat, ist mir aber durchaus bewusst. Das ist aber verglichen mit dem Zustand der chinesischen Wirtschaft das weitaus kleinere Übel...
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
Es ist doch nicht so, dass alles was Geld kostet für den Staat von vornherein falsch ist. Alle Staaten investieren und China kann dies auf einem weitaus höheren Niveau tun als Moldawien oder Lesotho. Das ist vor allem auch kein schlechtes Zeichen für die chinesische Wirtschaft.
Was? Der Postkartenmaler aus Braunau hat eine Autobahn nach Tibet gebaut? Oder einen unterirdischen Großbahnhof?
D., der das nicht glauben kann und seit einiger Zeit den Tibet-Bezug sucht. (Nein, nicht wirklich sucht. Aber feststellt, dass er schon wieder abhanden gekommen ist.)
Jene Person die hinter Tibet ein Fragezeichen gesetzt hat fällt ja auch durch lautes Schweigen auf. Nicht einmal mehr Glaubensbekenntnisse werden proklamiert
Die Autobahndiskussion erinnert mich an jenes Deutsche Expat-Ehepaar aus Shanghai das in einem Kaff auf über 4000m in Qinghai mit eigenem Auto hingefahren ist, und nach Motorenschaden liegengeblieben ist. Nach einigen Tagen machten die einen genervten Eindruck, haben von der Deutschen Autobahn und dem ADAC geträumt Manchmal frage ich mich wie sie am Schluss dort weggekommen sind...
Aremonus hat geschrieben: Gerade Stuttgart 21 ist da ein wunderbares Beispiel: die Leute wollen es gar nicht, aber es kostet Milliarden und die Leute müssen es trotzdem bezahlen.
Die Leute wollen es, aber Berufsdemonstranten nicht.
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013
Die Erinnerung ist das Fenster durch das wir Dich sehen können, wann immer wir wollen...
Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden - ich hab die Zeit noch nicht gefunden!
Die Leute wollen es, aber Berufsdemonstranten nicht.
Sind die Abstimmungsergebnisse schon draussen?
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
Aremonus hat geschrieben: Gerade Stuttgart 21 ist da ein wunderbares Beispiel: die Leute wollen es gar nicht, aber es kostet Milliarden und die Leute müssen es trotzdem bezahlen.
Die Leute wollen es, aber Berufsdemonstranten nicht.
Das passt ja gerade zu der Meldung, dass die chinesische Regierung tibetische Nonnen und Mönche zu Berufsbuddhisten machen will - einen Lohn von monatlich, umgerechnet, 14 Euro wird gezahlt. Natürlich müssen davon noch die Steuern abgezogen und die Beiträge für die Rentenversicherung entrichtet werden. Wenn das mal keine Zwangsbeglückung ist. Zum jetztigen Zeitpunkt quasi der Wink mit dem Zaunpfahl.
Die Chinesen wollen es, die Nonnen und Mönche aber sicher nicht.
best1964 hat geschrieben:Die Chinesen wollen es, die Nonnen und Mönche aber sicher nicht.
Na ja, wenn ich daran denke, das Selbstständige hier keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen - bei Misserfolg aber dennoch aus Steuermittel alimentiert werden, ist das m.E. alles andere als besser.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.
Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
best1964 hat geschrieben:
Das passt ja gerade zu der Meldung, dass die chinesische Regierung tibetische Nonnen und Mönche zu Berufsbuddhisten machen will - einen Lohn von monatlich, umgerechnet, 14 Euro wird gezahlt. Natürlich müssen davon noch die Steuern abgezogen und die Beiträge für die Rentenversicherung entrichtet werden. Wenn das mal keine Zwangsbeglückung ist. Zum jetztigen Zeitpunkt quasi der Wink mit dem Zaunpfahl.
Die Chinesen wollen es, die Nonnen und Mönche aber sicher nicht.
dein Beitrag ist irgendwie ziemlich wirr.
Nur so viel möchte ich hier sagen: Du weißt ein paar Skandale und Skandälchen vom Hörensagen, einen Überblick und eine realitische Einschätzung der Gesamtsituation hast du offensichtlich aber nicht so sehr.
Die Mönche, die ich kenne, erhalten alle zwischen 3000 und 6000 Yuan im Monat (300 bis 600 Euro) - viel mehr als die meisten Arbeiter in China oO. Wer mit 14 Euro in China überleben kann, muss wirklich die Austerität in Person sein!
Aber der Mensch lebt nicht vom Brot allein.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
Das passt ja gerade zu der Meldung, dass die chinesische Regierung tibetische Nonnen und Mönche zu Berufsbuddhisten machen will - einen Lohn von monatlich, umgerechnet, 14 Euro wird gezahlt. Natürlich müssen davon noch die Steuern abgezogen und die Beiträge für die Rentenversicherung entrichtet werden. Wenn das mal keine Zwangsbeglückung ist. Zum jetztigen Zeitpunkt quasi der Wink mit dem Zaunpfahl.
Die Chinesen wollen es, die Nonnen und Mönche aber sicher nicht.
Freie Kost und Logi, Haupteinkommen die Spendengelder die sie für ein besseres Karma von den Bauern abknöpfen und jetzt dazu noch ein Taschengeld von - nach Kaufkraft geschätzt, dort ist vieles billiger (ok, andere Dinger jetzt teuer wegen den Transportkosten nach Tibet) - 200 Euro im Monat von der Regierung? Wenn das war ist, wundert es mich nicht, dass sich die Mönche verbrennen.
Übrigens dumm von beiden Seiten - die Exiltibeter unterschlagen wiedermal alle Fakten und malen ein Bild das die Möche verhungern, die KP ist weiterhin im Irrglauben, dass sich die Mönche "kaufen" lassen.
ingo_001 hat geschrieben:Lassen wir A.H. aus B. - durch eigene Hand gemäuchelt in B und seine Überreste in RUS eingemottet - wieder ins wohl "verdiente" Dunkel verschwinden.
Na dann hast Du aber noch nicht DIESES Buch gelesen - ist mega spannend!