Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Der Konfuziuspreis ist eine Trotzreaktion - ich kann mir nicht vorstellen, dass er ernst gemeint ist. Das Ziel dürfte wohl darin liegen zu zeigen, dass ausländische Dissidenten wie Putin, welche Autokratie statt Demokratie fördern, ebenfalls geehrt werden können.
Eine unabhängige moralische Komponente erschliesst sich hier einem auf den ersten Blick jedenfalls nicht gerade...
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Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Dissidenten-Ordner
HuchAremonus hat geschrieben:Das Ziel dürfte wohl darin liegen zu zeigen, dass ausländische Dissidenten wie Putin, welche Autokratie statt Demokratie fördern, ebenfalls geehrt werden können.
Hu Jintao for Dissident! Ach nee, der ist ja inländischer Dissident
Laogai <=> 老盖, Ex-Blogwart
Konfuzius sagt: "Just smile and wave, boys. Smile and wave."
天不怕地不怕就怕洋鬼子开口说中国话!
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Das ist ja der Witz.Ach nee, der ist ja inländischer Dissident
Die Chinesen sollen das Gefühl bekommen, dass das Ausland möglichst homogen und China etwas ganz anderes sei. Ein Gedanke, der auch im amerikanischen Proletariat extrem stark verankert ist und der führenden Elite Macht verleiht. Nation building 101...
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Putin for Dissident
Der Witz (oder die Pointe) war hier:Aremonus hat geschrieben:Das ist ja der Witz.
Aber vielleicht ist der Begriff "Politiker" schon wieder out und die heißen jetzt alle "Dissidenten"Aremonus hat geschrieben:[...]ausländische Dissidenten wie Putin[...]
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
gut Erkannt...Der Witz (oder die Pointe) war hier:
Das sind doch offiziell "Volksvertreter""Politiker"
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Genau ala "God's Own Country"Aremonus hat geschrieben:Das ist ja der Witz.Ach nee, der ist ja inländischer Dissident
Die Chinesen sollen das Gefühl bekommen, dass das Ausland möglichst homogen und China etwas ganz anderes sei. Ein Gedanke, der auch im amerikanischen Proletariat extrem stark verankert ist und der führenden Elite Macht verleiht. Nation building 101...
1. Chinesen sind NICHT Amerikaner! (gar nicht wertend gemeint, sondern vollkommen andere Geschichte, Kultur, politisches System und Probleme)
2. Der Preis wird NICHT von der KP vergeben
3. Putin hat sich NICHT als Gegner Chinas positioniert. Im Gegenteil er hat eine starke Annäherung an China betrieben (ja, ja, natürlich nicht aus reinem Altruismus) - übrigens Rußland und China haben nicht gerade eine Geschichte voll Freundschaft und Wonne hinter sich und genug Problemfelder. Ich sage da nur Grenzkrieg am Ussuri. Der Konflikt zwischen Rußland und China - und somit ein eventueller Brandherd - wurde 2008 dann endgültig bereinigt. Keine Selbstverständlichkeit bei Territorialkonflikten - besonders bei welchen, die schon Blut gefordert haben. (Wofür Putin und Medwedev übrigens seitens russicher Nationalisten unter starker Kritik standen)
Natürlich liegt neben dem Gesicht geben an Putin auch eine Message an den Westen bei - ala Fuck You! Aber das spielt eher eine geringere Rolle.
4. Das negative Putin Bild ist NICHT global - Es existiert vor allem in Westen und in stark pro-westlichen, anti-russischen ehemaligen Ostblockländern. Im Rest der Welt wird Putin aber differenzierter und häufig sogar positiver betrachtet. Es ist ein Trugschluss, immer davon auszugehen, dass das Ausland bzw. der Rest der Welt = der Westen ist. Diese ständige Vereinnahmung des ganzen Erdballes (ala die Welt ist schockiert, die internationale Staatengemeinschaft ist entrüstet etc.) seitens der USA und EU ist nicht nur arrogant sondern auch gefährlich. Warum gefährlich? Weil davon ausgegangen wird, dass es auch stimmt. Und das nicht nur von der Bevölkerung die den Medieneinheitsbrei vorgesetzt bekommen, sondern auch von genug westlichen Politikern. Das verursacht aber eine Blindheit und spiegelt die tiefe Überzeugung wieder immer im Recht zu sein.
Sorry, aber manchmal glaub ich, dass Dinge hier vollkommen an der Realität vorbei konstruiert werden.
Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Quelle?2. Der Preis wird NICHT von der KP vergeben
Putin wird nur für sein undemokratisches Verhalten kritisiert. Und das, nach gängigen wissenschaftlichen Massstäben, zu recht.4. Das negative Putin Bild ist NICHT global
Die Frage ist am Ende: wie viel Entwicklungshilfe darf der Westen leisten? Einerseits besteht in Ländern wie China ein legitimer Anspruch der Bevölkerung auf dasselbe Wohlstandsniveau wie der Westen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Ressourcen effizient verteilt werden - was bedeutet, dass Korruption auszumerzen und die Prozesse sauber zu managen sind. Das wiederum bedeutet, dass über Probleme berichtet werden darf, sodass sie gelöst werden können, was nur mit Pressefreiheit möglich ist.
Zudem müssen die Länder innovativ werden, d.h. sie müssen kreative Erfinder und selbständige Manager haben. Aber wenn die Leute selbständig zu denken Beginnen, ist das Demokratie... und das wäre ja dann wieder westlich.
Ich persönlich finde es unmoralisch, dass die KP und der Westen die chinesische Bevölkerung gemeinsam ausbeuten und diese sich nicht dagegen wehren kann. Aber das muss jeder selbst wissen...
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Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Weiter oben ist ein Posting von mir wo ich sowohl Wiki als auch den ursprünglichen Artikel der das losgetreten hat zitiere. In dem steht das explizit.Quelle?
Was sind den bitte gängige wissenschaftliche Masstäbe zu dem Thema?Putin wird nur für sein undemokratisches Verhalten kritisiert. Und das, nach gängigen wissenschaftlichen Massstäben, zu recht.
Die Frage ist am Ende: wie viel Entwicklungshilfe darf der Westen leisten?
Soviel und in der Art und Weise wie es vom Empfänger erwünscht wird! Und nicht weiter.
Du fällst auf die alte Leier rein, dass reiche Länder reich sind weil sie demokratisch sind. Noch niemals daran gedacht, dass man es auch von der anderen Seite sehen kann? Nämlich dass sie demokratisch sind, weil sie reich sind? Und bezüglich Korruption & Ressourcen, gibt genug Länder die demokratisch sind und gravierendere Probleme in dem Bereich haben und es gibt Länder die eben nicht demokratisch sind aber keine Probleme in diesem Bereich haben. Ich sag da nur Indien - dem Slumbewohner bringt nämlich die "freie" Presse und die theoretische Möglichkeit zu einem Anwalt zu gehen, einen feuchten Furz und in den meisten Fällen, deftige Prügel von der Polizei. Was jetzt die "freie Presse" oder einem Anwalt egal ist, da nur ein Slumbewohner betroffen ist.inerseits besteht in Ländern wie China ein legitimer Anspruch der Bevölkerung auf dasselbe Wohlstandsniveau wie der Westen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die Ressourcen effizient verteilt werden - was bedeutet, dass Korruption auszumerzen und die Prozesse sauber zu managen sind. Das wiederum bedeutet, dass über Probleme berichtet werden darf, sodass sie gelöst werden können, was nur mit Pressefreiheit möglich ist.
Gott ist das arrogant - glaubst du die Chinesen können nicht selbstständig denken? Oder die Bewohner von Singapure?Zudem müssen die Länder innovativ werden, d.h. sie müssen kreative Erfinder und selbständige Manager haben.
Aber wenn die Leute selbständig zu denken Beginnen, ist das Demokratie...
Selbstständig denken ist mit Sicherheit kein Kriterium für Demokratie und mit Sicherheit kein Kennzeichen für "westlich".
Ich finde Ausbeuterei generell unmoralisch und wehren müssen sich die Ausgebeuteten selber. Da bin ich ganz im Einklang mit der "internationalen". Wenn man schon unbedingt helfen will, sollte man mal vor der eigenen Haustür anfangen. Ausbeutung gibt es auch in Europa und ja, auch in Deutschland genug. Aber hier das Maul aufreisen ist natürlich schwieriger.Ich persönlich finde es unmoralisch, dass die KP und der Westen die chinesische Bevölkerung gemeinsam ausbeuten und diese sich nicht dagegen wehren kann. Aber das muss jeder selbst wissen...
Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Es sind in China Leute wegen "Verrats von Staatsgeheimnissen" ingesperrt worden, wenn sie Zeitschriftenartikel(!) per Post ins Ausland geschickt hatten. Da kann mir keiner erzählen, dass die Verleihung eines "Preises", der international Aufsehen erregt und erregen soll, ohne Billigung der chinesischen Regierung vergeben werden kann.
In diesem Zusammenhang ist es völlig unerheblich, ob die kommunistische Partei mit ihren 80 Millionen (oder wie viele sind es?) Mitgliedern ein monolithischer Block ist oder nicht. Es ist sogar unerheblich, ob das Politbüro der kommunistischen Partei ein monolithischer Block IST. Tatsache ist: Die chinesische Führung (m.W. bestehend aus Ständigem Ausschuss des Nationalen Volkskongresses, Politbüro und Militärkommission) TRITT als monolithischer Block AUF. Und deren Entscheidung war anscheinend, diese Kommission, die den Konfuzius-Preis vergibt, gewähren zu lassen.
Neben der Existenz und der Entstehung dieses "Konfuzius-Preises" will ich doch noch auf die Gründe für die Vergabe an Wladimir Putin eingehen:
Sie erfolgte anscheinend unter anderem wegen Putins Engagement in Tschetschenien. Es ist allgemein bekannt, dass das Vorgehen des russischen Militärs und der moskautreuen Milizen dort alles andere als hasenrein war (um es mal sehr verharmlosend auszudrücken). Jemanden deswegen ob seiner Stärke und seiner Verdienste für die Einheit seines Landes zu ehren, kommt einer Verhöhnung der Opfer gleich. Genauso gut könnte man George W. Bush des Friedensnobelpreis dafür geben, dass der den Irakern "Demokratie und Rechtsstaatlichkeit" gebracht hat. Und das Ganze noch vor dem Hintergrund, dass chinesische "Patrioten" ja so unheimlich stolz darauf sind, dass sie im Gegensatz zu den westlichen Barbaren sich nicht in die inneren Vorgänge anderer Länder einmischen.
Die anderen Einwürfe, vor allem dieses abgedroschene Spiel Effizienter-autoritärer-Staat-vs.-unfähige-Demokratie bzw. Demokratie-bringt-kein-Essen-auf-den-Teller übergehe ich hier mal...
In diesem Zusammenhang ist es völlig unerheblich, ob die kommunistische Partei mit ihren 80 Millionen (oder wie viele sind es?) Mitgliedern ein monolithischer Block ist oder nicht. Es ist sogar unerheblich, ob das Politbüro der kommunistischen Partei ein monolithischer Block IST. Tatsache ist: Die chinesische Führung (m.W. bestehend aus Ständigem Ausschuss des Nationalen Volkskongresses, Politbüro und Militärkommission) TRITT als monolithischer Block AUF. Und deren Entscheidung war anscheinend, diese Kommission, die den Konfuzius-Preis vergibt, gewähren zu lassen.
Neben der Existenz und der Entstehung dieses "Konfuzius-Preises" will ich doch noch auf die Gründe für die Vergabe an Wladimir Putin eingehen:
Sie erfolgte anscheinend unter anderem wegen Putins Engagement in Tschetschenien. Es ist allgemein bekannt, dass das Vorgehen des russischen Militärs und der moskautreuen Milizen dort alles andere als hasenrein war (um es mal sehr verharmlosend auszudrücken). Jemanden deswegen ob seiner Stärke und seiner Verdienste für die Einheit seines Landes zu ehren, kommt einer Verhöhnung der Opfer gleich. Genauso gut könnte man George W. Bush des Friedensnobelpreis dafür geben, dass der den Irakern "Demokratie und Rechtsstaatlichkeit" gebracht hat. Und das Ganze noch vor dem Hintergrund, dass chinesische "Patrioten" ja so unheimlich stolz darauf sind, dass sie im Gegensatz zu den westlichen Barbaren sich nicht in die inneren Vorgänge anderer Länder einmischen.
Die anderen Einwürfe, vor allem dieses abgedroschene Spiel Effizienter-autoritärer-Staat-vs.-unfähige-Demokratie bzw. Demokratie-bringt-kein-Essen-auf-den-Teller übergehe ich hier mal...
Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Es sind in China Leute wegen "Verrats von Staatsgeheimnissen" ingesperrt worden, wenn sie Zeitschriftenartikel(!) per Post ins Ausland geschickt hatten.
Quelle und Hintergründe bitte. Ai Wei Wei ist wegen Steuerhinterziehung verhaftet worden und ich habe nirgendwo einen empörten Aufschrei gehört ala "Es sind in China Leute wegen "Steuerhinterziehung" eingesperrt worden, bloss weil sie ihr Vermögen auf dem Bankkonto ihrer Frau versteckt haben."
Will damit Sagen, dass der offizielle und inoffizielle Verurteilungsgrund in China (aber auch im Westen, siehe Assange) nicht immer der selbe sind. Gerade wenn es sich um Spionage handelt. Was ich auch verstehe, kein chinesisches Gericht wird sagen, er wurde verurteilt weil er Informationen über das geheime Raketenprogramm an die Amis verkau... ups, wir haben gar kein geheimes Raketenprogramm - bitte vergessen Sie was ich gesagt habe....
Ich habe "tolerieren" geschrieben, du schreibst "billigung". Natürlich wird, der Preis von der Regierung gebilligt. Ai Wei Wei macht auch Ausstellungen in Beijing in dem er die Liste von den Schülern die während des Erdbebens getötet wurden, ausstellt. Diese Ausstellungen wurden auch "gebilligt". Was bedeutet das jetzt nach deiner Logik? Das die KP hinter der Ausstellung von Ai Wei Wei steckt?Da kann mir keiner erzählen, dass die Verleihung eines "Preises", der international Aufsehen erregt und erregen soll, ohne Billigung der chinesischen Regierung vergeben werden kann.
Ja, genauso wie die Ausstellung von Ai Wei Wei.In diesem Zusammenhang ist es völlig unerheblich, ob die kommunistische Partei mit ihren 80 Millionen (oder wie viele sind es?) Mitgliedern ein monolithischer Block ist oder nicht. Es ist sogar unerheblich, ob das Politbüro der kommunistischen Partei ein monolithischer Block IST. Tatsache ist: Die chinesische Führung (m.W. bestehend aus Ständigem Ausschuss des Nationalen Volkskongresses, Politbüro und Militärkommission) TRITT als monolithischer Block AUF. Und deren Entscheidung war anscheinend, diese Kommission, die den Konfuzius-Preis vergibt, gewähren zu lassen.
Neben der Existenz und der Entstehung dieses "Konfuzius-Preises" will ich doch noch auf die Gründe für die Vergabe an Wladimir Putin eingehen:
Sie erfolgte anscheinend unter anderem wegen Putins Engagement in Tschetschenien. Es ist allgemein bekannt, dass das Vorgehen des russischen Militärs und der moskautreuen Milizen dort alles andere als hasenrein war (um es mal sehr verharmlosend auszudrücken). Jemanden deswegen ob seiner Stärke und seiner Verdienste für die Einheit seines Landes zu ehren, kommt einer Verhöhnung der Opfer gleich.
Afghanistan, Tschetschenien - ich verwechsle die immer. Da werden sowohl von Russland als auch den USA+Helferlein, die gleichen Handlungen begangen und die gleichen Gründe angegeben. Bei einem ist es nur furchtbar böse, bei dem anderern furchtbar gut.
Wo ist jetzt nochmal Deutschland und befreit das Land von Islamisten um das eigene Land vor Terroranschlägen zu schützen?
Genauso gut könnte man George W. Bush des Friedensnobelpreis dafür geben, dass der den Irakern "Demokratie und Rechtsstaatlichkeit" gebracht hat.
Freudige Nachricht für George W. Bush, 57: Der US-Präsident wurde für den Friedensnobelpreis 2004 nominiert. Der rechtsgerichtete norwegische Abgeordnete Jan Simonsen hatte Bush und den britischen Premier Tony Blair beim norwegischen Nobel-Institut vorgeschlagen. Begründung: Die beiden Verbündeten hätten mit ihrer Entscheidung für den Irak-Krieg zahllose Leben gerettet.
Wenn jetzt ein chinesischer "Patriot" furzt, sind dann alle chinesischen "Patrioten" Stinker? Man kann den Preisträger kritisieren, die Preisvergabe, die Preisvergeber und den Preis an sich.Und das Ganze noch vor dem Hintergrund, dass chinesische "Patrioten" ja so unheimlich stolz darauf sind, dass sie im Gegensatz zu den westlichen Barbaren sich nicht in die inneren Vorgänge anderer Länder einmischen.
Aber wie gesagt, die chinesische Führung ist da die falsche Addresse.
Würde auf das abgedroschene Spiel auch gerne verzichten, aber ständig kommt der abgedroschene Demokratie-KomplettpaketLösung-alles wird gut- über Nacht! Anstoss daher. Und so einfach ist die Welt halt leider nicht, ausser für Ideologen.Die anderen Einwürfe, vor allem dieses abgedroschene Spiel Effizienter-autoritärer-Staat-vs.-unfähige-Demokratie bzw. Demokratie-bringt-kein-Essen-auf-den-Teller übergehe ich hier mal...
Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Wer ist der Empfänger? Das Volk oder die Regierung?Soviel und in der Art und Weise wie es vom Empfänger erwünscht wird! Und nicht weiter.
Z.B. die Wahlbeobchter der OSZEWas sind den bitte gängige wissenschaftliche Masstäbe zu dem Thema?![]()
Aber wir müssen gar nicht so weit gehen. Putin behauptet selber, dass Russland keine funktionierende Demokratie sei, sondern eine gelenkte.
Gewaltentrennung, besonders ein unabhängiges Rechtssystem, scheint zumindest eine notwendige Voraussetzung zu sein (siehe Ferguson).Du fällst auf die alte Leier rein, dass reiche Länder reich sind weil sie demokratisch sind. Noch niemals daran gedacht, dass man es auch von der anderen Seite sehen kann?
Dass Wohlstand natürlich ebenfalls zur gesellschaftlichen Entwicklung führen kann und nicht nur gesellschaftliche Entwicklung zu Wohlstand, halte ich aber auch für plausibel. Im Falle China zweifle ich daher, da das Land wegen seiner schieren Grösse nur sehr wenig Austausch mit dem Ausland hat.
Diejenigen, die Selbständig denken, haben es auf jeden Fall in China nicht einfach - schon im Bildungssystem nicht.glaubst du die Chinesen können nicht selbstständig denken? Oder
Aber meine Aussage war, dass es in China zu wenige fähige Manager gibt - sodass Ideen garnicht erst umgesetzt werden können. Dass Menschen überall auf der Welt denken, zweifle ich nicht an.
Die Aussage, dass es in China zu wenige fähgie Manager gibt, stammt übrigens nicht von mir, sondern von der Harvard Business School.
Aber auch die Tatsache, dass China versucht, fähige Manager aus dem Ausland und Taiwan zu rekrutieren (besonders aus seiner eigenen Diaspora), deutet darauf hin.
Man kann von den Leuten nicht erwarten, dass sie vor jeder politischen Verantwortung zurückschrecken und gleichzeitig in der Wirtschaft Verantwortung übernehmen. Starke Persönlichkeiten setzen ihre Interessen nicht nur in einem isolierten Lebensbereich durch...
Ausbeutung liegt vor, wenn man arbeiten muss, um das grundlegende Überleben seiner Familie zu sichern. Das muss in Deutschland niemand. Jeder kann Hartz IV Bezüger werden. Das reicht dann immer noch zum Essen und um die Kinder an eine anständige Schule zu schicken oder die Mutter ins Krankenhaus zu bringen. Niemand muss es sich in Deutschland bieten lassen, von seinem Chef geschlagen zu werden...Ausbeutung gibt es auch in Europa und ja, auch in Deutschland genug.
Die Auffassung teile ich. In Deutschland sind demokratische Reformen dringend notwendig... eine kleine Elite regiert arrogant über das Volk hinweg und das Volk hat nichts zu sagen. Siehe Stuttgart 21... aber das ist ein anderes Thema.ber hier das Maul aufreisen ist natürlich schwieriger.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
Die Regierung ist die Vertretung des Volkes. Wenn du der Meinung bist, dass die chinesische Regierung nicht das Volk vertritt, dann steh offen (!) dazu. Handle aber auch danach.Wer ist der Empfänger? Das Volk oder die Regierung?
Das ist eine politische Organisation, keine wissenschaftliche. Mich persönlich hat deine instrumentalisierung von "Wissenschaft" genervt. Wissenschaft ist Forschung und hat mit ideologischen Werturteilen nichts zu tun.Z.B. die Wahlbeobchter der OSZE
Aber wir müssen gar nicht so weit gehen. Putin behauptet selber, dass Russland keine funktionierende Demokratie sei, sondern eine gelenkte.
Gewaltentrennung, besonders ein unabhängiges Rechtssystem, scheint zumindest eine notwendige Voraussetzung zu sein (siehe Ferguson).
Nicht zwangsläufig, siehe eben Gegenbeispiele wie Singapore oder Indien.
Du implizierst damit, dass Demokratie & Rechtsstaatlichkeit (im westlichen Sinne) für eine höhere Entwicklungsstufe steht. Dabei übersiehst du, dass es sich hier nicht um Entwicklungsstufen geht sondern um unterschiedliche Systeme.Dass Wohlstand natürlich ebenfalls zur gesellschaftlichen Entwicklung führen kann und nicht nur gesellschaftliche Entwicklung zu Wohlstand, halte ich aber auch für plausibel.
Ich kann jetzt das Argument nicht zuordnen (meine ich jetzt ernst, dass ist kein "rhetorischer Kniff". Kannst du hier ein wenig ausführerlicher sein und erklären worauf sich das bezieht?)Im Falle China zweifle ich daher, da das Land wegen seiner schieren Grösse nur sehr wenig Austausch mit dem Ausland hat.
glaubst du die Chinesen können nicht selbstständig denken? Oder
Ist ein konfuzianisches Bildungssystem. Lernen ohne zu Denken, ist verschwendete Zeit, Denken ohne zu lernen gefährlich. Wie gesagt ein anderes System. Dafür gibt es bei uns viele die glauben Selbstständig zu denken und keine Ahnung haben. Die jeweiligen Systeme haben aus ihrer Grundphilosophie heraus Vorteile und Nachteile, die Anzahl der Personen die sowohl etwas Wissen als auch denken können, würde ich relativ gleich hoch einschätzen. Genauso, dass die jeweiligen Systeme massive Probleme haben, die sich aber zum größtenteil nicht auf die Grundliegende Philosophie gegenüber "selbstständiges Denken" beziehen. Sprich, das Bildungssystem in europäischen als auch in konfuzianisch geprägten Ländern krankt an vielen (unterschiedlichen) Dingen. Wie in etwa (jetzt der einfachkeit halber ohne explizite Zuordnung): Kein Budget, Bildungskosten, schlecht ausgebildete Lehrkräfte, überfüllte Schulklassen, Regionen ohne Zugang zu einer guten Bildung. 2-Klassen Bildungssysteme etc.Diejenigen, die Selbständig denken, haben es auf jeden Fall in China nicht einfach - schon im Bildungssystem nicht.
Ich glaube, dass das Problem ganz woanders liegt. Chinesische Manager kommen zu Teil aus einer staatlichen Unternehmenstradition heraus, in der Verantwortung immer auf eine höhere Hierarchie Ebene hinaufgeschoben wird. Spitzenmanager (nicht Wertend, sondern nach Hierarchieposition) in China würde ich persönlich sogar als "selbstständig" denkender als Spitzenmanager in Europa einstufen. Auf der mittleren Ebene, herrscht aber das krasse Gegenteil.Aber meine Aussage war, dass es in China zu wenige fähige Manager gibt - sodass Ideen garnicht erst umgesetzt werden können. Dass Menschen überall auf der Welt denken, zweifle ich nicht an.
Schön, Link zum Artikel bitte. Dann können wir über die Methodik und die verwendeten Nominaldefinitionen sprechen. Vor kurzem gabs eine Studie die ergeben hat, dass Broker aggressiver agieren als verurteilte Soziopathen. Ein Ergebnis das ich nicht anzweifle. Stecke aber trotzdem lieber in einem Lift mit 5 Brokern fest, als mit verurteilten SoziopathenDie Aussage, dass es in China zu wenige fähgie Manager gibt, stammt übrigens nicht von mir, sondern von der Harvard Business School.
Das hat aber nichts damit zu tun, dass es Demokratien sind. Es werden sehr viele Manager aus Singapore rekrutiert. Vor allem auch von westlichen Firmen. Der CEO von ATS (österreichische Topfirma, produziert Leitplatten) in Shanghai ist aus Singapore.Aber auch die Tatsache, dass China versucht, fähige Manager aus dem Ausland und Taiwan zu rekrutieren (besonders aus seiner eigenen Diaspora), deutet darauf hin.
Das klingt nicht nach starken, sondern nach pathologisch dominaten Persönlichkeiten. Ein "gesunder" Mensch weiß, dass er seine Interessen nicht andauernd und überall durchsetzen muss.Man kann von den Leuten nicht erwarten, dass sie vor jeder politischen Verantwortung zurückschrecken und gleichzeitig in der Wirtschaft Verantwortung übernehmen. Starke Persönlichkeiten setzen ihre Interessen nicht nur in einem isolierten Lebensbereich durch...
Abgesehen davon, frag ich mich, was das mit politischer Verantwortung zu tun hat. Die Forderung nach Demokratie oder Rechtsstaatlichkeit impliziert die Vergabe von Rechten. Recht zur Wahl zu gehen und die Person zu wählen die man will, das Recht einen Anwalt zu nehmen und nach festgelegten Gesetzen verurteilt zu werden etc.
Eine politische Verantwortung kann man in China genauso gut oder schlecht wie im Westen übernehmen. z.B. Hu Jintao trägt nicht weniger politische Verantwortung als Merkel. Verantwortung übernehmen impliziert eine aktive Handlungsweise. Wenn wir dabei schon sind, ich habe nicht das Gefühl, dass Chinesen "unpolitischer" sind als Europäer. Oft sogar eher das Gegenteil, politische Themen kommen in Gesprächen häufiger vor als in Europa.
So ist die Idee, des Sozialstaates. In der Realität schaut es aber (leider zunehmend) anders aus. Besonders bei Leuten die keine deutsche Hukou haben - sprich ausländische Wanderarbeiter. Das in China die ärmsten der Armen, ärmer sind als die ärmsten der Armen in Deutschland stimmt natürlich. Ebenso, dass China ein besseres Sozialsystem braucht. Aber, dass wissen die Chinesen (inklusive KP) auch selber.Ausbeutung liegt vor, wenn man arbeiten muss, um das grundlegende Überleben seiner Familie zu sichern. Das muss in Deutschland niemand. Jeder kann Hartz IV Bezüger werden. Das reicht dann immer noch zum Essen und um die Kinder an eine anständige Schule zu schicken oder die Mutter ins Krankenhaus zu bringen. Niemand muss es sich in Deutschland bieten lassen, von seinem Chef geschlagen zu werden...
Die Auffassung teile ich. In Deutschland sind demokratische Reformen dringend notwendig... eine kleine Elite regiert arrogant über das Volk hinweg und das Volk hat nichts zu sagen. Siehe Stuttgart 21... aber das ist ein anderes Thema.[/quote]ber hier das Maul aufreisen ist natürlich schwieriger.
Bin ich auch deiner Meinung - aber halt bezüglich Österreich. Will als Österreicher nicht Deutschen vorschreiben, was zu ändern ist. Wir haben hier in Österreich selber genug gravierende (und ähnliche) Probleme. Übrigens habe ich Stuttgart 21 großartig empfunden, so einen starken politischen Aktivismus kenne ich sonst eher nur aus China (wo die Leute wirklich oft sagen, jetzt reicht es, gehen wir raus). Bei uns habe ich häufig das Gefühl, dass die Leute sagen "das ist eine Schweinerei, aber wird schon seine gesetzliche Richtigkeit haben"
Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
ich hatte in den letzten Tagen nur begrenzt Internetzugang, deswegen erscheint meine Antwort vielleicht etwas verzögert. Bitte um Nachsicht.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass oft diejenigen Chinesen/Araber/Russen Putin und Tschetschenien hochloben, die Amerikaner wegen der Vorkommnisse im Irak und in Afghanistan mit allen erdenklichen Schimpfwörtern belegen. Die Mitglieder dieser Kommission kenne ich zwar nicht; ihre Argumentationsweise erinnert mich sehr an so eine bestimmte Gattung "politisch denkender" Menschen.
Und wer findet Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan "furchtbar gut". Ich hoffe, du unterstellst mir nicht so etwas. Sonst kann ich sehr böse werden.
Sicherlich hat der russische Staat nach dem Vökerrecht berechtigt, separatistische Tendenzen zu bekämpfen. Was Putin und Konsorten eher vorgeworfen wird, sind Folterungen und sonstige Grausamkeiten, die dort vorgekommen sind (an eigenen Leuten!). Und ihm wegen solch eines Krieges einen Preis verleihen zu wollen, ist pervers. Mir fällt kein anderes Wort ein.
Wo ist jetzt nochmal Deutschland und befreit das Land von Islamisten um das eigene Land vor Terroranschlägen zu schützen?
Ich setze "Patriot" bewusst in Anführungszeichen, wie du sicherlich gemerkt hast.
Etwas für sein Land tun zu wollen und ihm immer das Beste zu wünschen, ist gut.
Nun gibt es aber Leute, die einen Hass auf den Westen haben und ihre eigenen Probleme auf einen Feind projizieren. Die bezeichnen jede hasserfüllte Haltung als "patriotisch". Für solche Leute verwende ich die Anführungszeichen.
deine rhetorischen Künste in Ehren, aber an denen solltest du vielleicht noch etwas arbeiten. Ich fand diese Pseudo-Verwechslung jedenfalls etwas deplaziert.beowulf hat geschrieben: Afghanistan, Tschetschenien - ich verwechsle die immer. Da werden sowohl von Russland als auch den USA+Helferlein, die gleichen Handlungen begangen und die gleichen Gründe angegeben. Bei einem ist es nur furchtbar böse, bei dem anderern furchtbar gut.
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass oft diejenigen Chinesen/Araber/Russen Putin und Tschetschenien hochloben, die Amerikaner wegen der Vorkommnisse im Irak und in Afghanistan mit allen erdenklichen Schimpfwörtern belegen. Die Mitglieder dieser Kommission kenne ich zwar nicht; ihre Argumentationsweise erinnert mich sehr an so eine bestimmte Gattung "politisch denkender" Menschen.
Und wer findet Menschenrechtsverletzungen in Afghanistan "furchtbar gut". Ich hoffe, du unterstellst mir nicht so etwas. Sonst kann ich sehr böse werden.
Sicherlich hat der russische Staat nach dem Vökerrecht berechtigt, separatistische Tendenzen zu bekämpfen. Was Putin und Konsorten eher vorgeworfen wird, sind Folterungen und sonstige Grausamkeiten, die dort vorgekommen sind (an eigenen Leuten!). Und ihm wegen solch eines Krieges einen Preis verleihen zu wollen, ist pervers. Mir fällt kein anderes Wort ein.
Wo ist jetzt nochmal Deutschland und befreit das Land von Islamisten um das eigene Land vor Terroranschlägen zu schützen?
Was heißt schon "nominiert". Jeder Idiot kann jemanden vorschlagen. Dass das etwas anderes als Verleihen ist, muss hier nicht näher ausgeführt werden.beowulf hat geschrieben:Freudige Nachricht für George W. Bush, 57: Der US-Präsident wurde für den Friedensnobelpreis 2004 nominiert. Der rechtsgerichtete norwegische Abgeordnete Jan Simonsen hatte Bush und den britischen Premier Tony Blair beim norwegischen Nobel-Institut vorgeschlagen. Begründung: Die beiden Verbündeten hätten mit ihrer Entscheidung für den Irak-Krieg zahllose Leben gerettet.
Ja. Bzw. sie sind es per definitionem.beowulf hat geschrieben: Wenn jetzt ein chinesischer "Patriot" furzt, sind dann alle chinesischen "Patrioten" Stinker?
Ich setze "Patriot" bewusst in Anführungszeichen, wie du sicherlich gemerkt hast.
Etwas für sein Land tun zu wollen und ihm immer das Beste zu wünschen, ist gut.
Nun gibt es aber Leute, die einen Hass auf den Westen haben und ihre eigenen Probleme auf einen Feind projizieren. Die bezeichnen jede hasserfüllte Haltung als "patriotisch". Für solche Leute verwende ich die Anführungszeichen.
dazu könnte ich auch ein paar Takte sagen, das geht aber zu weit.beowulf hat geschrieben: Würde auf das abgedroschene Spiel auch gerne verzichten, aber ständig kommt der abgedroschene Demokratie-KomplettpaketLösung-alles wird gut- über Nacht! Anstoss daher. Und so einfach ist die Welt halt leider nicht, ausser für Ideologen.
Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
wo gibt es denn so eine Stadt zu besichtigen?Xian hat geschrieben: Vielleicht bauen sie eine dieser Untergrundstädte, dass haben Russen und Amis auch. Hat wenig mit Verschwörung als eher beeindruckender Technik zu tun von dem Mann nicht unbedingt jeden Wissen lassen will.
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