Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

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maylin
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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von maylin » 03.11.2011, 16:10

Hab ich in Beijing und anderen Städten auch schon öfter gesehen.. Ich hab mir dort lange überlegt (wie auch bei den viel zu jungen Hundewelpen die man kaufen kann, oder den Entchen, oder oder oder...) was man tun könnte.. Aber schlussendlich hätte es nichts gebracht wenn ich alle Tiere gekauft hätte, es hätte nur den Handel gefördert. Da muss ein Umdenken stattfinden. Im Übrigen geschieht das vor allem bei den Jungen gerade. Ich habe mit vielen gesprochen die das absolut unter aller Sau finden.. und nie unterstützen würden.
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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von Geist » 03.11.2011, 16:12

In der Tat, sowas ist widerlich. :( Ich fuehlte mich gerade an Bonsai Kitten erinnert, wobei es sich da ja zum Glueck um eine Falschung gehandelt hatte.

Ich verstehe nicht, wie so etwas populaer sein kann.

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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von earleyalgorithmus » 03.11.2011, 16:51

Widerlich. Vor 2005 habe ich von sowas gar nicht erfahren. Die Händler und Produzierer gehören gestraft. Soweit ich recherchiere, die Technik stammt aus Japan.

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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von maylin » 03.11.2011, 17:34

Geist hat geschrieben: Ich verstehe nicht, wie so etwas populaer sein kann.
Den Leuten wird gesagt, dass die Tiere in dem Wasser / Gel in welchem sie leben alle Nährstoffe bekommen, die sie zum Leben brauchen. Und so wird das ganze halt gekauft, und sobald die Tiere tot sind wird irgend ein anderer Grund (zu warm / kalt gehalten, Tier war eventuell bereits krank usw) als ausrede benützt und ein weiteres Tier wird geschenkt oder zu einem Kauf gratis mit dazugegeben.

Sowas kann man nur mit Wissen unterbinden. Wissen vermitteln. Und das dauert leider eine Weile.
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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von báitù » 03.11.2011, 17:51

Alles eine Frage von Angebot und (!) Nachfrage! :?
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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von blur » 03.11.2011, 18:12

Bestimmte Sachen gehören aber nicht auf den freien Markt. Es dürfen auch nicht an jeder Ecke Waffen angeboten werden nur weil es evtl. eine Nachfrage danach gibt.

Selbst wenn es nicht diese kleinen und wirklich lebensverachtenen Gefäße sind, man sieht auch öfter kleine Kinder mit Minikäfigen rumlaufen in denen z.B. Kaninchen sitzen. Die werden dann auch wild durch die Luft geschleudert. Sowas wird man in westlichen Ländern eher selten finden, auch wenn bei uns nicht alle Tiere ein schönes Leben haben. Die Ecosphere Aquarien sind im Grunde nichts anderes, nur vielleicht etwas größer und die Tiere die drin sitzen sind "nur" Garnelen. Die ersticken aber auch irgendwann in ihrem eigenen Mist.

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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von Fenn » 03.11.2011, 20:23

widerlich!

ein Freund erzählte mal das man in Qingdao am Strand kleine Schildkröten kaufen kann, die man dann "freilassen" soll. Blöd nur das es Süßwasserschildkröten sind.

Kann das wer bestätigen?

Ich habe mal gesehen das man an einem Fluß, der gerne als Ausflugsziel genutzt wird, Bogenschiessen machen kann. Entweder auf Zielscheiben oder lebende Hühner. Damit die nicht weglaufen wurden sie angebunden. In diesem Sinne Happy Hunting !

Gruß

Fenn

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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von Bernhard » 03.11.2011, 20:37

ich verstehe überhaupt nicht, wie das funktionieren soll. Diese Tiere bekommen in diesem kleinen Tütchen doch fast keine Luft. Der Sauerstoff darin dürfte schnell aufgebraucht sein.
Sowas gehört echt verboten...

Was das "freilassen" anbelangt, so ist das auch eine buddhistische Tradition. Wenn man gefangene Tiere kauft und freilässt, tut man ein gutes Werk und sammelt Verdienste. Nur ist es dann auch so, dass die Tiere dann extra dafür gefangen oder gezüchtet werden. Eine ähnliche Problematik, wie maylin angesprochen hat.
Ob das in Qingdao auch sowas war, weiß ich natürlich nicht...

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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von no1gizmo » 03.11.2011, 20:37

Wer sowas verkauft oder kauft hat keine Bildung oder ist Sadist oder aus anderweitigen Gründen minderwertig.

@Bernhard: Die Tüten sind luftdurchlässig. Ist natürlich trotzdem extrem stickig in so ner Tüte.
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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von blur » 03.11.2011, 22:40

Die werden dann sicherlich auch erst Morgens in die Tüten eingesetzt damit sie möglichst lang "frisch" bleiben.

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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von Laogai » 03.11.2011, 23:09

Widerlich. Sagte das schon jemand? Spiegelt leider die traditionelle Einstellung der Chinesen Tieren gegenüber wider. 动物, das ist schon sehr bezeichnend.
no1gizmo hat geschrieben:@Bernhard: Die Tüten sind luftdurchlässig. Ist natürlich trotzdem extrem stickig in so ner Tüte.
Das Plastebecken, in dem die Schildkröte auf dem ersten Bild von VielUnterwegs planscht, ist garantiert luftdicht, denn sonst würde Luft wegen der Flüssigkeit eher aus dem Beutel entweichen als hinein strömen.
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Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von rainer14 » 04.11.2011, 00:31

Ja, in China geht man anders mit Tieren um. Das sieht man auf Wochenmärkten oder auch auf Verkaufsständen in den "ländlichen Bezirken" mitten in Beijing, wo die vom Land nachgezogenen wohnen, bzw. hausen. Ich möchte da weder Fisch noch Huhn sein.

Aber haben es unsere deutschen Fische und Hühner soviel besser? Genauer, haben sie es überhaupt besser? Ein genauer Vergleich könnte ergeben, das es, trotz allem, die chinesischen Hühner besser haben. Oder anders, solange wir da nicht vor der eigenen Haustür kehren und z.B alle wesentlich weniger Fleisch essen - da denke ich ist das Grundproblem - halte ich die Empörung in diesem Thread für mehr als scheinhaltig.

Grüße von dem gerade aus Beijing zurückkehrten Rainer

Geist

Re: Lebende Tiere in China als Schluesselanhaenger verkauft

Beitrag von Geist » 04.11.2011, 00:43

Wenn ich bspw. an Foie gras bzw. die französische Stopfleber denke, die dort zum nationalen und gastronomischen Kulturerbe erklärt wurde un dadurch von französischen Tierschutzgesetzen ausgenommen ist, kommt mir auch die Galle hoch.

Ich hab auch schon Hühnerställe von innen gesehen die fernab von Gut und Böse waren. Überzüchtete Kühe die im Grunde keine 5 Minuten in freier Wildbahn überleben könnten, etc. pp., die grausame Welt der Tierquälerei gibt da einiges her.

Die hier in Plastikbehälter gefangenen Tiere sind ebenso ein Unding. Hier werden einfach nur Tiere als Schlüsselanhänger missbraucht. Der Nutzen liegt bei geradezu Null.

Was nun an der Empörung wieder scheinheilig sein soll, versteh ich nicht. Hier hat keiner den teils desaströsen Zustand einiger Tierarten in Europa verneint. Oder wird das wieder eine China hui - Europa pfui Diskussion bzw. böses Europa versucht wieder zu belehren Abklatsch?

Gruß
Geist

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Beitrag von Laogai » 04.11.2011, 00:46

rainer14 hat geschrieben:Aber haben es unsere deutschen Fische und Hühner soviel besser?
Äh sorry, mit meinem Einwurf...
laogai hat geschrieben:Spiegelt leider die traditionelle Einstellung der Chinesen Tieren gegenüber wider. 动物, das ist schon sehr bezeichnend.
... wollte ich nicht wieder eine Grundsatzdiskussion lostreten :( :( :(

Zwischen Eiweißlieferant und Schlüsselanhänger sollte man schon unterscheiden!
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