Chinesisches Abitur

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hktraveller
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Chinesisches Abitur

Beitrag von hktraveller »

Weiss jemand, ob das Abitur einer chinesischen Schule in Shanghai zum Studium in Deutschland ausreicht (deutscher Staatsbuerger), oder wo ich dazu online naeheres rausfinden kann.
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unbekannt
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von unbekannt »

warum nicht - aber zur Not frage per Telefon nach
http://www.fu-berlin.de/
andere Abis ( Amiland Suedafrica oder Chile) wurden ja auch anerkannt aber nicht fuer jedes Studium
du musst es aber uebersetzen lassen
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von Aremonus »

Das dürfte wohl von der Uni abhängen.

In der Schweiz braucht man mindestens einen chinesischen Bachelorabschluss von einer Universität mit Promotionsrecht, um studieren zu dürfen (alternativ kann man eine Aufnahmeprüfung ablegen).
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
Andy_yi
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von Andy_yi »

hktraveller hat geschrieben:Weiss jemand, ob das Abitur einer chinesischen Schule in Shanghai zum Studium in Deutschland ausreicht (deutscher Staatsbuerger), oder wo ich dazu online naeheres rausfinden kann.
Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich befürchte nicht.
Ein Freund von mir hat sein Abitur in Amerika gemacht , da er aufgrund der Arbeit seines Vaters dort hingezogen ist. Mit bestehen der letzten Prüfung und nach fast 2 Semester Japanologie Studium in Amerika kam er dann zurück und wollte sich hier an der Universität Bochum für Japanologie einschreiben. Erst sah es so aus, als wäre es kein Problem. Er bekam alle Formulare die zur Einschreibung nötig waren. Als die dann gemerkt haben das er Deutscher Staatsbürger ist, sah es ganz anders aus. Das würde nicht gehen, eben weil er Deutscher Staatsbürger ist. Er müsse sein Abitur an einem Gymnasium nachholen. Begründung: Es wäre nicht akzeptabel wenn man als Deutscher Staatsbürger sein Abitur im Ausland macht, da wohlmöglich einfacher, und somit die Deutschen Abiturprüfungen umgeht.

Es gäbe dann in manchen Bundesländern die Möglichkeit auf ein "Abitur für Nichtschüler" (schonmal von Linnea angesprochen, glaube ich). Die Auflagen sind aber oft sehr streng. Da müsste er/sie dann auch erstmal etwas warten, bis er die Prüfungen machen könnte. Unzweckmäßig, meine Meinung.

Die chinesische Schule in Shanghai würde übrigens auch nicht für chinesische Staatsbürger ausreichen um in Deutschland zu studieren. Da müssen, sofern ich hier richtig informiert bin, erst schon 2 Semester in China studiert worden sein.

Natürlich mal bei den Unis anrufen. Ob man sich auf die Aussagen allerdings guten Gewissens verlassen kann - fraglich. Was heute bejaht wird kann in 3 Jahren schon wieder ganz anders sein. Auf wen soll man sich da berufen? Wenn mein Kind in Deutschland studieren soll würde ich es an einer Deutschen Schule in Shanghai unterbringen. Da gibt's dann auch die entsprechenden Zeugnisse, Sicherheit und keine Probleme.
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hktraveller
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von hktraveller »

Danke Andi, das ist zwar absolut nicht was ich hoeren wollte, aber sehr wichtig zu wissen.
Wir werden die Unis in Deutschland kontaktieren und nachfragen.
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Linnea
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von Linnea »

hktraveller hat geschrieben:oder wo ich dazu online naeheres rausfinden kann.
Zum Beispiel bei anabin.
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VielUnterwegs
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von VielUnterwegs »

Ich wuerde das auf keinen Fall riskieren. Vor allem weil der erzielte Notenschnitt auch vermutlich deutlich unter dem deutschen Abitur liegen wird. Das Gaokao ist eine abartige Ochsentour, bei der es hauptsaechlich um's Auswendiglernen geht. Ein deutsches Abitur mit 1,X laesst sich mit ein paar Tagen lernen zur richtigen Zeit relativ easy erledigen. Ausserdem, selbst wenn es rechtlich gleichgestellt waere, von keinem Personaler in einer deutschen Firma wird es als wirklich gleichwertig betrachtet werden.
Geist

Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von Geist »

hktraveller hat geschrieben:Weiss jemand, ob das Abitur einer chinesischen Schule in Shanghai zum Studium in Deutschland ausreicht (deutscher Staatsbuerger), oder wo ich dazu online naeheres rausfinden kann.
Vermutlich wirst Du Probleme mit der Anerkennung Deines Abschlusses haben, da eine chinesische Hochschulzugangsberechtigung (ein chin. Abitur per se gibt es nicht) zum einen nicht einheitlich geregelt und anerkannt ist.

Herausfinden laesst sich das durchaus, aber diesbezueglich wird eine Menge (!) Arbeit auf Dich zukommen, da in Deutschland immer noch der Bildungsfoerderalismus sein Unwesen treibt. :(

Zu empfehlen wäre eher Deine Hochschulzugangsberechtigung ueber das deutsche Abitur zu erlangen. Das dürfte - vor allem seitens bürokratischer und administrativer Herkunft - wesentlich einfacher sein.

Geist
Andy_yi
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von Andy_yi »

VielUnterwegs hat geschrieben:Das Gaokao ist eine abartige Ochsentour, bei der es hauptsaechlich um's Auswendiglernen geht. Ein deutsches Abitur mit 1,X laesst sich mit ein paar Tagen lernen zur richtigen Zeit relativ easy erledigen.
:shock:

Es reicht für 1.x Abitur in Deutschland nicht nur ein paar Tage zu lernen. Das Deutsche Abitur setzt sich nicht nur aus den Abschlussprüfungen, sondern vorallem auch aus den schriftlichen und mündlichen Leistungen der 2 vorausgegangen Leistungsjahre zusammen. Kontinuität ist gefragt. Das ist auch wohl der größte Unterschied zum Gaokao. Das Gaokao ist kein Abitur sondern eine unabhängige Prüfung im Anschluss des 13. Schuljahres und nur für die Unversitätswahl von Bedeutung. Abschlusszeugnisse gibt es von der Schule seperat.
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von hktraveller »

Wuerde es helfen in eine deutsche Uni zu kommen wenn man in China einige Semester studiert hat?
Es geht uebrigens nicht um mich, ich hab mein Abitur in Deutschland vor vielen Jahren gemacht.
Da ich mit dem aktuellen Bildungssystem in Deutschland ueberhaupt nicht mehr auf dem laufenden bin, frage ich Leute die naeher dran sind.
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von Linnea »

Klick doch einfach mal auf den Link, den ich oben eingestellt habe. :wink: Oder lies auf den Seiten der Akademischen Prüfstelle weiter. Die haben auch eine Telefonnummer, dahin würde ich mich mal wenden.
Geist

Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von Geist »

hktraveller hat geschrieben:Wuerde es helfen in eine deutsche Uni zu kommen wenn man in China einige Semester studiert hat?
Nein, nicht zwingend. Jede Uni / FH hat diesbezueglich eigene Regelungen und festgesetzte Standards. Selbst jmd. der in NRW BWL studiert kann das Pech haben an einer bayerischen Uni nur einen Bruchteil seiner Leistungen angerechnet zu bekommen.

Ich vermute das abgesehen von direkt China bezogenen Studiengaengen (etwa Sinologie die Richtung) eine Anerkennung in China studierter Semester in Deutschland sehr, sehr schwer werden wird. Es besteht auch noch ein enormer qualitativer Unterschied (an alle die mir dies krumm nehmen moegen, festgesetzt habe ich wie auch immer gearterte qual. Standards nicht) zwischen einer deutschen und einer chinesischen Hochschule.

Geist
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von VielUnterwegs »

Andy_yi hat geschrieben:
VielUnterwegs hat geschrieben:Das Gaokao ist eine abartige Ochsentour, bei der es hauptsaechlich um's Auswendiglernen geht. Ein deutsches Abitur mit 1,X laesst sich mit ein paar Tagen lernen zur richtigen Zeit relativ easy erledigen.
:shock:

Es reicht für 1.x Abitur in Deutschland nicht nur ein paar Tage zu lernen. Das Deutsche Abitur setzt sich nicht nur aus den Abschlussprüfungen, sondern vorallem auch aus den schriftlichen und mündlichen Leistungen der 2 vorausgegangen Leistungsjahre zusammen. Kontinuität ist gefragt. Das ist auch wohl der größte Unterschied zum Gaokao. Das Gaokao ist kein Abitur sondern eine unabhängige Prüfung im Anschluss des 13. Schuljahres und nur für die Unversitätswahl von Bedeutung. Abschlusszeugnisse gibt es von der Schule seperat.
In der Praxis fällt das Mündliche kaum in's Gewicht. Die wenigsten Lehrer tuen sich das an und machen mündliche Noten. Ok, die Klassenarbeiten. Die erledigen sich indem man den Tag davor lernt, ein paar Stunden konzentriert mit Freunden, unter der Vorraussetzung das man im Unterricht zuhört. Nicht mitrödeln, aber berieseln lassen. Auf die eigentlichen Abiprüfungen dann so in Summe 2 Wochen. Ich habe mein Abi genau so gemacht, war zudem noch jeden Tag 20 Minuten zu spät. Jedes Wochenende dann noch rund um die Uhr auf die Piste und unter der Woche auch, Videospiele satt. So habe ich und die die ich kenne ihr 1,X Abi gemacht. Wer schlechter als 2,5 war, der war einfach auch am Tag vor der Klassenarbeit zu faul. Was ich von meinen chinesischen Kollegen und Bekannten so höre, läuft es in der chinesischen Oberstufe doch deutlich anders... Kontinuität ist gefragt? Sorry, da musste ich sehr schmunzeln. Sogar den Bachelor holt man sich noch relativ geschmeidig indem man sich einfach zum richtigen Zeitpunkt vor der Klausur 2-3 Tage hinsetzt.
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von Andy_yi »

VielUnterwegs hat geschrieben: In der Praxis fällt das Mündliche kaum in's Gewicht. Die wenigsten Lehrer tuen sich das an und machen mündliche Noten.
Kommt dann wohl auf die Schule an. Auf unserem Gymnasium haben die Lehrer immer mündliche Noten notiert. Hat ungefähr 40% der Note ausgemacht. Es gab Leute, die haben nur sehr gute Klausuren geschrieben, sich aber durch die mündliche und sonstige Mitarbeit auf eine 3, wenn noch Fehlstunden dabei waren auch schonmal auf eine 4 katapultiert...
VielUnterwegs hat geschrieben:Kontinuität ist gefragt? Sorry, da musste ich sehr schmunzeln. Sogar den Bachelor holt man sich noch relativ geschmeidig indem man sich einfach zum richtigen Zeitpunkt vor der Klausur 2-3 Tage hinsetzt.
Du scheinst einen sehr einfachen Schulweg gehabt zu haben. Ich beneide dich :( ...
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Re: Chinesisches Abitur

Beitrag von Linnea »

Geist hat geschrieben:Ich vermute das [...] eine Anerkennung in China studierter Semester in Deutschland sehr, sehr schwer werden wird.
Du willst den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Es geht doch gar nicht um eine Anerkennung der Leistungen, sondern überhaupt den Zugang zu einer deutschen Hochschule zu erlangen.
VielUnterwegs hat geschrieben:Was ich von meinen chinesischen Kollegen und Bekannten so höre, läuft es in der chinesischen Oberstufe doch deutlich anders...
Lag das nur an der Schule, oder auch ganz stark an den Eltern? Hier ist ja gar nicht klar, wie alt der Schüler überhaupt ist und ob er irgendwelche Probleme mit der chinesischen Schule hat.


Zurück zum Thema: Ich schätze allein mit Informationen aus dem Internet wird sich das Problem nicht lösen lassen. Die einschlägigen Seiten, die ich oben auch verlinkt habe, gehen stehts von chinesischen Staaatsbürgern aus. Der Schüler, um den es hier geht, ist jedoch Deutscher. Um sich an einer chinesische Hochschule einzuschreiben, braucht er beispielsweise gar keine Gaokao (dafür aber zwingend einen HSK-Test), und es scheint auch nicht wirklich vorgesehen zu sein, dass Ausländer diese ablegen. Es gibt zwar irgendwelche Ausnahmeregelungen für Kinder von Auslandschinesen, aber wirklich nötig scheint das alles nicht zu sein. Tja, aber genau an der Gaokao und ihren Ergebnissen macht Deutschland eben die Hochschulzugangsberechtigung fest. Alle anderen Fälle sind entweder nie aufgetaucht, oder so selten, dass sie keiner Erwähnung bedürfen.

Bleiben, neben der Nachfrage bei entsprechenden Stellen, als mögliche Lösungswege noch:

Deutsche (oder internationale) Schule in China. Die deutschen Schulen gewähren unter Umständen auch (Teil-)Stipendien, falls es an den Finanzen scheitern sollte. Aber: Wie sieht es mit den Deutsch- und auch Englischkenntnissen aus und ist so eine Schule überhaupt erreichbar, oder eine Unterbringung in einer entsprechenden Stadt denkbar?

Besuch eines Gymnasiums in Deutschland (wie im von Andy erwähnten Beispiel). Könnte einige bürokratische Hürden nach sich ziehen, wenn der Schüler noch nicht volljährig ist (persönliche Probleme mal ganz außen vor).

Jahrgangsstufe 13 an einer Waldorfschule. Dort legt man dann ein "Nichtschülerabitur" ab (es zälen nur die Prüfungsergebnisse), hat aber wenigstens ein wenig deutsche Schulluft geschnuppert und es ist der schnellere Weg als über ein öffentliches Gymnasium. Klappt aber sich nur, wenn der Schüler sehr motiviert ist und selbständig lernen kann - von möglichen Reibungspunkten mit der Waldorfpädagogik mal ganz abgesehen. Rest s.o.

Reines "Nichtschülerabitur". Klappt, neben den bereits erwähnten weiteren Problemen, nur, wenn die Zugangsbedingungen erfüllt sind.
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