Geburt in China

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VielUnterwegs
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Re: Geburt in China

Beitrag von VielUnterwegs »

laogai hat geschrieben:
unbekannt hat geschrieben:
unbekannt hat geschrieben:Sauber? nix bekomme bitte Dein Kind in Deutschland
Das ist ein ausgezeichneter Rat! In China sterben nämlich wegen den miesen hygenischen Bedingungen 99% aller Neugeborenen. Die Menschen, die man dort auf den Straßen sieht, sind alle im Ausland zur Welt gekommen.[/url][/u].
Nunja, bei 1.000 Geburten sterben in Deutschland 4,4 Kinder und 12 Muetter. In China dagegen 31 Kinder und 60 Muetter. Wenn ich diese Zahlen sehe, dann wuerde ich eine Geburt in Deutschland (7 mal hoehere Chance auf lebendiges Kind, 5 mal hoehere Chance auf lebendige Mutter) doch vorziehen! Natuerlich gibt es auch in China viele problemlos geborene Kinder, trotzdem entkraeftet das sicher nicht das Argument, dass die Sterblichkeitsrate viel viel hoeher ist als in Europa. Mein Tipp: In Europa bleiben.
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Re: Geburt in China

Beitrag von Andy_yi »

VielUnterwegs hat geschrieben: Nunja, bei 1.000 Geburten sterben in Deutschland 4,4 Kinder und 12 Muetter. In China dagegen 31 Kinder und 60 Muetter. Wenn ich diese Zahlen sehe, dann wuerde ich eine Geburt in Deutschland (7 mal hoehere Chance auf lebendiges Kind, 5 mal hoehere Chance auf lebendige Mutter) doch vorziehen!
Wie viele von den verunglückten Kindern wurden in irgendeiner Hinterprovinz ( oder als Hausgeburt ) geboren, wo es aufgrund fehlender Infrastruktur und medizinischer Versorgung nun mal nicht anders möglich ist? Über die Qualität der Krankenhäuser in Städten sagt so eine Statistik gar nichts aus, im Gegenteil - sie verfälscht das Bild. Eine "5 mal höhere Chance hier, 7 mal höhere Chance dort" sind überhaupt nicht gegeben - eben weil sich die Threaderstellerin wahrscheinlich ausreichende medizinische Versorgung leisten kann.
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Re: Geburt in China

Beitrag von Laogai »

VielUnterwegs hat geschrieben:Nunja, bei 1.000 Geburten sterben in Deutschland 4,4 Kinder und 12 Muetter. In China dagegen 31 Kinder und 60 Muetter.
Wo hast du denn diese Zahlen her? Die Weltbank gibt unter Kindersterblichkeit für Deutschland 4,2 und für China 19,1 Kinder an (Stand 2009). "Kindersterblichkeit" bezieht sich übrigens auf die ersten fünf Lebensjahre, nicht nur auf die Zeit direkt nach der Geburt! Die durchschnittliche Rate liegt weltweit bei 61 Kinder pro 1.000 Geburten.
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Re: Geburt in China

Beitrag von Aremonus »

Ich schliesse mich der vorherrschenden Meinung an und würde Dir nicht raten, das Kind in einem chinesischen Krankenhaus zur Welt zu bringen.
Die normalen chinesischen Krankenhäuser sind wirklich bedenklich (ich wurde auch einmal in einem behandelt - die wechseln nicht einmal die Bettbezüge regelmässig, mein Bett war gebraucht oO, von den Mücken, dem Blut und den inkompetenten Pflegefachleuten ganz zu schweigen. Einzig die Ärzte hatten 'was drauf...) und die guten chinesischen Krankenhäuser haben extrem lange Wartelisten.

Als Lösung käme also Ausfliegen / zu Hause bleiben in Frage - oder aber westliche Krankenhäuser in China. Da würde ich jedoch bereits bei den Fürsorgeuntersuchungen eine Vertrauensbasis schaffen wollen.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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happyfuture
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Re: Geburt in China

Beitrag von happyfuture »

Muss (will) Pobby zwingend in ein Krankenhaus?
Es gibt heute so viele gute Alternativen, egal wo auf der Welt!
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VielUnterwegs
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Re: Geburt in China

Beitrag von VielUnterwegs »

Geburt daheim und das in China? Herzlichen! Vor allem weil im Notfall nichtmal ein Krankenwagen kommen wird und Taxifahrer sind auch dafuer beruehmt Frauen abzulehnen bei denen sich die Geburt anbahnt. Das hatte ich ganz vergessen, Transport zum Krankenhaus auf jeden Fall selber organisieren. Ein Taxi wird dich im Ernstfall nicht nehmen und Krankenwagen kannst du in China harzen.
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Re: Geburt in China

Beitrag von Shenzhen »

VielUnterwegs hat geschrieben:Geburt daheim und das in China? Herzlichen! Vor allem weil im Notfall nichtmal ein Krankenwagen kommen wird und Taxifahrer sind auch dafuer beruehmt Frauen abzulehnen bei denen sich die Geburt anbahnt. Das hatte ich ganz vergessen, Transport zum Krankenhaus auf jeden Fall selber organisieren. Ein Taxi wird dich im Ernstfall nicht nehmen und Krankenwagen kannst du in China harzen.
Ich moechte wirklich mal wissen in welchem Dorf du wohnst... Bei den bisherigen 3 Notfaellen die ich hatte war der Krankenwagen innerhalb von 10 Minuen vor Ort - Guangzhou und Shenzhen da kann sich Deutschland eine dicke Scheibe von abschneiden....
Und nein kein horrende teure Expat-Klinik - Militaerkrankenhaus und ganz normales Klinikum.
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Re: Geburt in China

Beitrag von Andy_yi »

Aremonus hat geschrieben: Ich wurde auch einmal in einem behandelt - die wechseln nicht einmal die Bettbezüge regelmässig, mein Bett war gebraucht oO, von den Mücken, dem Blut und den inkompetenten Pflegefachleuten ganz zu schweigen. Einzig die Ärzte hatten 'was drauf...
Ein Wunder das du noch lebst !
Aremonus hat geschrieben:und die guten chinesischen Krankenhäuser haben extrem lange Wartelisten.
Die haben keine "Wartelisten". Das ist einfach ohne Moos nix los. Ich dachte du weißt, wie das in China läuft.
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Re: Geburt in China

Beitrag von Aremonus »

Bei mir in Chengdu gab's auch grad keine Krankenwagen.
Wenn man etwas glück hat, kommt der Krankenwagen schon in China - es gibt zumindest welche. Aber manchmal haben die keine Zeit, haben Pause, sind kaputt oder haben eine andere Ausrede.
Daher muss man dann eben ein Motorradtaxi nehmen (und natürlich den fünffachen Preis bezahlen :evil: )
10 Minuen vor Ort - da kann sich Deutschland eine dicke Scheibe von abschneiden....
Wie lang dauert das dann in DE? Wohl kaum länger als 10 Minuten, oder?
Ein Wunder das du noch lebst !
Das hab' ich mir auch gedacht.
Wär's kein absoluter Notfall gewesen, wäre ich auch in ein weiter entferntes, dafür besseres Krankenhaus gegangen... aber in manchen Situationen kann man eben nicht eine Stunde Staufahren.
Die haben keine "Wartelisten". Das ist einfach ohne Moos nix los. Ich dachte du weißt, wie das in China läuft.
Dass man die so einfach bestechen kann, wusste ich nicht.
Aber da gehe ich trotzdem lieber in ein westliches Krankenhaus - die sind noch besser und da erhalte ich auch meine Belege für die Krankenkasse. Wie ich meiner Krankenkasse Bestechungsgelder erklären soll, weiss ich nicht.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Geburt in China

Beitrag von Andy_yi »

Aremonus hat geschrieben: Bei mir in Chengdu gab's auch grad keine Krankenwagen.
Daher muss man dann eben ein Motorradtaxi nehmen (und natürlich den fünffachen Preis bezahlen :evil: )

Wär's kein absoluter Notfall gewesen, wäre ich auch in ein weiter entferntes, dafür besseres Krankenhaus gegangen... aber in manchen Situationen kann man eben nicht eine Stunde Staufahren.
Scheint ja nen richtiger Notfall gewesen zu sein :!: Ich bewundere das es dann statt dem Krankenwagen auch ein Motorradtaxi getan hat und du noch Notitz über Gebrauchszustand des Bettes nehmen konntest. Puh ! :roll:
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Re: Geburt in China

Beitrag von VielUnterwegs »

Aremonus hat geschrieben: Wie lang dauert das dann in DE? Wohl kaum länger als 10 Minuten, oder?
Kommt auf die Region an. Also ich wohne laendlich, und da gibt es schon Ecken wo man von unserem Kreiskrankenhaus aus nicht innerhalb von 10 Minuten hingefahren kommt. Nichtmal nachts wenn man es mit einem sportlichen Auto krachen laesst. Da wird es mit dem RTW auch nicht reichen, insbesondere zur Hauptverkehrszeit. Genauso wird aber auch in China der Krankenwagen es zur Hauptverkehrszeit in Peking sehr schwer haben. Und dann hat Peking ja auch noch Bahnuebergaenge in der Stadt, z.B. in Wudaokou, da muss der im Zweifelsfall auch halten.
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Re: Geburt in China

Beitrag von Geist »

Schon ein wenig laecherlich, wie versucht wird, das chinesische Gesundheitssystem und die leider teils schlechten Zustaende jener Krankenhaeuser zu relativieren.

Lt. Angaben der OEC, verfuegen mehr als die Haelfte aller dortigen Doktoren und Krankenschwestern ueber keine relevanten Qualifikationen die diese rechtlich gesehen gar nicht dazu befaehigen Patienten ambulant oder wie auch immer zu behandeln. Lt. WHO liegt das Gesundheitssystem liegt auf Platz 188 von 191 Nationen. Ein Patient in zehn verfuegt ueber eine Krankenversicherung, zwei von fuenf verlassen Krankenhaeuser nicht oder unzureichend behandelt. Es existieren keine festgelegten Hygieneverordnungen und technische Hygenie (bspw. durch Tuerklinken die aus Kupfer bestehen) existieren auch nicht.

Deutschland schneidet in einem Vergleich weitaus besser ab, was allerdings nicht heisst das Deutschland als Paradies fuer Patienten gilt. Ganz im Gegenteil sogar. Jedes Jahr erkranken in Deutschland 600000 bis 800000 Menschen Krankenhaus-Infektionen druch Keime auf Grund schlechter Vorsorgemassnahmen. 15000 bis 30000 Patienten sterben sogar an diesen Infektionen pro Jahr. Krankenhaesuer in D koennen schon seit langem nicht mehr ihre Kosten decken - was vermehrt zu einer Privatisierung dieser fuehrt (was auch gut so ist, da Hygiene Laendersache ist). Es gibt zu wenig Krankenschwestern, etc. pp.

Da gibt es weitaus besser Laender. Aber in einem direkten Vergleich schneidet D immer noch weitaus besser ab, von daher ist Kritik durchaus angebracht. Vergleiche muessen gezogen werden und das sich einige wieder so echauffiert deswegen geben, kann ich nicht nachvollziehen.

Geist
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Re: Geburt in China

Beitrag von Andy_yi »

Geist hat geschrieben: Lt. Angaben der OEC, verfuegen mehr als die Haelfte aller dortigen Doktoren und Krankenschwestern ueber keine relevanten Qualifikationen die diese rechtlich gesehen gar nicht dazu befaehigen Patienten ambulant oder wie auch immer zu behandeln.
Das OEC hat wahrscheinlich alle Doktoren, Assistenzärzte und Krankenschwestern nach ihrem Ausbildungsstand befragt. Dabei hat sich natürlich raus gestellt, dass es in China nur Hobbyärzte gibt. Also wirklich!

Die Cousine meiner Freundin (Krankenschwester) und ihr Mann(Doktor) mussten beide eine mehrjährige Ausbildung absolvieren. Sie ca. 3 Jahre und ihr Mann mit Studium der Medizin 6 Jahre + nochmal 4 Jahre im Krankenhaus selber. Das ist in China auch nichts unübliches, man siehe nur die vielen Unversitätskliniken hier - wo Fachpersonal ausgebildet wird :!:
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Re: Geburt in China

Beitrag von Aremonus »

Scheint ja nen richtiger Notfall gewesen zu sein :!: Ich bewundere das es dann statt dem Krankenwagen auch ein Motorradtaxi getan hat und du noch Notitz über Gebrauchszustand des Bettes nehmen konntest. Puh ! :roll:
Es war ein Notfall, aber ich werde nicht meine gesamte Gesundheitsakte hier preisgeben. Die ist hier ja auch nicht relevant.
Aber nicht alle Notfälle führen dazu, dass man in ein Koma fällt.

Tatsache ist: wenn die Geburtswehen losgehen und man ist in China, kann die Situation bedrohlich enden und man sollte dies gut vorbereiten. Dazu muss die TS die Umstände kennen und wissen, dass nicht alles so wie in Deutschland läuft.
Lt. WHO
Wobei dieses Ranking wohl eher fraglich ist. Italien soll das zweitbeste Gesundheitssystem der Welt haben? Haiti noch vor China sein?
Die Länder mit den weltweit höchsten Lebenserwartungen irgendwo im Mittelfeld? Naja, ich weiss ja nicht...
wo Fachpersonal ausgebildet wird
Wenn das Pflegepersonal nicht einmal in der Lage ist, eine Infusion richtig zu dosieren, wundert man sich dann aber schon über die Qualität ebendieser Ausbildung.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Geburt in China

Beitrag von Andy_yi »

Aremonus hat geschrieben: Wenn das Pflegepersonal nicht einmal in der Lage ist, eine Infusion richtig zu dosieren, wundert man sich dann aber schon über die Qualität ebendieser Ausbildung.
Menschen machen Fehler. Vielleicht war die kleine auch nur Nervös weil sie einen Laowai vor der Nase hatte. Dosierungsfehler sollen schließlich auch schon in Deutschland und der Schweiz vorgekommen sein. Daran machst du ernsthaft die Qualität der Ausbildung fest? Interessant. Ich hab in einem Schweizer Restaurant schon einmal eine halbgare Hänchenbrust bekommen - vielleicht sollte man das Ausbildungssystem für Köche dort auch überdenken :idea:
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