What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

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ingo_001
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Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von ingo_001 »

VielUnterwegs hat geschrieben:Bitte informier dich darueber was humanistische Bildung ist und poste nochmal.
Den Part übernehm ich mal.
Lt Prof. Wiki: http://de.wikipedia.org/wiki/Humanismus

Und da haben wir auch schon den klassischen und weit verbreiteten Denkfehler.
Du (mithin der in unserem westl. Kulturkreis geprägte Grundsatz des Humanismus) geht de facto davon aus, dass man hier dies bezgl. die Weisheit mit Löffeln gefressen hat.
Überspitzt könnte mans auch so formulieren: Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.

Die Sache hat nur einen "Schönheitsfehler":
Der ost-asiatische Teil der Welt tickt da aber nun mal i.d.R. anders.
Während man hier das Individuum als Mass aller Dinge sieht - ist es in Asien überwiegend so, dass das Bild/die Entwicklung des Staates/der Gesellschaft in den Vordergrund gestellt wird.
Und das gilt auch für Demokratien wie Japan oder Süd-Korea.

Der ehemalige US-Präsident Kennedy formulierte es mal (wohl gemerkt für die USA) so: Frage nicht, was Dein Land für Dich tuen kann, sondern, was Du für Dein Land tuen kannst.

Und wenn ich jetzt mal nur diese von mir beschriebenen Teil-Aspekte sehe, dann muss ich sagen, dass unsere westl. Gesellschaften sich über das das Verflachen/Verschwinden bestimmter Wertvorstellungen bzw. Verhaltensweisen nicht zu wundern brauchen, wenn dem Individuum fast alles erlaubt bzw. bei dessen Fehlverhalten (z.B. Gewalttaten) keine ernsthaften Konsequenzen drohen.
Idividualismus schön und gut - nur sollte er da seine klaren Grenzen haben, wo andere drunter zu leiden haben. Individualismus erfordert m.E. auch eine gewisse Verantwortung von jedem, der diesen in Anspruch nimmt.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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sanctus
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Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von sanctus »

Xian hat geschrieben:
sanctus hat geschrieben:
Wenn man sich mal bspw. mit der Geschichte der Menschenrechte auseinandersetzt wird man feststellen, dass China da sehr interessante und betraechtliche aktive Beitraege dazu geleistet hat, so dass es die Menschenrechte in der Form heute so ueberhaupt erst gibt.

Fazit: Wer meint, China mache alles falsch und sollte sich dem westlichen Bild anpassen, der hat noch sehr viel ueber China und dessen Geselllschaft zu lernen.
Jao das war aber Pre Kommunistisch.
Bingo! Daran kannst du bswp. auch erkennen, dass die Menschrechtsfrage nicht allein auf den chin. Kommunismus begrenzt werden kann, sondern auch auf die gesellschaftlichen Werte, Normen und Vorstellungen.

Versteh mich nicht falsch, Menschenrechte sind natuerlich fuer uns Westler eine verdammt wichtige Sache und ich bin selbstvertstaendlich auch ein Freund dieser.

Jedoch ist der Anspruch auf diese Rechte in die chin. Gesellschaft nur schwer zu integrieren, da sich das subjektive Recht in der chin. Kulturtradition kaum bis gar nicht entwickelt hat. Das heisst, dass es den autonomen Menschen mit tragender Wuerde so nach europ. Bild in China nicht gab.
Diesen Umstand haben die Kolonialisten in China vor allem dazu benutzt sich von den Chinesen zu unterscheiden bzw. abzugrenzen und haben diesen Anspruch auf diese Menschenrechte auch nur bei sich, also unter den Westlern angewendet.

Auf der versailler Friedenskonferenz 1919 haben die Japaner dann erstmals versucht den Grundsatz der Gleichheit der Voelker international zu verankern. Nur haben hier die USA und GB ihr Veto eingelegt. Erst nach dem 2. Weltkrieg haben die Chinesen dies erst wieder erneut versucht und schlussendlich den Grundsatz zur Nichtdiskriminierung aufgrund der Rassenzugehoerigkeit durchbekommen. Hier haben die USA und GB nur zugestimmt, weil man auf deren draengen zusaetzlich einen gegenseitige Nichteinmischung in innere Angelegenheiten mitbestimmt hatte.

Man sieht also, dass China schon bemueht war in die Richtung von Anerkennung der Menschenrechten zu gehen, jedoch haben hier die USA und GB die Weiterentwickung selbst blockiert. So werden nun heutige Vorwuerfe von Menschrechtsverletzungen als Einmischung in innere Angelgenheiten zurueckgewiesen.

Das war zwar noch alles unter der GMD, aber immerhin hat man in den 80er und 90er Jahren immer wieder die individuellen Rechte verbessert.

Genauso koennte uns China staendig vorwerfen, dass bei uns Frauen immernoch benachteiligt werden. Aber das ist nun mal eine s.g. "Innere Angelegenheit", die China hier anerkennnt.

Wenn man diese vergangenen politischen Umstaende und die gesellschaftlichen Besonderheiten nun allesamt bei dieser Diskussion der Menschenrechte in China mit einbezieht, erkennt man, dass es ein langfritiger Prozess ist diese einzufuehren. Und ein staendiger Fingerzeig gegen China mit "verbessert die Menschenrechtslage" hier eher kontraproduktiv ist, da man sich nunmal auch ungern von den Ex-Kolonialherren auch heute noch rumkommandieren lassen will.

Die Quintessenz hieraus ist: Erst wer China (Geschichte, Gesellschaft, Politik etc.) versteht, kann verstehen und nachvollziehen Wie und Warum China so fuer westliche Begriffe unverstaendlich handelt. Die KPC hier einfach als "Das Boese" darzustellen ist da nunmal keine Loesung.
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Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Xian »

Bernhard hat geschrieben: not exactly.

In westlichen Demokratien haben Parteien eine sehr umgrenzte, genau definierte Funktion. In allen(!) Einparteiensystemen ist es anders. Dort macht die Partei quasi das Regierungssystem aus.
Niemand will in China die KP durch die (vordemokratische) KMT oder eine Art Baath-Partei ersetzen. Wenn jemand sagt "KP weg!", dann will man ein andere Regierungssystem. Das deutsche Analogon hieße "freiheitlich-demokratische Grundordnung weg!" und nicht "CDU/FDP-Koalition weg!"
Du hast das Argument mir gegenüber gebracht, daraus schloss ich das du denkst, dass ich alle Länder vielleicht das Deutsche mit ihrem "Demokratien" so über aus toll finde. Finde ich aber eben nicht und es ist mir auch egal, wenn andere so denken, ich denke nicht so. Dementsprechend äußere ich meinen Standpunkt.
Meiner Meinung nach sind weiterhin Deutschland und China in manchen Aspekten gar nicht mal so verschieden. In Deutschland wechseln die Regierenden Parteien, regelmäßig. Vorher versprechen sie dies, an der Macht machen sie das was die Vorgänger auch gemacht haben. In China verspricht man immer mal auch dies und in Realität macht man doch das andere. Nur gibts eben kein Wechselspiel der Parteien.
Ich halte von beiden nichts.


Liebe Grüße,
Xian
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Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Xian »

sanctus hat geschrieben:
Bingo! Daran kannst du bswp. auch erkennen, dass die Menschrechtsfrage nicht allein auf den chin. Kommunismus begrenzt werden kann, sondern auch auf die gesellschaftlichen Werte, Normen und Vorstellungen.

Versteh mich nicht falsch, Menschenrechte sind natuerlich fuer uns Westler eine verdammt wichtige Sache und ich bin selbstvertstaendlich auch ein Freund dieser.

Jedoch ist der Anspruch auf diese Rechte in die chin. Gesellschaft nur schwer zu integrieren, da sich das subjektive Recht in der chin. Kulturtradition kaum bis gar nicht entwickelt hat. Das heisst, dass es den autonomen Menschen mit tragender Wuerde so nach europ. Bild in China nicht gab.
Das Argument habe ich schon öfter gehört. Schau dir den Kommunismus an, er ist ein Produkt aus dem Westen von Leuten wie Marx und Engels. Den haben die Chinesen sehr schnell "angenommen" und "integriert".. Außerdem werden die Entwicklung der Menschenrechte weitest gehend auf Konfuzianistisches Gedangengut zurückgeführt das sich die Westlichen Denker damals zu gemühte führten.Siehe hier: http://www.zeit.de/1995/24/Menschenrechte_und_Konfuzius

Außerdem selbst wenn es nichts vergleichbares in dieser Kultur gäbe und dem denken so fremd wäre(Was ich arg bezweifel bei einer so sehr von Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus beeinflußten Kultur, sehe ich kein logisches Argument warum sich das nicht ändern läßt. Jeder wünscht sich das Recht nicht einfach abgeführt zu werden nur weil man gegen die Partei ist. Ob es jetzt damals im Dritten Reich war, ob es in der ehmaligen Sovjet Union war, oder eben damals und heute in China. Schau dir doch Beispielsweise die Fälle von Mönchen und Nonnen in Tibet, die von Chinesischen Polizisten gefoltert worden, wer will denen bitte erzählen das man da nichts gegen machen kann weil es das in der Chinesischen Kultur so nicht gibt ?

Mal davon abgesehen hat die Chinesische Regierung in ihrer Verfassung zugesichert die Menschenrechte zu achten:
8 Article 33 has a third paragraph added: "The State respects and preserves human rights."
Quelle: http://english.peopledaily.com.cn/const ... ution.html

Weiterführend:
Die Volksrepublik China bekennt sich zu den Menschenrechten und hat dies im Jahr 2004 mit dem Zusatz „Der Staat respektiert und gewährleistet die Menschenrechte“ in die Verfassung aufgenommen (Artikel 33/3).[1] Auch ratifizierte China einige spezifische Menschenrechtskonventionen der UNO. Die Menschenrechte aus chinesischer Sicht unterscheiden sich aber in einigen Punkten von der westlichen Sichtweise. Beide Sichtweisen entsprechen den Vorgaben der Vereinten Nationen[2]. Trotz dieser internationalen Bekenntnisse weicht die chinesische Realität noch immer weit von den inhaltlichen Zielen der UN-Menschenrechtsabkommen ab.[3] China wird in der Behandlung von Dissidenten häufig die Verletzung der Menschenrechte vorgeworfen. Im Folgenden werden zunächst die Menschenrechte aus chinesischer Sicht, dann der chinesische Aktionsplan für Menschenrechte 2009-2010 und anschließend Vorwürfe der Menschrechtsverletzung behandelt.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenre ... blik_China

Das führt mich dazu das es scheinbar nicht so unmöglich ist zumindest auf dem Papier.

Wenn sie dann sagen das Menschenrechte missachten in die sie Polizisten Foltern lassen, Menschen für Jahre in Lagern verschwinden lassen und zur selben Zeit sich quasi damit entschuldigen das sie ihre Menschenrechte erst entwickeln müßten fällt mir das schwer Ernst zu nehmen. Die Aktionen im Staat sind Zentral kontrolliert. Sei es jetzt von Beijing an die Lokalregierungen oder oder von den Lokalregierungen an jene die ihnen untergeordnet sind. Also kann man nicht erzählen das wenn sie ihre Menschenrechte entwickelt haben es ganz sicher nicht mehr vorkommt. Das sogenannte Dissidenten, unter Hausaresst bleiben nach ihrem Gefängnis oder wie Gao Zhisheng immer noch verschwunden sind dergleichen, oder keiner mehr in Zwangsarbeit geschickt wird, weil sie dem selbst ein Ende machen. Sie müssen aber erst ihre Menschenrechte entwickeln.
Auf der versailler Friedenskonferenz 1919 haben die Japaner dann erstmals versucht den Grundsatz der Gleichheit der Voelker international zu verankern. Nur haben hier die USA und GB ihr Veto eingelegt. Erst nach dem 2. Weltkrieg haben die Chinesen dies erst wieder erneut versucht und schlussendlich den Grundsatz zur Nichtdiskriminierung aufgrund der Rassenzugehoerigkeit durchbekommen. Hier haben die USA und GB nur zugestimmt, weil man auf deren draengen zusaetzlich einen gegenseitige Nichteinmischung in innere Angelegenheiten mitbestimmt hatte.

Man sieht also, dass China schon bemueht war in die Richtung von Anerkennung der Menschenrechten zu gehen, jedoch haben hier die USA und GB die Weiterentwickung selbst blockiert. So werden nun heutige Vorwuerfe von Menschrechtsverletzungen als Einmischung in innere Angelgenheiten zurueckgewiesen.
Es ist doch irrelevant welche Namen verschiedene Politische Kräfte gebraucht haben. In der DDR sprach man von Sozialisitischer Demokratie, in China sprach Wen Jia Bao auch schon von Sozialistischer Demokratie, in der Sovjet Union unter anderem sprach man davon das alle Menschen ganz gleich wären, auch in Deutschland spricht man davon. Das es in der Realität oft anders aussieht wissen wir ja. Es ändert nichts daran das nicht diese kleinen Gruppen entscheiden müssen sondern wir. Da in China wie in Deutschland die Regierung dem Volke dienen sollte. Diese Regierenden sind ja ebenso Sprößlinge des eigenen Volkes.

Worauf ich damit hinaus will ist, dass es "egal " ist wer in welchem Bezug einen Begriff missbraucht. Ein Mensch recht, richtig dargelegt und praktiziert wie es sollte, ist etwas was wir alle brauchen. Sonst herrscht auf kurz oder lang Anarchie.Diese Rechte und das nicht nur auf dem Papier oder in leeren Versprechungen braucht jeder auf der Welt.

Genauso koennte uns China staendig vorwerfen, dass bei uns Frauen immernoch benachteiligt werden. Aber das ist nun mal eine s.g. "Innere Angelegenheit", die China hier anerkennnt.
Dann sollen sie doch. Es hat noch nie zu etwas geführt Ungerechtigkeiten anzuerkennen. Ich erkenne deine Ungerechtigkeiten an und du meine und wenn noch jemand dazu kommt erkenne ich sie auch noch an.Dann sind alle Glücklich. Ist das nicht Schönfärberei ?

Wenn man diese vergangenen politischen Umstaende und die gesellschaftlichen Besonderheiten nun allesamt bei dieser Diskussion der Menschenrechte in China mit einbezieht, erkennt man, dass es ein langfritiger Prozess ist diese einzufuehren. Und ein staendiger Fingerzeig gegen China mit "verbessert die Menschenrechtslage" hier eher kontraproduktiv ist, da man sich nunmal auch ungern von den Ex-Kolonialherren auch heute noch rumkommandieren lassen will.
In der Disskusion sollten wir uns davon trennen was irgendwelche Politischen Parteien oder Instutitionen wollen, sondern was für uns Menschen gut ist. Die Interessen von Parteien sind nicht unbedingt die Interessen der Masse. Für uns als Masse sollte es ein Standart werden das die Polizisten unseres Landes nicht in unsere Wohnung kommt uns abführt und wir erstmal 2 Jahre Zwangsarbeit machen gehen oder man uns Eltroschocker in gewisse Körperöffnungen steckt, weil es das übliche Procedere ist den vermeidlich "Schuldigen " zu Foltern.

Das sollten wir vollkommen davon trennen was die Amerikanische Regierung , Deutsche oder wer auch immer sagt, den es muss nicht darum gehen das nur irgendwer damit ein anderes Ziel verfolgt, oder es nur oberflächlich daherredet und hinten rum es anders macht. Es muss aktiv gelebt und praktiziert werden und da steht jeder in der Pflicht. Zwei Dinge, viele Wissen das es in vielen Ländern Folter, Verfolung und noch viel schlimmeres gibt was von Regierungen kommt. Das zweite ist nur auf China bezogen, kann egal wieviel man als Propaganda abtut, sei es Artikel aus CHina, sei es persöhnliche Berrichte von Menschen, von Gruppen, sei es was zb. Gao Zhi Sheng in seinen öffentlichen Briefen an die öffentlichkeit brachte. Es bleibt immer noch genug übrig um festzustellen das die Chinesische Regierung unmenschlich mit "ihren Gegnern" umgeht, die fünf Minuten vorher noch ihre eigenen Bürger gewesen sein können. Und sich das ändern muss und man auch nicht andauernd behaupten kann, dass es ja nicht ganz so klappt man noch dran arbeiten muss, aber zur selben Zeit gerade Menschen in meinen eigenen Gefängnissen gefoltert werden. Das ist dann nämlich eine mehr als leere Versprechung.


Liebe Grüße,
Xian
Bernhard
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Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Bernhard »

Xian hat geschrieben: Du hast das Argument mir gegenüber gebracht, daraus schloss ich das du denkst, dass ich alle Länder vielleicht das Deutsche mit ihrem "Demokratien" so über aus toll finde. Finde ich aber eben nicht und es ist mir auch egal, wenn andere so denken, ich denke nicht so. Dementsprechend äußere ich meinen Standpunkt.
Meiner Meinung nach sind weiterhin Deutschland und China in manchen Aspekten gar nicht mal so verschieden. In Deutschland wechseln die Regierenden Parteien, regelmäßig. Vorher versprechen sie dies, an der Macht machen sie das was die Vorgänger auch gemacht haben. In China verspricht man immer mal auch dies und in Realität macht man doch das andere. Nur gibts eben kein Wechselspiel der Parteien.
Ich halte von beiden nichts.
ok, aber welche Absicht verfolgst du mit deinen Beiträgen (die fast ausnahmslos von der tatsächlichen oder angeblichen Grausamkeit der KP handeln)?

Ich erwarte jetzt nicht so eine Antwort wie "dass sich die Dinge ändern", sondern ganz konkret: Was willst du bei deiner "Leserschaft" erreichen?

Es ist auch verständlich, dass du dich über die (teilweise wirklich unhaltbaren) Zustände in China empörst. Interessant ist aber, dass die Chinesen nicht massenhaft rufen: "Seht ihr nicht, wie wir leiden? Warum tut ihr im Westen nicht mehr für uns?" Vielmehr ist es so, dass sie das zur-Sprache-bringen von Menschenrechten als unangenehm empfinden und nicht darüber sprechen wollen. Teilweise wohl, weil sie sich der Defizite in ihrem Land durchaus bewusst sind. Zu einem großen Teil aber wohl auch, weil sie ein Herumnörgeln oder sogar eine Einmischung von Seiten des Westens in ihr Land satt sind.

Was in deinem Wikipedia-Zitat angesprochen wurde, ist nichts Neues. Jeder, auch die Chinesen, wissen, dass die realen Zustände oft vom Soll-Zustand abweichen. Jedoch sind die Chinesen nicht so dumm oder schwach, als dass sie daran nicht selbst etwas ändern könnten, wenn sie wollten. China ist nicht die Sowjetunion unter Stalin.

Xian hat geschrieben: Die Aktionen im Staat sind Zentral kontrolliert.
Nein, das sind sie eben oft nicht.

Der Anspruch der chinesischen Regierung ist wohl, zentral alles zu regeln. Aber bei der schieren Größe des Landes, den wohl teilweise noch unterentwickelten Kommunikationsstrukturen und dem allgemeinen Beamtenapparat und seinem Beziehungsgeflecht ist es unmöglich, die zentrale Kontrolle überall 1:1 durchzusetzen. In den Provinzen läuft eben vieles anders, als von der Zentralregierung gedacht und beschlossen.

Sei es jetzt von Beijing an die Lokalregierungen oder oder von den Lokalregierungen an jene die ihnen untergeordnet sind. Also kann man nicht erzählen das wenn sie ihre Menschenrechte entwickelt haben es ganz sicher nicht mehr vorkommt. Das sogenannte Dissidenten, unter Hausaresst bleiben nach ihrem Gefängnis oder wie Gao Zhisheng immer noch verschwunden sind dergleichen, oder keiner mehr in Zwangsarbeit geschickt wird, weil sie dem selbst ein Ende machen. Sie müssen aber erst ihre Menschenrechte entwickeln.

Xian hat geschrieben: In der Disskusion sollten wir uns davon trennen was irgendwelche Politischen Parteien oder Instutitionen wollen, sondern was für uns Menschen gut ist. Die Interessen von Parteien sind nicht unbedingt die Interessen der Masse. Für uns als Masse sollte es ein Standart werden das die Polizisten unseres Landes nicht in unsere Wohnung kommt uns abführt und wir erstmal 2 Jahre Zwangsarbeit machen gehen oder man uns Eltroschocker in gewisse Körperöffnungen steckt, weil es das übliche Procedere ist den vermeidlich "Schuldigen " zu Foltern.
Du bemühst hier so eloquent die "Interessen der Massen" (hört sich in dieser Formulierung übrigens sehr kommunistisch an).
Weißt du so genau, was die "Interessen der chinesischen Massen" sind (sofern man überhaupt von homogenen "Interessen" einer großen Menschengruppe ausgehen kann)?
Die Hauptinteressen der meisten Chinesen sind, ein Dach über dem Kopf zu haben, genügend zu Essen, eine gute Schulbildung für ihre Kinder und, im Alter versorgt zu sein. Desweiteren haben sie ein Interesse daran, nie mehr von fremden (mehrheitlich "westlichen") Mächten herumgeschubst zu werden.
Aber darüber schreibst du irgendwie nie.

Selbstverständlich haben sie auch ein Interesse daran, in Frieden zu leben und nicht damit rechnen zu müssen, aus unbekannten Gründen abgeführt zu werden oder sogar zu "verschwinden". Es ist nur merkwürdig und extrem einseitig, dass du nur dieses Thema immer breit trittst.
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Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Grufti »

sanctus hat geschrieben: Wenn man sich mal bspw. mit der Geschichte der Menschenrechte auseinandersetzt wird man feststellen, dass China da sehr interessante und betraechtliche aktive Beitraege dazu geleistet hat, so dass es die Menschenrechte in der Form heute so ueberhaupt erst gibt.
Du kannst Du sicher Beispiele nennen . :roll:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Aremonus »

Geduld würde allen Beteiligten am meisten nützen. Die chinesische Gesellschaft wurde quasi von extern aus dem Mittelalter in die moderne Katapultiert und dann erwartet man hier im Westen, dass sie die Entwicklungen, die bei uns Jarhhunderte dauerten, in wenigen Jahren macht. Während man dies bei Wirtschaft und Technologie sehr wohl erwarten kann (Kapital und Wissen ist mobil), braucht eine Kultur und eine Gesellschaft viel Zeit - denn diese sind viel komplexer und lassen sich nicht eben mal in zwanzig Jahren von Grund auf Umkrempeln.

Das Problem ist nun aber, dass sich China zu unterschiedlich entwickelt: während die wohlhabenderen Menschen in den Städten einen bereits relativ hohen Lebensstandard geniessen und nach einer neuen Entwicklungsstufe streben, versuchen die Menschen auf dem Lande noch immer, ihre Existenz zu sichern. Dies führt zu Spannungen, die von extremistischen Kräften relativ einfach ausgenutzt werden können - siehe Europa im 18. Jahrhundert (bis spät ins 20. Jahrhundert hinein).
Als Entwicklungskatalysator (für alle Beteiligten) kann hier kultureller Austausch dienen - und deswegen sollte sich der Westen eher zu China hin öffnen als schliessen. Im Interesse Chinas und in seinem eigenen. Denn sollte die KPC plötzlich gestürzt werden, wird sich nicht einfach so eine Demokratie etablieren, sondern ein Machtvakuum, da noch fast niemand in China für Demokratie bereit ist - und dieses wird meist von einem Despoten gefüllt. Dies könnte für den Westen und besonders für Ostasien zu einem extremen Problem werden.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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