sanctus hat geschrieben:
Bingo! Daran kannst du bswp. auch erkennen, dass die Menschrechtsfrage nicht allein auf den chin. Kommunismus begrenzt werden kann, sondern auch auf die gesellschaftlichen Werte, Normen und Vorstellungen.
Versteh mich nicht falsch, Menschenrechte sind natuerlich fuer uns Westler eine verdammt wichtige Sache und ich bin selbstvertstaendlich auch ein Freund dieser.
Jedoch ist der Anspruch auf diese Rechte in die chin. Gesellschaft nur schwer zu integrieren, da sich das subjektive Recht in der chin. Kulturtradition kaum bis gar nicht entwickelt hat. Das heisst, dass es den autonomen Menschen mit tragender Wuerde so nach europ. Bild in China nicht gab.
Das Argument habe ich schon öfter gehört. Schau dir den Kommunismus an, er ist ein Produkt aus dem Westen von Leuten wie Marx und Engels. Den haben die Chinesen sehr schnell "angenommen" und "integriert".. Außerdem werden die Entwicklung der Menschenrechte weitest gehend auf Konfuzianistisches Gedangengut zurückgeführt das sich die Westlichen Denker damals zu gemühte führten.Siehe hier:
http://www.zeit.de/1995/24/Menschenrechte_und_Konfuzius
Außerdem selbst wenn es nichts vergleichbares in dieser Kultur gäbe und dem denken so fremd wäre(Was ich arg bezweifel bei einer so sehr von Buddhismus, Daoismus und Konfuzianismus beeinflußten Kultur, sehe ich kein logisches Argument warum sich das nicht ändern läßt. Jeder wünscht sich das Recht nicht einfach abgeführt zu werden nur weil man gegen die Partei ist. Ob es jetzt damals im Dritten Reich war, ob es in der ehmaligen Sovjet Union war, oder eben damals und heute in China. Schau dir doch Beispielsweise die Fälle von Mönchen und Nonnen in Tibet, die von Chinesischen Polizisten gefoltert worden, wer will denen bitte erzählen das man da nichts gegen machen kann weil es das in der Chinesischen Kultur so nicht gibt ?
Mal davon abgesehen hat die Chinesische Regierung in ihrer Verfassung zugesichert die Menschenrechte zu achten:
8 Article 33 has a third paragraph added: "The State respects and preserves human rights."
Quelle:
http://english.peopledaily.com.cn/const ... ution.html
Weiterführend:
Die Volksrepublik China bekennt sich zu den Menschenrechten und hat dies im Jahr 2004 mit dem Zusatz „Der Staat respektiert und gewährleistet die Menschenrechte“ in die Verfassung aufgenommen (Artikel 33/3).[1] Auch ratifizierte China einige spezifische Menschenrechtskonventionen der UNO. Die Menschenrechte aus chinesischer Sicht unterscheiden sich aber in einigen Punkten von der westlichen Sichtweise. Beide Sichtweisen entsprechen den Vorgaben der Vereinten Nationen[2]. Trotz dieser internationalen Bekenntnisse weicht die chinesische Realität noch immer weit von den inhaltlichen Zielen der UN-Menschenrechtsabkommen ab.[3] China wird in der Behandlung von Dissidenten häufig die Verletzung der Menschenrechte vorgeworfen. Im Folgenden werden zunächst die Menschenrechte aus chinesischer Sicht, dann der chinesische Aktionsplan für Menschenrechte 2009-2010 und anschließend Vorwürfe der Menschrechtsverletzung behandelt.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenre ... blik_China
Das führt mich dazu das es scheinbar nicht so unmöglich ist zumindest auf dem Papier.
Wenn sie dann sagen das Menschenrechte missachten in die sie Polizisten Foltern lassen, Menschen für Jahre in Lagern verschwinden lassen und zur selben Zeit sich quasi damit entschuldigen das sie ihre Menschenrechte erst entwickeln müßten fällt mir das schwer Ernst zu nehmen. Die Aktionen im Staat sind Zentral kontrolliert. Sei es jetzt von Beijing an die Lokalregierungen oder oder von den Lokalregierungen an jene die ihnen untergeordnet sind. Also kann man nicht erzählen das wenn sie ihre Menschenrechte entwickelt haben es ganz sicher nicht mehr vorkommt. Das sogenannte Dissidenten, unter Hausaresst bleiben nach ihrem Gefängnis oder wie Gao Zhisheng immer noch verschwunden sind dergleichen, oder keiner mehr in Zwangsarbeit geschickt wird, weil sie dem selbst ein Ende machen. Sie müssen aber erst ihre Menschenrechte entwickeln.
Auf der versailler Friedenskonferenz 1919 haben die Japaner dann erstmals versucht den Grundsatz der Gleichheit der Voelker international zu verankern. Nur haben hier die USA und GB ihr Veto eingelegt. Erst nach dem 2. Weltkrieg haben die Chinesen dies erst wieder erneut versucht und schlussendlich den Grundsatz zur Nichtdiskriminierung aufgrund der Rassenzugehoerigkeit durchbekommen. Hier haben die USA und GB nur zugestimmt, weil man auf deren draengen zusaetzlich einen gegenseitige Nichteinmischung in innere Angelegenheiten mitbestimmt hatte.
Man sieht also, dass China schon bemueht war in die Richtung von Anerkennung der Menschenrechten zu gehen, jedoch haben hier die USA und GB die Weiterentwickung selbst blockiert. So werden nun heutige Vorwuerfe von Menschrechtsverletzungen als Einmischung in innere Angelgenheiten zurueckgewiesen.
Es ist doch irrelevant welche Namen verschiedene Politische Kräfte gebraucht haben. In der DDR sprach man von Sozialisitischer Demokratie, in China sprach Wen Jia Bao auch schon von Sozialistischer Demokratie, in der Sovjet Union unter anderem sprach man davon das alle Menschen ganz gleich wären, auch in Deutschland spricht man davon. Das es in der Realität oft anders aussieht wissen wir ja. Es ändert nichts daran das nicht diese kleinen Gruppen entscheiden müssen sondern wir. Da in China wie in Deutschland die Regierung dem Volke dienen sollte. Diese Regierenden sind ja ebenso Sprößlinge des eigenen Volkes.
Worauf ich damit hinaus will ist, dass es "egal " ist wer in welchem Bezug einen Begriff missbraucht. Ein Mensch recht, richtig dargelegt und praktiziert wie es sollte, ist etwas was wir alle brauchen. Sonst herrscht auf kurz oder lang Anarchie.Diese Rechte und das nicht nur auf dem Papier oder in leeren Versprechungen braucht jeder auf der Welt.
Genauso koennte uns China staendig vorwerfen, dass bei uns Frauen immernoch benachteiligt werden. Aber das ist nun mal eine s.g. "Innere Angelegenheit", die China hier anerkennnt.
Dann sollen sie doch. Es hat noch nie zu etwas geführt Ungerechtigkeiten anzuerkennen. Ich erkenne deine Ungerechtigkeiten an und du meine und wenn noch jemand dazu kommt erkenne ich sie auch noch an.Dann sind alle Glücklich. Ist das nicht Schönfärberei ?
Wenn man diese vergangenen politischen Umstaende und die gesellschaftlichen Besonderheiten nun allesamt bei dieser Diskussion der Menschenrechte in China mit einbezieht, erkennt man, dass es ein langfritiger Prozess ist diese einzufuehren. Und ein staendiger Fingerzeig gegen China mit "verbessert die Menschenrechtslage" hier eher kontraproduktiv ist, da man sich nunmal auch ungern von den Ex-Kolonialherren auch heute noch rumkommandieren lassen will.
In der Disskusion sollten wir uns davon trennen was irgendwelche Politischen Parteien oder Instutitionen wollen, sondern was für uns Menschen gut ist. Die Interessen von Parteien sind nicht unbedingt die Interessen der Masse. Für uns als Masse sollte es ein Standart werden das die Polizisten unseres Landes nicht in unsere Wohnung kommt uns abführt und wir erstmal 2 Jahre Zwangsarbeit machen gehen oder man uns Eltroschocker in gewisse Körperöffnungen steckt, weil es das übliche Procedere ist den vermeidlich "Schuldigen " zu Foltern.
Das sollten wir vollkommen davon trennen was die Amerikanische Regierung , Deutsche oder wer auch immer sagt, den es muss nicht darum gehen das nur irgendwer damit ein anderes Ziel verfolgt, oder es nur oberflächlich daherredet und hinten rum es anders macht. Es muss aktiv gelebt und praktiziert werden und da steht jeder in der Pflicht. Zwei Dinge, viele Wissen das es in vielen Ländern Folter, Verfolung und noch viel schlimmeres gibt was von Regierungen kommt. Das zweite ist nur auf China bezogen, kann egal wieviel man als Propaganda abtut, sei es Artikel aus CHina, sei es persöhnliche Berrichte von Menschen, von Gruppen, sei es was zb. Gao Zhi Sheng in seinen öffentlichen Briefen an die öffentlichkeit brachte. Es bleibt immer noch genug übrig um festzustellen das die Chinesische Regierung unmenschlich mit "ihren Gegnern" umgeht, die fünf Minuten vorher noch ihre eigenen Bürger gewesen sein können. Und sich das ändern muss und man auch nicht andauernd behaupten kann, dass es ja nicht ganz so klappt man noch dran arbeiten muss, aber zur selben Zeit gerade Menschen in meinen eigenen Gefängnissen gefoltert werden. Das ist dann nämlich eine mehr als leere Versprechung.
Liebe Grüße,
Xian