What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Über aktuelle Nachrichten und Artikel über China diskutieren.
Benutzeravatar
sanctus
VIP
VIP
Beiträge: 1977
Registriert: 08.08.2007, 09:04
Wohnort: 北京
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 9 Mal

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von sanctus »

*Hust*

OT: Leute, es heisst TAIWANER und nicht TAIWANESEN, man sagt ja auch nicht JAPANESEN.

TAIWANESEN steht uebrigens auch nicht im Duden :!:
谁想要大成绩,就要有更大的目标!

„Solange es Leute gibt, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben, wird es auch Rassismus geben“ Farin Urlaub
Benutzeravatar
Grufti
Titan
Titan
Beiträge: 24874
Registriert: 30.09.2004, 22:25
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 53 Mal

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Grufti »

sanctus hat geschrieben:*Hust*

OT: Leute, es heisst TAIWANER und nicht TAIWANESEN, man sagt ja auch nicht JAPANESEN.

TAIWANESEN steht uebrigens auch nicht im Duden :!:
Schade, daß Dein bisher einziger Beitrag in diesem Thread ein O.T. Beitrag ist . Hoffentlich kommt auch etwas zum Thema
:wink:
Darüber haben wir uns schon woanders auseinandergesetzt, und ich betone noch einmal, ich bleibe bei meiner Schreibweise, das hat nichts mit Inkompetenz zu tun (Stefan Fleischauer schreibt in seinem Buch "Der Traum von einer eigenen Nation", das ich hier besprochen hatte, ebenso.

In den Zeiten "moderner" Rechtschreibung sollte man nicht so korinthenkackerisch sein... :wink:

Falls es weiterhin dennoch Diskussionsbedarf darüber gibt, kann im "Diskussionsordner zum Taiwan-Geschichtsthread" weiterschreiben

http://forum.chinaseite.de/ftopic12155.html
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
robbe
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 871
Registriert: 25.10.2008, 19:47

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von robbe »

VielUnterwegs hat geschrieben:Ich weiss nur trotzdem, dass es auch anders ginge. Nur will man es nicht anders innerhalb der Partei. Niemand verbietet der Partei/Regierung Umweltschutzgesetze und deren Durchsetzung anzuordnen. Niemand zwingt die Partei dazu humanistische Schulbildung nicht zuzulassen.
1. Da weißt du ja gut bescheid, wenn es anders ginge. Halte ich für sehr spekulativ. Kannst ja mal gerne die derzeitige Entwicklungsphase Chinas mit vergangenen Entwicklungsphasen anderer Länder vergleichen.
=> nur weil du es angeblich besser weißt, heißt es nicht, dass es das beste für die Chinesen ist.
2. es geht nicht alles von heute auf morgen. Meist kommt Wirtschaft/Finanzielles, dann kommt Soziales. Sowohl von Seiten der Regierung als auch vom Volk.
Bernhard
VIP
VIP
Beiträge: 2459
Registriert: 17.01.2009, 23:34

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Bernhard »

VielUnterwegs hat geschrieben:@Bernhard: Nur weil sich irgendwo in der westlichen Geschichte aehnliche Vorfaelle finden, oder du nichts genaues weisst, macht das nichts besser. Ueberdenke mal deine Logik.
Das ist sehr beklagenswert. Aber nicht unbedingt china-spezifisch. Deswegen kann man das auch nur bedingt unter "Verbrechen der KP" verbuchen.
Das ist ungefaehr so wie: "Ja klar habe ich ihn abgestochen, aber das hat der Karl auch gemacht. Das kann man also nur bedingt unter "Verbrechen von VielUnterwegs" verbuchen. Meine Guete...
nein.

Wenn in Ländern mit anderem Regierungssystem, aber ähnlicher wirtschaftlicher und struktureller Ausgangsbasis, (Brasilien, Indien, den Philippinen) die Korruption genauso grassiert, dann legt das den Schluss nahe, dass die Ursache dafür nicht unmittelbar in der kommunistischen Partei gefunden werden kann. Darauf will ich hinaus.
Mit einer moralischen Bewertung oder gar Verharmlosung der Korruption hat das nichts zu tun.
Bernhard
VIP
VIP
Beiträge: 2459
Registriert: 17.01.2009, 23:34

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Bernhard »

VielUnterwegs hat geschrieben: Niemand verbietet der Partei/Regierung Umweltschutzgesetze und deren Durchsetzung anzuordnen.
Umweltschutz gibt's nicht zum Nulltarif. Umweltschutz erfordert technische Maßnahmen bzw. Einschränkungen. Und die kosten Geld. Das wird entweder von den Leuten in Form von Steuern eingetrieben, oder den Firmen auferlegt. Und wenn's denen zu teuer wird, dann wandern sie ab. Vor allem die ausländischen Firmen.

China hat hervorragende Umweltgesetze. Das Problem ist meist nur, dass sie nicht um- und durchgesetzt werden. Aber ich muss ehrlich sagen: Wenn ich als Bürgermeister einer Kleinstadt vor der Wahl stünde, den Hauptarbeitgeber in der Stadt durch die Durchsetzung der Umweltauflagen zu ruinieren (und damit den Job von vielen Leuten zu gefährden), oder ihn gewähren zu lassen, dann stünde ich auch vor großen Gewissenskonflikten.
VielUnterwegs hat geschrieben: Niemand zwingt die Partei dazu humanistische Schulbildung nicht zuzulassen.
Was ist "humanistische Schulbildung"? Soweit ich Einblick in diese Sache habe, wird chinesischen Schülern mehr Respekt und Verantwortungsgefühl gelehrt. Sehr "humanistische" Werte.
Wenn manche Lehrinhalte schlichtweg falsch sind, dann ist das nicht akzeptabel. Da stimme ich vollkommen zu. Wenn viel Wert auf "patriotische Erziehung" gelegt wird, dann finde ich das auch grenzwertig. Wenn Marxismus-Leninismus, Mao-Tse-Tung-Gedankengut und Deng-Xiaoping-Gedankengut als "wissenschaftliche" Wahrheiten verkündet werden, dann finde ich das zum... mich übergeben (obwohl ich nicht weiß, ob das heutzutage noch so gelehrt wird).
Jedoch ist das chinesische Bildungssystem nicht unter allen Aspekten weniger "humanistisch" als unseres.[/quote]
Benutzeravatar
VielUnterwegs
VIP
VIP
Beiträge: 1970
Registriert: 06.09.2010, 00:52
Wohnort: USA

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von VielUnterwegs »

Bernhard hat geschrieben:
VielUnterwegs hat geschrieben:@Bernhard: Nur weil sich irgendwo in der westlichen Geschichte aehnliche Vorfaelle finden, oder du nichts genaues weisst, macht das nichts besser. Ueberdenke mal deine Logik.
Das ist sehr beklagenswert. Aber nicht unbedingt china-spezifisch. Deswegen kann man das auch nur bedingt unter "Verbrechen der KP" verbuchen.
Das ist ungefaehr so wie: "Ja klar habe ich ihn abgestochen, aber das hat der Karl auch gemacht. Das kann man also nur bedingt unter "Verbrechen von VielUnterwegs" verbuchen. Meine Guete...
nein.

Wenn in Ländern mit anderem Regierungssystem, aber ähnlicher wirtschaftlicher und struktureller Ausgangsbasis, (Brasilien, Indien, den Philippinen) die Korruption genauso grassiert, dann legt das den Schluss nahe, dass die Ursache dafür nicht unmittelbar in der kommunistischen Partei gefunden werden kann. Darauf will ich hinaus.
Ich auch. Wenn andere Leute genauso abstechen, dann legt das den Schluss nahe, dass die Ursache dafuer nicht unmittelbar bei VielUnterwegs gefunden werden kann. :-)
Bernhard
VIP
VIP
Beiträge: 2459
Registriert: 17.01.2009, 23:34

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Bernhard »

VielUnterwegs hat geschrieben: Ich auch. Wenn andere Leute genauso abstechen, dann legt das den Schluss nahe, dass die Ursache dafuer nicht unmittelbar bei VielUnterwegs gefunden werden kann. :-)
Der Witz ist halt der... Wenn es in Brasilien, Indien und auf den Philippinen viel Korruption gibt, kommt keiner auf die Idee, die Demokratie dafür verantwortlich zu machen.
Xian
Forumexperte
Forumexperte
Beiträge: 356
Registriert: 05.08.2010, 19:24

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Xian »

Bernhard hat geschrieben:
VielUnterwegs hat geschrieben: Ich auch. Wenn andere Leute genauso abstechen, dann legt das den Schluss nahe, dass die Ursache dafuer nicht unmittelbar bei VielUnterwegs gefunden werden kann. :-)
Der Witz ist halt der... Wenn es in Brasilien, Indien und auf den Philippinen viel Korruption gibt, kommt keiner auf die Idee, die Demokratie dafür verantwortlich zu machen.
Wir sind uns aber darüber einig das beide trotzdem verbrechen an den Menschen begehen oder ? Ob ich das nun nicht mit Demokratie in Verbindung bringe oder eben doch. Es ist in Brasilien,wie in China ein Verbrechen an den Menschen. Für mich bleibst auch ein Verbrechen,egal ob ich es unter dem Banner des Kommunismus oder der Demokratie tue,obs in China oder in Hintertupfingen passiert. Und weil wir in einem China Forum sind, rede ich eben über China und die Kommunistische Partei.


Liebe Grüße,
Xian
Bernhard
VIP
VIP
Beiträge: 2459
Registriert: 17.01.2009, 23:34

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Bernhard »

Xian hat geschrieben: Wir sind uns aber darüber einig das beide trotzdem verbrechen an den Menschen begehen oder ?
"Verbrechen an den Menschen" hört sich sehr krass an, aber Korruption ist eine große Ungerechtigkeit und eine massive Verschwendung von Geldmitteln. Von dem Geld anderer.

Es ist nur so:
Wenn es in China Korruption gibt, kommen manche Leute zu dem Schluss, dass die KP nichts taugt.
Wenn es auf den Philippinen Korruption gibt, kommen die meisten dieser Leute noch lange nicht zu dem Schluss, dass die Demokratie nichts taugt.
In dem einen Fall wird es dem Regierungssystem zugeschrieben, in dem anderen der allgemeinen menschlichen Unzulänglichkeit, den unmenschlichen Konzernen, der Armut, oder was auch immer.
Benutzeravatar
VielUnterwegs
VIP
VIP
Beiträge: 1970
Registriert: 06.09.2010, 00:52
Wohnort: USA

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von VielUnterwegs »

Bernhard hat geschrieben:
VielUnterwegs hat geschrieben: Niemand zwingt die Partei dazu humanistische Schulbildung nicht zuzulassen.
Was ist "humanistische Schulbildung"? Soweit ich Einblick in diese Sache habe, wird chinesischen Schülern mehr Respekt und Verantwortungsgefühl gelehrt. Sehr "humanistische" Werte.
Wenn manche Lehrinhalte schlichtweg falsch sind, dann ist das nicht akzeptabel. Da stimme ich vollkommen zu. Wenn viel Wert auf "patriotische Erziehung" gelegt wird, dann finde ich das auch grenzwertig. Wenn Marxismus-Leninismus, Mao-Tse-Tung-Gedankengut und Deng-Xiaoping-Gedankengut als "wissenschaftliche" Wahrheiten verkündet werden, dann finde ich das zum... mich übergeben (obwohl ich nicht weiß, ob das heutzutage noch so gelehrt wird).
Jedoch ist das chinesische Bildungssystem nicht unter allen Aspekten weniger "humanistisch" als unseres.
[/quote]

Bitte informier dich darueber was humanistische Bildung ist und poste nochmal.
Benutzeravatar
VielUnterwegs
VIP
VIP
Beiträge: 1970
Registriert: 06.09.2010, 00:52
Wohnort: USA

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von VielUnterwegs »

Bernhard hat geschrieben:
Xian hat geschrieben: Wir sind uns aber darüber einig das beide trotzdem verbrechen an den Menschen begehen oder ?
"Verbrechen an den Menschen" hört sich sehr krass an, aber Korruption ist eine große Ungerechtigkeit und eine massive Verschwendung von Geldmitteln. Von dem Geld anderer.

Es ist nur so:
Wenn es in China Korruption gibt, kommen manche Leute zu dem Schluss, dass die KP nichts taugt.
Wenn es auf den Philippinen Korruption gibt, kommen die meisten dieser Leute noch lange nicht zu dem Schluss, dass die Demokratie nichts taugt.
In dem einen Fall wird es dem Regierungssystem zugeschrieben, in dem anderen der allgemeinen menschlichen Unzulänglichkeit, den unmenschlichen Konzernen, der Armut, oder was auch immer.
Du unterstellst eine Doppelmoral wo keine ist. Da KP Mitglieder die Aemter mit Einfluss ausueben meist korrupt bis oben hin sind, schliesse ich daraus, dass die KP nichts taugt. Ich ziehe diesen Schluss bei jeder Partei. Auch die CDU taugt meiner Ansicht nach nichts, denn sie hat einen korrupten Waffenschieber zum Finanzminister berufen.
Benutzeravatar
sanctus
VIP
VIP
Beiträge: 1977
Registriert: 08.08.2007, 09:04
Wohnort: 北京
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 9 Mal

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von sanctus »

Grufti hat geschrieben:
sanctus hat geschrieben:*Hust*

OT: Leute, es heisst TAIWANER und nicht TAIWANESEN, man sagt ja auch nicht JAPANESEN.

TAIWANESEN steht uebrigens auch nicht im Duden :!:
Schade, daß Dein bisher einziger Beitrag in diesem Thread ein O.T. Beitrag ist . Hoffentlich kommt auch etwas zum Thema
:wink:
Darüber haben wir uns schon woanders auseinandergesetzt, und ich betone noch einmal, ich bleibe bei meiner Schreibweise, das hat nichts mit Inkompetenz zu tun (Stefan Fleischauer schreibt in seinem Buch "Der Traum von einer eigenen Nation", das ich hier besprochen hatte, ebenso.

In den Zeiten "moderner" Rechtschreibung sollte man nicht so korinthenkackerisch sein... :wink:

Falls es weiterhin dennoch Diskussionsbedarf darüber gibt, kann im "Diskussionsordner zum Taiwan-Geschichtsthread" weiterschreiben

http://forum.chinaseite.de/ftopic12155.html
Sorry, das geht bei nur in Richtung Augenkrebs.

Ausserdem dachte ich, dass du als fanatischer Anhaenger des Korinthenkackerismus diese Kritik begruessen wuerdest. Schade, dass du diese Kritik nicht mit dem entsprechenden Demut aufnimmst. :mrgreen:

Aber um noch etwas, wie gewuenscht, zum Thema beizutragen: Erstens finde ich, dass diese Aufklaerungsarbeit an die etwas Unwissenden hier keinen Zweck hat, da die sowieso anscheinend dagegen resistent sind.

Und zweitens finde ich es wie immer absolut anmassend als Westler zu denken, man wuesste, was fuer das chin. Volk das Beste sei. Diese Leute haben m.E. wirklich keine Ahnung von der chin. Gesellschaft, sonst wuerden die solche Gedanken gar nicht erst aeussern.

Wenn man sich mal bspw. mit der Geschichte der Menschenrechte auseinandersetzt wird man feststellen, dass China da sehr interessante und betraechtliche aktive Beitraege dazu geleistet hat, so dass es die Menschenrechte in der Form heute so ueberhaupt erst gibt.

Fazit: Wer meint, China mache alles falsch und sollte sich dem westlichen Bild anpassen, der hat noch sehr viel ueber China und dessen Geselllschaft zu lernen.
谁想要大成绩,就要有更大的目标!

„Solange es Leute gibt, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben, wird es auch Rassismus geben“ Farin Urlaub
Xian
Forumexperte
Forumexperte
Beiträge: 356
Registriert: 05.08.2010, 19:24

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Xian »

VielUnterwegs hat geschrieben:
Bernhard hat geschrieben:
Xian hat geschrieben: Wir sind uns aber darüber einig das beide trotzdem verbrechen an den Menschen begehen oder ?
"Verbrechen an den Menschen" hört sich sehr krass an, aber Korruption ist eine große Ungerechtigkeit und eine massive Verschwendung von Geldmitteln. Von dem Geld anderer.

Es ist nur so:
Wenn es in China Korruption gibt, kommen manche Leute zu dem Schluss, dass die KP nichts taugt.
Wenn es auf den Philippinen Korruption gibt, kommen die meisten dieser Leute noch lange nicht zu dem Schluss, dass die Demokratie nichts taugt.
In dem einen Fall wird es dem Regierungssystem zugeschrieben, in dem anderen der allgemeinen menschlichen Unzulänglichkeit, den unmenschlichen Konzernen, der Armut, oder was auch immer.
Du unterstellst eine Doppelmoral wo keine ist. Da KP Mitglieder die Aemter mit Einfluss ausueben meist korrupt bis oben hin sind, schliesse ich daraus, dass die KP nichts taugt. Ich ziehe diesen Schluss bei jeder Partei. Auch die CDU taugt meiner Ansicht nach nichts, denn sie hat einen korrupten Waffenschieber zum Finanzminister berufen.

Thats it !!!
Xian
Forumexperte
Forumexperte
Beiträge: 356
Registriert: 05.08.2010, 19:24

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Xian »

sanctus hat geschrieben:
Wenn man sich mal bspw. mit der Geschichte der Menschenrechte auseinandersetzt wird man feststellen, dass China da sehr interessante und betraechtliche aktive Beitraege dazu geleistet hat, so dass es die Menschenrechte in der Form heute so ueberhaupt erst gibt.

Fazit: Wer meint, China mache alles falsch und sollte sich dem westlichen Bild anpassen, der hat noch sehr viel ueber China und dessen Geselllschaft zu lernen.
Jao das war aber Pre Kommunistisch. Als die Kommunisten an die Macht kamen wurde Herr Zhang Pengjun abgezogen.

Über ihn:

Code: Alles auswählen

Peng-chun Chang, oder Zhang Pengjun, wie sein Name in der Fachliteratur heute geschrieben wird, erscheint in den offiziellen Dokumenten der UNO – der Einfachheit halber? – nur mit seinen Initialen. Nennen auch wir ihn also einfach P. C. Chang, mit dem Namen, mit dem er in die Geschichte der Menschenrechte eingegangen ist. Chang entstammte einer reichen Kaufmannsfamilie aus Tientsin, der Küstenstadt nicht weit von Peking, die ein Brückenkopf der Fremdherrschaft über China gewesen war und lange Zeit große europäische Kolonien beherbergte. Sie war dann auch Zentrum des antikolonialen „Boxeraufstands“ um 1900. 

Wie mehrere seiner Verwandten zog auch P. C. Chang Wissenschaft und Kultur dem Kaufmannsberuf vor. Nach der Schule ging er für weitere Studien in die USA, wo er u.a. an der New Yorker Columbia University 1924 seinen Doktor machte und eng mit dem amerikanischen Philosophen und Pädagogen John Dewey zusammenarbeitete. Wie dieser war auch Chang ein leidenschaftlicher Lehrer. Die nächsten zwei Jahrzehnte lehrte er überwiegend in seiner chinesischen Heimat, vor allem als Philosophieprofessor an der Universität Nanking. Dazwischen kehrte er immer wieder für Lehraufträge an amerikanische Universitäten (Chicago, New York und 1933/34 Hawai) zurück. 1936 nahm er einen Lehrauftrag in England an. In London veröffentlichte er 1936 auch sein Buch „China at the Crossroads“, in dem er einem westlichen Publikum in einfacher Sprache die Grundzüge chinesischer Geschichte und chinesischen Denkens nahe brachte. Neben der Philosophie verfolgte Chang auch künstlerische Interessen, schrieb u.a. etliche Theaterstücke. 

Seine ganze Laufbahn prädestinierte ihn somit zu einem Vermittler zwischen chinesischer und westlicher Ideenwelt, keineswegs aber zu einem politischen Akteur. Zu dem machten ihn dann die politischen Verhältnisse. Mit der Eroberung Tientsins begann 1937 die japanische Aggression gegen China, die erst mit der Niederlage des Inselreichs 1945 ihr Ende fand. Chang schloss sich der nationalen Widerstandsbewegung gegen die japanische Besatzung an und wurde von der Kuomintang-Regierung wieder in die USA geschickt, um dort Unterstützung für die Sache National-Chinas zu mobilisieren. 1940-1942 ging er als Botschafter in die Türkei, anschließend nach Chile. 

Bei der Gründungskonferenz der UNO April-Juni 1945 war Chang nicht dabei, doch noch im gleichen Jahr ernannte ihn die Regierung zu einem ihrer fünf ständigen Delegierten bei der UN-Generalversammlung. 1946 wurde er auch in den ECOSOC gewählt, und dort wiederum in die Menschenrechtskommission, deren stellvertretender Vorsitzender er bis 1950 war. Zahlreiche zeitgenössische Zeugnisse bezeichnen ihn als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Kommission. In allen schwierigen Fragen wurde sein Rat gesucht und führte oft zu konstruktiven Lösungen. Dabei schöpfte Chang aus einer umfassenden Kenntnis sowohl der westlichen wie der chinesischen philosophischen Tradition. Sein Anliegen dabei war nicht, beide gegeneinander auszuspielen – auch wenn er gelegentlich den streitenden Delegierten empfahl, doch einfach einmal ein Jahr Pause zum Studium in China einzulegen. Er erinnerte im Gegenteil daran, dass die Denker der europäischen Aufklärung, die als philosophischer Wurzelgrund der modernenMenschenrechtsidee gilt, nicht zuletzt von Übersetzungen chinesischer Philosophen inspiriert gewesen seien. „Chinesische Ideen waren mit europäischem Menschenrechtsdenken und -fühlen vermischt, in einer Zeit, in der man erstmals im modernen Europa auf diesem Gebiet zu denken begann.“ Zitate der chinesischen Klassiker Konfuzius und Menzius waren ihm stets zur Hand, aber sie dienten ihm nicht zur Abgrenzung von westlichem Denken sondern als Beleg dafür, dass die Antworten auf grundlegende Fragen der menschlichen Natur und der sozialen Organisation in verschiedenen Kulturen ähnlich beantwortet wurden. So befand er etwa, dass dem Ideal der Brüderlichkeit, wie es die französische Aufklärung formulierte und wie es sich im Art. 1 der Menschenrechtserklärung wiederfindet, im chinesischen Denken das Prinzip der „Zwei-Menschen-Denkhaltung“ entspräche und in diesem Sinn universell sei. 

Überhaupt war Chang das Streben nach universellen Formulierungen ein besonderes Anliegen. Ihm ist wie keinem anderen zu danken, dass die Allgemeine Erklärung von allzu kulturspezifischen Formulierungen frei ist. Besonders deutlich wird das am ersten Artikel, der in seiner Endfassung lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ Gleich drei entscheidende Gedanken sind hier auf Changs Initiative zurückzuführen: Nach langen Diskussionen überzeugte er seine KollegInnen, dass dieser Grundsatzartikel keinen Bezug auf Gott enthalten dürfe, weil es keinen universellen Gottesbegriff gebe und weil die Erklärung auch von Atheisten mitgetragen werden solle. Außerdem erreichte er, dass die Berufung auf eine naturrechtliche Begründung der Menschenrechte wieder gestrichen wurde, weil solche Naturrechte zu kulturspezifisch auf eine bestimmte abendländische Tradition verwiesen. Und schließlich führte er den Begriff des Gewissens als einer universellen menschlichen Konstante ein. 

Wenn es nach Chang gegangen wäre, hätte man auch auf die Behauptung verzichtet, dass alle Menschen frei und gleich geboren seien. Auch in diesem Bezug auf Geburtsrechte sah er eine unnötig kulturspezifische Formulierung. „Alle Menschen sind frei und gleich“ war seine einfache Formulierung. Sie erschien ihm nicht nur universeller, sondern auch einfacher und konsensfähiger. Das Streben nach größtmöglicher Schlichtheit und Verständlichkeit der Erklärung war dem leidenschaftlichen Pädagogen Chang ein weiteres Anliegen, für das er unermüdlich in der Kommission focht. Um der Konzentration auf das Wesentliche und Universelle willen war Chang auch bereit, Gedanken hintan zu stellen, die ihm aus der chinesischen Tradition besonders am Herzen lagen, wie etwa die Gleichrangigkeit von Rechten und Pflichten. Den von vielen anderen Delegierten geteilten Gedanken, dass den elementaren Rechten des Menschen auch Pflichten gegenüber stünden, sah er in den Formulierungen der letzten drei Artikel der Erklärung hinreichend berücksichtigt. 

Wenn heute gerade auch aus asiatischen Ländern die Universalität der Menschenrechte in Frage gestellt wird, kann man nicht nachdrücklich genug auf P. C. Chang verweisen, der entscheidend dazu beigetragen hat, dass die Menschenrechte universell verstanden werden können. Dass er im Westen studiert und gelehrt hat, ist dabei kein Einwand. Ein solches Argument übersieht, dass es schon immer kulturelle Grenzgänger waren, die Entscheidendes zur Weiterentwicklung von Ideen beigetragen haben. Und wer, wenn nicht Personen wie P. C. Chang, sollte denn in der Lage sein, die notwendigen Brücken zu schlagen, um eine universelle Idee der Menschenrechte überhaupt zu formulieren? 

Changs Wirken verweist auch darauf, dass es in China längst vor dem Zweiten Weltkrieg, ja schon im neunzehnten Jahrhundert eine Beschäftigung mit den modernen Menschenrechten gab. Unter der Herrschaft der Kuomintang gab es zumindest eine lebhafte intellektuelle Diskussion um die Menschenrechte und ihren Platz in der chinesischen Verfassung. Einer ihrer führenden Theoretiker, Zhang Junmai (Chun-mai Carson Chang) von der oppositionellen Fortschrittspartei, war sogar Mitglied der chinesischen Delegation auf der Gründungskonferenz der UNO. Nationalchina hatte damals, in Kontrast zu dem repressiven Charakter des Regimes nach innen, großes Interesse, als gewichtiger Partner in der entstehenden neuen Weltordnung wahrgenommen zu werden. Die Teilnahme an der Konferenz von Dumbarton Oaks 1944 und die erreichte Berufung zum ständigen Mitglied des Sicherheitsrats sind Zeugnis dieser Politik. 

P. C. Chang, mehr Philosoph als Politiker, war sicher kein typischer Repräsentant des Kuomintang-Regimes, seine Haltung in der Menschenrechtskommission spiegelte ausschließlich sein eigenes Denken. Er war jedoch politisch liberal orientiert, und mit der chinesischen Revolution waren seine Tage bei der UNO gezählt. Zwar blieb er bis 1950 Vizepräsident der Menschenrechtskommission, doch die neue chinesische Regierung, unterstützt von der Sowjetunion, forderte seinenRücktritt von allen Ämtern, die jetzt der Volksrepublik China zustünden. 1952 tratChang schließlich von allen Ämtern zurück und lebte die letzten Jahre bis zu seinem frühen Tod 1957 in den USA, enttäuscht auch über dieses sein Gastland, in dem er immer weniger die Ideale von 1945, dafür mehr „Dollarpolitik und Materialismus ohne moralische Prinzipien“ sah. Seine Kinder hielt er an, sich an den traditionellen chinesischen Werten zu orientieren.
Quelle: http://www.menschenrechte.org/lang/de/v ... 1957-china


Liebe Grüße,
Xian
Bernhard
VIP
VIP
Beiträge: 2459
Registriert: 17.01.2009, 23:34

Re: What has the CPC ever done for us? Oder: 百闻不如一见

Beitrag von Bernhard »

Xian hat geschrieben:
VielUnterwegs hat geschrieben: Du unterstellst eine Doppelmoral wo keine ist. Da KP Mitglieder die Aemter mit Einfluss ausueben meist korrupt bis oben hin sind, schliesse ich daraus, dass die KP nichts taugt. Ich ziehe diesen Schluss bei jeder Partei. Auch die CDU taugt meiner Ansicht nach nichts, denn sie hat einen korrupten Waffenschieber zum Finanzminister berufen.

Thats it !!!
not exactly.

In westlichen Demokratien haben Parteien eine sehr umgrenzte, genau definierte Funktion. In allen(!) Einparteiensystemen ist es anders. Dort macht die Partei quasi das Regierungssystem aus.
Niemand will in China die KP durch die (vordemokratische) KMT oder eine Art Baath-Partei ersetzen. Wenn jemand sagt "KP weg!", dann will man ein andere Regierungssystem. Das deutsche Analogon hieße "freiheitlich-demokratische Grundordnung weg!" und nicht "CDU/FDP-Koalition weg!"
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast