Einwandern nach China

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
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punisher2008
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von punisher2008 »

HK_Yan hat geschrieben: Zu einem gutem Lebensstandard zählt für mich auch saubere Luft, Zivilisation, Internet ohne Zensur, gutes Essen, gute Wohnung, Freizeitmöglichkeiten.

Das alles ist in Entwicklungsländern wie z.B. China nur eingeschränkt gegeben. Ich bin da auch sehr flexibel, man kann das aber nicht automatisch vom Rest der Familie erwarten.
Saubere Luft auf jeden Fall. Aber was verstehst du unter Zivilisation? Es ist doch eher eine Frage, was man persönlich für Ansprüche stellt. Das Benehmen der Chinesen und die hygienischen Zustände können schon manchmal ganz schön haarsträubend sein. Aber ist China als ganzes deshalb nicht zivilisiert?
Internet ohne Zensur? Wäre sicher angenehmer, aber wieviel Freiheit man braucht, ist individuell verschieden. Mich nervt Zensur genau so, aber kein Facebook oder Youtube zu haben, bringt mich auch nicht gerade um. Damals als Jugendlicher (in Deutschland) hat es mich z.B. auch ziemlich genervt, wie im Fernsehen oder als Video manche Filme geschnitten oder ganz verboten waren. Ist für mich auch irgendwie Zensur, auch wenn man es anders nennt.
Gutes Essen? Ist doch reine Geschmackssache! Ich habe im allgemeinen keine Probleme mit chinesischem Essen. Soll das Essen in Deutschland etwa besser sein? Also das habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört. Du meinst wohl eher die mangelnde Hygiene bei der Zubereitung als das Essen selbst? Nun ja, China ist nun mal ein Entwicklungsland. Und Lebensmittelskandale sind auch in Deutschland nicht SO unbekannt!
Gute Wohnung und Freizeitmöglichkeiten? Habe ich alles hier genauso. Wenn man von gelegentlichen Strom-/Wasserausfällen mal absieht, wohne ich hier sogar viel angenehmer als in Deutschland 8)
Ich bin was Freizeit angeht eher anspruchslos, daher ergab sich für mich nie ein Problem. Zumindest in Zhongshan ist das Angebot auch nicht schlechter als in einer vergleichbaren deutschen Stadt. Es gibt (auch 3D) Kinos, Schwimm-/Sportanlagen, Fitnessclubs, Parks, Natur (für chinesische Verhältnisse sogar einigermaßen sauber), Bars, Biergärten und wer weiß was sonst noch alles. Also mir reicht es allemal. Falls ich mal was anderes suche, ist Hong Kong und Macau auch nicht weit. Man sollte eben Vergleichbares vergleichen. Hat man in einer chinesischen Großstadt (Shanghai, Guangzhou, Beijing...) weniger Freizeitmöglichkeiten als in München oder Hamburg? Ich denke eher nicht. Irgendwo auf dem Land sieht es natürlich anders aus. Ist es in Deutschland besser? Habe ich nicht gemerkt.
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von BT-ProAudio »

Ok, Leute. Das sind Aussagen mit denen ich erst mal arbeiten kann. Wenn man sich über ein Land in welches man interessiert wäre auszuwandern informieren möchte... dann in eine Forum wie diesem hier. Webseiten und Lektüren zu studieren ist eine Sache...Erfahrungen von Ansässigen mitgeteilt zu bekommen eine völlig andere, der man dann auch Glauben schenken kann. Denn Ihr lebt bereits dort und könnt somit live berichten. Papier ist geduldig und Geschriebenes ist nicht mehr änderbar oder wird nicht oder selten aktualisiert. Von daher bin ich Euch sehr dankbar für die unterschiedlichen Meinungen und auch die Hilfestellungen oder Erläuterungen der "Schlechtwetterseiten". Ich werde mal weiter nach anderen Ländern schauen und dann sehen wo es für uns ideal wäre. Und es dauert eh noch etwas Zeit bis wir dann soweit sind. Also bis dahin ist noch viel Wasser den Rhein runtergelaufen. :D

Mir kam die Idee mit China weil wir nun schon öfter geschäftlichen Kontakt zu Mitarbeitern ( chinesischer Abstammung ) großer Unternehmen hatten. Daher auch die Sache mit meiner Bekanntschaft in Shenzen. Aber die Welt ist groß und irgendwo hat sie auch noch ein Plätzchen für drei Deutschland-Geschädigte. Es ist ja nicht nur die Arbeitnehmerabzocke die hier in DE schon zum Alltag gehört. Nein, auch der Wohnungsmarkt hat schwer gelitten. Die Mietspiegel wurden in keinster Weise dem Euro angepasst. Im Gegenteil. Hat man zu DM-Zeiten noch 8DM für den Wohn-m² gezahlt sind es nun 8€. Bei einer Umrechnung des Gehalts von 2:1 ist die Umrechnung der Mieten auf 1:1 geblieben. Wie soll man da überleben. Das versteht hier in DE aber niemand und es kümmert auch keinen. Hauptsache unsere Regierung kann sich weitere Diäten zuschreiben. Die Strompreise ziehen dieses Jahr auch schon wieder an und die Krankenkassen schlagen ebenfalls auf. Aber bekommt man auch mehr Gehalt??? Nein. Ist man einmal in die Arbeitslosigkeit geraten kommt man nie wieder auf einen grünen Zweig. Der Stellenmarkt ist verseucht von Leihfirmen und die zahlen so gut wie nichts. Ich als Work-a-Holic z.B. brauche einen Job bei dem ich bezahlten Überstunden machen und auch Samstags arbeiten kann. Und das findet man bei Leihfirmen nicht. Alles aufs Zeitkonto und im Monat ca. 1100€ Netto. Dann hat man vielleicht irgendwann mal ein Haus gemietet und zahlt 700€ Miete, dann Strom und Tele und die sauer verdiente Kohle ist futsch. In den Magen bekommt man dann aber noch nichts. Das kann es einfach nicht mehr sein. Von daher ist die Auswanderung immer noch die lohnenswertere Überlegung. Man muss, wie Ihr schon sagt, aber auch ein passendes Fleckchen finden. Und das braucht nun erst mal Zeit. Und da gehört die Recherche in Foren und das Anknüpfen von Kontakten eben dazu.
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Taiyang
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von Taiyang »

BT-ProAudio hat geschrieben: Es ist ja nicht nur die Arbeitnehmerabzocke die hier in DE schon zum Alltag gehört. Nein, auch der Wohnungsmarkt hat schwer gelitten. Die Mietspiegel wurden in keinster Weise dem Euro angepasst. Im Gegenteil. Hat man zu DM-Zeiten noch 8DM für den Wohn-m² gezahlt sind es nun 8€. Bei einer Umrechnung des Gehalts von 2:1 ist die Umrechnung der Mieten auf 1:1 geblieben. Wie soll man da überleben. Das versteht hier in DE aber niemand und es kümmert auch keinen. Hauptsache unsere Regierung kann sich weitere Diäten zuschreiben. Die Strompreise ziehen dieses Jahr auch schon wieder an und die Krankenkassen schlagen ebenfalls auf. Aber bekommt man auch mehr Gehalt??? Nein. Ist man einmal in die Arbeitslosigkeit geraten kommt man nie wieder auf einen grünen Zweig. Der Stellenmarkt ist verseucht von Leihfirmen und die zahlen so gut wie nichts. Ich als Work-a-Holic z.B. brauche einen Job bei dem ich bezahlten Überstunden machen und auch Samstags arbeiten kann. Und das findet man bei Leihfirmen nicht. Alles aufs Zeitkonto und im Monat ca. 1100€ Netto. Dann hat man vielleicht irgendwann mal ein Haus gemietet und zahlt 700€ Miete, dann Strom und Tele und die sauer verdiente Kohle ist futsch. In den Magen bekommt man dann aber noch nichts. Das kann es einfach nicht mehr sein. Von daher ist die Auswanderung immer noch die lohnenswertere Überlegung.
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Ting Budong
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von Ting Budong »

Skorpid hat geschrieben: Einfach alles zu verkaufen und mit Mann und Maus in ein komplett fremdes Land zu gehen, das man überhaupt nicht kennt, grenzt in meinen Augen schon an strafbarem grob fahrlässigem Leichtsinn und ist zum Scheitern verurteilt. Trotz aller Leselektüre wurde ich bei meinem ersten Besuch in China täglich überrascht von Dingen, die in keinem Buch stehen.

Mein Tipp: Wenn es schon China sein muss, sollte der mit Arbeit erstmal für ein halbes Jahr zum Arbeiten rübergehen, dann kann man immer noch die Familie nachholen. Alles andere wäre gedankenlos.
Ich würde nicht sagen, dass es zum Scheitern verurteilt ist, aber es ist schon ein hochriskantes Glücksspiel. Den Rest kann ich nur nochmal unterstreichen.
China muss man erleben, um sagen zu können ob man es mag oder nicht. Ohne hier gewesen zu sein mit Sack und Pack herziehen? Ehrlich, tu es nicht, du könntest dich und deine Familie sehr unglücklich machen. Man weiß nie was kommt, aber wenn mir jetzt jemand sagen würde, dass ich für immer hier bleiben müsste, wäre das eine Strafe für mich.
Freundliche Menschen, schöne Städte? Nee, das ist nicht das China, das ich kenne, sorry.

OK, aber jetzt mal zu den positiveren Fakten. Du würdest deinen sozialen Status in China deutlich verbessern. Besonders in der Provinz wird jedem Ausländer erstmal hohes- Bourdieu würde sagen - soziales Kapital zugeschrieben. Man ist Exot und diesen Bonus kann man hier leichter als anderswo versilbern. Ich habe viele Englisch-Muttersprachler getroffen, die noch nie eine Uni von innen gesehen haben, aber unterrichten.
Das läuft folgendermaßen: Die Eltern bezahlen Schulgeld. Stellt der Schulleiter einen ausländischen Lehrer ein, kann er mehr Geld einsammeln. Es ist meistens völlig Wurscht, ob der Unterricht was bringt. Für die ist nur wichtig, dass sie einen Ausländer präsentieren können. Alles was du machen musst ist, gepflegt aussehen und sympathisch genug sein, dass die Kinder nicht schreiend davon laufen. Etwas überspitzt formuliert, aber trifft die Realität doch im Kern.
Mitunter wird auch vom Arbeitgeber verlangt, dass der Lebenslauf frisiert wird. So wurde ich z.B. bei einer Bewerbung gefragt, ob ich den potentiellen Eltern erzählen würde, ich wäre in England aufgewachsen und somit quasi Muttersprachler. Ich hab nein gesagt und nie wieder was von denen gehört. Ich habe einen anderen deutschen in der Provinz getroffen, dessen Englisch einen knallharten deutschen Akzent hatte. Er meinte aber er wäre in Schottland aufgewachsen und hat mit dieser offensichtlichen Lüge richtig gutes Geld verdient. Das ist China. Mit entsprechender Dreistigkeit geht schon einiges, aber muss man auch der Typ dazu sein.

Nichtsdestotrotz noch einmal, schau dir dieses Land erstmal an. Und lies dir diesen Satz bitte noch ungefähr hundertmal durch.
Was ist das denn eigentlich für ein Familienbetrieb, wenn man fragen darf?
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Skorpid
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von Skorpid »

Das klingt alles schon sehr vernünftig BT, so eine Einstellung ist lobenswert, nicht einfach irgendwohin blind rennen, das Ganze will wohl geplant sein. Deine Gründe kann ich alle nachvollziehen, ich bin sogar sehr ähnlicher Ansicht:
Ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis, was mir erst vor kurzem erzählt wurde: Person A hat vor 35 Jahren eine Arbeitsstelle A angenommen. Er hat geheiratet und seine Frau wurde Hausfrau. Bis heute hat Person A zusammen mit seiner Frau 5 Kinder gut gebildet großgezogen. Seine Tochter hat vor 5 Jahren eine gleiche (heute wie damals gleichermaßen benötigte) Arbeitsstelle angenommen und kommt gerade so mit ihrem Mann (aktuell arbeitslos ohne Bezüge) über die Runden. An Sparen oder Kinder ist nicht zu denken. Da läuft doch was schief...

P.S. laut http://www.wohin-auswandern.de" target="_blank:
"China ist mit Platz 32 das Schlusslicht unserer Auswanderungs-Topliste"
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DaWei
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von DaWei »

BT-ProAudio hat geschrieben: Wenn man sich über ein Land in welches man interessiert wäre auszuwandern informieren möchte... dann in eine Forum wie diesem hier.
Kann ich blind unterschreiben.

Eigentlich hab ich nix Neues zu sagen, was nicht schon gesagt wurde. Nur einen Erfahrungsbericht.

Ich war nie ein China-Fan, aber vor 5 Jahren hat mich das Land zufällig zu interessieren und Anfangs auch zu begeistern begonnen. Ich fand alles toll und interessant, die rosa-rote Brille eben. Bis ich ein paar mal auf Urlaub (inkl. Ferienjob) da war. Nicht mit einer Reisegruppe, sondern einer Chinesin (meine Frau), bei deren Familie ich lebte. Ohne Übersetzer. Ohne goldene Kloschüssel, manchmal auch ohne jede Kloschüssel, sondern nur ein Loch im Boden. Von daher kann ich sagen: das Leben in China ist verdammt hart, wenn Deine Firma Dich nicht vom "echten" China abschirmt.
Die Leute versuchen Dir jeden RMB aus der Tasche zu ziehen. Genauigkeit ist hier eher Pi mal Daumen. Du kannst Dich auf niemanden, und damit meine ich NIEMANDEN, verlassen. Das Essen und Wasser kann Dich ins Krankenhaus bringen, wenn der Krankenwagen überhaupt rechtzeitig durch den Stau kommt.

Allerdings gibt es auch die andere Seite: nirgendwo gibt es so viele leckere Sachen zu solch billigen Preisen zu essen. Man kann im Taxi einmal um die ganze (mittelgroße) Stadt (Shanghai, Beijing u.ä. aussen vorgelassen) fahren und bezahlt weniger, als ein Ticket bei der Deutschen Bahn von Köln nach Frankfurt. Es mag vorgetäuscht sein, aber die Menschen hier sind echt höflich (ausser in Wuhan, hier streitet man gerne, viel und vor allem laut). Man kann nachts um 3 anfangen, das Wohnzimmer umzubauen, ohne dass die Polizei kommt. Das Bier ist auch trinkbar, dem Wasser sogar vorzuziehen (wie alt war Dein Sohn? :wink:). Solltest Du Anschluss an andere Chinesen finden, werden diese sich besser um Dich kümmern, als jeder deutsche Nachbar es tun würde

Von daher würde ich Dein Vorhaben nicht als wahnsinnig abtun, allerdings solltest Du wirklich vorher mal hier gewesen sein, bevor Du eine entgültige Entscheidung triffst. Mir geht das Land und die meisten Menschen dort mittlerweile echt auf den Sack, was aber nichts an meinem Wunsch nach dem Einwandern in China geändert hat, da andere Punkte (Familie/Essen/Familie) für mich wichtiger sind.
Disclaimer: Alles, was ich schreibe, widerspiegelt nur meine persönliche Meinung und/oder Erfahrungen. Sollte ich dabei Gefühle verletzt oder jemand beleidigt haben, entschuldige ich mich von ganzem Herzen, denn dies liegt nicht in meiner Absicht.
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bossel
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von bossel »

Skorpid hat geschrieben:Das klingt alles schon sehr vernünftig BT,
Nee, nicht wirklich, eher:
Taiyang hat geschrieben:Hahaha, aber doch nicht nach China!!! Da kommst du vom Regen in die Traufe! Bei allem, was du oben als "negative Seiten" Deutschlands aufgezaehlt hast.
Klingt für mich teilweise sehr stark nach jemandem, der in D nicht klar kommt & nun das Heil auf Teufel komm raus im Ausland sucht.
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von BT-ProAudio »

@bossel:

"Klingt für mich teilweise sehr stark nach jemandem, der in D nicht klar kommt & nun das Heil auf Teufel komm raus im Ausland sucht."

Da liegst Du leider falsch. Wenn Du meinen "kleinen" Beitrag weiter oben mal zwischen den Zeilen gelesen und auch verstanden hättest wäre Dein Komment wohl eher nicht gekommen.

Erst vor einer Stunde rum habe ich mir den Müll " Umzug in ein neues Leben" in TV angeschaut und konnte dabei nur schlucken. Am liebsten hätte ich einen Aschenbecher in den Fernseher geworfen. Doch der kann nichts dafür. Da ging es um eine Familie die völlig planlos nach Spanien ausgewandert ist. Das krasse daran...per Garagen-Flohmarkt Hab und Gut vertickt ( selbst das Spielzeug der Kiddies musste dran glauben, was für mich noch nicht mal als Ansatz in den Kopf käme ), er frischer Ex-Knacki, keiner der beiden konnte ein Wort Englisch, beide keine Aussicht auf Arbeit in Spanien, keine Papiere beantragt und dann auch noch ein Braten in der Röhre. Das nenne ich dann VERANTWORTUNGSLOS und entzieht sich meiner Logik. Wir möchten aus DE weg. Das ist klar. Aber nicht auf diese Art und Weise. Ich will Sicherheit. Das gilt für Arbeit, Wohnung/Haus und einigermaßen sozial- bzw. krankenversichert. Wenn ich das nicht bekommen kann bleibe ich hier in DE.

Wisst Ihr wie es mittlerweile hier aussieht....es gibt irrsinnig viele Familien die trotz Stütze vom Staat bei der Caritas oder den "Tafeln" um Lebensmittel betteln müssen. Klasse Deutschland!!! Arme immer ärmer, Reiche immer reicher. DAS IST HIER FAKT!!!
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von BT-ProAudio »

@Ting Budong:

"Was ist das denn eigentlich für ein Familienbetrieb, wenn man fragen darf?"

Schau mal hier: http://bt-proaudio.de" target="_blank

Das sind wir.
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von Andy_yi »

BT-ProAudio hat geschrieben: Ich als Work-a-Holic z.B. brauche einen Job bei dem ich bezahlten Überstunden machen und auch Samstags arbeiten kann..
Überstunden und Samstags arbeiten bekommst du in Shenzhen on mass, ob du dafür allerdings bezahlt wirst lasse ich mal im Raum stehen ;) .
Wochenendzuschläge gibt es nicht, 6 Tage Woche sind im Gehalt meistens mit inbegriffen.
BT-ProAudio hat geschrieben: Dann hat man vielleicht irgendwann mal ein Haus gemietet und zahlt 700€ Miete, dann Strom und Tele und die sauer verdiente Kohle ist futsch. In den Magen bekommt man dann aber noch nichts. Das kann es einfach nicht mehr sein.
Und das gibt es in China nicht? Interessant.
Als ob Deutschland das einzige Land mit Problemen wäre.

In China ist es sogar so, das oft einer der Ehepartner nur für das Haus arbeiten geht.
BT-ProAudio hat geschrieben:Von daher ist die Auswanderung immer noch die lohnenswertere Überlegung.
Also lohnenswert würde ich eine Problemverlagerung nicht bezeichnen, es ändert sich ja für dich nichts.

Ich sehe immer noch keinen Grund für dich nach China auswandern zu wollen, das was du dir da erhoffst gibt es in China nicht.
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von BT-ProAudio »

Es muss bei uns nicht unbedingt China sein. Nochmal...wir suchen ein Land in dem wir uns niederlassen können. Und die Betonung liegt auf "suchen". Wir holen und erst mal nur Infos und entscheiden dann später wo es hingehen soll. Das soll nicht heißen das wir mit aller Gewalt nach China wollen. Bitte nicht so verstehen.
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von Laogai »

BT-ProAudio hat geschrieben:Wisst Ihr wie es mittlerweile hier aussieht....es gibt irrsinnig viele Familien die trotz Stütze vom Staat bei der Caritas oder den "Tafeln" um Lebensmittel betteln müssen. Klasse Deutschland!!! Arme immer ärmer, Reiche immer reicher. DAS IST HIER FAKT!!!
Somit ist China als "gelobtes Land" für euch gestorben. Dort gibt es nämlich weder "Stütze vom Staat", noch Caritas, noch "Tafeln", an denen man um Lebensmittel betteln könnte.

Wie wäre es denn mit einer kleinen Reise in Länder, in denen "Arm" nicht wie in Deutschland als "weniger Geld als die anderen" zu verstehen ist, sondern schlichtweg "kein Geld" bedeutet? Zurück kommen könnt ihr dann ja immer noch (und die kleinen sozialen Absicherungen, die es hier gibt, abkassieren).
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von Andy_yi »

BT-ProAudio hat geschrieben: Wisst Ihr wie es mittlerweile hier aussieht....es gibt irrsinnig viele Familien die trotz Stütze vom Staat bei der Caritas oder den "Tafeln" um Lebensmittel betteln müssen. Klasse Deutschland!!!
Sei doch froh das es hier auffang- Stationen gibt, für Leute die ihr Leben total verraffen. Die Leute haben die Möglichkeit zu leben und deren Kinder die Möglichkeit eine Schulausbildung zu bekommen.

In China wäre das dann so, das sich die Familie irgendwie mit betteln und Scheißjobs durchschlagen muss. Die Kinder haben keine Möglichkeit auf Schule, da sie für die Familie arbeiten müssen. Wenn kein Geld für essen da ist, dann gibt es halt nix zu essen. So einfach ist das.

edit: Laogai war schneller :oops:
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von aquadraht »

BT-ProAudio hat geschrieben:@xx:
"Klingt für mich teilweise sehr stark nach jemandem, der in D nicht klar kommt & nun das Heil auf Teufel komm raus im Ausland sucht."

Da liegst Du leider falsch. Wenn Du meinen "kleinen" Beitrag weiter oben mal zwischen den Zeilen gelesen und auch verstanden hättest wäre Dein Komment wohl eher nicht gekommen.

..VERANTWORTUNGSLOS und entzieht sich meiner Logik. Wir möchten aus DE weg. Das ist klar. Aber nicht auf diese Art und Weise. Ich will Sicherheit. Das gilt für Arbeit, Wohnung/Haus und einigermaßen sozial- bzw. krankenversichert. Wenn ich das nicht bekommen kann bleibe ich hier in DE.
..
Die Frage ist aber, ob da China so eine gute Idee ist. Sicherheit ist da eher das Letzte, womit Du rechnen kannst. Ich finde das Land auch faszinierend, und zwar schon länger als die meisten hier. Aber es ist (das sagt auch die Regierung) immer noch ein Entwicklungsland. Und es gibt schon eine Reihe krasser Eigenarten, bei denen jeder schlucken muss, der nicht völlig abgestumpft ist. Gerade wenn Dich der unsoziale Dreck in D aufregt, weiss ich nicht, ob China wirklich das Richtige für Dich ist.

Und ein Kind würde ich da nicht zur Schule schicken. Ich kenne keinen Chinesen, der positiv über seine Schulzeit redet, und das sind meist die, die es geschafft haben, den gao kao, das chinesische Abitur zu machen. Das seinem Kind sehenden Auges zuzumuten, erfordert schon Kaltschnäuzigkeit. Und ob es da einen Weg herum geht, weiss ich nicht. Wie hier mehrfach geschrieben wurde: gute Privatschulen sind praktisch nicht bezahlbar.

Schliesslich die Sache mit Sprache und Schrift. Nicht nur dass Du die Leute nicht verstehst, und die meisten sprechen kein Englisch, nicht mal wie in Indien etwas, das sie dafür halten, sondern wirklich kein Englisch. Aber mehr noch: Du bist Analphabet. Du kannst nichts lesen, kein Strassenschild, keinen Fahrplan, keinen Wegweiser, sowieso keine Zeitung. Ich habe aus dem Grund schon meinen ersten (später aus Zeitmangel abgebrochenen) Chinesischlernversuch unternommen, schlicht weil ich das unerträglich fand. Und da chinesische Schrift und Sprache viel enger zusammenhängen als das bei einer europäischen Sprache der Fall ist, hat man (jedenfalls meiner Meinung nach) ohne Kenntnis der Schrift keinen wirklichen Zugang zur Sprache, zur Kultur und zur Denkweise der Menschen - oder jedenfalls bleibt einem da extrem viel versperrt.

Aber ok, das sehe ich so. Ich kenne auch Expats, die in China verheiratet sind und leben, und kein oder kaum Chinesisch sprechen und so gut wie garnichts lesen können. Mich würde das umbringen. Aber die Menschen sind verschieden.

Ich will Dir das auch nicht einmal ausreden. Aber Du solltest sehen und Dich gegebenenfalls auch weiter informieren, worauf Du Dich einlässt. Auf jeden Fall viel Glück, egal ob in China oder sonstwo.

Gruss, a^2
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Re: Einwandern nach China

Beitrag von BT-ProAudio »

Ich verstehe schon was Du damit sagen willst. Keine Frage. China ist ein Entwicklungsland. Aber wenn hier in DE nicht bald was anders läuft dauert es nicht mehr lange und DE entwickelt sich zu einem solchen zurück. Und bevor das passiert will ich hier weg sein. Wie gesagt. Es gibt noch andere Länder auf der Welt. Wird viel Arbeit etwas passendes zu finden. Aber ich danke Euch allen für die Einblicke in die chinesische Realität. Das es so krass ist bekommt man nicht in der Frühstückszeitung zu lesen. Habt Dank für die Infos.
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