Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

In diesem Forum können alle Fragen rund um Familienangelegenheiten, z.B. Heirat, Geburt, Scheidung, damit verbundene Visumsfragen und andere bürokratische und sonstige Hürden besprochen werden.
Benutzeravatar
belrain
VIP
VIP
Beiträge: 2696
Registriert: 10.08.2005, 09:45
Wohnort: China/Shanghai/QingPu/ZhuJiaJiao

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von belrain »

Man darf aber auch nicht vergessen, ein Arbeitnehmer in Deutschland hat deutlich mehr Rechte als ein Arbeitgeber. Genauso wie ein Mieter deutlich mehr Rechte hat wie ein Vermieter.

Nun kenne ich die "Geschichte" auch nicht, kann aber auch nur abraten zuviel solidarität für etwas zu zeigen dessen Hintergrund man nicht kennt.
Wenn er nur ein Leiharbeiter war, muss der Arbeitgeber nicht einmal begründen warum er nicht fest angestellt wurde. Also würde der Arbeitgeber sicher auch keine so zweifelhaften Gründe vorschieben.
Hat er ihn aber schon eingestellt, und er hat die Probezeit erfolgreich absolviert ist es für einen Arbeitgeber nahezu unmöglich ihn ohne triftigen Grund zu kündigen. Es muss also noch etwas anderes vorgefallen sein.

Also, solange man nicht alle Beteiligten gehört hat sollte man sich hüten Partei zu beziehen - natürlich darf aber jeder seine eigene Meinung vertreten. :wink:
Das Leben ist schön

Shanghai - seit 2009
1. April 2012 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
1. April 2015 - Neuer Job (gleiche Firma) und nochmal mindestens 3 Jahre Shanghai
Benutzeravatar
sowa
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 552
Registriert: 01.05.2009, 23:14
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von sowa »

belrain hat geschrieben:Man darf aber auch nicht vergessen, ein Arbeitnehmer in Deutschland hat deutlich mehr Rechte als ein Arbeitgeber. Genauso wie ein Mieter deutlich mehr Rechte hat wie ein Vermieter.

Nun kenne ich die "Geschichte" auch nicht, kann aber auch nur abraten zuviel solidarität für etwas zu zeigen dessen Hintergrund man nicht kennt.
Wenn er nur ein Leiharbeiter war, muss der Arbeitgeber nicht einmal begründen warum er nicht fest angestellt wurde. Also würde der Arbeitgeber sicher auch keine so zweifelhaften Gründe vorschieben.
Hat er ihn aber schon eingestellt, und er hat die Probezeit erfolgreich absolviert ist es für einen Arbeitgeber nahezu unmöglich ihn ohne triftigen Grund zu kündigen. Es muss also noch etwas anderes vorgefallen sein.

Also, solange man nicht alle Beteiligten gehört hat sollte man sich hüten Partei zu beziehen - natürlich darf aber jeder seine eigene Meinung vertreten. :wink:
belrain!
Wenn du nicht den Hintergrund kennst.
Kannst du dich informieren

http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/int ... w_5283.htm" target="_blank
und hier
http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/sich ... o-ehefrau/" target="_blank

Die Fakten sind eindeutig!
Da gibt es nicht viel zu diskutieren.
Der Mitarbeiter hat eine Chinesin geheiratet und sein Chef hat damit ein riesiges Problem!
Warum, weil er beschrängt ist in seiner Sichtweise!
Benutzeravatar
happyfuture
Titan
Titan
Beiträge: 5524
Registriert: 11.02.2009, 17:18
Wohnort: 上海(CHN), Bali (IDN), HKG
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von happyfuture »

sowa hat geschrieben:belrain!
Wenn du nicht den Hintergrund kennst.
Kannst du dich informieren
sowa hat geschrieben:Die Fakten sind eindeutig!
Da gibt es nicht viel zu diskutieren.
Der Mitarbeiter hat eine Chinesin geheiratet und sein Chef hat damit ein riesiges Problem!
Warum, weil er beschrängt ist in seiner Sichtweise!
Bist du verwandt mit dem Herrn Blase?

ich kenne die Fakten aus der Presse und kann belrains Posting zu 100% unterstützen, was eine Wiederholung meines bereits geposteten Beitrages ist.
Benutzeravatar
sowa
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 552
Registriert: 01.05.2009, 23:14
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von sowa »

Andy_yi hat geschrieben:
sowa hat geschrieben: Sag mal!!
Unterstützt du solche unverschämte Arbeitgeber, die gegen Grundrechte verstossen?
Man sollte solchen Arbeigebern die rote Karte zeigen.
etwa:" so nicht mein Feund!"
Wie gesagt, wir kennen die Hintergründe nicht. Ehrlich gesagt sehe ich nicht gegen welche Grundrechte hier verstoßen wurde. Wenn es hier wirklich um Staatssicherheit geht, überwiegt das wohl der Masse wohl deutlich dem Einzelschicksal.

Kennst du die betriebsinternen Beweggründe sowa? Welche Rolle die Bundeswehr da genau gespielt hat? In welchen Dingen der Herr involviert war? Oder glaubst du nur an das, was du gerade siehst?
Ein wenig Skepsis kann nicht schaden, bevor man für solche Stimmungsmacher Feuer und Flamme ist und auf den Putz haut.
Andi nochmals zur Erinnerung wegen der Grundrechte:

Die Würde des Menschen ist unantastbar, heißt es in Artikel 1 des Grundgesetzes (GG).
Das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit regelt Artikel 2 GG.
Ehe und Familie stehen unter einem besonderen Schutz staatlicher Ordnung, besagt Artikel 6 GG.
Das Recht, Beruf und Arbeitsplatz frei zu wählen, garantiert Artikel 12 Grundgesetz.
Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, versucht das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) zu verhindern.

Welche Grundrechte hatte wohl der Arbeitgeber verstoßen? Andi.

Und noch was. Fast jedes Unternehmen hat Betriebsgeheimnisse.
Steht in fast jeden Arbeitsvertrag!
Folglich müßten viele Arbeitnehmer aus ihren Firmen rausfliegen, die zu oft Urlaub in China machen.
Mathias
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 866
Registriert: 20.09.2008, 18:49
Wohnort: 塔什库尔干

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Mathias »

sowa hat geschrieben:... informieren ... igmetall.de ... taz.de ... Fakten ...
Hallo sowa,
ich habe Deinen Beitrag mal etwas komprimiert. Merkst Du was? Einige Begriffe passen nicht zueinander. Außerdem hast Du in Deinem bunten Reigen der einzig wahren Verkünder der Wahrheit noch die Junge Welt vergessen. Dieses vor Information und Wahrheit nur so strotzende Blatt soll doch hier nicht fehlen, oder?
Benutzeravatar
sowa
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 552
Registriert: 01.05.2009, 23:14
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von sowa »

happyfuture hat geschrieben:
sowa hat geschrieben:belrain!
Wenn du nicht den Hintergrund kennst.
Kannst du dich informieren
sowa hat geschrieben:Die Fakten sind eindeutig!
Da gibt es nicht viel zu diskutieren.
Der Mitarbeiter hat eine Chinesin geheiratet und sein Chef hat damit ein riesiges Problem!
Warum, weil er beschrängt ist in seiner Sichtweise!
Bist du verwandt mit dem Herrn Blase?

ich kenne die Fakten aus der Presse und kann belrains Posting zu 100% unterstützen, was eine Wiederholung meines bereits geposteten Beitrages ist.
Nein,
Aber wenn ich über solche Kündigungen in den Medien höre oder lese frage ich mich
ob überhaupt noch gesunder Menschenverstand in Deutschland herrscht!
Benutzeravatar
Yingxiong
Titan
Titan
Beiträge: 7252
Registriert: 12.11.2006, 17:50
Wohnort: Schweiz, Oberfranken, Beijing
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Yingxiong »

@ sowa

Im Prinzip gebe ich dir Recht. Aber wir kennen nur die Informationen aus den Medien. Und da wird nunmal viel so dargestellt, dass man Leute manipulieren kann.
Darum bin auch ich sehr vorsichtig. Solange man nicht beide Seiten kennt, besteht die Gefahr, manipuliert zu werden.
R.I.P. Little Yingxiong Engelskind 05.01.2013

Die Erinnerung ist das Fenster durch das wir Dich sehen können, wann immer wir wollen...

Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden - ich hab die Zeit noch nicht gefunden!
Andy_yi
VIP
VIP
Beiträge: 1321
Registriert: 21.08.2010, 03:30

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Andy_yi »

sowa hat geschrieben: Welche Grundrechte hatte wohl der Arbeitgeber verstoßen? Andi.
Die Kündigung basiert ja nicht auf diskriminierung der ethischen Herkunft. Dann hätte der Firmenleiter schon vorher einschreiten können da, so wie es in dem Artikel steht, er über das Verhältnis seines Angestellten beschied wusste. Hätte ihm eine Menge Ärger erspart oder?
Es gab aber vorher keinen Kündigungsgrund, deshalb gehe ich momentan davon aus, das die Kündigung korrekt ablief.

Erst als die Heirat vollzogen war und das ganze ein offizielles Sicherheitsproblem ( so der erst genannte Kündigungsgrund) dargestellt hat, wurde gekündigt.

Also, gegen welche Grundrechte wurde verstoßen? Sag du es mir.
Benutzeravatar
happyfuture
Titan
Titan
Beiträge: 5524
Registriert: 11.02.2009, 17:18
Wohnort: 上海(CHN), Bali (IDN), HKG
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von happyfuture »

sowa hat geschrieben:Aber wenn ich über solche Kündigungen in den Medien höre oder lese frage ich mich
ob überhaupt noch gesunder Menschenverstand in Deutschland herrscht!
Das kann ich absolut verstehen, jedoch kann ich persönlich keinem "Aufruf" folgen, wo nicht einmal der scheinbar Geschädigte mit einbezogen ist. Und selbst wenn, stehe ich diesem Fall sehr skeptisch gegenüber, da für mich nicht wirklich klar ist, ob die Presse alle "wahren" Fakten kennt bzw. wiedergibt!

Verstehst Du, es hat ingesamt mit der Frage des "gesunden Menschenverstandes" zu tun, auch und insbesondere bei diesem Einzelschicksal, wo als "Begründung" die Chinesische Ehefrau genannt wird, die ein Sicherheitsrisiko darstellt.
Benutzeravatar
sowa
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 552
Registriert: 01.05.2009, 23:14
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von sowa »

Liebe Leute,
jeder von euch kann sich informieren wo er möchte und welchen Medien er am meisten
Glauben schenkt.
Auch jeden ist freigestellt gegen solche skandalösen Kündigungen zu protestieren
oder auch nicht!
Nach dem Motto: Selber schuld, wenn er eine Chinesin geheiratet hat.
Benutzeravatar
happyfuture
Titan
Titan
Beiträge: 5524
Registriert: 11.02.2009, 17:18
Wohnort: 上海(CHN), Bali (IDN), HKG
Danksagung erhalten: 1 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von happyfuture »

sowa hat geschrieben:Nach dem Motto: Selber schuld, wenn er eine Chinesin geheiratet hat.
Jetzt machst Du es Dir sehr einfach bzw. sind solche Aussagen nicht besser als die der bashing Presse! Sorry!
Andy_yi
VIP
VIP
Beiträge: 1321
Registriert: 21.08.2010, 03:30

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Andy_yi »

sowa hat geschrieben:Liebe Leute,
jeder von euch kann sich informieren wo er möchte und welchen Medien er am meisten
Glauben schenkt.
Das du anfällig für Schlagzeilen bist, erschüttert mich etwas. Sind das für die Seriöse Hintergrund Quellen bei denen man sich informieren kann?
Glaubst du wirklich das wenn es um Staatssicherheit geht, das ganze in den Medien breit getreten wird? Könnte auch sein das genau aus dem Grund der offizielle Kündigungsgrund geändert wurde.
sowa hat geschrieben: Nach dem Motto: Selber schuld, wenn er eine Chinesin geheiratet hat.
Darum gehts hier aber nicht wirklich. Das wird nur in den Medien so popularisiert weil das genau der Punkt ist, der die ganze Sache dramatisch macht und für die Leser gleichzeitig interessant.

Weißt du ob dies der Grund für die Kündigung ist?
aquadraht
VIP
VIP
Beiträge: 1374
Registriert: 26.06.2009, 10:15
Hat sich bedankt: 7 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von aquadraht »

qpr hat geschrieben:Was ich an der ganzen Sache nicht verstehe.... ist er fest angestellt gewesen oder war er nur Leiharbeiter?
In den ursprünglichen Beiträgen der taz und der jungen Welt stand eindeutig, dass er bereits in die Festanstellung übernommen worden ist.

Nur das ergibt Sinn. Denn einem Leiharbeiter muss man nicht kündigen, man "gibt ihn zurück". Und für eine Kündigungsschutzklage wäre dann die Leiharbeitsfirma der Adressat.

Beklagt ist aber die Autoflug. Das bedeutet, dass der Arbeitnehmer in einem regulären Arbeitsverhältnis gestanden haben muss. Bei Übernahmen aus der Leiharbeit entfällt in der Regel die Probezeit.

Gruss, a^2
Mathias
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 866
Registriert: 20.09.2008, 18:49
Wohnort: 塔什库尔干

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von Mathias »

sowa hat geschrieben:... jeder von euch kann sich informieren wo er möchte und welchen Medien er am meisten Glauben schenkt ...
Wohl wahr! Im Moment wird das Thema leider nur von (ich sag´s mal höflich) linken Medien "thematisiert". Belastbare Informationen hätten wir alle sehr gerne, nur gibt es die im Moment nicht. Darum wirst Du z.Z. auch keine Meldungen zum Thema von seriösen Journalisten hören.
Benutzeravatar
sowa
Old China Hand
Old China Hand
Beiträge: 552
Registriert: 01.05.2009, 23:14
Hat sich bedankt: 1 Mal
Danksagung erhalten: 7 Mal

Re: Solidaritätsaufruf wegen Kündigung: Ehefrau ist Chinesin

Beitrag von sowa »

Andy_yi hat geschrieben:
sowa hat geschrieben: Welche Grundrechte hatte wohl der Arbeitgeber verstoßen? Andi.
Die Kündigung basiert ja nicht auf diskriminierung der ethischen Herkunft. Dann hätte der Firmenleiter schon vorher einschreiten können da, so wie es in dem Artikel steht, er über das Verhältnis seines Angestellten beschied wusste. Hätte ihm eine Menge Ärger erspart oder?
Es gab aber vorher keinen Kündigungsgrund, deshalb gehe ich momentan davon aus, das die Kündigung korrekt ablief.

Erst als die Heirat vollzogen war und das ganze ein offizielles Sicherheitsproblem ( so der erst genannte Kündigungsgrund) dargestellt hat, wurde gekündigt.

Also, gegen welche Grundrechte wurde verstoßen? Sag du es mir.
Wo kämen wir hin, wenn für die Arbeitgeber unsere Ehefrauen ein Sicherheitproblem darstellen?
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Ahrefs [Bot], Bing [Bot] und 1 Gast