Seelenmüll (XXL)

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LeChef
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Beitrag von LeChef »

@Kai, keine ahnung warum, aber ich kann aus irgend einem grund keine persönlichen nachrichten verschicken (weder mit internet explorer, noch mit opera) somit hier das, was ich dir eigentlich schreiben wollte:

你好kai先生。我已经送给了你个电子邮件但是我的计算机有时候有问题。
你想见我的话,就给我打个电话。
我的手机号码是 0176/23507649, o2-homezone 是 0621/3903480
如果你想跟我说汉语, 请说慢,我的汉语还不好也不习惯听汉语。
下个星期我不在曼海姆。明天晚上我有时间。
哦,如果在德国没有别的人告诉你:欢迎来德国:D
chris
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Sunny
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Beitrag von Sunny »

kusti hat geschrieben:kusti,

es ist zwar schön, das die EU ab dem 7 April die Zollgebühren erhöht für billige Schuhimporte, nur wer glaubt, damit in Europa Arbeitsplätze zu sichern, der sollte erneut die Schulbank drücken um dann Betriebswirtschaftliche Auswertungen zu lernen.
Denn fast jeder Europäische Schuh und Textil Hersteller lässt seine Waren in Asien fertigen, weil es dort wesentlich günstiger ist als hier bei uns.
Sicher kann man zur Zeit in Polen noch günstig gewisse Produkte produzieren, aber davon haben weder die dt. noch die anderen Mitglieder Staaten etwas davon.
Von Fairen Wettbewerb kann hier nicht die Rede sein und das wird es auch in Zukunft nicht geben, weil es immer wieder Billighlohnländer geben wir.
Zudem gibt es genügend möglichkeiten den Zoll zu umgehen.
Die Europäische Industrie wird kaputt gehen, genauso wie es in Zukunft nur noch eine zwei Klassen gesellschaft geben wird, denn der Trend läuft unaufhaltsam dahin.
Also wenn europäische Schuhhersteller in Asien Schuhe produzieren, dann ist mir das egal. Ja ganz im Gegenteil, das sollen sie ruhig, damit noch mehr Geld in die Kassen fliessen. Aber sie sollen sie auf keinen Fall nach Europa exportieren dürfen. Du hast vermutlich die Idee des Merkantilismus noch nicht verstanden.
Natürlich wird es immer Billiglohnländer geben. Aber diese werden eines Tages nicht mehr für die reicheren Länder produzieren dürfen, weil wir in Europa genausogut z.B. Schuhe werden herstellen können für uns selbst. Die Schuhe aus Asien sind im Endeffekt nämlich teuer, auch wenn sie mit weniger Geld hergestellt wurden. Den wahren Preis bezahlen wir mit Heeren von Arbeitslosen, weil wir unsere eigenen Industrien kaputtmachen.

Versuche mich zu widerlegen. Chinas Binnenwirtschaft ist gross genug. Das Wachstum wird so oder so weitergehen. Dabei aber die EU Industrien zu zerstören, das geht eindeutig zu weit. Deshalb heisst das Zauberwort Protektionismus und europäischer Merkantilismus. Dort wo er erfunden wurde, soll er auch zu seiner Blüte kommen. Ungewohnt fordernd, nicht? Ein Gedanke wie ein reinigendes Feuer.

In bezug auf die Zweiklassengesellschaft muss ich dir aber vollumfänglich recht geben. Das ist auch der Grund, warum wir nurnoch für die Reichen produzieren sollten, mit Produkten und Dienstleistungen, bei welchen der Preis absolut keine Rolle spielt, wo nur das Beste gut genut ist, und wo es um Reputation, um Qualität und um Erfolg geht.[/quote]

Kusti,

Arbeitsplätze hat die Technik zerstört, denn was früher 60 Frauen im SMT Bereich erledigten, erledigt heute eine Maschine der Fa. Siemens und keine 60 Frauen mehr und der technische Vortschritt geht unaufhaltsam weiter.
Importe gab es schon vor 20 jahren aus China und aus Thailand und Vietnam, nur wurden die Importe entweder über Hong Kong oder die Türkei abgewilkelt und heute direkt über China.
Was glaubst Du denn, was ein Schuh der hier produziert würde, kosten würde???
Denn könnten sich die meisten garnicht mehr leisten, weil den Leuten dazu das Geld fehlt, denn schon heute leben über 50 % der hiesigen bevölkerung an der Armusgrenze und tendenz weiter steigend.
Sicher sind nicht die Löhne das Problem für uns Arbeitgeber, nein es sind die extrem hohen Lohnnebenkosten die uns zu anderen Massnahmen zwingen.
Und wenn man dann noch bedenkt, das denächst Arbeitnehmer erst mit 67 in rente gehen dürfen, bitte wer kann auf dem Bau oder Fliesband noch bis 67 Arbeiten.
Hinzu kommt, das wir eine zweiklassen Gesellschaft in punkto Krankenversicherung haben und dieser Trend unaufhaltsam weiter fort geführt werden.
Energiekosten wäre auch so ein Beispiel, die Nettolöhne sind um 5 % nidrieger als im letzten Jahr und die Lebenhaltungskosten steigen aber weiter.
Diese EU hat uns dt. das genick gebrochen und der Teuro zudem auch.
Die Import aus Asien zerstören hier derzeit keine Arbeitsplätze, nein vielmehr leben einige davon wzb. Verkäuferinnen, Distributoren usw.
Ich selber entwickel und produziere für den Chinesischen Markt, hier in Deutschland wohlgemerkt sowie natürlich auch in China.
Alleine dafür habe ich 40 Leute beschäftigt was auch für die nächsten Jahre sicher ist.
In der EU hat man keine Lösung parat und so wird natürlich die Schuld auf Waren aus China geschoben, weil es ja einfacher ist solche Behauptungen in den Raum zu stellen.
Und glaube mir, den Heinis da in Brüssel geht es nicht darum ob wir hier Arbeitsplätze schaffen können, nein das ist denen völlig egal ganau so wie unsere Politiker hier, dummes Zeug reden und dafür bezahlt werden, das ist das wichtigste und das Volk glaubt dieses schon.
Siehe nur die letzte Wahl, nicht einmal mehr 50 % sind zur Wahl gegangen, weil etlich Bürger hier die Schnauze voll haben von dem Gesindel.
Solange die Korruption hier an erster Stelle stehen wird, solange wird sich in Deutschland und auch in der EU nichts ändern und wir können uns darüber aufregen wie wir möchten, ändern werden die oben nichts, denn es ist ja schliesslich Ihr Geld was da in Ihren Taschen fliesst.
Glaube mir, ich mache seit 20 jahren Geschäfte mit China, und schon damals wurd viel importiert nach Deutschland und heute ist es nicht wesentlich mehr.
Krumme Argumente, die bringen die Politköpfe gerne um irgendjemanden den Schwarzen Peter zuzuschieben, das war aber immer schon so.
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LeChef
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Beitrag von LeChef »

so, jetzt habe ich die postings fertig durchgelesen und möchte auch mienen senf dazugeben:

1: @taugenix : Seelenmüll: danke für dieses posting, das ist eine sache, mich jetzt schon beschäftigt. von unseren professoren hören wir ziemlich oft über solche fälle, dass ein student eine chinesin mitgebracht hat und sie wegwar, sobald sie ihren deutschen pass bekam. deine vermutung ist wahrscheinlich überspitzt aber gerechtfertigt.
ich möchte auch gerne wissen, wie ich dann damit umzugehen haben werde.
so, einer unserer chinesen, ich habe natürlich vergessen wer es war, hat das in seinem posting aber auch ganz gut erklärt: wir sind anders, und somit interesant.
vergleich: ner richtig scharf aussehenden frau guckst du doch auch hinterher und würdest sie gerne ansprechen. tja, jetzt weisst du vielleicht, wie es sich anfühlt, ne gutaussehende frau zu sein ;-) :twisted: :lol:

dazu muss man noch sagen: china und deutschland sind echt unterschiedliche mentalitäten! schon alleine deutschland und südeuropa. hier dauert alles viel länger und es geht wesentlich subtiler zur sache als woanders. auch wird man als "aufdringlich" abgetan, wenn man zu herzhaft einfach nur auf konversation aus ist.

so, nun zu eurem wirtschaftsthema:
kein chinese nimmt für einen managerposten weniger geld als ein deutscher!
in europa gibt es kaum noch billigschuhproduktion, irgendwoher müssen wir otto-normal bürger ja auch unsere schuhe herkriegen.
lohnanpassung: ist gerade in vollem gange! unsere löähne senken sich, die anderen steigen und irgendwann treffen sie sich in der mitte. unsere werden aber nicht so schnell fallen, wie die anderen steigen werden. deutschland und arbeitslose hin oder her: ich finde das fair, ALLE menschen sollten die selben chancen haben ein gutes leben zu führen. kinder in afrika sollten auch nicht verhungern. ich bin dafür, dass sich user lebensstandard etwas senkt, wenn sich dafür deren lebensstandard etwas hebt.
insgesamt wird es uns dank des fortschrittes dennoch besser gehen. neue technologien, medikamente, keine hungersnöte, dafür ander probleme: überbevölkerung, veralterung der menschen...
wir profitieren selbst von den billiglöhnern mehr als irgendwer sonst. die amerikanische konjunktur ist derzeit von der amerikanischen binnenkonjunktur getragen, die durch billige importe aus asien möglich sind. ebenso wird der dollar durch china und japan finanziert (zusammen ca 1,7 MRD USD auslandsdevisen (nicht alles in USD angelegt)!!!)

ein wirklicher grund für unsere hiesige misere: die bildungsmisere. in der tat, es kann nicht nur jobs für hochqualifizierte akademiker geben, es können auch nicht alle hochqualifiziert sein, aber wer keine gute ausbildung hat, bleibt eben auf der strecke! und da habe ich wenig mitleid mit ungebildeten menschen, dafür aber umso mehr wut auf die regierungen, die es einfach nicht hinkriegen uns eine anständige ausbildung zu geben.

und nein, chinas binnenwirtschaft ist winzig klein! das märchen vom "wenn jeder chinese unser produkt einmal kaufen würde..." ist völliger unsinn. wir haben deren aufstieg finanziert und sind dadurch selbst zu reichtum gekommen.

wo wir schon beim thema bildung sind: Komistudiengänge mit chinesisch:
- BWL + Chinesisch am Ostasieninstitut in Ludwigshafen http://www.oai.de
-Sinologie + eine bischen Wirtschaft in Bremen und Konstanz (in bremen soll es aber wesentlich besser sein)
- Köln: regionalwissenschaften (so ein mischmasch aus sinologie und wirtschaftswissenschaften, mehr vwl)
-in duisburg ist auch eine art asieninstitut

so, das war mein senf
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kusti
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Beitrag von kusti »

Ich ehre ja deine Meinung. Und ich kann auch einiges nachvollziehen.

Aber ich bin auch der Meinung, dass du die diversesten Dinge komplett durcheinander bringst. Du mischt alles durcheinander um schlussendlich den Schlussstrich zu setzen, dass man nichts dagegen machen kann. Dies ist falsch.

Die billigen Importe sind der Hauptgrund, weshalb unsere eigenen Industrien kaputtgehen. Soviel ist sicher, das kann man nicht in Frage stellen. Das erdenken sich auch nicht einige Politiker. Das ist ein Fakt. Und wenn man das erkennt, dann kann man auch dagegen vorgehen.

Aber es spielen sicher noch ganz andere Dinge eine Rolle. Korruption würde ich da nicht mal nennen, weil die das Geschäft eher anheizt, denn abwürgt. Es könnte zum Beispiel die Überregulierung sein. Oder das Auftun der Wohlstandsschere. Oder der Abfluss von Brainstuff(Studienabgänger) nach Amerika und Asien, etc., etc.

Ich bleibe also dabei. Protektionismus ist in einem solchen Fall das einzige Mittel, und das wiederaufblühen und zustande bringen eines verschlingenden deutschen Merkantilismus. China macht es ja auch so. Die Schranken für Waren aus dem Ausland sind oben. Die Schranken für den Export weit unten. Das ist Merkantilismus. Was China mit den Waren macht, macht die Schweiz mit dem Geld, und zwar über die Banken. Geld ist schwieriger zu Boykottieren. Aber Waren kann man immer und allezeit am Zoll aufhalten und mit Zöllen belegen.

Ich will ja gar nicht, dass China nicht wächst. Aber es darf nicht auf Kosten unserer eigenen Volkswirtschaften gehen. Und das ist durchaus möglich. Es ist möglich beide Dinge unter einen Hut zu bringen, dass China wächst und allen einen guten Lebensstandard bieten kann, und dass die anderen Kontinente schlussendlich davon profitieren. Bis jetzt aber zahlt Deutschland, ja die ganze EU, vermutlich die Hauptkosten am Wachstum Chinas.
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LeChef
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Beitrag von LeChef »

die EU hat uns doch vor dem wirtschaftlichen totalzusammenbruch bewahrt. es ist doch allgemein bekkant, dass die Dmark wesentlich stärker abgestürzt wäre, hätten wir nun nicht den euro. der euro ist ein segen, weil er vieles vereinfacht, uns besser dahstehen lässt und einen europäischen binnenmarkt entstehen lässt. das bedeutet eine höhere volkswirtschaftliche rente (konsumenten plus produzentenrente)
der euro ist toll, die EU ist halt ein molloch, aber mit ihr geht es uns definitiv besser als ohne.
es stimmt aber, dass wir strukturelle probleme haben. das ist halt ein nebeneffekt des sozialstaates, den ich aber gegenüber dem amerikaischen modell bevorzuge. es lebe die soziale marktwirtschaft, nur das mit der rente hätten sich die deppen sparen sollen, die wussten nämlich schon damals, dass es aufgrund der demographischen entwicklung nicht klappen würde.
meine empfehlung: wo finanzierbar, das heisst so dass es sich selbst finanziert: sozialstaat, wo nicht (wie zum beispiel rente): eigenvorsorge!
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Beitrag von LeChef »

@kusti: wie sieht denn deine form des protektionismus aus?

für mich bedeutet das soviel: t-shirts wieder in europa herstellen! folgen: höhere t-shirt preise, führt zu-> weniger konsum -> geringere konsumentenrente bei gleichbleibender oder abnehmender produzentenrente. ergo: schrumpfen der eigenen volkswirtschaft.

also ich bezweifle, dass ich da sehr viel durcheinander bringe. ist nach allem mein spezialgebiet (wissenschaftshörigkeit, wo bleibst du? ;-))
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TaugeNix

Beitrag von TaugeNix »

LeChef hat geschrieben:so, jetzt habe ich die postings fertig durchgelesen und möchte auch mienen senf dazugeben:

1: @taugenix : Seelenmüll: danke für dieses posting, das ist eine sache, mich jetzt schon beschäftigt. von unseren professoren hören wir ziemlich oft über solche fälle, dass ein student eine chinesin mitgebracht hat und sie wegwar, sobald sie ihren deutschen pass bekam. deine vermutung ist wahrscheinlich überspitzt aber gerechtfertigt.
ich möchte auch gerne wissen, wie ich dann damit umzugehen haben werde.
so, einer unserer chinesen, ich habe natürlich vergessen wer es war, hat das in seinem posting aber auch ganz gut erklärt: wir sind anders, und somit interesant.
vergleich: ner richtig scharf aussehenden frau guckst du doch auch hinterher und würdest sie gerne ansprechen. tja, jetzt weisst du vielleicht, wie es sich anfühlt, ne gutaussehende frau zu sein ;-) :twisted: :lol:
Bidde :wink:
Dani is ne Frau, Dani is ne Frau, Dani Dani Dani ist ne Frau :P
Hehe, aber ganz ehrlich: ich bin einfach nur ein wenig "schockiert" gewesen, wie einfach es teilweise war. Das hatte mich ein wenig überfordert.
Doch nun scheint wieder die Sonne (nicht wirklich, es ist schweinekalt!).

So, nochmal zur Bildungsmisere:
Sicher, jeder Mensch soll Zugang zur freien Bildung haben.
Doch was machen unsere Landesregierungen? Schrecken auch noch durch Studiengebühren ab. Sorry, alleine ICH kenne drei Fälle in denen nun eine Ausbildung begonnen wird, aus Angst sich kein Studium leisten zu können (BAFöG hin oder her).
Dort und in den Schulen muss gehandelt werden, aber das ist kein rein deutsches Problem. Leider vergessen die Politiker oftmals, woraus Wohlstand besteht: aus Wissen, aus Überlegenheit der Forschung.

Ah, bevor ich jetzt damit richtig beginne, höre ich lieber auf.. Ich war gerade beim All-You-Can-Eat BigPizza und bin dermaßen vollgestoppt, ich platze gleich.

Gute Nacht,
TaugeNix^und die sch**** Bier-Zapfanlage ging wieder nicht bei BigPizza!
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Beitrag von LeChef »

ohja, die bigpizza all you can eat...daran erinerre ich mich noch :D
hmmm, aber scheiss teuer, immerhin mindestens 40 kuai, oder?
schönen gruß vom Bad Homburger in Ludwigshafen an den Frankfurter in Peking :D ....warst du nicht freiburger?
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kusti
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Beitrag von kusti »

LeChef hat geschrieben:@kusti: wie sieht denn deine form des protektionismus aus?

für mich bedeutet das soviel: t-shirts wieder in europa herstellen! folgen: höhere t-shirt preise, führt zu-> weniger konsum -> geringere konsumentenrente bei gleichbleibender oder abnehmender produzentenrente. ergo: schrumpfen der eigenen volkswirtschaft.

also ich bezweifle, dass ich da sehr viel durcheinander bringe. ist nach allem mein spezialgebiet (wissenschaftshörigkeit, wo bleibst du? ;-))
Habe ich doch eben gerade erklärt. Den Markt dicht machen für alle Importe. Nur diejenigen Importe öffnen für Produkte, welche Deutschland selbst nicht produzieren kann, ja niemals wird produzieren oder herstellen können. Und das sind nur ganz bestimmte Produkte.
Gleichzeitig alle Exporte zulassen, ohne Auflagen. Somit werden wir nurnoch Importe haben, welche wieder als Exporte ausser Landes gehen. Dabei können wir es uns durchaus erlauben, die gesamte Herstellungskette in Deutschland zu behalten. Das ist der perfekte Merkantilismus. China kann das, also können wir das auch. So einfach ist das Patentrezept.

Wir müssen dabei nur einfach lernen auf die McKinsey Brüder zu spucken, welche uns immer weismachen wollen, dass alles dort produziert werden müsse, wo es am billigsten ist. Dieser Ansatz ist unser Verderben. Was wir brauche ist 100% Fertigungstiefe. Ohne wenn und aber. Das kann uns vor der Globalisierung retten und Arbeitsplätze schaffen. Sonst nichts. Alle anderen Ansätze funktionieren nicht.
Diversifizierung, Auslagerung, Lean Management, etc. Alle diese Ansätze sind zum Scheitern verurteilt.
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Beitrag von LeChef »

entschuldigung wenn ich jetzt diese drastischen worte ergreife, bitte sei nicht persönlich beleidigt, aber: so einen unsinn habe ich ja selten gehört!

glaubst du im ernst, irgend ein anderes land würde da mitspielen? china, die USA, Japan, würden das dann doch genauso machen und dsa bedeutet genausoviel wie die auflösung der weltwirtschaft!
ich habe bereits auf den riccardo effekt verwiesen!

siehst du das national, europaweit, oder unter dem aspekt der "westlichen welt"?
sollten wir das national machen, taj, dann sehen wir ganz schön alt aus. wo kommt dnn bitte schön der stahl her, mit dem wir unsere mercedesse bauen? wenn wir den auch nicht imoprtieren dürfen, ud selbst wenn wir sagen, das importieren wir gerne, glaubst du im ernst, dass unsere "abnehmerläner" da mitspielen würden? die würden die grenzen genauso dicht machen. und wir hätten den größeren verlust (wie viele direktinvestitionen haben europäer in china investiert?)
so, und wenn wir dann auch nicht HIGH-Tech aus japan importieren dürfen, tja, gute nacht!
europaweit gesehen?
ebenso völliger unsinn, wir sind von der amerikanischen wirtschaft zu stark abhängig, die sitzen am längeren hebel,
aus westlicher sicht?
tja, 1,7 MRD USD auslandsdevisen in chinesischer und japansicher hand, wenn die keine geschäfte mehr mit den USA machen können, weil sie dorthin nichts mehr verkaufen können? wozu dann noch die Amis finanziern? verkauf der auslandsdevisen. und tataaa, zusammenbruch der amerikanischen wirtschaft, die von den asiaten finanziert wurde. tja, und wer ist nochmals von der amerikanischen wirtschaft abhängig? richtig: WIR!!!
tja, keine binnenkonjunktur uin deutschland, und wenn dann der komplette export wegfällt: schwer zu prognostizierendes CHAOS! gut, den afrikanern (denen es eh immer schlecht geht) und den asiaten und südamerikanern wird es richtig dreckig ergehen, aber uns auch. von so einem unsinn hätte echt niemand etwas.
und ich kratze nur die öberfläche der ökonomischen folgen an, die politischen konsequenzen hoffe ich nicht erläutern zu müssen.

also, dein beitrag ist ökonomischer unsinn! bitte, bitte les dir einfach mal "gregory mankiw: grundzüge der volkswirtschaftslehre" durch!
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kusti
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Beitrag von kusti »

Sorry, ich habe mich in der Wortwahl vergriffen. Ich wollte nicht sagen den gesamten Import dicht machen, sondern nurnoch das zulassen, was uns etwas bringt. Alles andere mit hohen Zöllen belegen, so dass die eigenen Industrien nicht konkurrenziert werden. Kleiner Versprecher.

Deine Argumente kann ich ansonsten nicht nachvollziehen. Dass wir diesen Zustand haben ist doch gerade eben diesen McKinsey-Brüdern zu verdanken. Die 100%-ige Abhängigkeit von Gütern aus der ganzen Welt ist absoluter Blödsinn. Ich würde mich für sogenannte Wirtschaftszonen einsetzen, wo der Entwicklungsstand in etwa gleich gross ist, wie z.B. die EU, und dort alle Zölle runterfahren.

Wir müssen uns bei unseren Produkten, welche wir international vertreiben darauf konzentrieren, dass wir vom Ankauf der Rohmaterialien bis zur fertigen Herstellung des Produktes alles in einem Stück selber machen. Dann sind wir unnerreicht konkurrenfähig, weil niemand sich das KnowHow erwerben kann, und die gesamte Wertschöpfung im Land bleibt.

So läuft der Hase. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Protektionismus sich wieder durchsetzen wird. Du wirst schon sehen.

Ein T-shirt aus Europa? Warum nicht. Auch wenn das dann wieder 10 Euro kostet. Du kannst sicher sein, dass diese Investition in Europa bleibt und dir irgendwann wieder in die Tasche zürückfliesst.
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Sunny
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Beitrag von Sunny »

Kusti,

den Markt dicht machen für alle Importe ist ausgeschlossen.
Die Automobilbranche, die Computerbranche lässt in billigeren EU Ländern wie :
Polen, Tsechoslowakei, Ungarn, Lettland, Littauen usw. bereits vieles produzieren weil es dort billiger ist.
Widersprüchlich ist es, wenn ich alle Importe eindämmen will und nur noch exporte zulassen würde.
Deutschland ist als Produktionsstandort einfach zu teuer geworden und Produkte die hier vollständig produziert werden sind für die meisten hier in der bevölkerung unbezahlbar.
Als nächstes müsste man das Konsumenten Denken ändern und an dem würde es schon scheitern deine Vorstellung in die tat umzusetzen, es sei denn Du würdest es so machen wie es im dritten reich erfolgt ist.
Aber diese Zeiten glaube ich, benötigen wir nicht mehr.

LeChef,

was hat die EU denn wirklich für Deutschland an Vorteile gebracht???
Den totalen Zusammenbruch hätte es ohne diese EU nicht gegeben, denn vor dem beitritt zur EU ist es Deutschland wesentlich besser gegangen als jetzt.
Wo war die D-Mark bevor der Euro kam, sie war die zweitstärkste Währung nach dem Schweizer Franke und der Austria Schilling lag knapp nach Ihr.
Eine Volkwirtschaftliche Rente wie Du es bezeichnest, wird es vielleicht in 100 bis 200 jahren geben aber nicht in absehbarer Zeit, denn wer das glaubt, der glaubt an Illusionen.
Eigenvorsorge für die Rente, klingt eigentlich gut, nur mal die Frage:
Was ist mit den beiträgen die Angestellte monatlich leisten, wo bleiben die Gelder???
Und wer kann sich noch heute als 40 + jähriger eine eigene zusätzliche Atersversorgung leisten, die aller wenigsten.
Denn mit dem Euro ist eine verteuerung gekommen, auch wenn immer wieder behauptet wird, es sei nicht so.
Fragt man sich, wie lange will man die Bürger noch an der Nase herumführen!!
TaugeNix

Beitrag von TaugeNix »

LeChef hat geschrieben:ohja, die bigpizza all you can eat...daran erinerre ich mich noch :D
hmmm, aber scheiss teuer, immerhin mindestens 40 kuai, oder?
schönen gruß vom Bad Homburger in Ludwigshafen an den Frankfurter in Peking :D ....warst du nicht freiburger?
Ey!
Ich komme auch aus Bad Homburg v.d.H.!
Bin nur die ersten 5 Jahre in Frankfurt gewesen, danach 10 in Bad Homburg (und jetzt Wahlfreiburger).
War auf der HUS und wohnte in der Louisenstraße :D

Gruß vom Ex-HGler in Beijing,
TaugeNix^38 Kuai, ist das teuer für viiiiel Pizza??
Hangover
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Beitrag von Hangover »

Hey,

danke euch für die ganzen Tips, werd mir die Institute etc. mal näher anschaun. Problem düfte bei den meisten nur der NC sein :/
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kusti
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Beitrag von kusti »

[quote="Sunny"]Kusti,

den Markt dicht machen für alle Importe ist ausgeschlossen.
Die Automobilbranche, die Computerbranche lässt in billigeren EU Ländern wie :
Polen, Tsechoslowakei, Ungarn, Lettland, Littauen usw. bereits vieles produzieren weil es dort billiger ist.
Widersprüchlich ist es, wenn ich alle Importe eindämmen will und nur noch exporte zulassen würde.
Deutschland ist als Produktionsstandort einfach zu teuer geworden und Produkte die hier vollständig produziert werden sind für die meisten hier in der bevölkerung unbezahlbar.
Als nächstes müsste man das Konsumenten Denken ändern und an dem würde es schon scheitern deine Vorstellung in die tat umzusetzen, es sei denn Du würdest es so machen wie es im dritten reich erfolgt ist.
Aber diese Zeiten glaube ich, benötigen wir nicht mehr.quote]


Ja, habe mich schon korrigiert im letzten Post.

Apropos drittes Reich. Ich bin auch der Überzeugung, dass wir das nicht mehr brauchen. Aber dann sag mir bitte schön, warum China dann eben diese Handelsmethoden praktiziert. Und bitte gib mir jetzt nicht wieder eine Antwort, wie schlecht es doch in Deutschland ist, und wie teuer alles im Vergleich zum chinesischen Produktionsstandort geworden ist. Das zählt nämlich unter diesen Umständen nicht mehr.
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