*mary* hat geschrieben:Also wenn man jetzt davon ausgeht, dass man mind.die 850 Mrd. Yuan an Mitteln zur Verfügung hätte.
Was wäre am effektivsten zu tun??
Diesen Artikel fand ich sehr schockierend,
kann mir jemand bestätigen oder dementieren, dass es wirklich so ist?
http://www.aerzteblatt.de/V4/archiv/art ... t&id=61415" target="_blank
Schöne Grüsse*
China Artikel sind immer schockierend. Wenn sie nicht schockierend sind und den absoluten Horror an die Wand malen, müssen sie von chinesischen Botschaftsmitgliedern geschrieben worden sein oder der Journalist ist auf der Pay Roll der KP. Im schlimmsten Fall verliert er seinen Job in Deutschland. Eigentlich wollte ich einen lachenden Smiley am Ende hingeben, aber mir ist das Lachen da vergangen.
Die Probleme die im Artikel beschrieben werden, sind eindeutig vorhanden. China hat vom Kommunismus auf freie Marktwirtschaft umgestellt (hier müsste man eigentlich korrekt hinzufügen, vom chinesischen Kommunismus auf chinesische Marktwirtschaft) und damit sind extreme Probleme verbunden. So etwa die Tätigkeiten diverser Pharma Firmen und Ärzte. Ich bin aber nicht sattelfest in dieser Materie. Ist nicht mein Fachgebiet. Ich kann dir aber zu einer konkreten Aussage im Artikel etwas sagen.
"Aufstände brechen aus, nach offiziellen Angaben mehr als 80 000 pro Jahr."
Diese 80.000 "Aufstände" die in den westlichen Medien immer wieder zitiert werden, umfassen von Mini Demonstration mit 20 Leuten bis zur Stürmung einer Polizeistation alles. Das was hier mit "Aufständen" immer suggeriert wird, passiert in GANZ China, vielleicht 4-5 mal im Jahr und dies sind übrigens keine "Demokratie" Bewegungen, sondern Wutausbrüche der lokalen Bevölkerung die meist durch einen extremen Korruptionsfall ausgelöst wurde. Woher man das weiß? Weil solche Aufstände extrem schnell ihren Weg ins chinesische Netz finden. Und nein! Das chinesische Netz steht nicht unter "totaler" Kontrolle. Das hätten die Zensoren vielleicht gerne, entspricht aber nicht der Realität.
Das bedeutet natürlich nicht, dass die 4-5 Aufstände im Jahr akzeptabel wären. Es gibt eine Unzufriedenheit im Land aufgrund der Korruption oder anderer Misstände. Nur zeichnen unsere Medien ein Zerrbild (Wunschbild?) von einer chinesischen Hölle die jeden Moment zusammenbrechen wird. Und meine Vermutung ist, dass es mit dem Rest des Artikels genauso steht. Eine Berichterstattung die ins negative extrem geht, grundsätzlich wichtige und problematische Punkte auch anspricht, aber vollkommen einseitig ist.
@Chinesin die wegen Krebserkrankung nach China gefahren ist... Kenne viele Chinesen die in Österreich nicht zum Zahnarzt gehen wollen, weil sie von dem Können der Ärzte so enttäuscht sind. Die fahren einmal im Jahr nach Hause und lassen dann dort alles auf einmal erledigen. Macht übrigens meine Frau auch so (Koreanerin).
@Angriffe auf Ärzte - Die meisten Chinesen sind von der Mentalität her um einiges emotionaler. Ich weiß, dass läuft konträr zu dem im westlichen Klischeebild vom höflichen, ewig buckelnden unterwürfigen Asiaten.
Ich habe auch das Gefühl, dass die absolute Mehrheit der Busfahrer oder Taxifahrer schon in einer Rauferei mit einem Kunden verwickelt waren. Daher verwundert mich soetwa überhaupt nicht. Und wenn ich denke, wie oft soetwas auch in Südkorea passiert, denke ich mir, dass da auch keine großartigen Reformen etwas über Nacht ändern werden. Was man aber auch dazu sagen muss, ist das diese Rauferein zu 99% recht glimpflich ausgehen.
Hier ein Video von so einer Rauferei:
http://www.youtube.com/watch?v=mB854LboBcY" target="_blank