Ich bin ein Mensch mit Migrationshintergrund / Kantonesisch

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bossel
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Re: Ich bin ein Mensch mit Migrationshintergrund / Kantonesisch

Beitrag von bossel »

wuseltiger hat geschrieben:Gemeint ist in etwa eine Umgangssprache, die sich von hinten bis vorne "rund" anhört, ohne grammatikalische Fehlerchen...
Denke, ich verstehe, was Du meinst. Da klang Dein erster Beitrag dann doch etwas heftiger. Solltest Dir ein Beispiel an mir nehmen: immer höflich zurückhaltend. :mrgreen:
wuseltiger hat geschrieben: Vielleicht kann ich etwas auf die Supernanny-Treppe?? 8)
Tml, den habe ich nicht verstanden. Supernanny gab es mW mal im dt. Fernsehen, aber da hört es bei mir auch schon auf... :?:


Taiyang hat geschrieben:Da würde ich zu raten, doch mehr am Mandarin zu feilen, weil da hast du Grundlagen, die du ausbauen kannst.
Aber sowas kommt doch auch stark auf die Motivation an. Wenn er sich nunmal mehr für's Kantonesische interessiert, sollte er sich vielleicht erstmal damit befassen. Falls es ihm nicht zusagt, zu schwer ist oder er erkennt, daß er damit in seinem Leben eigentlich nix anfangen kann, kann er immer noch umsteigen. Er ist noch jung. Da hat man noch Zeit, rumzuprobieren.



Die Antwort auf andys Beitrag habe ich in den passenderen "Korrekturthread" geschrieben.
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incues
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Re: Ich bin ein Mensch mit Migrationshintergrund / Kantonesisch

Beitrag von incues »

bossel hat geschrieben:
wuseltiger hat geschrieben: Vielleicht kann ich etwas auf die Supernanny-Treppe?? 8)
Tml, den habe ich nicht verstanden. Supernanny gab es mW mal im dt. Fernsehen, aber da hört es bei mir auch schon auf... :?:
Man nennt sie auch "die stille Treppe" Hier eine Eröterung dazu: http://kamelopedia.mormo.org/index.php/Stille-Treppe
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bossel
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Re: Ich bin ein Mensch mit Migrationshintergrund / Kantonesisch

Beitrag von bossel »

incues hat geschrieben:Man nennt sie auch "die stille Treppe" Hier eine Eröterung dazu: http://kamelopedia.mormo.org/index.php/Stille-Treppe
Danke für den Hinweis. Was es nicht so alles gibt.

Dann such Dir mal eine alte, vermoderte Treppe, Wuseltiger! (Aber Kamel Nr. 3 ist nicht unbedingt nötig.)
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Re: Ich bin ein Mensch mit Migrationshintergrund / Kantonesisch

Beitrag von wuseltiger »

bossel hat geschrieben: Tml, den habe ich nicht verstanden. Supernanny gab es mW mal im dt. Fernsehen, aber da hört es bei mir auch schon auf... :?:
Ja einer der Vorteile wenn man im Ausland lebt.. Da D Fernsehen ist weit weg... Und wenn schon Unterschichtenalarm, dann lieber rüber zu pro7 mit Model-WG oder Germanys next top Model. Mit ausgeschaltetem Ton sind beide Sendungen unterhaltsam :lol:

bossel hat geschrieben: Denke, ich verstehe, was Du meinst. Da klang Dein erster Beitrag dann doch etwas heftiger. Solltest Dir ein Beispiel an mir nehmen: immer höflich zurückhaltend. :mrgreen:
Er soll ja kein Germanistikstudium durchziehen. Aber mal ehrlich: Bewirbt sich ein asiatisch aussehender Junge um einen Ausbildungsplatz... Schreibt in die Bewerbung, dass er in Hintertupfingen oder Kleinmachno in D geboren ist und kann dann nicht fehlerfrei Deutsch sprechen.. Klarer Vorteil für ihn :roll:

Zum Thema höflich und zurückhaltend: Gibt es hier nicht einen Begriff, der synonym für Stänkern o.ä. verwendet wird? :mrgreen: wurde glaube ich von unserer halben mathematischen Gleichung eingeführt :lol:
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Re: Ich bin ein Mensch mit Migrationshintergrund / Kantonesisch

Beitrag von wuseltiger »

bossel hat geschrieben:
Dann such Dir mal eine alte, vermoderte Treppe, Wuseltiger! (Aber Kamel Nr. 3 ist nicht unbedingt nötig.)

Das hab ich jetzt erst gesehen.. Wie groooßzügig. Wo ist Kamel Nr. 5? Das Kind wird schlafen geschickt und die Supernanny holt die Peitsche für Papi raus :shock:
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punisher2008
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Re: Ich bin ein Mensch mit Migrationshintergrund / Kantonesisch

Beitrag von punisher2008 »

incues hat geschrieben: 1) Ich selbst besitze viele Bücher, weil ich auch hin und wieder den Drang verspüre Kantonesisch lernen zu wollen und deshalb schon des öfter recherchiert habe, um geeignete Literatur zu finden. Es mag sein, dass ich dennoch nur rund 1% der literarischen Werke kenne, die es Welt weit gibt. Dennoch habe ich bisher nicht ein einziges gesehen, oder in den Händen gehalten, dass nicht auf Langzeichen basierend geschrieben wurde.
Glaube ich dir schon. Aber das liegt sicher daran, dass die meisten Bücher zu Kantonesisch wahrscheinlich in HK erscheinen. Ich selbst habe einige vom Festland, und die sind natürlich in Kurzzeichen geschrieben, außerdem nur auf chinesisch. Es spielt auch keine Rolle, welche Form Lehrbücher verwenden. Tatsache ist, dass K nicht auf Langzeichen festgelegt ist, sondern mit beiden Systemen geschrieben werden kann.
Ich persönlich ziehe übrigens auch mit Abstand die Langzeichen vor, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht auch Kurzzeichen verwende, wenn ich auf dem Festland kommuniziere. Man muß sich eben den örtlichen Gegebenheiten anpassen.
"frei" erhältliche MV's auf Youtube etc., die kantonesisch gesungen sind, haben i.d.R. immer Langzeichen als Laufschrift. Außer einige wenige, bei denen von anderen Usern die Kurzzeichen selbst, alleine stehend oder additiv, hinzugefügt worden sind.
Auch das bestreitet keiner. Liegt wohl auch daran, dass diese Musikvideos fast alle aus HK sind und von Haus aus schon die LZ-Untertitel "eingebaut" haben. Ich denke, so gut wie alle Sänger die auf K singen kommen aus HK. Zumindest kenne ich keinen vom Festland. Es sind auch Mandarin-Musikvideos oft eher mit Langzeichen untertitelt. Das liegt aber eher an der Ästhetik als am Dialekt. Auch auf dem Festland sehen zum Glück manche ein, dass Langzeichen nicht nur attraktiver sind, sondern auch sinnvoller und logischer. Die beste Lösung ist auf jeden Fall, BEIDE Schriftarten zu lernen. Ist zwar aufwendiger, lässt sich auf lange Sicht aber nicht vermeiden. Weder Lang- noch Kurzzeichen werden in nächster Zeit verschwinden.
Aber, ich gebe dir recht. Ich habe mich in meinem Beitrag sehr auf die HK'er Region gestützt.
Mein Fehler! Wenn man nur sprechen lernen will, dann gibt es natürlich keinen Grund Langzeichen zu lernen, aber auch für andere Regionen (wie von dir bereits dargestellt) ist es nicht zwingend erforderlich. Trotzdem bin ich der Meinung, dass wir in Deutschland auf der Langzeichen-Schiene besser fahren, weil die Angebote und die Lernmöglichkeiten einfach größer sind.
Ich finde, wenn man eine Sprache lernt, sollte man wenn möglich immer auch die Schrift lernen, da man nicht weit kommt, wenn man sich ausschließlich mündlich verständigen will. Es mag für manche Sprachen ausreichen, aber nicht für Chinesisch, noch dazu wo es eine solche Masse unterschiedlicher Dialekte gibt, deren Sprecher sich ohne die Schrift gar nicht richtig verständigen könnten. Außerdem will/muß man ja auch mal Schilder lesen, SMS schicken oder eine Speisekarte verstehen. Da kommt man dann mit nur mündlich oder Pinyin nicht weit.
Du hast schon recht, dass man die Langzeichen lernen sollte. Wenn es nach mir ginge, sollte man sowieso die schwachsinnigen Kurzzeichen ganz abschaffen. Das wird aber nicht geschehen. Und leider ist die Realität so, dass auf dem Festland die wenigsten Leute Langzeichen benutzen können. Die meisten können sie zwar lesen, aber sind hoffnungslos überfordert, wenn sie sie (richtig) schreiben müssen. Sogar meine Chinesisch-Lehrerin an der Uni damals hatte Probleme mit Langzeichen. Da kam es sogar oft vor, dass wir Studenten sie ihr beibringen bzw. korrigieren mussten. Chinesen schaffen es oft nicht mal, die richtigen Zeichen im Computer einzugeben, wenn es mehrere Varianten gibt. Z.B. wird ständig 后 mit 後 verwechselt, und die wenigsten wissen, wann man welches verwendet.
In dem Fall muss ich dir dennoch arg widersprechen! Du bist auch derweil der Einzige, von dem ich gesagt bekomme, dass es nicht schwer zu lernen sei. Selbst Muttersprachler behaupten man sei verrückt, die Bürde auch sich nehmen und Kantonesisch lernen zu wollen.
Ist wohl Frage der eigenen Erfahrung, was schwerer ist. Auch Mandarin wird als schwer empfunden, aber eher aufgrund der Schrift. Die Grammatik ist extrem simpel, genau so wie K. Da gibt es kaum Unterschiede. Ich habe nicht gesagt, dass K nicht schwer ist, nur dass es im Vergleich zu M kaum viel schwerer ist. Ich selbst habe gemerkt, dass die 2 weiteren Töne nicht so wahnsinnig ins Gewicht fallen. Beim sprechen achte ich nicht immer so auf die Töne, werde aber (fast) immer richtig verstanden.
Ich denke, Deutsche (bzw. Westler) stöhnen grundsätzlich, dass Chinesisch "zu schwer" oder "unlernbar" ist, egal welcher Dialekt. Die lassen sich einfach so durch die andersartige Schrift abschrecken, dass sie gar nicht erst versuchen, die Sprache zu lernen. Das gleiche gilt für chinesische "Muttersprachler". Sie sind durch das chinesische Ausbildungssystem einfach zu sehr vorbelastet und unflexibel, sodass alles neue "schwer" erscheint. Oft ist es auch ein Einstellungsproblem. Sie denken, dass man in ganz China M sprechen sollte und versuchen gar nicht erst, andere Dialekte zu berücksichtigen. Es gibt hier in Guangdong Chinesen, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten hier sind, ohne auch nur ein Wort K zu verstehen. Die wollen gar nicht lernen, daher reden sie sich damit heraus, dass die Sprache einfach zu "schwer" ist. Man sollte einfach weniger auf solche Aussagen hören, sondern versuchen, unvoreingenommen an eine Fremdsprache zu gehen. Man findet dann selber heraus, ob man damit Probleme hat oder nicht. :wink: Wenn die Barrieren schon von vorne herein im Kopf sind, wird man keine Sprache lernen/verstehen. So ist es oft bei Chinesen, die sobald sie einen Ausländer sehen, automatisch auf "ting bu dong" Haltung umschalten. Da spielt es dann keine Rolle, wie gut der Ausländer chinesisch kann. Alle Ausländer sprechen nur englisch, und ich kann kein englisch, damit ist die Frage erledigt. Natürlich denken nicht alle Chinesen so, nicht mal die meisten, aber es ist eine Einstellung, der man in China ab und zu mal begegnet.
Und ehrlich gesagt verstehe ich den OP nicht ganz, warum er Deutsche fragt, ob K schwer zu lernen ist. Seine Eltern sind doch K Muttersprachler. Mit 16 sollte es (noch) möglich sein, allein durch ständiges Hören die Sprache mitzukriegen. Diesen Vorteil haben normale Deutsche nicht.
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HK_Yan
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Re: Ich bin ein Mensch mit Migrationshintergrund / Kantonesisch

Beitrag von HK_Yan »

Selbst Muttersprachler behaupten man sei verrückt, die Bürde auch sich nehmen und Kantonesisch lernen zu wollen.
Das stimmt, ist aber IMHO ein extrem dummer Kommentar und hat eher etwas mit Futterneid als mit Lernen zu tun. Kantonesen sind vermutlich die weltweit Einzigen die einem aktiv vom lernen ihrer Sprache abhalten.
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