Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

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Bernhard
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von Bernhard »

.... und wenn du mal in ein "ordentliches" chinesisches Forum schautest, dann weiß ich nicht, ob du deine Aussage betreffend "Neo-Maoisten" nicht nochmal überdenken würdest..
beowulf
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von beowulf »

"Ich glaube nicht, dass die meisten Deutschen über die deutsche Vergangenheit nicht reden wollen. Die meisten Deutschen haben sich von diesem dunklen Kapitel distanziert und haben keine Probleme damit, es ernsthaft zu diskutieren. Es ist nicht so, dass sie sich bei Erwähnung dieser Zeit in ihrem Nationalstolz gekränkt fühlen. Es ist auch nicht so, dass sie sich an den Pranger gestellt fühlen. Einmal deswegen nicht, weil die meisten diese Zeit gar nicht mehr erlebt haben. Und dann auch, weil Deutschland und die Deutschen allgemein das Unrecht engesehen haben, sich in keiner Weise mehr damit identifizieren und dieser Zeit auch nichts Gutes abgewinnen können. Von einigen Unverbesserlichen rede ich hier nicht."

Die Deutschen sehen sich losgelöst von den Nazis. Sie haben mit diesen nichts zu tun. Ist vielmehr so, dass dies ein altes böses Deutschland war, dass durch Zufall am gleichen Fleck wie das "neue" Deutschland gelegen ist. Dadurch ist eine Distanzierung sehr leicht.
Bei den Chinesen ist dieser Bruch mit der Vergangenheit nicht vorhanden (alleine schon politisch nicht möglich - die KP kann schwer sagen, dass war eine andere KP). Auch bei den Japanern nicht. Deswegen tun diese sich da schwerer. Was noch erschwerend hinzukommt, ist vor allem die politische Instrumentalisierung der Geschichte. Die große Mao Abrechnung die im Westen in den letzten paar Jahren praktiziert wird hängt direkt mit dem Aufstieg Chinas als Konkurrenten zusammen.

"Die Deutschen haben "verkrampftes Verhältnis" zu ihrer Vergangenheit? Wenn, dann nur in der Hinsicht, dass sie sich immer dafür entschuldigen müssen. Dass sieht man im Ausland manchmal so, und einige Rechtsradikale stoßen in dieses Horn. Meine Meinung ist das nicht oder nur sehr bedingt."


Wie krampfhaft das Verhältnis ist, sieht man beim Fall Eva Hermann. Nichts kann darüber besprochen werden ohne gleich eine Kategorisierung zu fällen ob der jetzt ein Nazi ist oder nicht. Das Thema Nationalsozialismus und Hitler muss immer einer exakten Schablone entsprechen. Weicht man davon ab, werden alle nervös und mißtrauisch. Wenn das nicht verkrampft ist, dann weiß ich nicht.


"Das Schockierende ist ja nicht, dass sie ihn erwähnen; das Schockierende ist, dass sie sich des Unrechts gar nicht bewusst sind, das er getan hat. Gerade weil Deutsche sich dessen eben sehr bewusst sind."

Sag ich ja. Chinesen sind nicht bewusst was für ein Verhältnis Deutsche zu Hitler haben. :wink: Hitler ist in Deutschland eine Art "personifiziertes Böse". Für Chinesen ist er eine historische Figur vom anderen Ende der Welt. So wie vielleicht Genghis Khan für uns :lol: Daher auch gleich das Problem - siehe verkrampftes Verhältnis. Die Chinesen wenden nicht die exakt idente Schablone an. Das ist dem Deutschen gleich verdächtig.

"zum Thema Nazis und Neo-Nazis:

Paul Spiegel sagte einmal: "Wenn einer einmal Lungenentzündung hatte, schaut man sehr aufmerksam hin, wenn er mal wieder hustet", oder so ähnlich.
Auch wenn jeder Nazi ein Nazi zu viel ist, ist ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nicht hoch (auf die gesamte Republik gesehen; in manchen Gegenden mag es (leider) anders sein)."

In Deutschland gab es in den 60-er und 70-er Jahren auch keine Nazis. Zumindest spielten sie keine Rolle. Weil's wirtschaftlich bergauf ging. So wie jetzt in China.[/quote]


Es allein auf die wirtschaftliche Entwicklung schieben, finde ich etwas zu einfach. Die Gründe sind eher eine komplett verantwortungslose Ausländerpolitik in den letzten Jahrzehnten und vor allem die populistische Instrumentalisierung beruhend auf einem "wir sind besser" Gefühl und dem schüren von Ängsten bei diverser Parteien. Und da muss ich ehrlich sagen, ist dieser Populismus auch schon bei den Großparteien angekommen bzw. in den letzten Jahren stark gewachsen.
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von beowulf »

Bernhard hat geschrieben:.... und wenn du mal in ein "ordentliches" chinesisches Forum schautest, dann weiß ich nicht, ob du deine Aussage betreffend "Neo-Maoisten" nicht nochmal überdenken würdest..
Was ist den bitte ein Maoist? Inwiefern werden die Ideen von Mao propagiert? Ich vernehme keine Aufrufe in chinesischen Foren die sich in die 60er und 70er Jahre zurücksehnen. (ernsthafte - so blöde Aussagen "wie damals hätten sich die Westler nicht getraut uns so zu behandeln" stufe ich nicht als "Maoistisch" ein, sondern als dummer eingeschnappter Ausruf ein".)
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von Laogai »

Um mal auf Nebensächlichkeiten einzugehen:
Ni_hao hat geschrieben:Demnach fahren also in China eher weniger Studenten Taxi ... ?
Ich bin eben an sehr viele interessante Taxi-Fahrer in Deutschland gewöhnt, fast immer Studenten ..
In China gibt es fast ausschließlich hauptberufliche Taxifahrer. Die meisten Studenten in China können sich das Geld für einen Führerschein nicht leisten und die wenigen, die einen besitzen, wurden dafür von Papa und Mama Neureich unterstützt und haben es nicht nötig einen Studentenjob anzunehmen.
Überhaupt sind Studentenjobs in China eher ungewöhnlich, denn der Spross soll sich ja auf in erster Linie auf das Studium konzentrieren.

Randnotiz: Ni_hao, deine Zitierweise ist milde gesagt ungewöhnlich. Hart ausgedrückt: sie verdirbt meine ohnehin schlechter werdenden Augen :(
Wenn du einen Text als Zitat kenntlich machen willst, dann markiere ihn und klicke anschließend auf den Button Quote über dem Feld für die Texteingabe. Bei Bedarf schreibe ich auch gerne eine genauere Anleitung!
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von beowulf »

laogai hat geschrieben:Um mal auf Nebensächlichkeiten einzugehen:
Ni_hao hat geschrieben:Demnach fahren also in China eher weniger Studenten Taxi ... ?
Ich bin eben an sehr viele interessante Taxi-Fahrer in Deutschland gewöhnt, fast immer Studenten ..
In China gibt es fast ausschließlich hauptberufliche Taxifahrer. Die meisten Studenten in China können sich das Geld für einen Führerschein nicht leisten und die wenigen, die einen besitzen, wurden dafür von Papa und Mama Neureich unterstützt und haben es nicht nötig einen Studentenjob anzunehmen.
Überhaupt sind Studentenjobs in China eher ungewöhnlich, denn der Spross soll sich ja auf in erster Linie auf das Studium konzentrieren.

Randnotiz: Ni_hao, deine Zitierweise ist milde gesagt ungewöhnlich. Hart ausgedrückt: sie verdirbt meine ohnehin schlechter werdenden Augen :(
Wenn du einen Text als Zitat kenntlich machen willst, dann markiere ihn und klicke anschließend auf den Button Quote über dem Feld für die Texteingabe. Bei Bedarf schreibe ich auch gerne eine genauere Anleitung!
Vielleicht versteh ich da jetzt was falsch - Aber fahren in Deutschland Studenten Taxi? So als Nebenjob? Das ist in Österreich sehr selten. Bei uns heißt es eher, dass viele Taxler studiert haben. Als Klischeebild gilt der Taxifahrer mit dem Doktor in Philosophie oder Geschichte. Der also nach dem Studium keinen Job gefunden hat, weil er "nix gscheites studiert hat".

In China dürfte die Problematik nicht zutreffen. Chinesen aus ärmeren Familien studieren eher kaum "Orchideen Fächer". Und Chinesen aus reicheren Familien bekommen durch die Familie und ihren Beziehungen einen Job vermittelt. Soll jetzt nicht heißen, dass es keine Akademikerarbeitslosigkeit gibt in China - die gibt es sehr wohl und ist momentan sogar ein großes Problem. Nur hat das nichts damit zu tun, dass soviele Studenten 20 Semester afrikanischer Ausdruckstanz oder Soziologie studieren :lol: (ok - das war jetzt böse formuliert. Entschuldigung hier an alle afrikanischen Ausdruckstänzer) und daher in keinem beruflichen Feld landen können und nur noch die Alternative Taxi fahren (da ja jeder einen Führerschein hat) übrig bleibt.
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von Bernhard »

Die meisten Deutschen sehen sich persönlich losgelöst von den Nazis, nicht aber von der besonderen historischen Verantwortung, in der sie stehen.

Wenn du die Geschichte mit Eva Hermann als "verkrampft" siehst, dann gebe ich dir teilweise Recht. Ich habe dabei auch kein gutes Gefühl, jedoch wird das teilweise von manchen Kreisen forciert und eingefordert. Und die Deutschen sind sich doch des begangenen Unrechts sehr bewusst, auch wenn es manchmal falsche Entwicklungen zur Folge hat.

Was meinst du mit einer "verantwortungslosen Ausländerpolitik"? Welche war verantwortungslos, die vor der Asylrechts-Reform, oder die heutige? Und läuft das in Österreich so viel besser?

Mehr will ich dazu nicht sagen. Und ich will dir auch nicht zu nahe treten. Aber mich beschleicht manchmal der Eindruck, dass du Deutsche gern als dumm oder unfähig darstellst. Aber vielleicht liegt es auch an mangelndem Verständnis oder Humor meinerseits...
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von beowulf »

Bernhard hat geschrieben:Die meisten Deutschen sehen sich persönlich losgelöst von den Nazis, nicht aber von der besonderen historischen Verantwortung, in der sie stehen.

Wenn du die Geschichte mit Eva Hermann als "verkrampft" siehst, dann gebe ich dir teilweise Recht. Ich habe dabei auch kein gutes Gefühl, jedoch wird das teilweise von manchen Kreisen forciert und eingefordert. Und die Deutschen sind sich doch des begangenen Unrechts sehr bewusst, auch wenn es manchmal falsche Entwicklungen zur Folge hat.

Was meinst du mit einer "verantwortungslosen Ausländerpolitik"? Welche war verantwortungslos, die vor der Asylrechts-Reform, oder die heutige? Und läuft das in Österreich so viel besser?

Mehr will ich dazu nicht sagen. Und ich will dir auch nicht zu nahe treten. Aber mich beschleicht manchmal der Eindruck, dass du Deutsche gern als dumm oder unfähig darstellst. Aber vielleicht liegt es auch an mangelndem Verständnis oder Humor meinerseits...
Ich finde beide verantwortungslos. Die frühere hat die Probleme geschaffen, die jetzige instrumentalisiert sie um mit Xenophobie auf Stimmenfang zu gehen.In Österreich ist die Politik sogar ne Spur schlimmer als Deutschland - oder vielleicht ein paar Jahre vorraus?

Oh - ich rede jetzt hier von Deutschen und von Österreichern. Ich seh da in diesem Bereich nicht so große Unterschiede (hu - jetzt werden sicher wieder einige Nervös ala Anschluss und so :roll:)
Wir Österreicher habens halt nur eine Spur leichter, da wir das 1. Opfer von dem wahnsinnigen Deutschen waren ;-)
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von Bernhard »

beowulf hat geschrieben: Was ist den bitte ein Maoist? Inwiefern werden die Ideen von Mao propagiert? Ich vernehme keine Aufrufe in chinesischen Foren die sich in die 60er und 70er Jahre zurücksehnen. (ernsthafte - so blöde Aussagen "wie damals hätten sich die Westler nicht getraut uns so zu behandeln" stufe ich nicht als "Maoistisch" ein, sondern als dummer eingeschnappter Ausruf ein".)
Gehe mal ins Chinadaily-Forum. Bzw. du mit deinen Chinesischkenntnissen kannst auch in ein chinesischsprachiges.

Niemand sehnt sich natürlich nach der Armut der 60-er und 70-er Jahre zurück. Alle wollen ein "entwickeltes", ein reiches China. Aber viele loben Mao hoch, und was ihm vorgeworfen wird, ist sowieso alles erlogen und westliche Propaganda. Und es gibt auch welche, die für eine Vereinheitlichung der Gedanken plädieren (dreimal darf man raten, unter welchen Vorzeichen). Und manche sogar für eine Assimilierung der Minderheiten.
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von Bernhard »

beowulf hat geschrieben: Ich finde beide verantwortungslos. Die frühere hat die Probleme geschaffen, die jetzige instrumentalisiert sie um mit Xenophobie auf Stimmenfang zu gehen.
Das ist kein neues Phänomen, das hat es auch vor 10 Jahren schon gegeben. Und die fehlende Integration von Zuwanderern ist wirklich ein Problem. Aber das würde jetzt zu weit führen.
beowulf hat geschrieben: Wir Österreicher habens halt nur eine Spur leichter, da wir das 1. Opfer von dem wahnsinnigen Deutschen waren ;-)
Die Österreicher sehen sich gern als Opfer, die Frage ist, ob sie wirklich nur Opfer waren. Und Hitler war gebürtiger Österreicher....
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von Laogai »

beowulf hat geschrieben:Vielleicht versteh ich da jetzt was falsch - Aber fahren in Deutschland Studenten Taxi? So als Nebenjob?
Das siehst du nicht falsch. Droschkenkutscher (so werden Taxifahrer in Berlin auch genannt) ist ein beliebter Studentenjob in Deutschland.
beowulf hat geschrieben:Das ist in Österreich sehr selten. Bei uns heißt es eher, dass viele Taxler studiert haben. Als Klischeebild gilt der Taxifahrer mit dem Doktor in Philosophie oder Geschichte. Der also nach dem Studium keinen Job gefunden hat, weil er "nix gscheites studiert hat".
Das ist in Deutschland auch nicht so selten.

Oder auch so: Was sagt ein arbeitsloser Sinologe zu einem Sinologen mit Arbeit?
Eine Pommes mit Mayo, bitte...

Aber ich schweife ab von euren Taxigesprächen :roll:
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von beowulf »


Niemand sehnt sich natürlich nach der Armut der 60-er und 70-er Jahre zurück. Alle wollen ein "entwickeltes", ein reiches China. Aber viele loben Mao hoch, und was ihm vorgeworfen wird, ist sowieso alles erlogen und westliche Propaganda.


Wenn ich mich selber zitieren darf: "Mao wird von den "alten Maoisten" zugute gehalten das er das Land nach einer Periode von fast 100 Jahren Bürgerkrieg und Kolonialismus wieder vereinigt hat und selbstständig gemacht hat. Seine Verbrechen werden von den "alten Maoisten" verschwiegen oder geleugnet. Warum? weil man sich deren schämt oder sie nicht wahrhaben will."

Aber du hast recht, die Jungen teilen da die Meinung der alten. Was mich aber gleich zum Denken angeregt hat. Die "alten" dürften nicht einmal maoistisch sein, da diese zwar in alten Zeiten schwelgen (da immer nur der Freiheitskampf gegen die Japaner. Der ja ideologisch nicht Maoistisch war. Von der Ideologie kann man da auch Braveheart einsetzen ;-)
Die Kulturrevolution und der große Sprung (die ja maoistisch war) ist jetzt nicht so der Renner. Eigentlich wird sie sogar totgeschwiegen und wegzensiert. Und damit meine ich nicht nur die Verbrechen (siehe Aufarbeitung) sondern die ganze an sich. Offiziell wird das sogar zu den berühmten 30% schlecht hinzugrechnet. :lol: Und ein "reiches" China ist auch nicht unbedingt, ein maoistisches Ziel. Ja ein starkes China, aber kein "reiches" (im Sinne von facai) - Dieser Wunsch wäre nämlich bürgerlich konterrevolutionär.


Und es gibt auch welche, die für eine Vereinheitlichung der Gedanken plädieren (dreimal darf man raten, unter welchen Vorzeichen). Und manche sogar für eine Assimilierung der Minderheiten.

Welcher Kontext? Was die "Assimilierung" betrifft ist das eher was bei uns als "Integration" verstanden wird oder im Kontext von Tibet/Xinjiang Prognome (wo Han gejagt wurden - nicht vergessen) ein wütendes aber leider auch richtiges wenn auch moralisch falsches "assimilieren wir sie, dann gibt es keine Probleme mehr". Das sind aber wirklich dumme Aussagen. Idioten gibt es auch genug in China. Und die Zahl ist gerade bei den pubertären pickeligen Internetusern sehr hoch (das weltweit - schau einmal bei youtube was da gepostet wird). Meine Frau (Koreanerin) sagt dazu immer "Hunde die unter der Decke bellen". Sie meinte damit die koreanischen Internetposter. Aber die Aussage trifft bei allen Staaten zu.
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von beowulf »

Bernhard hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben: Ich finde beide verantwortungslos. Die frühere hat die Probleme geschaffen, die jetzige instrumentalisiert sie um mit Xenophobie auf Stimmenfang zu gehen.
Das ist kein neues Phänomen, das hat es auch vor 10 Jahren schon gegeben. Und die fehlende Integration von Zuwanderern ist wirklich ein Problem. Aber das würde jetzt zu weit führen.
beowulf hat geschrieben: Wir Österreicher habens halt nur eine Spur leichter, da wir das 1. Opfer von dem wahnsinnigen Deutschen waren ;-)
Die Österreicher sehen sich gern als Opfer, die Frage ist, ob sie wirklich nur Opfer waren. Und Hitler war gebürtiger Österreicher....
Hitler war Österreicher??? :o Und ich habe immer geglaubt, das war ein deutscher Tourist der zufällig in meinem Heimatort in der Schule war :lol:
Bernhard - ich bin auch ein wenig sarkastisch. Nicht alles wortwörtlich nehmen :wink:

ps. Apropo idiotisches Verhalten bei Österreichern. Die ÖVP - das Pendant zur CDU und deren Klientel schimpfen übrigens gerne über die fehlende Aufarbeitung der kommunistischen Verbrechen. Unter anderem auch China. Ich sage da immer nur Dollfuss. Ok - der war kein Mao. Wäre er das gewesen, hätte es das Problem Hitler nicht gegeben. Den hätte Mao in der Pfeife geraucht.

Thema Dollfuss. Auszug aus dem wiki:

Die Große Koalition bis 1966 hat zur Tabuisierung des Austrofaschismus im politischen und wissenschaftlichen Diskurs beigetragen („Koalitionsgeschichtsschreibung“). Das gelang auch deswegen leichter, weil die österreichische Diktatur durch die anschließende NS-Herrschaft überlagert wurde...

Während Dollfuß im bürgerlichen Lager von manchen immer noch als „Heldenkanzler“ und „Märtyrer“ gesehen wird, bezeichnen ihn andere aus dem linken Lager als „Arbeitermörder“ und „Faschisten“.

Insbesondere Politiker aus den Reihen der ÖVP vermeiden das Wort „Faschismus“ gänzlich und verwenden stattdessen Begriffe wie Ständestaat (die Eigenbezeichnung des Regimes), wenn es um die Jahre 1933 bis 1938 geht. Lange Zeit war in konservativen Kreisen auch die „These der geteilten Schuld“ populär, die den Sozialdemokraten eine Teilschuld an den politischen Entwicklungen der 1930er Jahre gab und den Austrofaschismus als Reaktion darauf darstellte. Von Seiten der Sozialdemokraten war vor der austrofaschistischen Machtübernahme lediglich beschlossen worden, im Falle einer gewalttätigen Ausschaltung des Parlaments den Generalstreik auszurufen. Als die „Ausschaltung des Parlaments“ am 15. März 1933 tatsächlich passierte, blieb sogar der zuvor angedrohte Generalstreik aus und die sozialdemokratische Parteispitze gab sich weiter verhandlungsbereit.

Bis heute wird der Austrofaschismus (etwa von ÖVP-nahen Historikern wie Gottfried-Karl Kindermann[12]) als Bollwerk gegen den Nationalsozialismus dargestellt, dies entspricht auch der erwähnten Mythisierung Dollfuß' als „Märtyrerkanzler“. Allerdings wird diese These bereits seit Jahrzehnten angezweifelt, zumal intensive Kooperationen zwischen austrofaschistischen und nationalsozialistischen Politikern – besonders in der Endphase des Regimes – nachgewiesen werden konnten. Der Zeithistoriker Gerhard Botz schildert das diesbezügliche Scheitern des Austrofaschismus folgendermaßen:

„Das autoritäre, stark obrigkeitsstaatlich geprägte Regime Dollfuß’ und Schuschniggs, zunächst stark antinazistisch vorgehend, verlor nach der Niederwerfung der Sozialdemokratie und dem beginnenden Rückzug der protegierenden Hand Mussolinis rasch seine Widerstandskraft gegen den stärker werdenden Nationalsozialismus von außen und im Inneren. Zugleich öffnete es durch die Etablierung autoritärer Strukturen den in den Staatsapparat zunehmend eingelassenen (halbillegalen) Nazis eine weitere Möglichkeit zur (schein)legalen Machtübernahme im März 1938.[13]“

Oftmals Gegenstand politischer Debatten ist die Tatsache, dass ein Bild des austrofaschistischen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß im Parlamentsklub der Österreichischen Volkspartei hängt.[11] Jährlich legen der ÖVP-Parlamentsklub und die Junge ÖVP Wien einen Kranz am Grab von Engelbert Dollfuß nieder; auch der der ÖVP nahe stehende Österreichische Cartellverband legt dort regelmäßig Kränze nieder. Bis heute ist Dollfuß Ehrenmitglied in 16 ÖCV-Verbindungen, sein Nachfolger Kurt Schuschnigg bringt es auf neun Ehrenmitgliedschaften.
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von Laogai »

beowulf hat geschrieben:Wenn ich mich selber zitieren darf
Darfst du gerne, aber auch bei dir scheint ein kleiner Grundkurs "Richtiges Zitieren im Forum" angeraten :P
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von beowulf »

laogai hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben:Wenn ich mich selber zitieren darf
Darfst du gerne, aber auch bei dir scheint ein kleiner Grundkurs "Richtiges Zitieren im Forum" angeraten :P
Ich weiß :oops: Aber ich bin da immer zu faul mit der Quote Funktion herumzuspielen. Aber zumindest verzichte ich auf "Farben" :lol:

@nihao - nicht böse sein :-)
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Re: Taxigespräche...wie ich sie vermisst habe! ^^

Beitrag von Laogai »

Gast hat geschrieben:[...] aber auch bei dir scheint ein kleiner Grundkurs "Richtiges Zitieren im Forum" angeraten :P
Taxifahrer hat geschrieben:Ich weiß :oops: Aber ich bin da immer zu faul mit der Quote Funktion herumzuspielen.
Gast hat geschrieben:Blöde Ausrede, mit der Kursiv-Funktion spielst du ja auch rum! :mrgreen:
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