Namensverwirrung
Namensverwirrung
Hallo liebe Experten,
ich möchte Euch mit einer Recherchefrage belästigen:
Es wird die fiktive Geschichte einer fiktiven Person beschrieben. Die Geschichte beginnt in China und spielt in der Hauptsache in Europa.
Nun ist es ja so, dass in China klar Nachname, Vorname kommt.
In Europa wenden so wie ich das sehe viele Chinesen das Europäische Prinzip Vorname Nachname an.
Wenn die Person nun ihre Geschichte beschreibt, kann sie das schlecht mit dem Nachnamen tun, denn so sieht sie sich selbst ja sicher nicht. Den Vornamen (an zweiter Stelle) zu verwenden, könnte Europäische Leser aber verwirren, weil sie es anders gewohnt sind.
Nun bin ich auf der Suche nach einem sinnvollen Kompromiss, der die Lesegewohnheiten nicht zu sehr irritiert, und der aber auch faktisch einigermaßen korrekt ist.
Es wäre kein Problem, wenn die Person von vorneherein in Europa wäre. Dann würde ich die Namen umdrehen, eine kurze Erwähnung 'weil die in Europa das so machen, mache ich das jetzt auch'
Ich möchte aber nicht im Laufe der Geschichte den Namen plötzlich drehen.
Nun wollte ich Euch fragen, was für Erfahrungen habt ihr in der Literatur, oder welche Möglichkeiten hätte ich, das Problem zu umschiffen.
Danke
Jojo
ich möchte Euch mit einer Recherchefrage belästigen:
Es wird die fiktive Geschichte einer fiktiven Person beschrieben. Die Geschichte beginnt in China und spielt in der Hauptsache in Europa.
Nun ist es ja so, dass in China klar Nachname, Vorname kommt.
In Europa wenden so wie ich das sehe viele Chinesen das Europäische Prinzip Vorname Nachname an.
Wenn die Person nun ihre Geschichte beschreibt, kann sie das schlecht mit dem Nachnamen tun, denn so sieht sie sich selbst ja sicher nicht. Den Vornamen (an zweiter Stelle) zu verwenden, könnte Europäische Leser aber verwirren, weil sie es anders gewohnt sind.
Nun bin ich auf der Suche nach einem sinnvollen Kompromiss, der die Lesegewohnheiten nicht zu sehr irritiert, und der aber auch faktisch einigermaßen korrekt ist.
Es wäre kein Problem, wenn die Person von vorneherein in Europa wäre. Dann würde ich die Namen umdrehen, eine kurze Erwähnung 'weil die in Europa das so machen, mache ich das jetzt auch'
Ich möchte aber nicht im Laufe der Geschichte den Namen plötzlich drehen.
Nun wollte ich Euch fragen, was für Erfahrungen habt ihr in der Literatur, oder welche Möglichkeiten hätte ich, das Problem zu umschiffen.
Danke
Jojo
Re: Namensverwirrung
warum baust du diese "kurze Erwähnung" nicht einfach in die Erzählung ein? In China heißt die Person - sagen wir - "Chen Li" und in Europa nennt er/sie sich in "Li Chen" um, nämlich 'weil die in Europa das so machen, mache ich das jetzt auch'. Mit anderen Worten, du lässt die Person selbst beschreiben, warum aus "Chen Li" ein/eine "Li Chen" geworden ist.Jojo1 hat geschrieben: Nun bin ich auf der Suche nach einem sinnvollen Kompromiss, der die Lesegewohnheiten nicht zu sehr irritiert, und der aber auch faktisch einigermaßen korrekt ist.
Es wäre kein Problem, wenn die Person von vorneherein in Europa wäre. Dann würde ich die Namen umdrehen, eine kurze Erwähnung 'weil die in Europa das so machen, mache ich das jetzt auch'
Re: Namensverwirrung
Hallo,
ja, das geht. Allerdings wenn die Geschichte in China beginnt, dann weiß die Person noch nicht viel davon, wie das im Westen ist. Dann müsste sie erst Chen Li heißen, und dann den Namen ändern in Li Chen. Dadurch geht aber die Kontinuität dieser wichtigen Person verloren.
Jojo
ja, das geht. Allerdings wenn die Geschichte in China beginnt, dann weiß die Person noch nicht viel davon, wie das im Westen ist. Dann müsste sie erst Chen Li heißen, und dann den Namen ändern in Li Chen. Dadurch geht aber die Kontinuität dieser wichtigen Person verloren.
Jojo
Re: Namensverwirrung
Du kannst ihn auch Li Chen nennen und gleich darauf mit "Herr Li" anreden lassen. Das machst du im ersten Kapitel mit mehreren Personen. Die Leser werden es auf diese Weise vielleicht auch lernen.
Ebenso müsste man beachten, dass Frauen bei der Heirat ihren Familiennamen behalten. (Warum heißt Frau Li eigentlich Frau Xu?) Vielleicht in den Vorbemerkungen. Mit Hinweisen zur Aussprache. Dass man statt "Xu" "hsü" sagt. Die brauchst du nicht, wenn sie alle "Wang" oder "Li" heißen (gesprochen wie geschrieben).
Bei einem modernen Handlungsrahmen bieten sich zusätzliche englische Vornamen an. Es ist "in", sich einen solchen Namen zuzulegen. Oder man bekommt ihn vom Sprachlehrer verpasst. Zum Beispiel "Harry Li". Vollständig würde so jemand "Harry Li Chen" (klingt etwas künstlich) heißen. Wahlweise "Harry Li" (in Europa) oder "Li Chen" (in China). Mit dem Risiko, dass Leser den Faden verlieren und sie für zwei verschiedene Personen halten.
D., der später möglichst wenig Fehler lesen möchte.
Ebenso müsste man beachten, dass Frauen bei der Heirat ihren Familiennamen behalten. (Warum heißt Frau Li eigentlich Frau Xu?) Vielleicht in den Vorbemerkungen. Mit Hinweisen zur Aussprache. Dass man statt "Xu" "hsü" sagt. Die brauchst du nicht, wenn sie alle "Wang" oder "Li" heißen (gesprochen wie geschrieben).
Bei einem modernen Handlungsrahmen bieten sich zusätzliche englische Vornamen an. Es ist "in", sich einen solchen Namen zuzulegen. Oder man bekommt ihn vom Sprachlehrer verpasst. Zum Beispiel "Harry Li". Vollständig würde so jemand "Harry Li Chen" (klingt etwas künstlich) heißen. Wahlweise "Harry Li" (in Europa) oder "Li Chen" (in China). Mit dem Risiko, dass Leser den Faden verlieren und sie für zwei verschiedene Personen halten.
D., der später möglichst wenig Fehler lesen möchte.
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Re: Namensverwirrung
Schwierige Frage...
also "die Lösung" gibt es dafür nicht...in allen Romanen, in denen chinesische Personen vorkommen, wird das ganz individuell gehalten, ohne dass es aber irgendwie den Lesefluss behindern würde.
Bei Hauptcharakteren:
a) Bei Namen / Vornamen, wo beide Teile nur aus einem Zeichen bestehen, immer beide in der richtigen Reihenfolge nennen. So z.B. bei Mo Yan Die Knoblauchrevolte: "...Im Wohnzimmer hockte Gao Yang an einem kleinen Tisch."
b) Bei Namen / Vornamen, wo der Vorname aus zwei Silben besteht, am besten nur den Vornamen. So z.B. bei Su Tong Reis: "Bei Tagesanbruch träumte Wulong von seinem Heimatdorf Fengyang."
Was man nun vielleicht noch berücksichtigen muss, ist der Grad der Identifikation des Lesers und die Beziehung zur Hauptperson des Geschriebenen:
Identifikation:
Wenn man sich mit einem Charakter identifizieren oder sympathisieren soll, dann sollte der Name so "intim" wie möglich sein. Also nur Vorname oder vielleicht auch einen Kose- bzw. Spitznamen.
Verhältnis zum Hauptcharakter:
Je entfernter die Beziehung zum Hauptcharakter in dem Geschriebenen, desto förmlicher sollte die namentliche Benennung sein.
Beispiel 1: (Sehr guter) Freund
Vorname reicht in der Regel aus, z.B. "Furui"...auch wenn der ganze Name eigentlich "Huang Furui" wäre. Der bloße Vorname drückt schon eine gewisse Nähe zum Hauptcharakter aus: "Furui besuchte mich am Abend..." klingt besser als "Huang Furui besuchte mich am Abend". Auch wenn wie oben in Punkt a) der ganze Name nur aus zwei Einzelsilben besteht, dann den Namen vielleicht lieber ganz wiedergeben, da nur der Vorname dann verwirren kann (ist das jetzt Nachname oder Vorname?), also z.B.: "Huang Lei besuchte mich am Abend..." statt "Lei besuchte mich am Abend..." Anmerkung: Das verhindert auch eine mögliche andere Verwirrung, denn es gibt nicht sehr viele unterschiedliche Vornamen...bzw. die Unterscheidung kommt bei gleichlautender Aussprache durch die Verwendung von unterschiedlichen Zeichen. Aber da nun ein deutscher Leser in der Regel keine chinesischen Zeichen lesen kann, muss man bei den Namen auf das Pinyin oder auf eine irgendwie geartete andere offizielle Umschrift zurückgreifen. Diese "Lateinisierung" des Namens hat aber dann den wesentlichen Nachteil, dass dann die Unterscheidung von gleichlautenden Namen nicht mehr möglich ist. Aus z.B. 玉林 und 周琳, zwei Namen, die man anhand der Zeichen sehr schön auseinanderhalten kann, wird dann in der lateinisierten Form Yu Lin und Zhou Lin und als Leser fragt man sich dann bei einem Satz wie: "Lin kam mich heute abend besuchen..." -> "Ja welche von den beiden 'Lins', die es im Roman gibt, ist jetzt hier gemeint?" ... von daher also besser: Nachname und Vorname als Ganzes nennen.
Siehe auch z.B. in Mian Mian La La La: "San Mao wurde oft wütend, weil Saining nicht genug probte."
Beispiel 2: Entfernter Bekannter
Nachname und Vorname in richtiger Reihenfolge oder aber "Herr/Frau" + Nachname (Frau Zhang, Herr Liu etc.), oder aber (insbesondere wenn keine persönliche Verbindung besteht und sofern möglich) offizieller Titel, z.B. "Dorfvorsteher Zhang" etc.
Andere goldenen Regeln:
Beim ersten Erwähnen einer Person den ganzen Namen wiedergeben und dann auch die richtige Reihenfolge beibehalten, wie sie in der Muttersprache desjenigen auch üblich wäre und Namen nicht zu sehr in ein "deutsches" Korsett zwingen. Man nimmt dadurch dem Leser auch mitunter viel Spaß, wenn man das "Andere" einfach unterschlägt. Wäre mir so auch aus keinem Buch bekannt, in dem z.B. Chinesen auftauchen würden, dass es dann heißen würde "Baoyang Li hatte noch nie in seinem Leben Sauermagen gegessen."

Ansonsten hat @ Domasla schon andere wichtige Dinge gesagt (wie das mit den englischen Zusatznamen z.B.)
also "die Lösung" gibt es dafür nicht...in allen Romanen, in denen chinesische Personen vorkommen, wird das ganz individuell gehalten, ohne dass es aber irgendwie den Lesefluss behindern würde.
Bei Hauptcharakteren:
a) Bei Namen / Vornamen, wo beide Teile nur aus einem Zeichen bestehen, immer beide in der richtigen Reihenfolge nennen. So z.B. bei Mo Yan Die Knoblauchrevolte: "...Im Wohnzimmer hockte Gao Yang an einem kleinen Tisch."
b) Bei Namen / Vornamen, wo der Vorname aus zwei Silben besteht, am besten nur den Vornamen. So z.B. bei Su Tong Reis: "Bei Tagesanbruch träumte Wulong von seinem Heimatdorf Fengyang."
Was man nun vielleicht noch berücksichtigen muss, ist der Grad der Identifikation des Lesers und die Beziehung zur Hauptperson des Geschriebenen:
Identifikation:
Wenn man sich mit einem Charakter identifizieren oder sympathisieren soll, dann sollte der Name so "intim" wie möglich sein. Also nur Vorname oder vielleicht auch einen Kose- bzw. Spitznamen.
Verhältnis zum Hauptcharakter:
Je entfernter die Beziehung zum Hauptcharakter in dem Geschriebenen, desto förmlicher sollte die namentliche Benennung sein.
Beispiel 1: (Sehr guter) Freund
Vorname reicht in der Regel aus, z.B. "Furui"...auch wenn der ganze Name eigentlich "Huang Furui" wäre. Der bloße Vorname drückt schon eine gewisse Nähe zum Hauptcharakter aus: "Furui besuchte mich am Abend..." klingt besser als "Huang Furui besuchte mich am Abend". Auch wenn wie oben in Punkt a) der ganze Name nur aus zwei Einzelsilben besteht, dann den Namen vielleicht lieber ganz wiedergeben, da nur der Vorname dann verwirren kann (ist das jetzt Nachname oder Vorname?), also z.B.: "Huang Lei besuchte mich am Abend..." statt "Lei besuchte mich am Abend..." Anmerkung: Das verhindert auch eine mögliche andere Verwirrung, denn es gibt nicht sehr viele unterschiedliche Vornamen...bzw. die Unterscheidung kommt bei gleichlautender Aussprache durch die Verwendung von unterschiedlichen Zeichen. Aber da nun ein deutscher Leser in der Regel keine chinesischen Zeichen lesen kann, muss man bei den Namen auf das Pinyin oder auf eine irgendwie geartete andere offizielle Umschrift zurückgreifen. Diese "Lateinisierung" des Namens hat aber dann den wesentlichen Nachteil, dass dann die Unterscheidung von gleichlautenden Namen nicht mehr möglich ist. Aus z.B. 玉林 und 周琳, zwei Namen, die man anhand der Zeichen sehr schön auseinanderhalten kann, wird dann in der lateinisierten Form Yu Lin und Zhou Lin und als Leser fragt man sich dann bei einem Satz wie: "Lin kam mich heute abend besuchen..." -> "Ja welche von den beiden 'Lins', die es im Roman gibt, ist jetzt hier gemeint?" ... von daher also besser: Nachname und Vorname als Ganzes nennen.
Siehe auch z.B. in Mian Mian La La La: "San Mao wurde oft wütend, weil Saining nicht genug probte."
Beispiel 2: Entfernter Bekannter
Nachname und Vorname in richtiger Reihenfolge oder aber "Herr/Frau" + Nachname (Frau Zhang, Herr Liu etc.), oder aber (insbesondere wenn keine persönliche Verbindung besteht und sofern möglich) offizieller Titel, z.B. "Dorfvorsteher Zhang" etc.
Andere goldenen Regeln:
Beim ersten Erwähnen einer Person den ganzen Namen wiedergeben und dann auch die richtige Reihenfolge beibehalten, wie sie in der Muttersprache desjenigen auch üblich wäre und Namen nicht zu sehr in ein "deutsches" Korsett zwingen. Man nimmt dadurch dem Leser auch mitunter viel Spaß, wenn man das "Andere" einfach unterschlägt. Wäre mir so auch aus keinem Buch bekannt, in dem z.B. Chinesen auftauchen würden, dass es dann heißen würde "Baoyang Li hatte noch nie in seinem Leben Sauermagen gegessen."
Wenn eine Person ihre Geschichte beschreibt, dann wäre es mir unbekannt, dass man die 3. Person benutzen würde, sondern immer die "Ich"-Form oder ist das jetzt ein schriftstellerischer Trick? Oder soll das eine Art von "Selbstentfremdung" darstellen?Wenn die Person nun ihre Geschichte beschreibt, kann sie das schlecht mit dem Nachnamen tun, denn so sieht sie sich selbst ja sicher nicht. Den Vornamen (an zweiter Stelle) zu verwenden, könnte Europäische Leser aber verwirren, weil sie es anders gewohnt sind.
Ansonsten hat @ Domasla schon andere wichtige Dinge gesagt (wie das mit den englischen Zusatznamen z.B.)
Thank you for your contribution to China's flourishing and prosperity! 感谢你为祖国繁荣昌盛作出的贡献!
Re: Namensverwirrung
Hallo Domasla,
(wieso Domasla, wenn Du schön groß' bist? Meine Frau würde sagen Domasle, und in meiner Sprache wäre die Beugungsform Domasl, was aber keiner sagt.
Es wäre schön, wenn Du möglichst Fehler lesen würdest, weil ich dann offensichtlich in diesem Forum noch viele Fragen gestellt habe. Deine Bücherliste zeigt mir, dass Du durchaus das lesen könntest, was ich gerade schreibe.
Deine Aussage scheint mir aber klar zu sein:
Ist so, da gibts kein drumrum, und in einem gut recherchierten Roman hat der Autor das zu respektieren. ?
Grüße aus dem Süden
Jo
(wieso Domasla, wenn Du schön groß' bist? Meine Frau würde sagen Domasle, und in meiner Sprache wäre die Beugungsform Domasl, was aber keiner sagt.
Es wäre schön, wenn Du möglichst Fehler lesen würdest, weil ich dann offensichtlich in diesem Forum noch viele Fragen gestellt habe. Deine Bücherliste zeigt mir, dass Du durchaus das lesen könntest, was ich gerade schreibe.
Deine Aussage scheint mir aber klar zu sein:
Ist so, da gibts kein drumrum, und in einem gut recherchierten Roman hat der Autor das zu respektieren. ?
Grüße aus dem Süden
Jo
Re: Namensverwirrung
Hallo Jojo,
ich sehe 2 praktische Möglichkeiten:
1) Wenn das Buch auf deutsch erscheinen soll, schreibe nach europäischem Prinzip, Vorname + Nachname; wenn das Buch auf chinesisch gedruckt werden soll, bleib bei der chinesischen Regel Nachname + Vornahme, so wie es für die Leser am angenehmsten ist
2) bleib bei dem Prinzip Nachname + Vornahme, für chinesische Leser ist dies die korrekte Form und 99% der deutschen Leser können eh in 90% der Fälle nicht zwischen chinesischen Vornahmen und Nachname unterscheiden
ich sehe 2 praktische Möglichkeiten:
1) Wenn das Buch auf deutsch erscheinen soll, schreibe nach europäischem Prinzip, Vorname + Nachname; wenn das Buch auf chinesisch gedruckt werden soll, bleib bei der chinesischen Regel Nachname + Vornahme, so wie es für die Leser am angenehmsten ist
2) bleib bei dem Prinzip Nachname + Vornahme, für chinesische Leser ist dies die korrekte Form und 99% der deutschen Leser können eh in 90% der Fälle nicht zwischen chinesischen Vornahmen und Nachname unterscheiden
Re: Namensverwirrung
Hallo,
Das mt den Namen ist so oder so nicht so einfach. Wird sehr unterschiedlich gehandhabt.
Im Normalfall ist es ja schon so, dass hier in Europa aus Li (Familienname) Chen (Vorname) Chen Li wird. Wie oben schon erwäht.
In China wir dann aber im Freundeskreis oft nur der Familienname (im Gegensatz zu hier) und nicht der Vorname genannt. Hier also Li. In meinem "An"verwandten- und Bekanntenkreis ist das jedenfalls so. Unter Chinesen wird dann das auch in Europa noch so gehandhabt. Ist jedenfalls meine Erfahrung.
Spannend wir das ganze bei einer Heirat. Um beim Beispiel zu bleiben. Meine Frau nennt sich nun Lichen Müller (als Beispiel). Sie hat auch einen Namen mit zwei Silben und somit hat sich das ergeben. Amtlich ist der Name zwar Chen Li-Müller, aber den braucht sie so gut wie nie. Lichen ist also zum Vornamen mutiert.
Nun zurück zu deinem Buch: Ev. könntest du das ja auch so handhaben und im Buch entsprechend erklären. Somit könnte dies auch gleich als Teil der Integration dargestellt werden. Im meinem Bekanntenkreis hat es mehrere Leute aus China, die das gleich handhaben. Vorallem solche, die kurze Namen und Vornamen haben. Bei drei oder vier Silben klappt das dann nicht mehr so gut.
Einfach als Parxisbericht.....
Gruss
Haima
Das mt den Namen ist so oder so nicht so einfach. Wird sehr unterschiedlich gehandhabt.
Im Normalfall ist es ja schon so, dass hier in Europa aus Li (Familienname) Chen (Vorname) Chen Li wird. Wie oben schon erwäht.
In China wir dann aber im Freundeskreis oft nur der Familienname (im Gegensatz zu hier) und nicht der Vorname genannt. Hier also Li. In meinem "An"verwandten- und Bekanntenkreis ist das jedenfalls so. Unter Chinesen wird dann das auch in Europa noch so gehandhabt. Ist jedenfalls meine Erfahrung.
Spannend wir das ganze bei einer Heirat. Um beim Beispiel zu bleiben. Meine Frau nennt sich nun Lichen Müller (als Beispiel). Sie hat auch einen Namen mit zwei Silben und somit hat sich das ergeben. Amtlich ist der Name zwar Chen Li-Müller, aber den braucht sie so gut wie nie. Lichen ist also zum Vornamen mutiert.
Nun zurück zu deinem Buch: Ev. könntest du das ja auch so handhaben und im Buch entsprechend erklären. Somit könnte dies auch gleich als Teil der Integration dargestellt werden. Im meinem Bekanntenkreis hat es mehrere Leute aus China, die das gleich handhaben. Vorallem solche, die kurze Namen und Vornamen haben. Bei drei oder vier Silben klappt das dann nicht mehr so gut.
Einfach als Parxisbericht.....
Gruss
Haima
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