hallo, ich bin chinesin in china~
Re: hallo, ich bin chinesin in china~
Also... Deutsch ist das nicht.
D., müsste immer nachschlagen, was "Prädikativ", "Partizip" oder "Atribut" genau in der Grammatik bedeutet. Zu faul dafür. Ignorant. In der vierten Klasse ausgestiegen, als mit dieser Kunstsprache angefangen wurde. Kann aber prima etwas erklären, wenn man ihm Beispiele nennt. Was gerade behandelt wird. Z. B. "Plusquamperfekt" (mit Ausflug zu "Plumpaquatsch").
D., müsste immer nachschlagen, was "Prädikativ", "Partizip" oder "Atribut" genau in der Grammatik bedeutet. Zu faul dafür. Ignorant. In der vierten Klasse ausgestiegen, als mit dieser Kunstsprache angefangen wurde. Kann aber prima etwas erklären, wenn man ihm Beispiele nennt. Was gerade behandelt wird. Z. B. "Plusquamperfekt" (mit Ausflug zu "Plumpaquatsch").
Re: hallo, ich bin chinesin in china~
Klingt extrem logisch, Respekt. Und das meine ich ehrlich. Die Beispiele sind gut gewählt. Und verhältnismäßig einfach war es auch, denn so ganz ohne Fachbegriffe lässt sich das kaum erklären.RoyalTramp hat geschrieben:Aber wie oben gesagt: Alle Angaben erfolgen hier ohne Gewähr.
Chinesen, die Deutsch lernen, haben viel mehr Ahnung von Grammatik, als die meisten Deutschen. Das wurde mir klar, als ich mit meinen Tandem-Mädels geübt habe. Das geht übrigens den meisten Fremdsprachenschülern so, dass sie beim Erklären der Grammatik viel besser sind, als Muttersprachler. Die verwenden die Sprache nämlich instinktiv und interessieren sich nicht dafür, welche Zeitform das genau ist.
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Re: hallo, ich bin chinesin in china~
Chinesische Sprachstudenten sind mit den grammatischen Begriffen eigentlich weitgehend vertraut, solange man ihre chinesischen Bezeichnungen/Entsprechungen benutzt, aber das ist dann auch zwingend, will man versuchen, deutsche Grammatik zu erklären, wenn diese über Basiswissen hinausgeht. Und das war bei "gedacht" leider der Fall, dass das schon etwas "ungewöhnlichere Grammatik" war.HK_Yan hat geschrieben:Und so verlernt man den Spaß am Sprachen lernen.RoyalTramp hat geschrieben:Ein so adjektivisiertes Verb kann dabei wie andere Adjektive nicht nur als Attribut, sondern ebenfalls als Prädikativ.....................
Würde mich aber auch nicht überraschen wenn Ulla genau so denkt und aus Angst das Kopulaverb falsch hinzubekommen lieber gleich die Klappe hält.
Ich finde das Wissen darüber ja beneidenswert, aber wie viel % der Deutschen können da mitreden? 5%? Ich leider nicht.
Aber abgesehen davon: In einer Klasse würde ich das nie so ausführen, sondern schlicht es beim Punkt Add 1) belassen: "gedacht" kann auch weggelassen werden und punkt. Nur ein Hinweis, dass "gedacht" an dieser Stelle ein Perfekt Partizip ist, das als "Adjektivprädikat" verwendet wird und hier nicht als Hilfsverb + II. Partizip im Perfekt. Ansonsten ist mehr nicht nötig...
Ich habe es aber versucht hier auszuführen (Angaben immer noch ohne Gewähr), weil a) Ulla Germanistikstudentin ist und sie vielleicht mehr über das "wieso" und "weshalb" wissen will, als nur, dass dem so ist und "basta"! und ich b) Zeit habe, so auszuschweifen.
P.S.: Und Angst muss keiner haben..."lieber viel sprechen und viele Fehler machen, als nie was sagen und dafür nie Fehler machen, dafür aber auch nie lernen und sich sprachlich auch nie weiterentwickeln."
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Re: hallo, ich bin chinesin in china~
Das stimmt...leider...corneta hat geschrieben:Klingt extrem logisch, Respekt. Und das meine ich ehrlich. Die Beispiele sind gut gewählt. Und verhältnismäßig einfach war es auch, denn so ganz ohne Fachbegriffe lässt sich das kaum erklären.RoyalTramp hat geschrieben:Aber wie oben gesagt: Alle Angaben erfolgen hier ohne Gewähr.
Chinesen, die Deutsch lernen, haben viel mehr Ahnung von Grammatik, als die meisten Deutschen. Das wurde mir klar, als ich mit meinen Tandem-Mädels geübt habe. Das geht übrigens den meisten Fremdsprachenschülern so, dass sie beim Erklären der Grammatik viel besser sind, als Muttersprachler. Die verwenden die Sprache nämlich instinktiv und interessieren sich nicht dafür, welche Zeitform das genau ist.
Manchmal tappe ich in so Dunkelfelder deutscher Grammatik, wo ich dann sehr ins Schwimmen gerate, während chinesischen Sprachstudenten der Hintergrund vielmals klarer ist als einem selbst. Das hat wirklich damit zu tun, dass wir die eigene Sprache eher instinktiv beherrschen und uns nie wirklich objektiv mit der gerade verwendeten Grammatik auseinandersetzen. Auch neulich erst beim Konjunktiv: "Es hätte sein können, dass..." Sofort die Frage von einer Studentin: "Wieso stehen hier 3 Verben direkt hintereinander?" Und im ersten Moment denkt man: "Häh? 3 Verben? Ja...und? Ist das ein Problem? Das ist doch...äh....äh....das ist äh...eine gute Frage..." und gerät plötzlich ins Grübeln...weil man sich vorher darüber nie Gedanken gemacht hat...
P.S.: ...bin dann aber doch noch auf den Trichter gekommen, dass es beim Konjunktiv II in der Verangenheit mit Modalverben diesen doppelten Infinitiv gibt...ist mir aber erst gegen Ende der Stunde eingefallen...aber diese Frage der Studentin so völlig aus dem nichts...so was kann einem schon mal aus der (Sprach-) Bahn werfen, vor allem, wenn man gerade so im Redefluss ist und eigentlich auf Irreale Bedingungssätze zu sprechen kommen wollte...
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Re: hallo, ich bin chinesin in china~
Und mir wollte man hier am Anfang des Jahres einreden, dass Chinesen nicht fragen und man deswegen auch ohne eigene Chinesischkenntnisse super Deutsch unterrichten kann. Das hab ich damals schon angezweifelt, obwohl ich bis dahin noch keinen nennenswerten Kontakt mit Chinesen hatte. Ich bin nur einfach davon ausgegangen, dass ich auch gerne verstehen will, was ich lerne. Im Nachhinein stellt sich herraus, dass ich garnicht so falsch lag. Als Deutschlehrer vor einer Klasse würde ich kläglich scheitern.RoyalTramp hat geschrieben:Sofort die Frage von einer Studentin: "Wieso stehen hier 3 Verben direkt hintereinander?"
Re: hallo, ich bin chinesin in china~
ah, in HK ist es vielleicht nicht gleich wie bei uns. es gibt doch einige hier, die in HK leben. Sie können wohl besser Antworten darauf geben.Ni_hao hat geschrieben:Erst mal, guten Abend, ganz allgemein in die Runde !Ich bin die Neue.
@ Ulla, Dein Thread war der allererste, den ich hier gelesen habe, und er machte mir richtig Lust, hier Mitglied zu werdenNun bin ich also hier. Ich werde demnächst nach Hong Kong fliegen. Es ist meine erste Reise nach Asien, und ich bin ein bisschen aufgeregt. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Dir ein paar Fragen stellen dürfte, nach Land und Leuten, etc. Die erste Frage ist gleich: Mit was für einem Gastgeschenk (aus Deutschland oder ganz Europa) kann ich einem Chinesen (der in Hong Kong lebt), eine wirkliche Freude machen ? Auch für zwei Chinesinnen überlege ich mir gerade passende Geschenke... ich bin für jede gute Idee dankbar.
könntest du erstmal erklären, wem du Geschenk gibst? Die beliebtesten Geschenke aus Europa sind
meistens teuer, wohl auch für euch, wie Handtasche of famous brand(wie sagt man das auf Deutsch?) und Swarovski. Ich habe auch gehört, Geräte aus Deutschland auch beliebt sind, aber ich habe keine Ahnung, welche Geräte. Kleine Geschenke wie kleine schönen Dinge, die sehr typisch deutsch aussehen, werden sicher auch beliebt. Schokoladen sind leicht mitzubringen und können Geschenke für viele seien. (damit meine ich eigentlich auch, Schokoladen gelten wohl als allgemeine Geschenke und werden vielleicht allen Freunden geschenkt.)
bin ich verstanden?
was meinst du damit denn?Ni_hao hat geschrieben: Übrigens bin ich kein bisschen stolz auf mein Deutsch, seit ich vor zwei Wochen (!) begonnen habe, mir wenigstens einen elementaren Reise-Wortschatz in Chinesisch anzueignen, damit ich nicht in j e d e s Fettnäpfchen trete.
und würdest du uns vielleicht noch ein bisschen von dir erzählen? Wie ich am Anfang gefordet wurde.
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Re: hallo, ich bin chinesin in china~
Nun, sie fragen in der Regel nur sehr sehr selten, da zum Einen das Thema sie natürlich eher weniger tangiert, aber zum Anderen auch, weil sie fürchten, dass sie eine Frage stellen könnten, über die dann andere lachen könnten.corneta hat geschrieben:Und mir wollte man hier am Anfang des Jahres einreden, dass Chinesen nicht fragen und man deswegen auch ohne eigene Chinesischkenntnisse super Deutsch unterrichten kann. Das hab ich damals schon angezweifelt, obwohl ich bis dahin noch keinen nennenswerten Kontakt mit Chinesen hatte. Ich bin nur einfach davon ausgegangen, dass ich auch gerne verstehen will, was ich lerne. Im Nachhinein stellt sich herraus, dass ich garnicht so falsch lag. Als Deutschlehrer vor einer Klasse würde ich kläglich scheitern.
Es ist nur sehr selten, dass mal ein Student über seinen Schatten springt und eine Frage stellt, egal, wie komisch sie auch im ersten Moment wirkt. Aber das sind dann auch am ehesten solche Studenten, die wirklich auch an der Sprache interessiert sind und Deutsch nicht nur als reinen Mittel zum Zweck erlernen.
Von daher stimmt das schon, was man dir versucht hat, Anfang des Jahres weiszumachen.
Da fällt mir übrigens ein... Chinesische Lehrerkollegen haben da einen Trick: Sie reden pausenlos und ununterbrochen und geben den Studenten so erst gar keine Zeit, eine Zwischenfrage zu stellen, die sie vielleicht selber dann nicht beantworten könnten. Fällt mir insbesondere bei den englischen Sprachkursen an der Schule auf, die mehr den Charakter einer Vorlesung haben, denn als Sprachkurs, wo die Lehrer 4 Stunden lang monologisieren und hin und wieder mal englische Tonversatzstücke einstreuen. Das muss dann als "Englischunterricht" erstmal reichen.
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Re: hallo, ich bin chinesin in china~
123000 für die StatistikRoyalTramp hat geschrieben:Chinesische Sprachstudenten sind mit den grammatischen Begriffen eigentlich weitgehend vertraut, solange man ihre chinesischen Bezeichnungen/Entsprechungen benutzt, aber das ist dann auch zwingend, will man versuchen, deutsche Grammatik zu erklären, wenn diese über Basiswissen hinausgeht. Und das war bei "gedacht" leider der Fall, dass das schon etwas "ungewöhnlichere Grammatik" war.HK_Yan hat geschrieben:Und so verlernt man den Spaß am Sprachen lernen.RoyalTramp hat geschrieben:Ein so adjektivisiertes Verb kann dabei wie andere Adjektive nicht nur als Attribut, sondern ebenfalls als Prädikativ.....................
Würde mich aber auch nicht überraschen wenn Ulla genau so denkt und aus Angst das Kopulaverb falsch hinzubekommen lieber gleich die Klappe hält.
Ich finde das Wissen darüber ja beneidenswert, aber wie viel % der Deutschen können da mitreden? 5%? Ich leider nicht.
Aber abgesehen davon: In einer Klasse würde ich das nie so ausführen, sondern schlicht es beim Punkt Add 1) belassen: "gedacht" kann auch weggelassen werden und punkt. Nur ein Hinweis, dass "gedacht" an dieser Stelle ein Perfekt Partizip ist, das als "Adjektivprädikat" verwendet wird und hier nicht als Hilfsverb + II. Partizip im Perfekt. Ansonsten ist mehr nicht nötig...
Ich habe es aber versucht hier auszuführen (Angaben immer noch ohne Gewähr), weil a) Ulla Germanistikstudentin ist und sie vielleicht mehr über das "wieso" und "weshalb" wissen will, als nur, dass dem so ist und "basta"! und ich b) Zeit habe, so auszuschweifen.
P.S.: Und Angst muss keiner haben..."lieber viel sprechen und viele Fehler machen, als nie was sagen und dafür nie Fehler machen, dafür aber auch nie lernen und sich sprachlich auch nie weiterentwickeln."
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: hallo, ich bin chinesin in china~
schöne deutliche Erklärung.RoyalTramp hat geschrieben:Ich kann es versuchen, gebe aber keine Gewähr für meine Erklärung:corneta hat geschrieben:Ich hab keine Ahnung. @ RT Kannst du das einfach erklären?ulla hat geschrieben:Übrigens, warum gibt es zuletzt ein Wort "gedacht"?
Add 1) das "gedacht" an dieser Stelle kann in der Tat weggelassen werden, da die Bedeutung mit "für" praktisch voweggenommen wird (für etwas sein -> gedacht für -> Absicht, Ziel)Wenn man mit etwas Einfachem anfängt, kann man vielleicht schneller eine Sprache lernen, aber ich meine, die Empfehlung ist eher für das gesamte Erlernen der Sprache als für das Leseverständnis gedacht.
aber um es aufzulösen: Add 2)
Grammatik: "Gedacht" ist das Perfekt Partizip 过去分词/第二分词 von "denken". Die Perfekt Partizipien werden dabei im Deutschen nicht nur in den zusammengesetzten Zeiten wie Perfekt 现在完成时 oder Plusquamperfekt 过去完成时, sondern als adjektivisierte Verben 做形容词化动词 häufig auch als Attribute 定语 benutzt, wie z.B. "das gekaufte Auto", "das verlorene Portmonnaie" etc. .
Ein so adjektivisiertes Verb kann dabei wie andere Adjektive nicht nur als Attribut, sondern ebenfalls als Prädikativ 表语 benutzt werden und steht dann wie alle anderen Prädikative auch mit Kopulaverben wie sein, werden usw. zusammen. Bei "gedacht" handelt es sich um ein Prädikativ zum Nomen "die Empfehlung", erkennbar an der Kopula "sein" in ihrer gebeugten Form 有变化形式 "ist", denn es kann sich hier nicht um das Perfekt handeln, da man sonst das Hilfsverb "haben" statt "sein" setzen müsste.
Ich habe gedacht. -> Perfekt
Das Buch ist für dich gedacht. -> Prädikativ
Bedeutung: "etw. ist für etw./jmdn. gedacht" drückt eine Absicht bzw. einen Zweck (final 目的) -> "wozu/wofür/zu welchem Zweck" aus. Das ergibt sich dabei nicht so sehr aus dem Partizip "gedacht", sondern vielmehr aus der Präposition "für", die hier am besten mit 为 oder 为了 wiedergegeben wird. Da die Präposition hier bereits als Bedeutungsträger 带意义的 fungiert, kann wie unter Add 1) bereits geschrieben, "gedacht" auch weggelassen oder durch andere Prädikative ersetzt werden wie "bestimmt" "gemeint" etc. Es macht nämlich keinen Unterschied, ob ich sage: "Das Buch ist für dich" oder "Das Buch ist für dich gedacht". Das Partizip "gedacht" unterstreicht allenfalls die Absicht.
Da es nun ein Prädikativ ist sollte es im Chinesischen mit "为了什么的" wiedergegeben werden.
Vielleicht so: 这建议是为了全面地学习语言而不是为了提高阅读水平(提出)的 ("是。。的"-Konstruktion als Möglichkeit zur Prädikation im Chinesischen / 提出 kann hier wie im Deutschen "gedacht" auch weggelassen werden. Achtung: "提出" bedeutet aber nicht "denken" sondern "vorbringen", wie in z.B. "eine Idee vorbringen" etc.).
...wobei auf Chinesisch nie jemand sowas sagen würde (vorausgesetzt, mein Versuch einer 1:1 Übersetzung des deutschen Satzes ins Chinesische ist einigermaßen korrekt). Auf Chinesisch würde man laut meiner Freundin sagen: 提出这个建议可以帮助全面的学习语言,不只是为了提高阅读水平 und sich mit so einem "Unsinn" (O-Ton) wie "Prädikativ" gar nicht erst belasten.
Will man übrigens im Deutschen das Prädikativ an dieser Stelle vermeiden, kann man statt "die Empfehlung ist eher für das Erlernen gedacht" schreiben: "die Empfehlung dient eher zum Erlernen einer Sprache", womit die Absicht ("zu") deutlicher zu erkennen ist.
Aber wie oben gesagt: Alle Angaben erfolgen hier ohne Gewähr.
ich meine, ich habe bei der Wortwahl einen Fehler gemacht. mit gesamt meinte ich eigentlich nicht, sondern die ähnlich Bedeutung wie das Wortteil "gesamt" in "Gesamtwirtschaftslage". Leider kann ich es sogar auf Chinesisch nicht klar erklären.
Re: hallo, ich bin chinesin in china~
manchmal will ich auch keine Fragen stellen, weil ich zu viele Fragen habe und glaube auch, die Lehrer können es auch nicht einfach und klar erklären.corneta hat geschrieben:Und mir wollte man hier am Anfang des Jahres einreden, dass Chinesen nicht fragen und man deswegen auch ohne eigene Chinesischkenntnisse super Deutsch unterrichten kann. Das hab ich damals schon angezweifelt, obwohl ich bis dahin noch keinen nennenswerten Kontakt mit Chinesen hatte. Ich bin nur einfach davon ausgegangen, dass ich auch gerne verstehen will, was ich lerne. Im Nachhinein stellt sich herraus, dass ich garnicht so falsch lag. Als Deutschlehrer vor einer Klasse würde ich kläglich scheitern.RoyalTramp hat geschrieben:Sofort die Frage von einer Studentin: "Wieso stehen hier 3 Verben direkt hintereinander?"
Bei uns hat unsere deutsche politische Lehrerin aber vielmal auf die Schwierigkeiten gestoßen, wenn sie uns etwas erklären wollen, weil wir immer verwirrt aussehen. Sie versuchte immer, mit einfacheste Worte zu erklären. Wenn wir entlich verstanden haben, seuft sie oft mit Erleichterung, was uns immer zum Lachen bringen.
Re: hallo, ich bin chinesin in china~
eine kleine verbesserung: sie säuft vor erleichterung- oder sie seufzt vor erleichterung. ich vermute, du meinst letzteresulla hat geschrieben:manchmal will ich auch keine Fragen stellen, weil ich zu viele Fragen habe und glaube auch, die Lehrer können es auch nicht einfach und klar erklären.corneta hat geschrieben:Und mir wollte man hier am Anfang des Jahres einreden, dass Chinesen nicht fragen und man deswegen auch ohne eigene Chinesischkenntnisse super Deutsch unterrichten kann. Das hab ich damals schon angezweifelt, obwohl ich bis dahin noch keinen nennenswerten Kontakt mit Chinesen hatte. Ich bin nur einfach davon ausgegangen, dass ich auch gerne verstehen will, was ich lerne. Im Nachhinein stellt sich herraus, dass ich garnicht so falsch lag. Als Deutschlehrer vor einer Klasse würde ich kläglich scheitern.RoyalTramp hat geschrieben:Sofort die Frage von einer Studentin: "Wieso stehen hier 3 Verben direkt hintereinander?"![]()
Bei uns hat unsere deutsche politische Lehrerin aber vielmal auf die Schwierigkeiten gestoßen, wenn sie uns etwas erklären wollen, weil wir immer verwirrt aussehen. Sie versuchte immer, mit einfacheste Worte zu erklären. Wenn wir entlich verstanden haben, seuft sie oft mit Erleichterung, was uns immer zum Lachen bringen.
Re: hallo, ich bin chinesin in china~
Danke. Eigentlich habe ich nur im Wörterbuch das angemessene Wort nachgeschlagen und dann selbst den Satz bilden, obwohl ich mir der Anwendung des Wort nicht sicher bin.yampal hat geschrieben:eine kleine verbesserung: sie säuft vor erleichterung- oder sie seufzt vor erleichterung. ich vermute, du meinst letzteresulla hat geschrieben: manchmal will ich auch keine Fragen stellen, weil ich zu viele Fragen habe und glaube auch, die Lehrer können es auch nicht einfach und klar erklären.![]()
Bei uns hat unsere deutsche politische Lehrerin aber vielmal auf die Schwierigkeiten gestoßen, wenn sie uns etwas erklären wollen, weil wir immer verwirrt aussehen. Sie versuchte immer, mit einfacheste Worte zu erklären. Wenn wir entlich verstanden haben, seuft sie oft mit Erleichterung, was uns immer zum Lachen bringen.
im Wörterbuch hat das Wort "saufen" die Bedeutung von "trinken". ich habe keine Ahnung, warum es mit "seufen" in Beziehung steht.
Re: hallo, ich bin chinesin in china~
nein-tut es auch nicht:ulla hat geschrieben:Danke. Eigentlich habe ich nur im Wörterbuch das angemessene Wort nachgeschlagen und dann selbst den Satz bilden, obwohl ich mir der Anwendung des Wort nicht sicher bin.yampal hat geschrieben:eine kleine verbesserung: sie säuft vor erleichterung- oder sie seufzt vor erleichterung. ich vermute, du meinst letzteresulla hat geschrieben: manchmal will ich auch keine Fragen stellen, weil ich zu viele Fragen habe und glaube auch, die Lehrer können es auch nicht einfach und klar erklären.![]()
Bei uns hat unsere deutsche politische Lehrerin aber vielmal auf die Schwierigkeiten gestoßen, wenn sie uns etwas erklären wollen, weil wir immer verwirrt aussehen. Sie versuchte immer, mit einfacheste Worte zu erklären. Wenn wir entlich verstanden haben, seuft sie oft mit Erleichterung, was uns immer zum Lachen bringen.
im Wörterbuch hat das Wort "saufen" die Bedeutung von "trinken". ich habe keine Ahnung, warum es mit "seufen" in Beziehung steht.
seufzen-zb. er seufzt
saufen- zb. er säuft (äu klingt im deutschen wie eu. also wenn du
"er seuft" sagst(!) klingt es wie "er säuft")
und manche leute seufzen aus erleichterung, manche saufen
wobei saufen ist nicht exakt dasselbe wie trinken.
wer ein bier trinkt, der trinkt. wer 30 biere trinkt, der säuft.
das wort seufen gibt es nicht. (seufzen oder saufen gibt es)
also gibt es auch "er seuft" nicht. nur phonetisch, aber geschrieben wird es "er säuft".
ich hoffe, es war nicht zu kompliziert.
für mich schon, deshalb gehe ich jetzt aus erleichterung ein bier trinken.
Re: hallo, ich bin chinesin in china~
Für laogai gedacht:
Vielen Dank für das herzliche Willkommen und den Link-Tipp
Natürlich kann ich einsam und alleine das www nach allem durchforsten was ich so wissen möchte. Aber ehrlich gesagt, bin ich da wie Ulla und ziehe Kommunikation vor, wenn sie geeignet erscheint... auch virtuelle. Macht einfach mehr Spaß.
Für Ulla gedacht:
Zitat:
"ah, in HK ist es vielleicht nicht gleich wie bei uns. es gibt doch einige hier, die in HK leben. Sie können wohl besser Antworten darauf geben.
könntest du erstmal erklären, wem du Geschenk gibst? Die beliebtesten Geschenke aus Europa sind
meistens teuer, wohl auch für euch, wie Handtasche of famous brand(wie sagt man das auf Deutsch?) und Swarovski. Ich habe auch gehört, Geräte aus Deutschland auch beliebt sind, aber ich habe keine Ahnung, welche Geräte. Kleine Geschenke wie kleine schönen Dinge, die sehr typisch deutsch aussehen, werden sicher auch beliebt. Schokoladen sind leicht mitzubringen und können Geschenke für viele seien. (damit meine ich eigentlich auch, Schokoladen gelten wohl als allgemeine Geschenke und werden vielleicht allen Freunden geschenkt.)
bin ich verstanden?"
Danke für Deine Antwort. Ich verstehe Dich sehr gut. Famous brand = Bekannter Markenartikel, oder in anglizistischem Neudeutsch: Designerstück.
Mein Geschenke sind für den Familienvater (ca. 50 Jahre alt) und dann noch seine Frau und seine Tochter (ca. 23 Jahre) geplant.
Ich würde mich nicht getrauen, etwas wie eine Handtasche oder ein Schmuckstück auszusuchen. Oder wäre es Dir egal, wie das Stück genau aussieht - Hauptsache, die Marke stimmt ?
Ist es übrigens richtig, dass Chinesen aus Aberglauben keine Uhren schenken, oder spielt das im modernen China keine Rolle mehr ?
Also könnte ich auch feine Pralinen (= besonders gute und kunstvoll verarbeitete Schokolade) für die ganze Familie mitbringen ... hm, da muß ich mich erkundigen, was der Zoll so alles erlaubt.
Würde sich der Vater vielleicht auch über eine Flasche mit einem so genannten "edlen Tropfen" (= sehr auserwähltes alkoholisches Getränk) , z.B. Wein, Cognac oder Likör, usw., freuen ?
Ist eigentlich die Symbolik eines Geschenkes wichtiger als sein materieller Wert ?
Genug Fragen für heute an Dich. Und was würdest Du gerne über mich wissen wollen ? Frag ruhig. Und die Reihenfolge ist hier egal. Aber was Du über das Fragen an der Uni z.B. geschrieben hast, kann ich gut nachvollziehen. Wenn ich noch nicht sortiert habe, welche von meinen vielen Fragen gerade die wichtigste ist, frage ich auch lieber erst gar nicht. Über die größere Wichtigkeit der "richtigen Fragen" im Vergleich zu möglichen Antworten hat Max Frisch, ein Schweizer Autor, sehr interessante philosophische Betrachtungen angestellt. Ich finde seine Gedanken faszinierend, für mich ein wenig vergleichbar mit dem Kürzen auf dem Bruchstrich.
Ni_hao hat geschrieben:
Übrigens bin ich kein bisschen stolz auf mein Deutsch, seit ich vor zwei Wochen (!) begonnen habe, mir wenigstens einen elementaren Reise-Wortschatz in Chinesisch anzueignen, damit ich nicht in j e d e s Fettnäpfchen trete
Was ich damit meine .. hm. Vielleicht: Schon im ersten Moment, wo ich ernsthaft eine neue Sprache zu lernen versuche, kann ich plötzlich die Schwierigkeiten ermessen, die jemand beim Erlernen meiner Sprache schon überwunden hat. Im Klartext: Mir erscheint es jedenfalls unvorstellbar, jemals so gut Chinesisch zu sprechen wie Du bereits Deutsch beherrscht.
"In's Fettnäpfchen treten" ist umgangssprachlich (colloquial) und bedeutet "jemanden unwissentlich beleidigen".
Aber ich habe Glück mit meiner chinesischen Familie. Sie besitzen einen ausgezeichneten Humor, und wir werden sicher jede Menge miteinander lachen über die vielen Missverständnisse, die es ohne Zweifel geben wird. Ohne Humor Sprachen zu lernen stelle ich mir fade vor und gleichzeitig extrem anstrengend.
Apropos "Humor",
für Yampal gedacht:
Genial erklärt ! LOL . Hast Du das witzige Wortspiel verstanden, Ulla ?
Ich kenne mich mit den vielen Zitatverschachtelungen hier technisch noch nicht so aus. Darum habe ich heute erst einmal "alles in einen Topf geworfen". w
Für alle gedacht: Einen schönen Freitag !
Zài jiàn !
Vielen Dank für das herzliche Willkommen und den Link-Tipp
Für Ulla gedacht:
Zitat:
"ah, in HK ist es vielleicht nicht gleich wie bei uns. es gibt doch einige hier, die in HK leben. Sie können wohl besser Antworten darauf geben.
könntest du erstmal erklären, wem du Geschenk gibst? Die beliebtesten Geschenke aus Europa sind
meistens teuer, wohl auch für euch, wie Handtasche of famous brand(wie sagt man das auf Deutsch?) und Swarovski. Ich habe auch gehört, Geräte aus Deutschland auch beliebt sind, aber ich habe keine Ahnung, welche Geräte. Kleine Geschenke wie kleine schönen Dinge, die sehr typisch deutsch aussehen, werden sicher auch beliebt. Schokoladen sind leicht mitzubringen und können Geschenke für viele seien. (damit meine ich eigentlich auch, Schokoladen gelten wohl als allgemeine Geschenke und werden vielleicht allen Freunden geschenkt.)
bin ich verstanden?"
Danke für Deine Antwort. Ich verstehe Dich sehr gut. Famous brand = Bekannter Markenartikel, oder in anglizistischem Neudeutsch: Designerstück.
Mein Geschenke sind für den Familienvater (ca. 50 Jahre alt) und dann noch seine Frau und seine Tochter (ca. 23 Jahre) geplant.
Ich würde mich nicht getrauen, etwas wie eine Handtasche oder ein Schmuckstück auszusuchen. Oder wäre es Dir egal, wie das Stück genau aussieht - Hauptsache, die Marke stimmt ?
Ist es übrigens richtig, dass Chinesen aus Aberglauben keine Uhren schenken, oder spielt das im modernen China keine Rolle mehr ?
Also könnte ich auch feine Pralinen (= besonders gute und kunstvoll verarbeitete Schokolade) für die ganze Familie mitbringen ... hm, da muß ich mich erkundigen, was der Zoll so alles erlaubt.
Würde sich der Vater vielleicht auch über eine Flasche mit einem so genannten "edlen Tropfen" (= sehr auserwähltes alkoholisches Getränk) , z.B. Wein, Cognac oder Likör, usw., freuen ?
Ist eigentlich die Symbolik eines Geschenkes wichtiger als sein materieller Wert ?
Genug Fragen für heute an Dich. Und was würdest Du gerne über mich wissen wollen ? Frag ruhig. Und die Reihenfolge ist hier egal. Aber was Du über das Fragen an der Uni z.B. geschrieben hast, kann ich gut nachvollziehen. Wenn ich noch nicht sortiert habe, welche von meinen vielen Fragen gerade die wichtigste ist, frage ich auch lieber erst gar nicht. Über die größere Wichtigkeit der "richtigen Fragen" im Vergleich zu möglichen Antworten hat Max Frisch, ein Schweizer Autor, sehr interessante philosophische Betrachtungen angestellt. Ich finde seine Gedanken faszinierend, für mich ein wenig vergleichbar mit dem Kürzen auf dem Bruchstrich.
Ni_hao hat geschrieben:
Übrigens bin ich kein bisschen stolz auf mein Deutsch, seit ich vor zwei Wochen (!) begonnen habe, mir wenigstens einen elementaren Reise-Wortschatz in Chinesisch anzueignen, damit ich nicht in j e d e s Fettnäpfchen trete
Was ich damit meine .. hm. Vielleicht: Schon im ersten Moment, wo ich ernsthaft eine neue Sprache zu lernen versuche, kann ich plötzlich die Schwierigkeiten ermessen, die jemand beim Erlernen meiner Sprache schon überwunden hat. Im Klartext: Mir erscheint es jedenfalls unvorstellbar, jemals so gut Chinesisch zu sprechen wie Du bereits Deutsch beherrscht.
"In's Fettnäpfchen treten" ist umgangssprachlich (colloquial) und bedeutet "jemanden unwissentlich beleidigen".
Aber ich habe Glück mit meiner chinesischen Familie. Sie besitzen einen ausgezeichneten Humor, und wir werden sicher jede Menge miteinander lachen über die vielen Missverständnisse, die es ohne Zweifel geben wird. Ohne Humor Sprachen zu lernen stelle ich mir fade vor und gleichzeitig extrem anstrengend.
Apropos "Humor",
für Yampal gedacht:
Genial erklärt ! LOL . Hast Du das witzige Wortspiel verstanden, Ulla ?
Ich kenne mich mit den vielen Zitatverschachtelungen hier technisch noch nicht so aus. Darum habe ich heute erst einmal "alles in einen Topf geworfen". w
Für alle gedacht: Einen schönen Freitag !
Zài jiàn !
Re: hallo, ich bin chinesin in china~
Hallo Ulla,
von mir auch herzlich willkommen. Übrigens ist dein Deutsch wirklich gut, dafür dass du es erst seit zwei Jahren lernst. Hast du schon deutsche Bücher gelesen? Ich würde auch gerne Chinesisch lernen, mangelt im Moment allerdings an Zeit.
Falls du nicht nur Zeitungsartikel lesen möchtest, könntest du es auch einmal mit Märchen versuchen. Die sind meisten sehr kurz und sehr nett, und online finden sich eine ganze Menge davon. Ich hab mal die einzige Seite ausgewählt, die ein halbwegs angenehmes Format hatte: http://www.internet-maerchen.de/ (-> wenn du auf "Märchen online lesen" klickst, bekommst du eine ziemlich lange Liste). Ich musste allerdings die Anzeige von meinem Browser von "Unicode" auf "Western" stellen, damit die "ä", "ö" und "ü"`s richtig angezeigt werden.
Wenn du mehr Übung hast und einmal einen klassischen Autor lesen möchtest, könntest du vielleicht einmal etwas von Hermann Hesse probieren, z.B. "Demian", wenn er in deiner Unibibliothek steht. Meiner Meinung nach ist Hesse sehr gut (=hier: relativ leicht) zu lesen.
Deutsche Kinderbücher wären auch nicht schlecht, sind aber wahrscheinlich in China schwer zu bekommen.
Liebe Grüße
Britt
von mir auch herzlich willkommen. Übrigens ist dein Deutsch wirklich gut, dafür dass du es erst seit zwei Jahren lernst. Hast du schon deutsche Bücher gelesen? Ich würde auch gerne Chinesisch lernen, mangelt im Moment allerdings an Zeit.
Falls du nicht nur Zeitungsartikel lesen möchtest, könntest du es auch einmal mit Märchen versuchen. Die sind meisten sehr kurz und sehr nett, und online finden sich eine ganze Menge davon. Ich hab mal die einzige Seite ausgewählt, die ein halbwegs angenehmes Format hatte: http://www.internet-maerchen.de/ (-> wenn du auf "Märchen online lesen" klickst, bekommst du eine ziemlich lange Liste). Ich musste allerdings die Anzeige von meinem Browser von "Unicode" auf "Western" stellen, damit die "ä", "ö" und "ü"`s richtig angezeigt werden.
Wenn du mehr Übung hast und einmal einen klassischen Autor lesen möchtest, könntest du vielleicht einmal etwas von Hermann Hesse probieren, z.B. "Demian", wenn er in deiner Unibibliothek steht. Meiner Meinung nach ist Hesse sehr gut (=hier: relativ leicht) zu lesen.
Deutsche Kinderbücher wären auch nicht schlecht, sind aber wahrscheinlich in China schwer zu bekommen.
Liebe Grüße
Britt
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