beowulf hat geschrieben:
Ich bin sicher kein Kind von Traurigkeit, aber ich muss schon anmerken, dass ich in China (inklusive Taiwan) da einige sehr "häßliche" Dinge gesehen habe, die schon nicht mehr Grenzwertig waren und der schlechte Ruf von Ausländern da nicht ganz unbegründet ist.
Ist leider wahr. Ich selbst habe nur sehr selten Kontakt mit Ausländern, aber leider ist so ziemlich der einzige Ausländer, den ich hier kenne, so ein negatives Beispiel. Er ist sonst ein ganz netter Kerl, aber seine Ansichten und Verhalten sind in meinen Augen einfach nur haarsträubend. Sein Lieblingsthema ist grundsätzlich seine vielen Eroberungen, nicht nur in China, auch in Hong Kong, Philippinen etc. Es gibt kaum einen Ort an dem er war, wo er keine "Freundin" hat/hatte, von bezahlter Begleitung mal ganz zu schweigen. Wäre alles nicht so schlimm, aber der Mann ist verheiratet und hat 2 Kinder, und zwar hier im Ort. Es ist also nicht so dass er ganz allein im fremden Land aus "Einsamkeit" solche Beziehungen braucht. Seine Frau ist meine ehemalige Schülerin. Besonders amüsant scheint für ihn zu sein, wenn seine Frau mal eifersüchtig ist und bezüglich einer neueren Eroberung Verdacht schöpft. Wozu eigentlich Treue? Man ist ja reich und hat seine Frau finanziell schön genug entschädigt, ihr einen BMW und Luxuswohnung gekauft. Also warum nicht ein "bisschen" Spaß am Leben haben? Der Mann flirtet grundsätzlich mit jeder, ohne Rücksicht auf Verluste, einschließlich mit meiner Frau
Nach Barbesuchen quatscht man auch gerne mal vom Auto aus willkürlich Mädchen auf Mopeds an und hinterlässt seine Visitenkarte. Schließlich kann man nie genug Freundinnen haben, man kann es sich ja leisten. Eine seiner beliebtesten Freizeitbeschäftigungen ist neben ganz "normalen" Massagen (natürlich nie ohne die "Damen" anschließend ins Bett zu nehmen versteht sich) auch die "Zungenmassage". Nein, das ist nicht Massage der eigenen Zunge, sondern man wird mit den
Zungen der Damen
am ganzen Körper "massiert". Ist kein Witz, das gibt es in China wirklich. Ein paar Mal wollte er mich dazu nach Shenzhen einladen, was ich aber dankend ablehnte. Ehrlich gesagt dreht sich mir allein vom Gedanken schon der Magen um
Einmal war er dabei, wie ich mich von einer Bekannten verabschiedete, die er dann natürlich auch "süß" fand. Die Frage, wie sie denn im Bett sei (oder sowas in der Art) durfte natürlich auch nicht fehlen. Als ich dann sagte, sie ist eine ganz normale Bekannte, nicht mehr, dass weder ich an ihr noch sie an mir auf andere Art interessiert sei, kam von seiner Seite erstmal verständnisloses Schweigen. Wie man sich überhaupt mit Leuten abgeben kann, mit denen man nicht ins Bett geht, schien irgendwie sein Vorstellungsvermögen zu überschreiten.
Zu all dem kommt noch der feste Glaube, mit Geld ALLES kaufen zu können. Mein Bekannter lässt auch nie eine Gelegenheit aus, diese Einstellung raushängen zu lassen. Daher "liebt" er China auch so. Wo sonst auf der Welt kann man seine dekadenten Phantasien so ausleben wie hier?

Chinesisch lernen??? Wozu denn? Mit Geld kann man doch sowieso jedes Problem lösen. Ansonsten hat man schon seine Bimbos, die für einen übersetzen. Rote Ampel überfahren? Kein Problem! Einfach zeigen dass man kein Wort chinesisch versteht und weiterfahren. Die dummen Polizisten trauen sich ja doch nicht was gegen Ausländer zu machen. Wenn doch auch egal. Eine Handvoll Hunderter in die Hand gedrückt wirken Wunder. Volltrunken am Steuer und Totalschaden? Kein Problem! Lösung siehe oben, nur Summe entsprechend "anpassen". Deshalb Führerschein weg?? Natürlich nicht! In Zukunft vorsichtiger sein und nur nüchtern fahren? Nee, wieso? Man hat genug Geld um sich aus jeder selbst verschuldeten Lage freikaufen zu können. Regeln, Gesetze und Rücksicht sind sowieso eher Sachen für die "armen Schlucker" (wie ich).
Ich will jetzt hier nicht meinen Bekannten schlecht machen. Wie gesagt ist er abgesehen von seinen "Ansichten" ein netter Mensch. Aber ich wollte mal sein Verhalten als abschreckendes Beispiel anbringen.
Na ja, allerdings scheint ein Teil der chinesischen Verwandtschaft meines Bekannten moralisch auch nicht sehr viel höher zu stehen. Einige Male war ich mit ihm, seinem chinesischen Schwager und anderen Verwandten oder Bekannten in Clubs. Jedes Mal sorgte dieser Schwager (Bruder der Ehefrau) für weibliche Begleitung, ganz klar mit dem Hintergedanken, dass nach dem Trinken gehen mit den Mädels andere Unterhaltung angesagt war. OK, das weiß jeder, so etwas ist in China normal. Aber welcher chinesische Mann organisiert denn (heimlich) Nutten für den Ehemann der kleinen Schwester? Für mich ist das schon irgendwie krank.
Ja, die Chinesen die Geld haben leben genau so, meisten wahrscheinlich noch schlimmer. Aber es ist schon wahr was in diesem Thread öfter gesagt wurde: wir sind hier
Gäste, wir sollten ganz besonders auf unser Verhalten achten, nicht einfach nur blind alles nachmachen, was man hier sieht, nach dem Motto "die Chinesen machen es ja auch so". Was spricht dagegen, dass wir mit guten Beispiel voran gehen und uns BESSER verhalten als jeder "Zhou" vom Land? Die Chinesen spucken in der Öffentlichkeit und werfen überall ihrem Müll herum. Na und? Müssen wir das auch so machen? Wenn es Leute gibt, die sich in einem fremden Land zu rücksichtslos und ohne jegliche Feinfühligkeit bezüglich der Kultur des Landes verhalten, ist es doch wirklich kein Wunder, dass wir als Ausländer ein so schlechtes Image haben und darunter leiden müssen.
