Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

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Bestes Studium für Arbeit in China

BWL
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VWL
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Jus
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Bin beleidigt, da du dich nicht für meinen Studiengang interessierst^^
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Aremonus
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Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von Aremonus »

Ich bin derzeit an der HSG im Assessment Year und etwas unentschlossen, wie es weiter gehen soll. Da ich später zumindest für eine gewisse Zeit gerne nach China arbeiten gehen würde, wäre natürlich ein Studium, mit welchem sich auch in der Volksrepublik Jobs finden lassen, angenehm.

Wäre da BWL oder VWL besser? Gibt es als euroäischer Jurist irgendwelche Chancen in China?
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Liberator
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von Liberator »

Aremonus hat geschrieben:Wäre da BWL oder VWL besser?
Für dich wäre das am besten, welches dir besser liegt :roll:
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RoyalTramp
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von RoyalTramp »

Ich habe mich mal als Historiker für die 4. Antwort eingetragen! :P

Aber Scherz beiseite: Als europäischer Jurist? Was willste denn damit hier? Die Jurisdiktion funktioniert hier meiner Meinung nach doch erheblich anders, auch wenn sich das "bürgerliche" chinesische Gesetzbuch an dem deutschen BGB orientiert, wie mir meine Studenten versichert haben. Aber mit einem europäischen Rechtsverständnis würdest du hier wohl auf unglaublich viele Barrieren stoßen, die du nicht einreißen würdest können. Daher würde ich aus meiner subjektiven Erwartungshaltung einfach vordergründig sagen: Jura = nope, schlechte Chancen, hier irgendwo (sinnvoll) unterzukommen. ABER für z.B. deutsche Unternehmen, könnte jemand, der ein wenig Erfahrung mit dem chinesischen Regelwerk hat sammeln können, GERADE interessant sein, wenn du dann wieder nach Deutschland zurückgehen würdest. Denn viele deutsche Unternehmen sind oder wollen sich ja immer noch am chinesischen Markt platzieren und wenn sich da jemand mit der Geseteslage auskennen sollte...wäre topp! ^^

Bei VWL und BWL sieht das mit Chancen hier vor Ort wiederum etwas anders aus, wobei ausländische VWL-ler dem Anschein nach, etwas beliebter sind als ausländische BWL-ler, weil die etwas "globaler" denken, als die besagten BWL-ler. Aber auch hier: dies ist meine persönliche Meinung, die ein wenig auf meinen Erfahrungen im Umgang mit meinen Studenten beruht, da ich sonst zu diesem Feld keinen Bezug habe. Zumal: Du wärest sprichwörtlich nicht der erste VWLer/BWLer, der sein Glück in China suchen würde. Mitunter können sich die Unternehmen hier vor lauter Anfragen kaum noch retten, dass die da mittlerweile auch wirklich wählerisch sein können.

Hat also alles irgendwo Vor- und Nachtteile. Daher gilt: Studiere das, was dir am nächsten liegt oder dir am meisten Spaß macht. Was nutzt ein Studium, wo du vielleicht am Ende einen guten Job hast, wenn dahinter nicht auch ein gewisser "Spaß" steckt. Denn Magengeschwüre sind dann vorprogrammiert und die sind auch nicht wirklich "prickelnd" (im übertragenen Sinne des Wortes).
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TaugeNix

Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von TaugeNix »

Als Jurist (bzw. Jurist in Spe), der sein Glück in China versuchen wird, muss ich dir sagen:
klar, es geht. Ist aber sicherlich deutlich schwerer als beide anderen Alternativen.

Zu Royal: Es gibt in China unglaublich viele internationale Kanzleien, mehrheitlich aber Ami (Global Player wie Freshfields, Hunton, DLA, usw.), d.h. anglo-amerikanische, die mit kontinental-europäisch ausgebildeten Juristen erstmal weniger am Hut haben (was nicht heißt, man hätte bei denen keine Chancen, nur "passen" deren Ausbildungskonzepte oftmals nicht so 100%ig auf das europäische Verständnis). Allerdings sind insbesondere deutsche Juristen (k.A. wie das bei der Schweiz ist) doch recht angesehen und gern genommene Juristen, da unsere Ausbildung eigentlich sch*isse ist, aber wir durch das theoretische Verständnis deutlich schneller als andere Juristen mit völlig unbekannten Sachverhalten klarkommen (so immer wieder die Anwälte, mit denen ich mich unterhielt).

Trotzdem: es ist sicherlich nicht leicht, da der Markt den Amis und UKlern gehört - und wenn du da mit irgendner Schweizer Uni kommst (auch die HSG hilft da nicht viel), wollen die erstmal hören, wo du noch warst, am besten Cambridge, Oxford, Princeton, usw. (die üblichen Verdächtigen halt).
Die deutschen Großkanzleien sind recht rar vertreten, und wenn, dann mit kleineren Offices.

Alternative (da, wo ich hinmöchte): Inhouse bei nem deutschen Konzern, also in die juristische Abteilung des jeweiligen Konzerns. Kommt man aber nur mit Berufserfahrung hin, am besten in einer der oben angesprochenen Großkanzleien.

Der Weg nach China ist für Juristen sicherlich am schwersten, und ich, der keine so extreme Top-Noten hat, und einen sehr auf Asien ausgerichteten Lebenslauf, sehe ehrlicherweise große Schwierigkeiten. Realistischer ist es, in Deutschland anzufangen, sich hochzuarbeiten und dann zu "wechseln". Direkteinstieg.. Wird schwer, so leid es mir (auch für mich) tut.

Zumal man nicht vergessen darf: Juristen in den angesprochenen Positionen verdienen mal locker mehr als 45k €, in den Großkanzleien auch mal als Einstieg etwa 65k €. Da schicken die also nur die Besten der Besten hin, Berufsanfänger gehören bei den Juristen selten dazu :(

Mein Tipp: mach' was, was die Spaß macht (bei mir ist das nunmal das IP-Law). Dann machen dir die einsamen Stunden beim Lernen nicht mehr so viel aus, und v.a. später auch die unzähligen Überstunden, die ich selbst als Prakti in der größten Kanzlei der Welt ableisten musste (8.00 - 23.00 war bei ner einzuhaltenen Frist keine Seltenheit, da geht bei den Sachverhalten nix mehr in den Kopp). Die Fächer eignen sich nicht für jeden (ich würde z.B. im Leben nix mehr mit Mathe machen wollen, auch wenn ich im Abi 13 Punkte in Mathe hatte), und auch Austauschprogramme sollten berücksichtigt werden.

Gruß,
TaugeNix^wird mindestens 30 Jahre alt sein, bis er Volljurist ist.. (bin jetzt 26) o_0'
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von Aremonus »

hehe, ich hab' hier nur dinge aufgelistet, die mir Spass machen. Andere Dinge, wie Sinologie, die mir wenig Spass machen, oder sonst für mich nicht in Frage kommen, sind im vierten Punkt untergebracht :mrgreen:

Tendiere derzeit etwas mehr zu VWL, da mir VWL einfach locker von der Hand geht, d.h. ich müsste weniger Arbeiten :lol: BWL wäre jedoch auch interessant und meinen Eltern lieber, da ich dann ihrer Meinung nach das Familienunternehmen besser führen könnte...
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von RoyalTramp »

Aremonus hat geschrieben:Tendiere derzeit etwas mehr zu VWL, da mir VWL einfach locker von der Hand geht, d.h. ich müsste weniger Arbeiten :lol: BWL wäre jedoch auch interessant und meinen Eltern lieber, da ich dann ihrer Meinung nach das Familienunternehmen besser führen könnte...
Wenn dir VWL eher liegt, dann: Worauf wartest du noch? Hast deinen Studiengang gefunden! ;)

Gruß
Royal (<- der heult, weil sein Studiengang so unbeliebt ist)
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von no1gizmo »

Alle drei Studiengänge sind nicht ideal um nach Ostasien zu gehen. Am besten sind Ingenieurfächer (Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik etc. pp.). Da sind auch als Berufseinsteiger 45k drin, wenn sogar hier in Berlin, dann in Süd-/West-Deutschland erst Recht. Im Ausland sind diese Studiengänge sehr beliebt.

Sehr geeignet ist auch Wirtschaftsingenieurwesen (studiere ich selber, aber das ist nicht der Grund, warum ich diesen Studiengang hier gut dar stelle)

Bei VWL und BWL tut sich eigentlich nichts, glaube aber, das Betriebswirtschaftslehre eher vorteilhaft ist. Kommt aber auf den Schwerpunkt drauf an!

@TaugeNix: Danke für deinen ehrlichen Beitrag! War sehr interessant.
RoyalTramp hat geschrieben: Die Jurisdiktion funktioniert hier meiner Meinung nach doch erheblich anders, auch wenn sich das "bürgerliche" chinesische Gesetzbuch an dem deutschen BGB orientiert, wie mir meine Studenten versichert haben. A
Rotfl, schön wärs? Die japanische Gesetzgebung hat sich in der Meiji-Zeit an dem deutschen BGB orientiert, nicht China, welches sich sowohl bei der Gesetzgebung als auch bei der -durchsetzung aufführt wie ein Irrer im Beate Use Laden...
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von TaugeNix »

no1gizmo hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben: Die Jurisdiktion funktioniert hier meiner Meinung nach doch erheblich anders, auch wenn sich das "bürgerliche" chinesische Gesetzbuch an dem deutschen BGB orientiert, wie mir meine Studenten versichert haben. A
Rotfl, schön wärs? Die japanische Gesetzgebung hat sich in der Meiji-Zeit an dem deutschen BGB orientiert, nicht China, welches sich sowohl bei der Gesetzgebung als auch bei der -durchsetzung aufführt wie ein Irrer im Beate Use Laden...
Naja.. so ganz stimmt das nicht, Gizi (erstmal: bidde schön ;) )!
Richtig ist, wie Royal sagte, dass viele Bestandteile des BGBs in die chinesische Gesetzgebung mit eingeflossen sind (und sich damit gegen das anglo-amerikanische Case-Law durchsetzte), wie bei den Japanern. Leider hat der chinesische Gesetzgeber (und da hast du wieder recht), es nicht auf die Reihe bekommen und einen Flickenteppich nach dem anderen produziert.
Das ZGB (Zivile Gesetzbuch) ist glaube ich seit 25 Jahren in der Entstehung.. verabschiedet wurde es soweit ich weiß bis heute nicht, einzelne Teile hier und da einfach "mitverabschiedet" und irgendwo reingedrückt.

Man darf halt nicht vergessen, dass unser Recht weit über 100 Jahre (geschriebene) Tradition hat (ja, wir leben auch heute noch manchmal nach über 100 Jahre alten Gesetzen!), während die Chinesen nach der Kulturrevolution erstmal vor dem sprichwörtlichen Nichts in der Rechtswissenschaft standen.. :(

Gruß,
TaugeNix^übernimmt keine Gewähr :P
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von no1gizmo »

Echt? Nicht, dass ich es dir, als juristisch wirklich nicht ungebildete Person, nicht glauben würde, aber kann man das irgendwo leicht verständlich (als juristischer Laie) nachlesen?

Ich hatte das als Mythos abgetan oder als Verwechslung mit japanischer Geschichte....

http://books.google.de/books?id=SmmzBak ... it&f=false" target="_blank

@RoyalTramp: Entschuldigung, dass ich dich zu Unrecht blöd angemacht habe.
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von TaugeNix »

Ich denke schon, dass man das irgendwo gut nachlesen kann - aber ich hab mein "Wissen" nur aus etlichen Vorlesungen ;)

Aber, wo ich nun genauer nachdenke: so gaaanz richtig war auch mein Statement nicht.
Die Chinesen haben viel von den Japanern übernommen, somit stand das BGB auch mehr indirekt Pate für das chinesische Recht.

Meine Vorlesungsunterlagen sind leider alle in irgendwelchen Kisten (die wohl nie wieder das Licht der Welt erblicken werden), nur noch die Staatsexamenssachen sind draußen, sonst könnte ich mal nen paar Quellen nennen.

Gruß,
TaugeNix^muss jetzt weg..
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von RoyalTramp »

@ Gizmo

Ja, ne...no thema! Was glaubst du, wie baff ich erst war, als mir das viele Studenten unabhängig voneinander mir in diversen Veranstaltung (wo man sich zu Beginn einer Veranstaltungsreihe immer erst kennenlernt) gesagt haben. Sie: "Ich studiere Jura und will nach Deutschland mein Staatsexamen machen." Ich: "Äh...ja...wie...wieso in Deutschland? Was hat chinesisches Recht mit Deutschland zu tun?" Sie: "Das chinesische bürgerliche Recht orientiert sich am deutschen BGB, wussten sie das nicht?" Ich: "Äh...nö..."

In wie weit sich dabei das chinesische "BGB" an das deutsche "BGB" anlehnt, ob es vielleicht auch nur eine Übernahme deutscher Elemente über den Umweg des japanischen ist, kann ich dir als juristischer Volllaie nicht sagen. Aber mehrere Studenten haben mir das nun schon in diversen Veranstaltungen übereinstimmend...und wie gesagt...unabhängig so erklärt, dass ich da eigentlich keinen Zweifel dran hege, dass es da irgendwo ein "deutsch-chinesisches" Joint-Venture gibt. ;)
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Re: Jobs in China als BWLer, VWLer oder Jurist

Beitrag von Aremonus »

Wenn dir VWL eher liegt, dann: Worauf wartest du noch? Hast deinen Studiengang gefunden!
Das Problem ist einfach, dass ich nicht weiss, ob mir VWL nicht bald einmal zu abgehoben wird und ich das Gefühl bekomme, in einem Elfenbeinturm zu sein^^ Nur weil ich weniger Stunden Aufwand habe, heisst das eben nicht unbedingt, dass der Studiengang besser zu mir passt.
Da sind auch als Berufseinsteiger 45k drin, wenn sogar hier in Berlin, dann in Süd-/West-Deutschland erst Recht
Durchschnittlicher BA-Absolvent von der HSG kriegt bei Berufseinstieg c.a. 60k € Brutto, Master jenach Richtung etwa 85k € und ziemlich zügiger zuwachs...

Aber ich würde nicht nach China gehen, um viel zu verdienen. So 30k € wären schon ganz nett, aber in China wohl eher schwierig zu bekommen, wenn man nicht gerade nach SH oder HK geht und nahezu perfekt Chinesisch spricht.
Royal (<- der heult, weil sein Studiengang so unbeliebt ist)
Geschichte wäre mir zu schwierig, da ich nicht so super gerne auswendig lerne :wink:
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