Who is interested in being a German teacher in China?

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RoyalTramp
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von RoyalTramp »

de guo xiong hat geschrieben:Wenn schon Fake warum dann nicht gleich für ein Jahr (F-Visum oder Residence Permit) die Vorrausetzungen sollten, bis auf den Gesundheitsscheck, ähnlich sein und du würdest mind. einmal jährlich 4000RMB (minus Gesundheitscheck und eventl. höhere Kosten) sparen.
Macht die Organisation meines Vertrauens nicht, da erhöhtes Risiko (oder weil entsprechende Connections wohl augenscheinlich fehlen). Aber ich habe schon echt mega schlechtes Feeling, mir hier meinen Aufenthalt eigentlich illegal durch ein F-Visum zu "erschleichen". Bei einem "Z-Visum" könnte ich überhaupt nicht mehr schlafen, zumal die Gefahr da am größten ist, dass man von der Ausländerbehörde wesentlich penibler drauf guckt, wer so ein Arbeitsvisum beantragt, dass ich fürchte, dass der ganze "Schwindel" hier dann auffliegt und ich China für die nächsten 20 Jahre dann auf "Nimmerwiedersehen" sagen muss, was gelinde gesagt eine ganz schlimme Katastrophe wäre...
de guo xiong hat geschrieben:Was ist die "BKP" oder meinst Du BKK? ... ich habe keine Anwartschaften - bin ich jetzt ein schlechter Deutscher? Übrigens könntest Du für das Geld eine Krankenversicherung abschließen, was momentan sicher nützlicher wäre?!
BKP nenne ich die Bundesknappschaft, bei der ich derzeit auf Anwartschaft gestellt bin. Ich weiß nicht, ich habe immer irgendwie das Gefühl, dass es ganz schlecht ist, wenn ich meinen Versichertenstatus, wenn auch nur als Anwartschaft, komplett aufgeben würde. So habe ich z.B. während meines Aufenthalts in Deutschland zum Zahnarzt gemusst, nachdem ich mir dank einer katastophalen Wurzelbehandlung in China im Sommer '08 *alptraum* eine fette Entzündung am Wurzelfuß eingezogen habe. Denn ich wollte nicht schon wieder einem chinesischen Zahnarzt die Gelegenheit geben müssen, da Pfusch anzustellen, dass ich in Deutschland dann zum Check bin. Musste dafür zwar fies hin und her rennen, bis die BK die Kosten für das bloße "Nachschauen" und Beraten dann übernommen hat, aber mit einer chinesischen Versicherung wäre da nun gar nix gewesen, dass es okay ist, dass ich da diese Anwartschaft hatte, denke ich.

P.S.: Bin dann übrigens doch wieder hier in China zu einem Zahnarzt gegangen, da die anfallenden Behandlungskosten für diese Sache in Deutschland für mich völlig unbezahlbar gewesen wären und darüber hinaus die Behandlung länger als einen Monat gedauert hätte, ich aber nur 1 Monat Zeit in Deutschland hatte. Des weiteren hatte ich gehofft, dass diese Behandlung in China eventuell etwas billiger wäre. Aber tragisch: Die Kosten waren 1:1 die gleichen wie in Deutschland... :cry:
Aber trotzdem an dieser Stelle eine Empfehlung für die, die es vielleicht nicht wissen sollten, aber es gibt in Shanghai eine zahnärztliche Gemeinschaftspraxis namens CIDI und ich gestehe, dass ich von der dortigen Behandlung begeistert bin. Eine problemlosere, schmerzfreiere Wurzelbehandlung habe ich noch nie durchmachen müssen. Kann daher die Zahnärzte von CIDI nur empfehlen!
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de guo xiong
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von de guo xiong »

RoyalTramp hat geschrieben:
de guo xiong hat geschrieben:Wenn schon Fake warum dann nicht gleich für ein Jahr (F-Visum oder Residence Permit) die Vorrausetzungen sollten, bis auf den Gesundheitsscheck, ähnlich sein und du würdest mind. einmal jährlich 4000RMB (minus Gesundheitscheck und eventl. höhere Kosten) sparen.
Macht die Organisation meines Vertrauens nicht, da erhöhtes Risiko (oder weil entsprechende Connections wohl augenscheinlich fehlen). Aber ich habe schon echt mega schlechtes Feeling, mir hier meinen Aufenthalt eigentlich illegal durch ein F-Visum zu "erschleichen". Bei einem "Z-Visum" könnte ich überhaupt nicht mehr schlafen, zumal die Gefahr da am größten ist, dass man von der Ausländerbehörde wesentlich penibler drauf guckt, wer so ein Arbeitsvisum beantragt, dass ich fürchte, dass der ganze "Schwindel" hier dann auffliegt und ich China für die nächsten 20 Jahre dann auf "Nimmerwiedersehen" sagen muss, was gelinde gesagt eine ganz schlimme Katastrophe wäre...
de guo xiong hat geschrieben:Was ist die "BKP" oder meinst Du BKK? ... ich habe keine Anwartschaften - bin ich jetzt ein schlechter Deutscher? Übrigens könntest Du für das Geld eine Krankenversicherung abschließen, was momentan sicher nützlicher wäre?!
BKP nenne ich die Bundesknappschaft, bei der ich derzeit auf Anwartschaft gestellt bin.
wieder etwas gelernt ;)
aber mit einer chinesischen Versicherung wäre da nun gar nix gewesen, dass es okay ist, dass ich da diese Anwartschaft hatte, denke ich.
Ich meinte ja auch eine deutsche Versicherung, die dann auch Behandlungen im Heimatland bezahlt. Die starten ca. ab 40 Euro/Monat (wenn man angibt, dass man noch einen Wohnsitz (z.B. Eltern) in D hat.
Da ich aus deinen Postings herausgelesen habe, das Du nicht sobald nach D zurück willst/kannst, warum dann diese Anwartschaft und nicht lieber für akute Probleme vorsorgen?

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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von RoyalTramp »

Welche Versicherung macht das, die erschwinglich wäre? Allianz? Ich kenne keine...hier eine Liste

1 Expat Retired Würzburger Versicherungs AG 124,95 €
2 AE Gold 1300 NHC Europäische Dänemark 139,04 €
3 Orbit 300 Justitia N.V. / Vanbreda 161,86 €
4 AE Gold 400 NHC Europäische Dänemark 168,61 €
5 Orbit 100 Justitia N.V. / Vanbreda 177,33 €
6 AS International 250 Allianz Worldwide Care 179,05 €
7 Orbit Justitia N.V. / Vanbreda 183,96 €
8 AE Gold NHC Europäische Dänemark 188,30 €
9 Platinum 1300 NHC Europäische Dänemark 192,76 €
10 AS International Allianz Worldwide Care 197,43 €
11 Universe Justitia N.V. / Vanbreda 215,19 €
12 Platinum 400 NHC Europäische Dänemark 240,45 €
13 Platinum NHC Europäische Dänemark 275,36 €

Und da sagt mir mein Geldbeutel einfach "nein" und bleibt nur das Hoffen, dass ich mir schon nichts Schlimmeres zuziehen werde.
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von de guo xiong »

RoyalTramp hat geschrieben:Welche Versicherung macht das, die erschwinglich wäre? Allianz? Ich kenne keine...hier eine Liste

Und da sagt mir mein Geldbeutel einfach "nein" und bleibt nur das Hoffen, dass ich mir schon nichts Schlimmeres zuziehen werde.
schau mal hier: http://www.dkv.com/ausland-krankenversi ... _8852.html" target="_blank

oder etwas teurer und trotzdem billiger als "deine Liste":

http://www.bdae.de/" target="_blank

de guo xiong

PS.: wenn du unter Auslandsreisekrankenversicherung hier im Forum suchst findest Du auch noch mehr Tipps
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von RoyalTramp »

Habe beim Bund Deutscher Auslands-Erwerbtätiger auch schon geschaut. Aber auch da: übersteigt einfach meine finanziellen Möglichkeiten. Denn ich müsste auch auf jeden Fall den "Zahnarzttarif" reinnehmen, da ich wohl eher häufiger zum Zahnarzt, denn zu anderen praktischen Ärzten muss. Der Spaß kostet inklusive Zahnbehandlungen monatlich 122 € und ist damit out of question bei meinem Verdienst.

Das einzige was mir in meiner Situation hilft, ist ein anderer Job, mit mehr, aber was noch viel besser wäre: mit regelmäßigem Gehalt, dass ich mir auch so eine Versicherung erlauben könnte, aber so einen Job finde ich leider nicht als "Philosoph" bzw. "Historiker"...
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von Guangzhou »

Ich kenne mich mit den gesetzlichen KK nicht aus, weil ich immer privat vers. war, diese Sache mit der Anwartschaft usw. sagt mir garnichts, bei Rentenvers. wurde ich es ja verstehen das weiter zu zahlen um einen evtl. Anspruch zu erhalten aber bei einer Krankenkasse? Sobald du nach D zurueck kommst bist du pflichtversichert, d.h. wenn du im schlimmsten Fall erstmal Hartz 4 beantragst musst du auch eine Vers. vom Staat finanziert bekommen. Wenn du wieder angestellt bist suchst du dir halt irgend eine KK aus die dir gefaellt.
Fuer 65 Euro gibt es die Hanse-Merkur Reisekrankenvers. 5 Jahre mit Verlaengerungsoption nochmal 5 Jahre.
Das mit dem Umzug in eine andere Stadt usw. ist natuerlich immer mit einem kleinen Risiko verbunden aber ohne irgend ein Risiko einzugehen wirst du es im Leben nicht weit schaffen. Dann musst du dich halt nach einem Job umgucken und Deine Freundin erstmal 2-5 Monate alleine lassen bis du soweit gefestigt bist, dass ihr auf die Suche gehen koennt fuer sie einen Job in der neuen Stadt zu finden.
Ich stand in meinem Leben auch schon mal vor dem absoluten Tiefpunkt - 5 Jahre auf Besserung wartend wurden die Depressionen so gross dass ich zu allem bereit war und mein Leben komplett veraendert habe - mit dem Risiko alles zu verlieren incl. Freunden und Familie. Einiges ist dabei auf der Strecke geblieben aber es war die richtige Entscheidung, denn nochmal 5 Jahre hart fuer andere arbeitend nur von der Hand in den Mund lebend haette ich mir nicht angetan....

Guck dich auf dem Stellenmarkt um und sei selbstbewusst - mit Deinen Faehigkeiten (soweit ich das herauslesen kann) sollte sich etwas finden lassen.

Gruss
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happyfuture
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von happyfuture »

RoyalTramp hat geschrieben:Habe beim Bund Deutscher Auslands-Erwerbtätiger auch schon geschaut. Aber auch da: übersteigt einfach meine finanziellen Möglichkeiten. Denn ich müsste auch auf jeden Fall den "Zahnarzttarif" reinnehmen, da ich wohl eher häufiger zum Zahnarzt, denn zu anderen praktischen Ärzten muss. Der Spaß kostet inklusive Zahnbehandlungen monatlich 122 € und ist damit out of question bei meinem Verdienst.

Das einzige was mir in meiner Situation hilft, ist ein anderer Job, mit mehr, aber was noch viel besser wäre: mit regelmäßigem Gehalt, dass ich mir auch so eine Versicherung erlauben könnte, aber so einen Job finde ich leider nicht als "Philosoph" bzw. "Historiker"...
Hast Du Dich schon mal irgendwo beworben in CN?
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von aquadraht »

RoyalTramp hat geschrieben: Das einzige was mir in meiner Situation hilft, ist ein anderer Job, mit mehr, aber was noch viel besser wäre: mit regelmäßigem Gehalt, dass ich mir auch so eine Versicherung erlauben könnte, aber so einen Job finde ich leider nicht als "Philosoph" bzw. "Historiker"...
Ok. Dann denke vielleicht mal darüber nach, mit Deiner Freundin ein paar Jahre nach Europa zu gehen. Als Chinesischlehrer in D verdienst Du womöglich besser als als Deutschlehrer in China, und auch Deine Freundin verdient selbst bei einfachen Jobs in Frankfurt oder Berlin besser als in SH. Du kannst dann ja ein Tesol- und DfA-Zertifikat machen, womit Du nachher in China an richtige Unis gehen kannst.

Es mag Dir entgangen sein, aber am Ende der sozialliberalen Koalition und zu Beginn des Kohlregimes gab es in D eine massive Akademikerarbeitslosigkeit, von "Philosophen", "Historikern", Lehrern allgemein und auch Physikern und Chemikern. Die Leute mussten sich auch durchschlagen. Ich habe in der Zeit vier kleine Kinder gehabt, und das war verdammt kein Ponyhof. Ich habe (ausser Automechaniker, Rettungssanitäter und Krankenpflegehelfer) Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Geschichte gelernt (Magister und Promotion) und konnte auf Programmierer und EDV-Organisator umschulen. Das hat dann irgendwie hingehauen.

Und ich habe dann einen draufgesetzt und mich in "richtige Informatik", nämlich Systemprogrammierung, eingearbeitet. Damit liess sich dann Arbeit kriegen, zusammen mit anderen Ingenieuren, die den "geraden Weg" gegangen waren. Inzwischen habe ich zwei weitere Kinder grossgekriegt, eine weitere Ehe in den Sand gesetzt, und lerne verschärft Chinesisch, weil ich nach meinem "aktiven Berufsleben" in China arbeiten will, möglichst im Bereich erneuerbare Energien. Ok, ich mache das dann gepampered mit einem arbeitsunabhängigen Minimaleinkommen aus meiner (nunja) Altersversorgung. Aber etwas Neues anzufangen werde ich aufhören wenn ich tot bin.

Aber Du solltest Deine Depressionen durchs Klo spülen. Umwälzungen finden in Sackgassen statt. Wenn Dir Deine Situation nicht passt und Du nicht so doof bist, Dich aufzuhängen, ändere Sie.

Alles Gute für Dich und Deine Freundin

a^2
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von RoyalTramp »

happyfuture hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben:Habe beim Bund Deutscher Auslands-Erwerbtätiger auch schon geschaut. Aber auch da: übersteigt einfach meine finanziellen Möglichkeiten. Denn ich müsste auch auf jeden Fall den "Zahnarzttarif" reinnehmen, da ich wohl eher häufiger zum Zahnarzt, denn zu anderen praktischen Ärzten muss. Der Spaß kostet inklusive Zahnbehandlungen monatlich 122 € und ist damit out of question bei meinem Verdienst.

Das einzige was mir in meiner Situation hilft, ist ein anderer Job, mit mehr, aber was noch viel besser wäre: mit regelmäßigem Gehalt, dass ich mir auch so eine Versicherung erlauben könnte, aber so einen Job finde ich leider nicht als "Philosoph" bzw. "Historiker"...
Hast Du Dich schon mal irgendwo beworben in CN?
Hatte mich bei diversen Universitäten als Deutschlehrer beworben, aber leider nur Absagen, da ich entweder zu gering qualifiziert war oder aber weil die so merkwürdige Voraussetzungen gestellt haben, wie z.B. auch die Xiangtan-Uni in Hunan: Nur verheiratete deutsche Pärchen. Die suchen da nämlich Deutsch-Lehrer immer im Doppelpakt, und hoffen, auch so das Problem umschiffen zu können, dass diverse "Lehrer" mehr Interesse an den weiblichen Studierenden entwickeln als an ihrer Arbeit.
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von RoyalTramp »

aquadraht hat geschrieben:Ok. Dann denke vielleicht mal darüber nach, mit Deiner Freundin ein paar Jahre nach Europa zu gehen. Als Chinesischlehrer in D verdienst Du womöglich besser als als Deutschlehrer in China, und auch Deine Freundin verdient selbst bei einfachen Jobs in Frankfurt oder Berlin besser als in SH. Du kannst dann ja ein Tesol- und DfA-Zertifikat machen, womit Du nachher in China an richtige Unis gehen kannst.
Ich würde sehr gerne das DaF-Zertifikat nachmachen, habe aber da arge finanzielle Probleme...beim letzten Nachfragen Betrug der Preis für so ein Lehrgang am Sprachinstitut der Kassler Uni 800 Euro! o.O

Als Chinesisch-Lehrer kann ich nicht arbeiten. Wie ich schon gesagt habe: Ich kann nur das machen, worin ich auch gut bin, und auch wenn ich fließend Mandarin spreche, dass ich hier in China soweit nirgends große Probleme habe, mich zu artikulieren, sei es auf der Straße, bei der Polizei oder sonstigen Behörden oder Ärzten, ABER dennoch hapert es bei mir mit den Tönen...und da muss man als Chinesisch-Lehrer nunmal fit sein. Ohne in der Lage zu sein, die Töne durchweg richtig zu treffen, will ich kein Chinesisch unterrichten, weil ich mich sonst beim Unterrichten von Selbstzweifeln plagen müsste, ob das, was ich gerade gesagt habe, denn überhaupt richtig war. Unsicherheit...und wenn das dann die Studis herausbekommen, dann kann man das ganze gleich vergessen.
aquadraht hat geschrieben:Es mag Dir entgangen sein, aber am Ende der sozialliberalen Koalition und zu Beginn des Kohlregimes gab es in D eine massive Akademikerarbeitslosigkeit, von "Philosophen", "Historikern", Lehrern allgemein und auch Physikern und Chemikern. Die Leute mussten sich auch durchschlagen. Ich habe in der Zeit vier kleine Kinder gehabt, und das war verdammt kein Ponyhof. Ich habe (ausser Automechaniker, Rettungssanitäter und Krankenpflegehelfer) Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und Geschichte gelernt (Magister und Promotion) und konnte auf Programmierer und EDV-Organisator umschulen. Das hat dann irgendwie hingehauen.
Ne, das habe ich natürlich nicht mehr mitbekommen, denn da war ich gerade erst zarte 4...5 Lenze jung...alt. Aber ich kann dich beruhigen: Die Akademikerarbeitslosigkeit war damals noch nicht so extrem, wie sie es dann 2005 war. Denn just das Thema "Akademikerarbeitslosigkeit" habe ich auch in meinem Test-DaF Unterricht zum Inhalt erkoren. Mein Pech: bin da fast noch in die damalige Akademikerschwemme hinein "absolviert" (wie die Studis immer gerne schreiben), als ich Frühjahr 2007 meinen Abschluss gemacht habe.

Als ich dann direkt zur ARGE gelaufen bin, hatte ich da auch wegen Umschulung, Weiterschulungen und und und nachgefragt, aber da scheint auch das Prinzip des lokativen Glücks zu gelten, denn in Gelsenkirchen und Recklinghausen konnte man mir aufgrund akuten Geldmangels der Städte keine Umschulungen oder Fortbildungen anbieten, die ich sofort gemacht hätte (auf der anderen Seite wollte man mich aber auch nicht zum Garten- und Landschaftsbau schicken, wofür ich schon ein wenig dankbar bin). Eine Bekannte in Bielefeld hingegen (die *lustig* auch wie ich Sinologie "absolviert" hatte und dann arbeitslos war) wurde von der ARGE sofort in eine Umschulung im Bereich Marketing gesteckt (hat ihr zwar bei der Jobsuche am Ende auch nicht geholfen, aber immerhin).
aquadraht hat geschrieben:Und ich habe dann einen draufgesetzt und mich in "richtige Informatik", nämlich Systemprogrammierung, eingearbeitet. Damit liess sich dann Arbeit kriegen, zusammen mit anderen Ingenieuren, die den "geraden Weg" gegangen waren. Inzwischen habe ich zwei weitere Kinder grossgekriegt, eine weitere Ehe in den Sand gesetzt, und lerne verschärft Chinesisch, weil ich nach meinem "aktiven Berufsleben" in China arbeiten will, möglichst im Bereich erneuerbare Energien. Ok, ich mache das dann gepampered mit einem arbeitsunabhängigen Minimaleinkommen aus meiner (nunja) Altersversorgung. Aber etwas Neues anzufangen werde ich aufhören wenn ich tot bin.
Finde ich gut, dass du dich da durchbeißt, aber diese Energie habe ich einfach nicht...bin da ganz und gar "Fisch" vom Sternzeichen. Ich würde mich ja freuen, wenn ich überhaupt mal Zeit zu irgendwas hätte, aber auch wenn es derzeit nur ein Teilzeitjob ist, den ich da an der NOS in Shanghai mache, aber ich bin rund um die Uhr beschäftigt mit dem Korrigieren der Aufsätze der Schüler und Studenten, dem Vorbereiten des Unterrichts...war schon seit 2 Monaten noch nicht einmal mehr Shoppen aufgrund des akuten Zeitmangels. Okay, dafür ist auch das Gehalt in diesem Monat dementsprechend "luxuriös"...aber nächsten Monat sind die beiden DaF-Kurse, in denen ich derzeit auch unterrichte vorüber und dann habe ich zwar wieder Zeit, auch andere Dinge zu tun, aber dann taucht unmittelbar das Problem mit dem Geld wieder auf, da ich dann im November nur einen Kurs leite und im Dezember sieht es dann ab Mitte des Monats gar ganz ganz schlecht aus, da dann keine Kurse anstehen...die nächste Unterrichtsperiode ginge dann erst Ende Januar wieder los und auch da weiß ich dann noch nicht einmal, ob ich überhaupt eingeplant werde, heißt, ob man mir überhaupt Unterricht zuteilt und wie viele Stunden. *seufz* Und dann steht im Januar auch wieder die nächste VISUMS-Verlängerung für 4000 RMB an, für die ich mein nächstes Monatsgehalt schon mal zurücklegen muss...ach und Miete steht dann auch wieder an... und und und ... Das ist soooooo richtig scheiße, in Teilzeit zu arbeiten... ehrlich gesagt: Mit Hartz IV in Deutschland ging es mir um Welten besser als hier mit "Fulltime"-Job (der aber Teilzeit bezahlt wird).
aquadraht hat geschrieben:Aber Du solltest Deine Depressionen durchs Klo spülen. Umwälzungen finden in Sackgassen statt. Wenn Dir Deine Situation nicht passt und Du nicht so doof bist, Dich aufzuhängen, ändere Sie.
Und wenn ich sage, dass ich tatsächlich so doof bin? Ich überlege schon seit 1 Jahr, was ich an unserer Situation ändern kann, aber es läuft alles auf ein No-Go hinaus oder eben noch höheres Risiko, dass da am Ende null bei herausbekommt, denn immerhin ist die Situation so: Zwar nur Teilzeit, aber ein minimales durchschnittliches Einkommen...dann die Frage, was meine Freundin für Optionen hat...usw. Ich bin leider jemand, der das Risiko absolut scheut. Es ist ja alles richtig was ihr sagt, dass man auch nur dann Erfolg haben kann, wenn man auch ein wenig Risiko eingeht, aber ich habe nicht den Mut und nicht die Kraft dazu, ein irgendwie geartetes Risiko einzugehen. Mir fehlt das dazu notwendig Selbstbewusstsein...
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von aquadraht »

RoyalTramp hat geschrieben:Ich würde sehr gerne das DaF-Zertifikat nachmachen, habe aber da arge finanzielle Probleme...beim letzten Nachfragen Betrug der Preis für so ein Lehrgang am Sprachinstitut der Kassler Uni 800 Euro! o.O

Als Chinesisch-Lehrer kann ich nicht arbeiten. Wie ich schon gesagt habe: Ich kann nur das machen, worin ich auch gut bin, und auch wenn ich fließend Mandarin spreche, dass ich hier in China soweit nirgends große Probleme habe, mich zu artikulieren, sei es auf der Straße, bei der Polizei oder sonstigen Behörden oder Ärzten, ABER dennoch hapert es bei mir mit den Tönen...und da muss man als Chinesisch-Lehrer nunmal fit sein. Ohne in der Lage zu sein, die Töne durchweg richtig zu treffen, will ich kein Chinesisch unterrichten, weil ich mich sonst beim Unterrichten von Selbstzweifeln plagen müsste, ob das, was ich gerade gesagt habe, denn überhaupt richtig war. Unsicherheit...und wenn das dann die Studis herausbekommen, dann kann man das ganze gleich vergessen.
Du hast in der Tat ein Problem. Das ist Perfektionismus. Ich habe am Gymnasium Englisch gelernt von Lehrern, deren Aussprache unter aller Sau war. So what? Darunter waren neben einigen gruseligen auch ein paar recht gute Pädagogen. Die Aussprache der guten Pädagogen war nicht notwendig besser als die der gruseligen.

Um zu lehren, muss man nicht perfekt sein, sondern man muss gute Schüler weiter bringen. Ich habe hier ein altes Buch von 1978: William McNaughton Reading and Writing Chinese. Das war vor der Internet- und Computerzeit, in der jeder in kaishu perfekt schreiben kann (bzw. nach Pinyin-Eingabe schreiben lassen kann). Professor McNaughton hat damals 1020 Hanzi mit Strichfolge und 2000 ohne eigenhändig eingegeben und per Offsetdruck vervielfältigen lassen, eine ungeheure Arbeitsleistung und ein bleibendes Verdienst. Offen gestanden, finde ich seine Hanzi vom ästhetischen Standpunkt defizitär. Für mich war das, als ich dessen gewahr wurde, eher eine Ermutigung. William McNaughton ist eine Kapazität im Chinesischunterricht, wenn dessen Hanzi nicht perfekt sind, muss ich gerade keine Angst haben.

Perfektionismus darf einen nicht lähmen. Es ist gut, sich selbst Disziplin aufzuerlegen und Standards zu setzen. Ich kenne das eher von der anderen Seite als Du, ich bin eher schludrig und muss meinen inneren Schweinehund bekämpfen. Das ist auch nicht immer einfach. Aber man darf sich nicht zur Inaktivität verdammen, nur weil nicht alles zu hundertfuffzig Prozent passt.
Ne, das habe ich natürlich nicht mehr mitbekommen, denn da war ich gerade erst zarte 4...5 Lenze jung...alt. Aber ich kann dich beruhigen: Die Akademikerarbeitslosigkeit war damals noch nicht so extrem, wie sie es dann 2005 war.
Ich weiss nicht. Damals waren 4/5 der fertigen Lehrer ohne Job und ohne Aussicht auf einen. Im Bereich Politologie/Soziologie/Geschichte waren es eher 95%. Und bei den Physikern waren es zwei Drittel. Das war zu der Zeit, als der Hochschulausbau abgewürgt wurde und auch im Schulbereich nur noch Kürzungen kamen. Ich habe die Situation 2005 nicht so eingehend analysiert, aber die Akademikerarbeitslosigkeit Ende der 70er in der BRD war sogar weltweit bemerkenswert.
Als ich dann direkt zur ARGE gelaufen bin, hatte ich da auch wegen Umschulung, Weiterschulungen und und und nachgefragt,
Ja, das ist schlechter geworden. Da kann ich wenig zu sagen. Ich kenne aber Leute,
die ihren Wohnsitz zu "spendableren" "ARGEn" (ich hasse dieses perverse Kürzel)
verlegt haben.
Finde ich gut, dass du dich da durchbeißt, aber diese Energie habe ich einfach nicht...bin da ganz und gar "Fisch" vom Sternzeichen.
Naja, die Sternzeichen .. Am ehesten passt mein chinesisches, das Rindvieh :). Ich bin schon stur,
renne gegen Wände etc. - aber lass Dich nicht von sowas niedermachen. Mein Eindruck ist,
dass Du Dich permanent selbst überforderst. Die Energie ist da, Du nutzt sie bloss falsch.

aquadraht hat geschrieben:Aber Du solltest Deine Depressionen durchs Klo spülen. Umwälzungen finden in Sackgassen statt. Wenn Dir Deine Situation nicht passt und Du nicht so doof bist, Dich aufzuhängen, ändere Sie.
Und wenn ich sage, dass ich tatsächlich so doof bin? Ich überlege schon seit 1 Jahr, was ich an unserer Situation ändern kann, aber es läuft alles auf ein No-Go hinaus oder eben noch höheres Risiko, dass da am Ende null bei herausbekommt, .. Mir fehlt das dazu notwendig Selbstbewusstsein...
Wenn Du Dich traust, diese Probleme öffentlich zu artikulieren, ist da mehr Selbstbewusstsein da, als Du Dir eingestehst. Was finale Lösungen angeht: gegenüber Deiner Freundin wäre das aus meiner Sicht doch ziemlich unfair, abgesehen davon, dass ich es blödsinnig fände. Das Risiko ist im übrigen so und so da. Wenn Du Dich den Depressionen hingibst, gehst Du Risiken ein, denen gegenüber ein Startup am neuen chinesischen Technologiemarkt eine sichere Sache ist. Und Du bist nicht so dumm, diesen Widerspruch nicht zu sehen.

Dein Problem ist Dein Perfektionismus. Wenn Du so engagiert Arbeiten korrigierst und bewertest, solltest Du Deinem Auftraggeber unter die Nase reiben, was Du machst, und dafür Geld verlangen. Der findet gute Lehrer nicht auf der Strasse. Deine Schüler bezahlen nämlich auch. Meiner Meinung nach ist der DaF für Dich nur Fassade und Grundlage für bessere Verhandlungen. Schön, wenn Du ihn hast, wenn nicht, so what? Du hast Jahre Unterrichtserfahrung, dagegen ist der DaF ein Furz. Das musst Du Deinen Employern vermitteln. Dabei gilt: Frechheit siegt und mundus vult decipi. Spar Dir die Bescheidenheit für den Umgang mit der Putzfrau, die hat das verdient.

Nebenbei: Warum kannst Du nicht Englisch unterrichten, so gut wie 80% der Englischlehrer in SH? Glaubst Du, einer der Chinesen, die zehnmal schlechteren Unterricht bekommen als Du ihn geben könntest, fände Deine hohen Ansprüche an Dich toll, wenn er davon erführe?

Lass Dich nicht hängen. Nach dem, was Du so schreibst, bist Du kein schlechter Lehrer.
Davon gibt es nicht genug. Also mach was draus.

Gruss, a^2
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von yampal »

hallo, ich hoffe die frage ist nicht zu blöd ;-))
was hat es mit dem gesundheitszeugnis auf sich?
ab wann braucht man das, was beinhaltet es und wer stellt es aus?
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von Capt. »

Google Dein Freund und Helfer
Guckst Du hier:

http://www.easyexpat.com/en/shanghai/de ... t-visa.htm" target="_blank
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von yampal »

ok-danke
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Re: Who is interested in being a German teacher in China?

Beitrag von Hendrik »

Ich hatte für mein Praktikum eine Versicherung fürs Ausland in Deutschland abgeschlossen. 29 Euro pro Monat. Darin war Behandlung vor Ort bis 50 000 Euro und Rücktransport nach Deutschland im Bedarfsfall, wenn ich mich korrekt erinnere.

Da ich eventuell wieder nach China gehe (und dann länger) hat mir der Versicherungsmakler meiner Eltern ein Produkt für 80 Euro pro Monat empfohlen. Nochmals bessere Leistungen als das 29 Euro Teil und inklusive einer Anwartschaft. Er will mir das die Tage mal per Email zuschicken. Wenn das Dokument hier ist, kann ich es an Dich weiter schicken RoyalTramp.
Die reine Anwartschaft bei der TKK kostet übrigeens nur 39 Euro, laut Hotline.

Ansonsten möchte ich Dir raten (und ich bin noch Student), denke mal drüber nach wie Du eine neue Fertigkeiten lernen kannst, um in absehbarer Zeit auf einen humanen Lohn zu kommen. Beispielsweise irgentwas mit Business, oder Informatik. Ansonsten bewirb Dich mal in einer Übersetzungsagentur, wenn Dein Mandarin wirklich so gut ist. Du würdest dann von Chinesisch auf Deutsch übersetzen.
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