In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
HelgeHelgeson
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In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von HelgeHelgeson »

Hallo,

ich bin daran interessiert einen Teil meines Geldes in Renminbi / Yuan zu retten. Ich suche schon eine Weile nach Banken / Angeboten zu Konten die man hier in Deutschland eroeffnen kann. Scheinbar gibt es das nicht. Habe einige Hinweise fuer Leute die Studieren oder vor Ort arbeiten gefunden, aber nichts zu Leuten die von hier investieren.

Alternativ scheint nur der Umweg ueber Investition in chinesische Aktien moeglich - allerdings sind da aktuell wahrscheinlich schon die Preise zu weit oben.

Was meint Ihr?

Gruesse
Helge
Roger
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von Roger »

Ziemlich wirr das ganze! Was meinst du mit retten in diesem Zusammenhang?
Renminbi ist eine nicht frei konvertierbare Währung. Die in D angegebenen Kurse sind nur Buchwerte. Ein RMB-Konto kannst du als Privatmann in D nicht eröffnen, Aktien kannst du natürlich kaufen.
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EagleNT
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von EagleNT »

Du kannst auch nicht direkt RMB-notierte Aktien kaufen. Lediglich das A-Segment des chinesischen Aktienmartkes läuft in RMB, und dort dürfen lediglich Inländer und sogenannte Qualified Foreign Institutional Investors (QFII) drauf handeln. Möglichkeiten bestehen aber beispielsweise über Indexzertifikate. Abgesehen davon sehe ich auf dem chinesischen Aktienmarkt aber mittel- bis langfristig noch recht viel Spielraum nach oben, aber das ist natürlich lediglich Spekulation. Der RMB wird wahrscheinlich in einiger Zeit wieder beginnen aufzuwerten, aber ich würde nicht von einer sehr starken/schnellen Aufwertung ausgehen. Andere Anlagen versprechen derzeit sicher bessere Renditen. In Verbindung mit dem chinesischen Aktienmarkt (sprich: A-Segment Indexzertifikat kaufen oder ähnliches) aber sicher eine Überlegung wert.
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von aquadraht »

Roger hat geschrieben:Ziemlich wirr das ganze! Was meinst du mit retten in diesem Zusammenhang?
Renminbi ist eine nicht frei konvertierbare Währung. Die in D angegebenen Kurse sind nur Buchwerte. Ein RMB-Konto kannst du als Privatmann in D nicht eröffnen, Aktien kannst du natürlich kaufen.
Naja, die Idee ist wohl, dass der RMB derzeit als eine der sichersten Währungen der Welt gelten kann. Früher oder später wird es eine oder mehrere Aufwertungen geben. Der Dollar ist auf längere Sicht einer Entwicklung ausgesetzt, wie sie in den sechziger bis frühen achziger Jahren das Pfund Sterling durchmachte, das ist das Schicksal abdankender Imperien. Der Euro ist auch nicht halb so stabil wie er aussieht. Die BRD mit ihrer Exportobsession ist der Sprengsatz in der Währungsunion, der früher oder später hochgehen wird. Spätestens wenn für ein paar Defizitländer garantiert werden muss bzw. der Spread an den Anleihemärkten zwischen Länderanleihen zweistellig wird, kracht es.

Es geht also um die Frage, ob eine Privatperson RMB-Konten anlegen kann, etwa Sparkonten der chinesischen Post oder der BoC. Das wäre eine intelligentere Anlage als etwa Gold zu kaufen, das keine Zinsen abwirft.

Von chinesischen Aktien ist jedem, der kein absoluter Abenteurer oder intimer Marktkenner ist, ernsthaft abzuraten. Gegen dessen Trends ist eine Achterbahnfahrt garnichts. Und diese Schwankungen betreffen auch die blue chips.

jadelixx
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von jadelixx »

HelgeHelgeson hat geschrieben: ... bin daran interessiert einen Teil meines Geldes in Renminbi / Yuan zu retten. Ich suche schon eine Weile nach Banken / Angeboten zu Konten die man hier in Deutschland eroeffnen kann ...
Du willst das Geld vor Inflation oder dem naechsten Crash sichern? Dann waere das Geld in RMB auch nicht unbedingt sicherer. Bei der Geldschoepfung orientiert man sich am Westen.
Am Besten alles machen, was einleuchtend und vernuenftig erscheint und auf verschiedene Waehrungen verteilen. Hab mir selber diese Regeln auferlegt:
-Rohstoffe, die Du in Deinem eigenen Keller aufbewahren kannst oder Deiner Frau umhaengen kannst
-Firmenanteile von Firmen, die es in 5 Jahren nach dem naechsten Crash noch geben muesste
-Immobilien, in denen Du selber leben wuerdest
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von ingo_001 »

HelgeHelgeson hat geschrieben: ... bin daran interessiert einen Teil meines Geldes in Renminbi / Yuan zu retten.
Schon mal n Blick auf die chinesische Inflationsrate geworfen?
Und bevor der Yuan wirklich aufgewertet wird, fliesst noch ne Menge Wasser den Yangze hinab - da brauchst Du m.E. sehr viel Geduld.

Und was den chinesischen Aktienmarkt angeht: Der ist sehr viel volatiler als die anderen gängigen Aktienmärkte (du freust Dich heute noch über 10 % Kursgewinn ... und am nächsten Tag bist Du 15 % in den Miesen).
An den chinesischen Börsen wird wirklich gezockt.

Ach so: Willkommen in unserem Forum :wink:
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von aquadraht »

ingo_001 hat geschrieben:
HelgeHelgeson hat geschrieben: ... bin daran interessiert einen Teil meines Geldes in Renminbi / Yuan zu retten.
Schon mal n Blick auf die chinesische Inflationsrate geworfen?
Und bevor der Yuan wirklich aufgewertet wird, fliesst noch ne Menge Wasser den Yangze hinab - da brauchst Du m.E. sehr viel Geduld.
Ingo, die chinesische Inflationsrate liegt derzeit zwischen -10 und -2%, je nachdem ob man den Gross- oder den Einzelhandelspreisindex zugrunde legt. Und die chinesischen Preisindizes sind nicht ganz so phantasievoll manipuliert wie etwa die amerikanischen. Ich kann Dir auch vom Augenschein bestätigen, dass sogar gegenüber Anfang Juli, als ich das letzte Mal in Beijing war, etliches billiger geworden ist.

Was den RMB angeht, so erinnere ich mich noch an meine ersten Chinareisen in den achzigern, als der Zwangskurs der FEC gegenüber der DM einen Wert von ca. 35-40 Pfennig/Yuan ausmachte. Wenn Du berücksichtigst, dass 1 FEC Yuan intern zwischen 2 und 4 "richtigen" Yuan gehandelt wurde (Grufti, kommentier das mal. Ich hab damals nicht schwarz getauscht, aber ein paar chinesische Freunde waren für 1:1 abgegebene FEC mehr als dankbar), sehe ich nicht, dass der Yuan in den letzten 30 Jahren nicht stabil geblieben wäre.

Derzeit schätze ich die Währungslage so ein, dass der RMB eine der wenigen Währungen ist, die das Potenzial haben, auch in 10 Jahren noch etliches an Wert zu repräsentieren. Beim Dollar ist wohl niemand, der nicht muss, optimistisch, und dem Euro ist auch nicht zu trauen.
Und was den chinesischen Aktienmarkt angeht: Der ist sehr viel volatiler als die anderen gängigen Aktienmärkte (du freust Dich heute noch über 10 % Kursgewinn ... und am nächsten Tag bist Du 15 % in den Miesen).
An den chinesischen Börsen wird wirklich gezockt.
Volle Zustimmung. Von den Börsen soll die Finger lassen, wer kein Spieler ist. Das mit den +15 und -20 stimmt auch nur für blue chips. Bei Nebenwerten kann das Minus auch sehr schnell 100% betragen (ok das plus, wenn man Glück hat, auch 1000%. Ist wirklich ne Zockerbude).

a^2
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von ingo_001 »

aquadraht hat geschrieben:Derzeit schätze ich die Währungslage so ein, dass der RMB eine der wenigen Währungen ist, die das Potenzial haben, auch in 10 Jahren noch etliches an Wert zu repräsentieren. Beim Dollar ist wohl niemand, der nicht muss, optimistisch, und dem Euro ist auch nicht zu trauen.
Mag durchaus sein. Doch bevor sich die chinesische Redierung dazu entschliesst den Yuan aufzuwerten (was ja die eigenen Exporte verteuern würde) müsste doch schon Einiges mehr geschehen als zur Zeit.
Denn China ist - bis auf weiteres - eine Export-Nation, obwohl ja ein Binnenmarkt von mehr als 1,3 Mrd. Verbrauchern potentiell da ist (sich immer mehr entwickelt).
Wenn dieses zusätzliche Standbein erstmal entdeckt wird, gibt das noch mal nen Extra-Schub für die chinesische Wirtschaft.

Was den Euro angeht: Dem traue ich durchaus mehr zu (allemal mehr als dem US-Dollar) ... schon deshalb, weill sich in der EU mehr und mehr der Gedanke durchsetzt, den Finanzmarkt - mithin einem wesentlichen Faktor, der die Währungskurse manipuliert - stärker zu reglementieren, als es umgekehrt die USA tun werden.
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von HelgeHelgeson »

Danke fuer die Antworten, und sorry fuer das verspaetete melden - war unterwegs.

a^2 (aquadraht) hat meine Gedanken/Beweggruende schon sehr gut zusammengefasst, sodass ich hier nur noch das eine oder andere hinzufuegen kann.

Die Grundmotivation ist in der Tat dass Dollar und Euro beides kranke Maenner sind, wovon der Dollar sehr wahrscheinlich zuerst sterben wird. Die Amerikaner bekommen jetzt schon langfristige Anleihen kaum noch verkauft.

Europa hat seine eigenen Probleme. Vor allem die PIGS (Portugal / Italy / Greece / Spain), aber eben auch Deutschland. Wenn man mit Hardcore-Gold Leuten spricht, dann hoert man dass (a) nahezu das gesamte deutsche Gold in den USA lagert und (b) es immer wieder Geruechte gibt ob das ueberhaupt noch da ist. Wenn nicht, dann ist ein Grossteil des Gold-backings des EURO futsch. Glaube zwar nicht dass das der Fall ist, aber es ist ein "interessanter" Gedanke.

Letztlich ist ziemlich der ganze Westen Kreditnehmer. Einzig Norwegen und Schweiz stehen noch gut da. Bei Norwegen habe ich wenig Einblick und bin mir angesichts schon ueberschrittenem Peak-Oil dort nicht so sicher. Die Schweiz auf der anderen Seite wird gerade sturmreif geschossen. Das Bankgeheimnis ist so gut wie weg und wenn die jetzt auch noch Leute im Auftrag der USA festsetzen, dann sind dort mittelfristig die Lichter aus. (zumal sie schon jetzt das Problem haben von der EU umzingelt zu sein und daher viele EU Gesetze nachgelagert auch in der Schweiz umgesetzt werden).

Bleibt ein Blick auf die Kreditgeber-Laender. China ist da meines Erachtens mit eines der attraktivsten - zumal dort im Inland noch viel an Aufstieg nachzuholen ist.

Zudem ist bekannt dass der Renminbi unterbewertet ist. Klar aktuell nuetzt das wegen der Exporte, aber wenn der Dollar endgueltig abstuertzt, bin ich mir sicher dass China die Wechselkursbindung vollstaendig aufhebt (meines Wissens ist auch jetzt schon eine gewisse Schwankung gegeben).

jadelixx's Kommentar aufgreifen habe ich (physisches) Gold und Silber bereits im Portfolio drin, andere Rohstoffe auch. Jetzt wuerde ich gerne neben EUR/USD noch in den RMB rein. Bei den Aktien kenne ich mich nicht aus, sprich da koennte ich nur zu einem Zertifikat greifen, allerdings ist da eben die Frage ob man den aktuellen Stand als Einstiegszeitpunkt bewertet. Keine Ahnung.

Daher war die Idee wenigstens in sowas wie ein Renminbi-Tagesgeldkonto zu gehen. Allerdings greift da ingo_001's Argument zwecks Inflation.

Bezueglich der Frage nach Absicherung gegen Inflation oder Crash: Eigentlich habe ich beide Ziele. Allerdings sehe ich das Mehrstufig, sprich ein gewissen Anteil seines Vermoegens sollte man als Versicherung gegen _den_ Crash anlegen, den Rest so gut es geht gegen Inflation (am besten natuerlich so dass man gegen die Inflation im Plus ist). Bei den aktuellen Zinsen ist das aber gar nicht einfach, sodass eigentlich nur Investieren ala Ackermann (25%+) bleibt :-)
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von Guangzhou »

Krisensicher sind nur Brillanten - fast totale Marktkontrolle, sinken die Preise wird der Abbau gedrosselt, wie es jetzt gerade passiert. Es ist ein sehr guter Einkaufszeitpunkt. Es gab in der Geschichte nur einen Crash, der aber gelehrt hat - dadurch geringstes Risiko - hochqualitative 1-Karaeter sind IMHO die sicherste Geldanlage. Weit vor Gold und anderen Edelmetallen.
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von jadelixx »

HelgeHelgeson hat geschrieben:jadelixx's Kommentar aufgreifen habe ich (physisches) Gold und Silber bereits im Portfolio drin, andere Rohstoffe auch. Jetzt wuerde ich gerne neben EUR/USD noch in den RMB rein. Bei den Aktien kenne ich mich nicht aus, sprich da koennte ich nur zu einem Zertifikat greifen, allerdings ist da eben die Frage ob man den aktuellen Stand als Einstiegszeitpunkt bewertet. Keine Ahnung.
Zertifikate meinte ich gerade nicht, sondern eben nur echte Firmenanteile(Aktie). Beim Zertifikat hast Du das Emittentenrisiko, also im naechsten Crash so ziemlich das Risikoreichste, von den bisher genannten Moeglichkeiten. Zertifikate sind eher so angelegt, das der Emittent gewinnt und nicht der Anleger. Das Schlimme an diesen Dingern ist, das die Anleger in unvorhersehbaren Situationen solche Wetten auch mal massenweise haushoch gewinnen koennen. Wie in der jetzigen Finanzkrise als die Wettscheine mit Basiswert auf unwahrscheinlich niedrige Aktienkurse, ausgezahlt werden mussten und nicht bedient werden konnten, was wiederum zum Bankrott der Emittenten fuehrte.

Selbst wenn deine Bank pleite geht, besitzt du bei einer Aktie immernoch deine Anteile an einer Firma. Die Bank tritt da nur als Lagerverwalter auf und muss dir deine Anteile im eigenen Insolvenzfall ohne zusaetzliche Gebuehr herausgeben. Aktien sind keine schlechte Wahl, sich gegen einen Crash, eine Bankenpleite oder eine Waehrungsreform abzusichern auch wenn der Wert des Anteils voruebergehend an der Boerse schlecht bewertet wird.
Festgeld, Termingeld und aehnliches Giralgeld egal in welcher Waehrung ist bei einer Bankpleite oberhalb der jeweiligen Einlagensicherung zu 100% futsch und im Crashscenario durch hohe Inflation schon vorher entwertet.
Das kam jetzt im letzten Herbst von Steinbrueck nicht ganz richtig rueber. Als man ihm mitgeteilt hat, was er da fuer einen Wahnsinn ueber Aktien erzaehlt hat, musste er mit Merkel zusammen versprechen, fuer alle Sichteinlagen wuerde der Staat buergen ...
Gold, Silber und aehnliches Metalle koennten im Extremfall bei einer Waehrungsreform zur Deckung einer neuen Waehrung vom Staat eingezogen werden.
Was Guangzhou ueber Brillianten meinte, klingt interessant, nur wie kann man da sicherstellen, das man sich da keine Faelschung kauft?
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von HelgeHelgeson »

jadelixx hat geschrieben:Zertifikate meinte ich gerade nicht, sondern eben nur echte Firmenanteile(Aktie). Beim Zertifikat hast Du das Emittentenrisiko, also im naechsten Crash so ziemlich das Risikoreichste, von den bisher benannten Moeglichkeiten. ... Selbst wenn deine Bank pleite geht, besitzt du bei einer Aktie immernoch deine Anteile an einer Firma. Die Bank tritt da nur als Lagerverwalter auf und muss dir deine Anteile im eigenen Insolvenzfall ohne zusaetzliche Gebuehr rausgeben. Aktien sind keine schlechte Wahl, sich gegen einen Crash oder eine Waehrungsreform abzusichern auch wenn der Wert des Anteils voruebergehend an der Boerse schlecht bewertet wird.
Ja stimmt, das hatte ich oben ausgeblendet. Da hast Du natuerlich vollkommen Recht. Das Problem mit Aktien ist eben dass Du wissen musst welche Aktien Qualitaet haben und welche davon dann auch einen richtigen Crash ueberstehen koennen. So gesehen wuerden sich wahrscheinlich Nahrungsmittel, Utilities, Wehrtechnik and the like anbieten. An die Ethik mag ich da gerade gar nicht denken. Echt nicht leicht eine gute Loesung zu finden.
jadelixx hat geschrieben:Festgeld und ahnliches Giralgeld egal in welcher Waehrung ist bei einer Bankpleite oberhalb der jeweiligen Einlagensicherung zu 100% futsch. Das kam jetzt im letzten Herbst von Steinbrueck nicht ganz richtig rueber. Als man ihm mitgeteilt hat, was er da fuer einen Wahnsinn ueber Aktien erzaehlt hat, musste er mit Merkel zusammen versprechen, fuer alle Sichteinlagen wuerde der Staat buergen ...
Klar, wobei die Absicherung ist ja relativ hoch (aktuell sowieso :-). Das Problem ist dass im Crash Fall die Absicherung eh nicht bedient werden kann bzw. das Geld das man dann rausbekommt eben nichts mehr wert ist. Fuer den slow decline von USD (und EUR?) waere es aber zumindest schon mal eine Loesung. Im Crash-Fall hilft es nichts.
jadelixx hat geschrieben:Gold, Silber und aehnliches Metalle koennten bei einer Waehrungsreform zur Deckung einer neuen Waehrung vom Staat eingezogen werden.


Ja. Und der Staat kann auf jedes Haus eine Grundschuld eintragen, war wohl nach dem Krieg auch schon mal so. Letztlich sind wir immer die Deppen :-(
jadelixx hat geschrieben:Was Guangzhou ueber Brillianten meinte, klingt interessant, nur wie kann man da sicherstellen, das man sich da keine Faelschung kauft.
Das mit dem faelschen dachte ich mir auch. Muss man denke ich erst mal ziemlich viel Wissen aufbauen. Dann sind das ja auch alles Unikate, sprich es kommt auch wieder auf zig Unterqualitaeten etc. an. Ausserdem brauchst Du genug weibliche Nachfrage - fuer industrielle Anwendungen kann man ja auf synthetisch hergestellte Diamanten zurueckgreifen. Was natuerlich genial ist ist die Transportierbarkeit (quasi wieviel "Geld" kann ich in einem kleinen Saeckchen mit mir rumtragen).
Guangzhou
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von Guangzhou »

Fuer Brillanten gibt es klare Klassifizierungen die mit den entspr. Gutachten belegt werden, natuerlich muss man sie bei vertrauenswuerdiger Stelle kaufen ggf. vom Juwelier um die Ecke besorgen lassen und den Aufpreis bezahlen.
Die Auswahl ist sehr einfach, denn als Geldanlage eignen sich nur die allerbesten Steine - IF lupenrein, hochfein weiss (D-E) mit gutem oder sehr gutem Schliff. So ein Stein mit einem Karat IF D kostet um die 15.000 Euro, das ist sozusagen der Einstiegsstein - groesser und teurer geh natuerlich aber ab 3 Karat wird es dann schon wieder etwas spekulativ und ausserdem sehr, sehr teuer ;).

Hier mal ein Beispielgutachten eines solchen Steins :

Bild

Alle anderen Steine mit schlechterer Qualitaet sind hauptsachlich Schmucksteine, da kommt es im Endeffekt nicht auf absolute Lupernreinheit an.

Gruss
HelgeHelgeson
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von HelgeHelgeson »

Hi Guangzhou,

vielen Dank fuer die Erklaerung und das Beispielsgutachten. Sehr interessant - 15K als Einstieg/Stueckelung ist mal ein Wort. Aber auf jeden Fall eine interessante Idee! Letztlich muss man sich denke ich aber trotzdem ganz gut auskennen - zumal Stein und Zertifikat ja nicht zusammengehoeren muessen - sollte auf jeden Fall meine Freundin mitnehmen ;-)

Overall scheint das Verdikt bezueglich Renminbi Anlagen zu sein: Anlage in sowas wie Tagesgeldkonto gibt es nicht (und einige Stimmen empfehlen auch keine Anlage in chinesiches Papiergeld). (Index)Zertifikate aufgrund des Risikos des Emmitenten generell nicht gut. Wenn dann Aktien, allerdings sind selbst Blue Chips sehr volatil. Die Einschaetzung der aktuellen Lage (Kaufkurse ja/nein) scheint uneinheitlich.

Zum Thema Crash-Vorsage: Edelmetall, Brillianten, Sachwerte wie Unternehmensbeteiligungen von Firmen die man auch waerend/nach der Krise braucht.

Was vergessen?

Gruesse
Helge
Isaac
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Re: In Deutschland Renminbi Konto eroeffnen

Beitrag von Isaac »

Hallo,

der Ansatz mit den Brillanten ist wirklich äußerst interessant, vor allem da sie kleiner als Gold sind und so leichter durchgebracht werden können.

Worin ich ein Problem sehe wäre, dass ich damit keine Sofortversorgung erzeugen kann - sprich ich kann schlecht den Brillanten gegen ein Brot und etwas Fleisch tauschen. FÜr große Geldmengen also sicher geeignet, aber für die lebensnotwendigen Bedarfsdinge eignet isch m.M.n. Silber am Besten. Lässt sich gut eintauschen, hat keinen zu hohen Wert und sollte auch akzeptiert werden - und man kann ein wenig nebenbei ansammeln, was bei einen 15k Stein nicht geht - jdf bei mir nicht :D

Außerdem bekommt man Silber (in jeglicher Form - Münzen, Besteck, etc. [Hacksilber zur Not]) auch sehr einfach ohne es dem Staat auf die Nase binden zu müssen.

Ist es aber nicht so, dass China ziemlich viele Dollar-Anleihen hält und auch noch stark einkauft? Meine das mal irgendwo gelesen zu haben.

Wie iseht es mit Immobilien-Investitionen in China aus? Wäre da snicht eine langfristige Anlagestrategie? Vorausgesetz Ausländer dürfen überhaupt Wohneigentum erwerben.

Grüße,
Isaac
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