Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.
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ingo_001
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von ingo_001 »

EINSPRUCH Euer Ehren :mrgreen:
Ich denke der Beitrag von Otternase bezog sich auf Chinesinen - Püppi ist aber nach eigener Aussage keine :mrgreen:

Oder heisst das etwa - :shock: ich wags ja kaum auszuprechen: Dass nicht nur die "bösen, berechnenden Chinesinen" so sind, sondern auch unsere ach so tugendhaften deutschen Mädels? :mrgreen: :mrgreen:

Dann wäre Püppi einfach nur von der schnelleren Konkurenz ausgebotet worden ...
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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corneta
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von corneta »

@ ingo_001

Eindeutig festgelegt hat sich otternase ja (schriftlich zumindest) nicht. Und um dich jetzt komplett vom Glauben abfallen zu lassen, solche Mädels gibt es überall.
Nur das den deutschen Mädels meist nicht klar ist, das gewisse Vorteile(Geld) auch immer Nachteile(70 h Wochen) mit sich führen und dann kommt es zum Knatsch. Wenn sich nämlich herausstellt, dass der potente, reiche Kerl sein Geld auch erarbeiten muss und Macht nicht im Supermarkt zu kaufen ist, werden die Tussi`s ungehalten. Denn dann hat der Gute eher wenig Zeit, auch noch den Pantoffelheld am Herd zu spielen. Wenn sich Madame dann nicht entscheiden kann, was ihr wichtiger ist (reicher Geschäftsmann oder Windelwechsler) stellt sie erst überzogene Forderungen und sucht am Schluss das Weite.
Auf welcher Basis eine Ehe steht, ist doch ziemlich egal, entscheidend ist, dass beide die Selbe haben.
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von happyfuture »

corneta hat geschrieben:@ ingo_001

Eindeutig festgelegt hat sich otternase ja (schriftlich zumindest) nicht. Und um dich jetzt komplett vom Glauben abfallen zu lassen, solche Mädels gibt es überall.
Nur das den deutschen Mädels meist nicht klar ist, das gewisse Vorteile(Geld) auch immer Nachteile(70 h Wochen) mit sich führen und dann kommt es zum Knatsch. Wenn sich nämlich herausstellt, dass der potente, reiche Kerl sein Geld auch erarbeiten muss und Macht nicht im Supermarkt zu kaufen ist, werden die Tussi`s ungehalten. Denn dann hat der Gute eher wenig Zeit, auch noch den Pantoffelheld am Herd zu spielen. Wenn sich Madame dann nicht entscheiden kann, was ihr wichtiger ist (reicher Geschäftsmann oder Windelwechsler) stellt sie erst überzogene Forderungen und sucht am Schluss das Weite.
Auf welcher Basis eine Ehe steht, ist doch ziemlich egal, entscheidend ist, dass beide die Selbe haben.
und Du bist Dir ganz sicher, dass Du eine Frau bist ??? :roll:

LG Werner
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corneta
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von corneta »

Ja, hab gerade noch mal nachgesehen :mrgreen: . Allerdings scheint das Steinzeit-Höhlengen in meiner DNA schon abhanden gekommen zu sein und bin durchaus in der Lage, positive Eigenschaften der männlichen Seite anzunehmen. Ob sich das als dauerhaft überlebensfähig herausstellt, wird die Evolution (das Vorhandensein von Enkeln :mrgreen: ) zeigen.
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von otternase »

corneta hat geschrieben:@ ingo_001

Eindeutig festgelegt hat sich otternase ja (schriftlich zumindest) nicht. Und um dich jetzt komplett vom Glauben abfallen zu lassen, solche Mädels gibt es überall.
:o
ach Du je, jetzt werden meine Ergüsse auch schon interpretiert....
:o

und ich verstehe nicht einmal genau, was da gerade hineininterpretiert wurde bzw. wozu ich mich festgelegt bzw. nicht festgelegt habe...
dem zweiten Satz "solche Mädels gibt es überall" kann ich mich anschliessen :)

Wenn ich mich recht entsinne, so habe ich folgende Behauptungen aufgestellt (Ausnahmen bestätigen bei allem die Regel):
1) chinesische Frauen neigen oft eher dazu, eine Zweckgemeinschaft einzugehen, oft folgend dem Vorbild der Eltern- und Grosselterngeneration, bei denen Zweckehen nicht die Ausnahme, sondern die Regel darstellten
2) in China wird die wirtschaftliche Bedeutung einer Ehe höher bewertet als in Deutschland, wirtschaftliche Erwägungen spielen bei der Partnerwahl daher eher eine Rolle
3) Chinesinnen sind in einem früheren Alter (kleiner 30 J) bereit, eine Ehe einzugehen

4) viele, insbesondere jüngere deutsche Frauen scheuen sich, langfristige Bindungen einzugehen, zT. bedingt durch entsprechende Erziehung durch die Gesellschaft, die "Lebensabschnittspartnerschaften" dem angeblich überkommenden Konstrukt der Ehe glorifizieren, zT. bedingt durch eigene negative Erfahrungen bzw. Vorbilder der Elterngeneration, bei denen zerbrochene Ehen und Scheidungen gehäuft auftraten

5) während jüngere Männer (Anfang bis Mitte/Ende 20) noch eine derart freie Lebenspartnerschaft für günstig halten, kommen sie doch irgendwann in ein Alter, in dem sie nach einer Partnerin suchen, die bereit ist, mit ihnen eine Familie zu gründen
6) eine Partnerin, die die Beziehung nur als Beziehung auf Widerruf ansieht, die nicht bereit ist, die Verpflichtungen einer Ehe einzugehen, die das Erreichen eigener Ziele ("Selbstverwirklichung") über die Partnerschaft stellt, die die Beziehung beständig neu in frage stellt und ständig daran durch Gespräche "arbeiten" will, statt die Beziehung sich durch die Lebens- und Kampfgemeinschaft der Partner im Alltag sich selbst festigen zu lassen, die von "mein Geld-dein Geld" spricht, statt sich gemeinsam mit dem Partner für eine Verbesserung der gemeinsamen finanziellen Situation zu engagieren, ist für dieses Ziel eher ungeeignet
andy

Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von andy »

otternase hat geschrieben: 1) chinesische Frauen neigen oft eher dazu, eine Zweckgemeinschaft einzugehen, oft folgend dem Vorbild der Eltern- und Grosselterngeneration, bei denen Zweckehen nicht die Ausnahme, sondern die Regel darstellten
Kann Ich mal so garnicht bestätigen.
Das war vielleicht mal früher so , aber bei den heuten 21/22/23 Jahre alten Frauen ist das wohl anders, zumindest habe ich die Erfahrung bei vielen Jungen Paaren die Ich kenne gemacht.
Vielleicht Irre ich mich auch, und es ist eben nur bei den Leuten die Ich kennengelernt habe.

Da wird auch nicht mehr aufs Geld geschaut wie es mal der Fall war, zwar kracht es oft mit den Eltern, aber die eigenen Pläne und Ziele stehen Inzwischen oben.
Viele Chinesinnen ziehen auch in eine Großstadt, um den Druck der Eltern bzgl. Heiraten aus dem weg zugehen.
Inzwischen warten eben viele doch auf die Liebe, anstatt auf Jemanden der Geld hat.
otternase
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von otternase »

andy hat geschrieben:
otternase hat geschrieben: 1) chinesische Frauen neigen oft eher dazu, eine Zweckgemeinschaft einzugehen, oft folgend dem Vorbild der Eltern- und Grosselterngeneration, bei denen Zweckehen nicht die Ausnahme, sondern die Regel darstellten
Kann Ich mal so garnicht bestätigen.
Das war vielleicht mal früher so , aber bei den heuten 21/22/23 Jahre alten Frauen ist das wohl anders, zumindest habe ich die Erfahrung bei vielen Jungen Paaren die Ich kenne gemacht.
Vielleicht Irre ich mich auch, und es ist eben nur bei den Leuten die Ich kennengelernt habe.
könnte stimmen, die Chinesen unterscheiden ja selbst ganz stark zwischen pre-1980 und post-1980 Generation. Kenne mich nur ein wenig mit der pre-1980 Generation aus, aber quasi nicht mit der post-1980 (meine Frau und ich sind beide deutlich 'made pre-1980'). :mrgreen:
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von hifi »

otternase hat geschrieben: 1) chinesische Frauen neigen oft eher dazu, eine Zweckgemeinschaft einzugehen, oft folgend dem Vorbild der Eltern- und Grosselterngeneration, bei denen Zweckehen nicht die Ausnahme, sondern die Regel darstellten
Was eine chinesische Frau so denkt, weiß ich nicht, aber so generell kann man das nicht sagen, dass die ältere Generation nur eine Zweckehe hätte.
Meine Eltern haben in der 60er Jahren aus Liebe geheiratet und die Ehe besteht bis heute noch. Sie haben sich in der Uni kennengelernt und wurden nach dem Studium sogar für ein paar Jahre in verschiedenen Städten versetzt. Ohne die Liebe hätte die Beziehung nicht gehalten. Auch die meisten meiner Verwandten haben sich aus Liebe geheiratet und in meinem gesamten Umfeld, als ich noch in China war, kannte ich nur sehr wenige eindeutige Zweckehe. Meistens handelt es sich um arme Menschen, die geistig oder körperlich nicht so ganz konkurrenzfähig sind, trotzdem noch einen passenden Partner zu finden.
Nebenbei, auch in China ist das ein Thema, dass die Absicht von manchen Heiratswilligen Frauen angezweifelt wird, (meist von Verwandten) wenn sie aus ärmerer sozialen Schicht stammen.
Was auf jeden Fall stimmt ist, dass Verwandten und besonders Eltern sich sehr gern in die Partnerwahl der Kinder einmischt, wenn z.B. eine bestimmte Alter überschritten ist. So werden manchen mehr oder weniger dazu gezwungen zu heiraten. Und da fällt auch häufig solche Wörter wie "die Liebe wird schon später zu Euch kommen..." und das sind natürlich typische arangierte Ehe.
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von hifi »

Vielleicht könnte man das ehr so sagen, dass die Chinesen allgemein eine etwas pragmatischere Einstellung zu dem Thema Liebe haben, so wie sie zu vielen anderen Dingen wie Religion oder Philosophie ebenfalls etwas pragmatisch eingestellt sind.
Aber andererseits ist die familiäre Bindung, was ja auch eine Form von Liebe ist, wesentlich stärker ausgeprägt als in der europäischen Kultur.
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von otternase »

hifi hat geschrieben:
otternase hat geschrieben: 1) chinesische Frauen neigen oft eher dazu, eine Zweckgemeinschaft einzugehen, oft folgend dem Vorbild der Eltern- und Grosselterngeneration, bei denen Zweckehen nicht die Ausnahme, sondern die Regel darstellten
Was eine chinesische Frau so denkt, weiß ich nicht, aber so generell kann man das nicht sagen, dass die ältere Generation nur eine Zweckehe hätte.
so absolut wollte ich das auch nicht sagen. Aber in der Elterngeneration haben noch Eltern und Betrieb massiv Einfluss auf die Partnerwahl genommen und diese Denke ist bei weitem noch nicht ausgeschliessen:

http://www.youtube.com/watch?v=5x17F6IglXA

http://www.guardian.co.uk/world/2009/ma ... na-freedom

Love is never easy and to Zhao Kunming it came harder than most. Three times, the military officer asked for permission to marry. Three times the answer came: No.

"My work was very secret – researching missiles and rockets – so everyone introduced to me had to be seriously checked," the 73-year-old explains.

"If they were involved with landlords or bureaucrats from the old days, it was not allowed. There were a few people I had nice relationships with, but the Communist party stopped us."

Finally, his superiors let him wed a young soldier, Xie Yuqin. Four decades on, they are "very satisfied" with their marriage and still staunch party members.


und ein Stück weiter noch ein gewisser Beleg für den von hifi genannten Pragmatismus:

Scanning the posters, she picks out a few prospects: "Doctors are good – health is very important … Engineers are OK too … I don't really like drivers; it's too dangerous a job. I know bus drivers work hard to get me here and there, but I think I would worry a lot if he was my husband."
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von ijontichy »

Vielleicht könnte man das ehr so sagen, dass die Chinesen allgemein eine etwas pragmatischere Einstellung zu dem Thema Liebe haben, so wie sie zu vielen anderen Dingen wie Religion oder Philosophie ebenfalls etwas pragmatisch eingestellt sind.

Aber andererseits ist die familiäre Bindung, was ja auch eine Form von Liebe ist, wesentlich stärker ausgeprägt als in der europäischen Kultur.
Als zusaetzliche Ueberlegung wuerde ich noch vorschlagen, dass sich in der chinesischen Kultur auch noch ein anderes Liebes-Ideal entwickelt hat. In einem anderen Thread wurde ja gerade 执子之手,与子偕老 ("Dich an der Hand haltend, zusammen alt werden") erwaehnt; ein aehnliches Ideal einer langen, harmonischen, etwas "erwachseneren", Liebe wird in vielen Gedichten gefeiert.

In der europaeischen Tradition hat sich das Ideal der Verliebtheit eher in den Weg gestellt -- von den Troubadouren ueber Werther bis hin zu dem hier beschriebenen Verhalten von pueppi oder wie die Dame heisst. Wenn's nicht auch weh tut, kann ja gar nicht echte Liebe sein.... Man mache sich mal auf die Suche nach einem deutschen Gedicht, dass nicht eine fast krankhafte Verliebtheit (oft mit gehoeriger Tragik) beschreibt, und stattdessen eine heitere, geborgene Liebe -- nicht so einfach, da fuendig zu werden...
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von hifi »

otternase hat geschrieben:so absolut wollte ich das auch nicht sagen. Aber in der Elterngeneration haben noch Eltern und Betrieb massiv Einfluss auf die Partnerwahl genommen und diese Denke ist bei weitem noch nicht ausgeschliessen:

http://www.youtube.com/watch?v=5x17F6IglXA

http://www.guardian.co.uk/world/2009/ma ... na-freedom

Love is never easy and to Zhao Kunming it came harder than most. Three times, the military officer asked for permission to marry. Three times the answer came: No.

"My work was very secret – researching missiles and rockets – so everyone introduced to me had to be seriously checked," the 73-year-old explains.

"If they were involved with landlords or bureaucrats from the old days, it was not allowed. There were a few people I had nice relationships with, but the Communist party stopped us."

Finally, his superiors let him wed a young soldier, Xie Yuqin. Four decades on, they are "very satisfied" with their marriage and still staunch party members.


und ein Stück weiter noch ein gewisser Beleg für den von hifi genannten Pragmatismus:

Scanning the posters, she picks out a few prospects: "Doctors are good – health is very important … Engineers are OK too … I don't really like drivers; it's too dangerous a job. I know bus drivers work hard to get me here and there, but I think I would worry a lot if he was my husband."
Das ist zwar richtig, aber Einfluss von Außen und um Erlaubnis fragen zu müssen bedeutet noch keinen Willen zum Zweckehe.
Ganz im Gegenteil, es bedeutet die Unterdrückung der freien Liebe. Und das setzt sich voraus, dass da eine Liebe gab, die verhindert wurde.

Eigentlich ist das Thema auch in China schon sehr alt.
Gab es da nicht eine sehr bekannte chinesische Symphonie zu diesem Thema, wo zwei junge Menschen sich verliebten und durch die Eltern in dem Freitot gewungen wurden? Am Ende stiegen die beide als zwei kleine weiße Schmetterlinge aus dem Grab und konnten endlich zusammen sein. Deswegen kann man in China immer mal wieder ein solches Pärchen aus kleinen weißen Schmetterlingen herum flattern sehen. Die Hauptmelodie kenne ich noch, aber den Name der Symphonie fällt mir einfach nicht mehr ein...
Als altes Theaterstück: In der in Tonli abspielende Komödie 珍珠塔 (Perlen Pagode) geht es ja auch um eine Liebesgeschichte, die beinah von der bösen Mutter verhindert wurde, weil der junge Mann zu arm war.
Auch in dem Mythos um "kleine weiße Schlange" (白蛇传), der auf dem Westsee bei Hangzhou stattfand und in dem Mythos von Milchstraße (牛郎 und 織女) geht es um solch eine unterdrückte Liebe.
Es gibt noch mehr solche Beispiele aus Kunst und Theater. Und das zeigt durchaus, dass die freie Liebe auch in der chinesischen Gesellschaft bereits länger ein Thema war.
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von otternase »

@ijontichy

stimmt
eines fiele mir aber ein:

Dû bist mîn, ich bin dîn:
des solt dû gewis sîn.
dû bist beslozzen
in mînem herzen:
verlorn ist daz slüzzelîn:
dû muost immer drinne sîn.

@hifi

Chinas Kultur hat eine Historie von einigen tausend Jahren, da ist wohl all jede Phase einmal vorgekommen und man wird Beispiele für wirklich alles finden. Die Thematisierung von freier Liebe in Kunst und Theater würde ich allerdings eher als Beleg dafür nehmen, dass solch ein Konzept für so interessant (und ungewöhnlich?) gehalten wurde, dass man Zuschauer damit interessieren konnte...
wobei es wohl sowieso schon immer, aber speziell auch heute Unterschiede in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten gab und gibt, ganz besonders zwischen Land- und Stadtbevölkerung
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von hifi »

Das denke ich nicht.
Ich bin ja mit solchen Mythen aufgewachsen. Genau wie Romeo und Julia steht das für ein bestimmtes Ideal, wonach man sich sehnt.
Es ist nicht die Seltenheit, die fasziniert, sondern die Dramaturgie. Eine Liebe, wofür man auch in den Tod gehen würde, ist die heimliche Sehnsucht der Menschen.
Der Alltag hingegen ist meistens völlig ohne Drama und eher pragmatisch orientiert.
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Re: Deutsche Frauen: Die Opfer zielstrebiger Chinesinen?

Beitrag von otternase »

hifi hat geschrieben: Der Alltag hingegen ist meistens völlig ohne Drama und eher pragmatisch orientiert.
Dann sind wir uns doch einig :D
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