Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

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otternase
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?

Beitrag von otternase »

no1gizmo hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben: Gleichwohl gibts auch hier in bestimmten Teilen der östlichen Stadtbezirke Ecken, wo ich als Ausländer eher nicht hingehen würde.
... oder als Deutscher :wink:

Meine Freundin sagt dazu immer: Würde in chinesischen Großstädten so viele Ausländer rumlaufen, wie in Berlin, würde es chinesische Aufstände geben und garantiert Häuser brennen, Straßen barrikadiert usw.

Und ich kauf ihr das sofort ab...
Da braucht man keinen Konjunktiv.

Rassistische Übergriffe sind in China durchaus nicht unbekannt. In der Regel richten diese sich gegen Japaner und gegen Afrikaner.
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Skorpid
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?

Beitrag von Skorpid »

Sicher ist das nicht die schlimmste Form von Rassismus (hm, Müggeln und Hoyerswerda sind hier nebenan :-) ) aber dennoch finde ich sowas echt "schwach" von den betreffenden Personen. Ich bin "sehr froh", daß es bei mündlichen Anfeindungen bisher geblieben ist.... wenn ich bedenke, im Nachbarort laufen sie einmal im Monat abends in Zweierreihe mit Springerstiefen und Glatze durch das Dorf.... oder wenn ich an eine junge Bekannte aus der Gegend denke, die auch schon körperlich angegangen wurde...

Ich habe es noch nie erlebt, daß eine Kassiererin es sich herausgenommen sich mit einem zahlenden Kunden zu streiten, wäre mir als Deutscher Kunde sicher nie passiert (habe selber schon an einer Kasse gearbeitet und kenne den Streß dort).

Das die Ärztin bedenken bezüglich der Blutspende hat ist ja alles in Ordnung, aber dann sagt man doch "Tut mir leid, ich weiß nicht ob ich sie zur Blutspende zulassen darf oder nicht, bitte melden sie sich morgen nochmal" oder "ihr Land zählt leider zu einem Hepatitis-gefährdetem Bereich, ich darf sie nicht zulassen" aber nicht so ein Schwachsinn wie "sie wohnen zu nahe an der mongolischen Grenze da gibt es unbekannte Bakterien und Viren", klar das da der Nationalstolz meiner Freundin (und sie ist sehr nationalstolz!) angegriffen wird und sie sich wie ein Alien fühlt.

Das finde ich, ist halt das Problem, bei einem Deutschen wäre das ganz anders abgelaufen, aber hier wird sie gleich als "blöde" abgestempelt und "die kapiert das eh nicht".

Würde mir das als Deutscher im Ausland passieren, würde ich vermutlich nur den Kopf schütteln, den Betreffenden innerlich als Arschloch beschimpfen, aber ich denke wir Deutschen sind da eben einfach erziehungstechnischer "toleranter" gegenüber Anfeindungen (eigene Meinung).

Und ja, Idioten gibt es in jeder Stadt, aber hier treffen wir darauf leider aussergwöhnlich sehr gehäuft darauf und in Dresden als beliebte Unistadt für Asiaten sind diesee wesentlich weniger "ungewöhnlich".

(und nein, ich will den Osten/Westen trotz gewisser Tendenzen vor allem im ländlichen Bereich nicht pauschalisieren)

OT: Was haben die Chinesen eigentlich gegen Afrikaner? Meine Freundin mag auch keine Japaner aber ich versteh nicht, was sie gegen Afrikaner hat... sie meint, sie hat "Angst" vor denen... Ist das in China noch wie bei uns vor 200 Jahren mit der Angst vorm "schwarzen Mann"?
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no1gizmo
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?

Beitrag von no1gizmo »

Skorpid hat geschrieben:.... klar das da der Nationalstolz meiner Freundin (und sie ist sehr nationalstolz!) angegriffen wird und sie sich wie ein Alien fühlt.
Komischerweise wird es von den meisten Deutschen gerne hingenommen (und in Schutz genommen) wenn Ausländer ihren Nationalstolz haben. Nur wenn Deutsche einen Nationalstolz haben, wirds schwierig.

Gegenüber Japanern haben Chinesen Rassismus, weil die ihren Nationalstolz im zweiten Weltkrieg verletzt hatten (dass Chinesen wirklich um ihre Kriegsopfer trauern, ist mir eigentlich nie aufgefallen, auch die eigenen Verbrechen am Volk sein kaum eine Bemerkung wert, man wird sogar niedergemacht, wenn man darüber sprechen will, der Nationalstolz ist weit wichtiger, als irgendwelche Opfer), weil die Nation Japan es noch heute weiter gebracht hat. Argumentiert wird damit, dass Japaner alles kapitalistische Verbrecher seien, zudem pervers und einfach feindseelig.

Gegenüber Schwarzen haben Chinesen Rassismus, weil sie sie als minderwertig und dumm ansehen.
Angst kommt auch auf, weil man Schwarze in China wenig kennt, nur aus Filmen aus den USA, wo Schwarze meist die Ghetto-Gangsta darstellen. Schwarze sind durchschnittlich auch ziemlich groß, stark, sportlich, nicht schüchtern und haben große Penisse, was es auch nicht besser macht.
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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von otternase »

zum Verhältnis Chinesen-Afrikaner:

http://en.wikipedia.org/wiki/Nanjing_an ... n_protests

Weiter sollte man nicht vergessen, dass auch die Unruhen in Tibet und Xinjiang nicht unerheblich rassistische Motive tragen, ob Rassismus zwischen Europäern und Afrikanern oder Asiaten stattfindet oder zwischen Han und Uyghuren ändert nichts daran, dass es Rassimus ist.
Rassimus hat nichts mit nationalen Grenzen zu tun. Der Rassismus gegen die Juden in Deutschland richtete sich gegen deutsche Juden.
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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von ingo_001 »

otternase hat geschrieben:Rassimus hat nichts mit nationalen Grenzen zu tun. Der Rassismus gegen die Juden in Deutschland richtete sich gegen deutsche Juden.
Schon.
Nur wird das jetzt zu allgemein und hat mit seiner - oder besser Ihrer konkreten Problematik - nichts zu tun.

Bezeichnend, weil m.E. durch klare äusserliche Unterschiede, was ich ausdrücklich nicht negativ werte, klar auszumachen, sind Schwarze.
Während Süd-Europäer, Nord-Afrikaner, Orientalen und auch Asiaten i.d.R. weniger durch ihre Hautfarbe auffallen, sieht das bei Schwarzen anders aus.
Sollten Letztere dann auch noch das "Pech" haben in einer Kleinstadt zu leben, wo die "Eingeborenen" das Wort TOLERANZ - wenn überhaupt - nur aus dem TV oder Kreuzworträtsel kennen ... nimmt das Unheil seinen lauf :roll:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von otternase »

ingo_001 hat geschrieben: Nur wird das jetzt zu allgemein und hat mit seiner - oder besser Ihrer konkreten Problematik - nichts zu tun.
ich denke doch. Das Inbezugsetzen von erfahrenem Rassismus, bei dem man selbst das Opfer war zu Rassismus, bei dem man Täter oder zumindest schweigender Dritter war, hilft einerseits, den Rassismus besser einzuordnen und andererseits, eigenen Rassismus abzubauen oder bei Rassismus im Umfeld seine Stimme zu erheben.

Wenn die Verwandtschaft des von Skorpids Freundin erfahrenen Rassismus zu dem in China gegen Japaner, Afrikaner, aber auch unter den Chinesen untereinander präsenten Rassismus ihr bewusst wird, wird dies ihr vielleicht helfen, damit umzugehen.
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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von ingo_001 »

otternase hat geschrieben:Wenn die Verwandtschaft des von Skorpids Freundin erfahrenen Rassismus zu dem in China gegen Japaner, Afrikaner, aber auch unter den Chinesen untereinander präsenten Rassismus ihr bewusst wird, wird dies ihr vielleicht helfen, damit umzugehen.
Hmm ...
Da könntest Du Recht haben - voraus gesetzt, sie will/kann das für sich so reflektieren. Dürfte im Einzelfall stark von den eigenen Erfahrungen und der eigenen Sichtweise abhängig sein.
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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von happyfuture »

Nun, ob es Rassismus / Anfeindung ist mag ich nicht genau bewerten, jedoch gibt es hin und wieder in meiner (unserer) Stadt von den meist älteren Chinesen "böswillige" Kommentare, gut versteckt, dass meine Frau dies erkennt, sie mich erst später aufklärt, was "schlimmes" ihr zugetragen worden ist ... (was am Anfang für die Übeltäter gut war!)
Passiert nicht oft, aber immer wieder - gabs auch schon in einem anderen Thread, finde ich jedoch genauso unpassend wie sonstwo in der Welt. Wir nehmen es gelassen hin und wenn wir uns diese Menschen anschauen, sind sie mehrfach gezeichnet von eigenen Problemen.

In D (nur auf Besuch) egal wo immer recht freundlich und ich war erstaunt, wieviele Metzger, Bäcker usw. der einfachen englischen Sprache mächtig sind (Aachen - Uni-Stadt).
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?

Beitrag von bossel »

no1gizmo hat geschrieben:Gegenüber Schwarzen haben Chinesen Rassismus, weil sie sie als minderwertig und dumm ansehen.
Angst kommt auch auf, weil man Schwarze in China wenig kennt, nur aus Filmen aus den USA, wo Schwarze meist die Ghetto-Gangsta darstellen. Schwarze sind durchschnittlich auch ziemlich groß, stark, sportlich, nicht schüchtern und haben große Penisse, was es auch nicht besser macht.
Naja, als Hauptgrund sehe ich eher die dunkle Hautfarbe, weil die halt mit niederer Arbeit (& was dazugehört) assoziiert wird.

Hier in GZ gibt es haufenweise Schwarzafrikaner. Man kann also nicht behaupten, daß sie ungewöhnlich im Straßenbild wären (zumindest in gewissen Gegenden). Beliebt sind sie trotzdem nicht.

& das liegt nicht nur an der Hautfarbe, sondern auch am Verhalten. Mußte selber schon sehen, wie sich ein paar von denen abends an einem Kiosk aufführten.
Eine Freundin hatte auch etwas Angst vor Schwarzen. Ich habe ihr gesagt, daß sie nicht solche Vorurteile haben sollte. Der Typ hat sie dann eines Morgens auf einen Kaffee (oder war's Tee?) in seine Wohnung eingeladen. Als sie drin war, hat er die Tür abgeschlossen & angefangen, ihr Pornos zu zeigen. Auch nicht die feine englische Art. Ich habe sie ausgerechnet zu dem Zeitpunkt angerufen, & sie konnte sich relativ problemlos abseilen.

Allerdings werde ich mich in Zukunft etwas zurückhalten, wenn es darum geht, anderen ihre Vorurteile auszureden. (Auch wenn es idF natürlich auch reichlich dämlich war, zu einem relativ Fremden in die Wohnung zu gehen. In der Hinsicht scheinen chin. Mädels aber auch etwas naiv & beratungsresistent zu sein.)
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?

Beitrag von beowulf »

"haben große Penisse, was es auch nicht besser macht."

Genau - die Schwanzgrösse ist das Problem :lol:
Man sagt, dass wenn man in vielen verschiedenen Kulturkreisen unterwegs ist, am meisten über die eigene lernt. Weiß nicht ob, dass generell stimmt, aber mir ist aufgefallen, dass es in keinem der Kulturkreisen in dem ich bis jetzt war, die Penisgröße eine dermassen wichtige Rolle gespielt hat wie im unseren. Will dich jetzt nicht explizit angreifen, aber dieses "Penis" Argument kommt immer wieder von westlicher Seite in diversen China Diskussionen. Hab langsam das Gefühl, dass viele Europäer nachts vor Angst wach liegen und vor dem nächsten Durex Ländervergleich zittern.
Es gibt Europäer mit kleinen Penisen, es gibt Afrikaner mit kleinen Penisen, es gibt Chinesen mit kleinen Penisen etc. Es gibt genauso Europäer mit großen Penisen, Afrikaner mit großen Penisen und Chinesen mit großen Penisen. Es dürfte eine Durchschnittsgröße bei den Völkern geben die zwischen 13 und 18 schwankt, aber das ist doch wirklich scheissegal.
Was kümmern mich die Penise anderer Männer?

Ich persönlich denke mir nicht, wenn ich z.B. einen Farbigen sehe - boah, der hat sicher einen großen Penis. Oder bei einem Japaner - hihi, der hat sicher einen ganz kleinen.
Warum glaubt ihr, dass andere das denken?
Diese Schwanzfixiertheit ist wirklich lächerlich.
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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von otternase »

zunächst klingt das in der Tat etwas lächerlich

Aber: ein bischen Wahrheit steckt vermutlich doch dahinter, denn es ist auffällig, dass bei Spannungen und Ausschreitungen von Chinesen gegen in China lebende Afrikaner fast durchgängig Beziehungen von afrikanischen Männern zu chinesischen Frauen zumindest Mitauslöser waren...
Irgendeine Art von "Penisneid" muss also wohl dabei sein...
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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von Pitt1968 »

beowulf
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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von beowulf »

otternase hat geschrieben:zunächst klingt das in der Tat etwas lächerlich

Aber: ein bischen Wahrheit steckt vermutlich doch dahinter, denn es ist auffällig, dass bei Spannungen und Ausschreitungen von Chinesen gegen in China lebende Afrikaner fast durchgängig Beziehungen von afrikanischen Männern zu chinesischen Frauen zumindest Mitauslöser waren...
Irgendeine Art von "Penisneid" muss also wohl dabei sein...
Ich würde die Ursache eher in kulturellen Unterschieden, besonders im Dating Verhalten suchen. Abgesehen davon, dass Männer - egal wo auf der Welt - mehr oder weniger sensibel darauf reagieren, wenn Konkurrenten von Aussen in ihren Revieren wildern. Das ist sogar unabhänig von der ethnischen Zugehörigkeit. Muss dabei immer an die hasserfüllten Blicke der einheimischen Jugendlichen in meiner Zeit beim Grenzschutz in Burgenland denken. Die konnten das irgendwie überhaupt nicht riechen, wenn am Wochenende die Rekruten von ausserhalb in der Dorfdisco die "Helga", "Jaqueline" und "Nicole" anbaggerten.
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Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von Britt »

Ohne die Erfahrungen deiner Freundin herunterspielen zu wollen, Skorpid: Bei der Sache mit dem Blutspenden wäre ich in der Tat vorsichtig. Ich spende auch hin und wieder in Berlin Blut, und wenn ich mich richtig erinnere, muss man auf dem Fragebogen angeben, ob man in den letzten 6 Monaten in Großbritannien oder einem außereuropäischen Land gewesen ist. Wenn man bejaht, darf man vermutlich nicht spenden (war in letzter Zeit weder in GB noch in einem außereuropäischen Land, daher kann ich es nicht definitiv sagen). Warum man sich als Chinesin glaich in seinem Nationalstolz gekränkt fühlt, wenn man wegen der räumlichen Nähe zur MONGOLEI - ok, die Geografie-Kenntnisse der Guten waren wohl nicht die besten - nicht spenden darf, weil dort "zuviele Viren vorkämen" (gemeint waren wohl eher zuviele fremde Viren, die in Deutschland nicht vorkommen und gegen die daher die Immunabwehr schlechter funktioniert ...), ist für mich schwer zu verstehen. Seh da auch eher medizinische (Über-)Vorsicht, gepaart mit einem großem Stück Unsicherheit, als Rassismus.

Eine Sache würde mich noch interessieren. Ihr schreibt ...
Skorpid hat geschrieben:Begrüßt wurde sie erstmal als Thailänderin
Hendrik hat geschrieben:und im anderen Fall hat unser direkter Nachbar meine Freundin für eine Philipina gehalten
Wieso ist es eine Beleidigung, wenn man für eine Thailänderin bzw. eine Philippina gehalten wird? Die meisten Deutschen (Europäer) dürften Probleme haben, Asiaten dem richtigen Land zuzuordnen. Kann ja sein, dass die betreffenden Personen bislang vor allem mit Thailändern bzw. Philippinen zu tun hatten und ganz automatisch ein "asiatisches Gesicht" dem entsprechenden Land zuordnen. Das ist mit Verlaub zwar etwas dämlich, aber eine bösartige Absicht kann ich dahinter nicht erkennen. Als ich in Wolgograd war, wurde die Deutsch-Vietnamesin aus unsrer Gruppe auch erst mal gefragt, ob sie aus "Kitai" (=China) sei. Ganz einfach, weil dort sehr viele chinesische Studenten leben. Und Asiaten haben das gleiche Problem doch mit Europäern. Was ist daran so schlimm? Klingt für mich ehrlich gesagt eher so, als ob man selbst keine besonders gute Meinung von Thais/Philippinen hat und deswegen beleidigt ist (ist nur eine Vermutung!).

PS: Wenn ich all die Male zusammenzähle, die ich selbst im Ausland schon dem falschen Land zugeordnet wurde, müsste ich übrigens dauerbeleidigt sein. :wink:
TaugeNix

Re: Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?

Beitrag von TaugeNix »

Britt hat geschrieben:Wieso ist es eine Beleidigung, wenn man für eine Thailänderin bzw. eine Philippina gehalten wird?
Ich denke, Ostasiaten (und ihre Verehrer) sehen es als Beleidigung, da Südostasiaten (insbes. Thai und Pinay) in ihren Augen eher dem Klischee der Katalog-Frau zugesprochen werden. Und dies eben nicht dem stolzen, treuen und ehrlichem Ostasiaten entspricht! :lol: :roll:

Rassismus geht eben auch anders herum..

Gruß,
TaugeNix^der die Chinesen für eines der rassistischsten Völker der Welt hält, Vorurteile ggü anderen Ländern gerne bestätigt sieht und in China beinahe selbst zum Rassisten wurde (Yoh, dude - whazz up.. Wanna 'ave some 'ash?!)
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