Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?
Rassismus/Anfeindungen, erlebt ihr sowas in Eurer Stadt?
Hallo Freunde,
gestern ist es wieder passiert und so langsam platzt mir der Kragen. Meine chinesische Freundin wohnt jetzt seit 6 Monaten bei mir in Riesa (Sachsen, nähe Dresden) und hat inzwischen schon 3 miese Erfahrungen machen müssen
Meine chinesische Freundin wollte gestern abend in Riesa Blut spenden. Begrüßt wurde sie erstmal als Thailänderin und die Dame an der Theke schaute ganz komisch als sie merkte, das da nicht eine Gemüsemarkt- oder Textilshopmitarbeiterin vor ihr stand sondern eine gebildete, deutsch sprechende Chinesin, sowas hat man hier wohl noch nie gesehen. Da sie noch nie Blut gespendet hat, musste sie zur Voruntersuchung. Hier kam sie wutentbrand herausgelaufen und ich musste sie ersteinmal beruhigen bevor sie mir erzählte was passiert ist: Bei der Untersuchung wies man sie mit der Begründung ab, ihre Heimatstadt sei zu Nahe an der Mongolei und es gäbe da so viele unbekannte Bakterien und Viren. Daraufhin versuchte sie die untersuchende Ärztin aufzuklären, daß sie seit ca. 8 Jahren in Deutschland lebt und ihr letzter Besuch ihrer Heimatstadt Shenyang, die übrigens etwas über 1.000 km von der äußersten mongolische Grenze entfernt liegt über 6 Monate zurückliegt. Dies wurde aber nicht zur Kenntnis genommen und weiterhin gesagt, es gäbe dort so viele unbekannte Viren und Bakterien.... Das wäre ja in etwa so wie wenn man in Stuttgart einem Blutspender sagen würde, er dürfte nicht spenden weil Stuttgart so nahe an Spanien liegt, wo es ja die Schweinegrippe gibt.
Vor 1 Monaten wurde sie mit starken Unterleibsbeschwerden bei einer Ärztin nach 2 Stunden Wartezeit um 10 Uhr morgens nach Hause geschickt mit der Begründung sie hätte heute keine Zeit mehr für sie, sie solle 2 Tage später kommen (was auch gleich noch ein neues Quartal wäre). Das weitere Sprechstundenpatienten ohne Termin die nach ihre kamen vor ihr drangenommen wurden und sie die einzige war die heim musste ist dabei sehr seltsam, aber wo will man sich schon über sowas beschweren?
Vor 2 Monaten wurde sie, als sie bei einer Drogeriekette mit EC-Karte zahlen wollte und diese beim ersten Versuch nicht ging, zur Bank Geld abholen geschickt. Da sie die Verkäuferin bat es doch nochmal zu probieren wurde diese schlecht gelaunt und es kam zum Streit (wohlgemerkt, in einem Drogeriemarkt zwischen Kassiererin und Kunde) wo so nette Sachen wie "Geh doch dorthin zurück wo Du herkommst" zu meiner Freundin gesagt wurden. Hier konnte man sich wenigstens noch bei der Filialleitung beschweren die sich auch entschuldigte.
Als ich als Deutscher noch alleine war ist mir sowas noch nie aufgefallen und ich freute mich in einer ausländerfreundlichen Stadt zu leben (gut, es gibt hier vielleicht auch nur 20 Stück), doch seit dem ich mit meiner Freundin zusammen bin, bemerke ich erst das wahre Gesicht der Stadt....
Meine Konsequenz daraus: Ich gebe meine schöne, optimal gelegene, liebgewonnene, superbillige Wohnung auf und werde wohl nach unserem Urlaub direkt nach Dresden, denn was nützt die schönste Wohnung wenn die Umgebung so scheiße ist, da geb ich lieber mehr Geld aus und lebe in einer toleranteren Stadt.
Meine Frage: Müsst ihr auch sowas mit euren Partnern/Partnerinnen erleben oder ist das ein weiteres ostdeutsches Phänomen (ich weiß, Klische, aber leider oft wahr, Mügeln ist hier auch gleich ums Eck...)? Wie ist das denn so in eurer Stadt? (Ich weiß´, es gab schon mal ein Thema über Rassismus aber da ging es um Kinder und das ist 2 Jahre alt,…)
So, jetzt versuch ich mich wieder zu beruhigen und wünsche Euch einen schönen Morgen!
edit: Hab auf nächster Seite nochmal was geschrieben und Topic-Thema passender gestaltet
gestern ist es wieder passiert und so langsam platzt mir der Kragen. Meine chinesische Freundin wohnt jetzt seit 6 Monaten bei mir in Riesa (Sachsen, nähe Dresden) und hat inzwischen schon 3 miese Erfahrungen machen müssen
Meine chinesische Freundin wollte gestern abend in Riesa Blut spenden. Begrüßt wurde sie erstmal als Thailänderin und die Dame an der Theke schaute ganz komisch als sie merkte, das da nicht eine Gemüsemarkt- oder Textilshopmitarbeiterin vor ihr stand sondern eine gebildete, deutsch sprechende Chinesin, sowas hat man hier wohl noch nie gesehen. Da sie noch nie Blut gespendet hat, musste sie zur Voruntersuchung. Hier kam sie wutentbrand herausgelaufen und ich musste sie ersteinmal beruhigen bevor sie mir erzählte was passiert ist: Bei der Untersuchung wies man sie mit der Begründung ab, ihre Heimatstadt sei zu Nahe an der Mongolei und es gäbe da so viele unbekannte Bakterien und Viren. Daraufhin versuchte sie die untersuchende Ärztin aufzuklären, daß sie seit ca. 8 Jahren in Deutschland lebt und ihr letzter Besuch ihrer Heimatstadt Shenyang, die übrigens etwas über 1.000 km von der äußersten mongolische Grenze entfernt liegt über 6 Monate zurückliegt. Dies wurde aber nicht zur Kenntnis genommen und weiterhin gesagt, es gäbe dort so viele unbekannte Viren und Bakterien.... Das wäre ja in etwa so wie wenn man in Stuttgart einem Blutspender sagen würde, er dürfte nicht spenden weil Stuttgart so nahe an Spanien liegt, wo es ja die Schweinegrippe gibt.
Vor 1 Monaten wurde sie mit starken Unterleibsbeschwerden bei einer Ärztin nach 2 Stunden Wartezeit um 10 Uhr morgens nach Hause geschickt mit der Begründung sie hätte heute keine Zeit mehr für sie, sie solle 2 Tage später kommen (was auch gleich noch ein neues Quartal wäre). Das weitere Sprechstundenpatienten ohne Termin die nach ihre kamen vor ihr drangenommen wurden und sie die einzige war die heim musste ist dabei sehr seltsam, aber wo will man sich schon über sowas beschweren?
Vor 2 Monaten wurde sie, als sie bei einer Drogeriekette mit EC-Karte zahlen wollte und diese beim ersten Versuch nicht ging, zur Bank Geld abholen geschickt. Da sie die Verkäuferin bat es doch nochmal zu probieren wurde diese schlecht gelaunt und es kam zum Streit (wohlgemerkt, in einem Drogeriemarkt zwischen Kassiererin und Kunde) wo so nette Sachen wie "Geh doch dorthin zurück wo Du herkommst" zu meiner Freundin gesagt wurden. Hier konnte man sich wenigstens noch bei der Filialleitung beschweren die sich auch entschuldigte.
Als ich als Deutscher noch alleine war ist mir sowas noch nie aufgefallen und ich freute mich in einer ausländerfreundlichen Stadt zu leben (gut, es gibt hier vielleicht auch nur 20 Stück), doch seit dem ich mit meiner Freundin zusammen bin, bemerke ich erst das wahre Gesicht der Stadt....
Meine Konsequenz daraus: Ich gebe meine schöne, optimal gelegene, liebgewonnene, superbillige Wohnung auf und werde wohl nach unserem Urlaub direkt nach Dresden, denn was nützt die schönste Wohnung wenn die Umgebung so scheiße ist, da geb ich lieber mehr Geld aus und lebe in einer toleranteren Stadt.
Meine Frage: Müsst ihr auch sowas mit euren Partnern/Partnerinnen erleben oder ist das ein weiteres ostdeutsches Phänomen (ich weiß, Klische, aber leider oft wahr, Mügeln ist hier auch gleich ums Eck...)? Wie ist das denn so in eurer Stadt? (Ich weiß´, es gab schon mal ein Thema über Rassismus aber da ging es um Kinder und das ist 2 Jahre alt,…)
So, jetzt versuch ich mich wieder zu beruhigen und wünsche Euch einen schönen Morgen!
edit: Hab auf nächster Seite nochmal was geschrieben und Topic-Thema passender gestaltet
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wuseltiger
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müst ihr sowas auch erleben?
hi Skorpid,
ein sehr interessanter Thread, wenn auch ziemlich traurig. Also wir leben in Sueddeutschland und ich muss sagen, dass bei uns die meisten Leute sehr freundlich sind. Direkt ausländerfeindliche Erfahrungen aus 10 Jahren kann ich zum Glück keine beisteuern. Außer ein Erlebnis mit einem Betrunkenen Obdachlosen, der rumgepöbelt hat.. In den Geschäften sind die Leute auch immer sehr freundlich (klar wollen ja nur unser Bestes)..
Allerdings sind in der Stadt in der ich lebe auch mehrere tausend chinesische Studenten und auch alle möglichen anderen Ausländer.
Dein Bericht ist für mich ein weiterer Grund nicht in den Osten zu ziehen, was meine Frau übrigens niemals machen würde.. Ich glaube das Problem dort ist tatsächlich, dass es zu wenige Ausländer gibt.. Das scheint meist ein Grund für Vorurteile zu sein... Aber dass auch Ärzte so unverschämt sind, ist
Hier im Süden zeigen die Leute ihre evtl. vorhandenen Vorurteile nicht..
Alles Gute Euch beiden..
P.S. Der Süden ist auch ganz schön
ein sehr interessanter Thread, wenn auch ziemlich traurig. Also wir leben in Sueddeutschland und ich muss sagen, dass bei uns die meisten Leute sehr freundlich sind. Direkt ausländerfeindliche Erfahrungen aus 10 Jahren kann ich zum Glück keine beisteuern. Außer ein Erlebnis mit einem Betrunkenen Obdachlosen, der rumgepöbelt hat.. In den Geschäften sind die Leute auch immer sehr freundlich (klar wollen ja nur unser Bestes)..
Allerdings sind in der Stadt in der ich lebe auch mehrere tausend chinesische Studenten und auch alle möglichen anderen Ausländer.
Dein Bericht ist für mich ein weiterer Grund nicht in den Osten zu ziehen, was meine Frau übrigens niemals machen würde.. Ich glaube das Problem dort ist tatsächlich, dass es zu wenige Ausländer gibt.. Das scheint meist ein Grund für Vorurteile zu sein... Aber dass auch Ärzte so unverschämt sind, ist
Alles Gute Euch beiden..
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otternase
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
da gibt es wohl sowohl ein Gefälle West-Ost als auch Grossstadt/Unistadt-Kleinstadt
negatives könnte ich, wenn auch nicht aus eigener Erfahrung, so doch aus vertrauenswürdiger verwandtschaftlicher Quelle, berichten aus Neustrelitz, Neubrandenburg, Lobeda und Wittenberge, durchweg bis weitesgehend positive Erfahrung aus Kiel, Delmenhorst, Braunschweig und Aachen.
Mit einem Umzug in eine größere Stadt und vor allem in eine Universitätsstadt macht Ihr bestimmt keinen Fehler---
negatives könnte ich, wenn auch nicht aus eigener Erfahrung, so doch aus vertrauenswürdiger verwandtschaftlicher Quelle, berichten aus Neustrelitz, Neubrandenburg, Lobeda und Wittenberge, durchweg bis weitesgehend positive Erfahrung aus Kiel, Delmenhorst, Braunschweig und Aachen.
Mit einem Umzug in eine größere Stadt und vor allem in eine Universitätsstadt macht Ihr bestimmt keinen Fehler---
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TaugeNix
Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Hmm, negative Kommentare habe ich eigentlich selten gehört und ich war ja nun schon irgendwie "immer" mit Asiaten unterwegs oder in einer Beziehung.
Wenn, dann eher sowas wie "Wieviel haste für die bezahlt?", "Welcher Katalog?" (aber auch nur in Erfurt.., Klischee-Osten alléz!). Aber richtigen Rassismus? Nur einmal, aber das lag eher daran, dass meine "chinesische" Familie in dem Ort in Mittelhessen durch das Restaurant recht wohlhabend ist, und das die Leute da nicht so toll finden, wenn die mit fünf Nobel-Karossen durch die Gegend düsen.
Nee, sonst eher das Gegenteil - überall eher rücksichtsvolle Behandlung..
Gerade in letzter Zeit wandelt sich m.E. die Anerkennung der Asiaten in Deutschland deutlich.
Zum Positiven, wie ich finde..
TaugeNix^Gesagtes bezieht sich auf: Berlin/Köln/Freiburg/Frankfurt
Wenn, dann eher sowas wie "Wieviel haste für die bezahlt?", "Welcher Katalog?" (aber auch nur in Erfurt.., Klischee-Osten alléz!). Aber richtigen Rassismus? Nur einmal, aber das lag eher daran, dass meine "chinesische" Familie in dem Ort in Mittelhessen durch das Restaurant recht wohlhabend ist, und das die Leute da nicht so toll finden, wenn die mit fünf Nobel-Karossen durch die Gegend düsen.
Nee, sonst eher das Gegenteil - überall eher rücksichtsvolle Behandlung..
Gerade in letzter Zeit wandelt sich m.E. die Anerkennung der Asiaten in Deutschland deutlich.
Zum Positiven, wie ich finde..
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- sanctus
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Da bin ich ja platt. Also ich wuerde mich auch ohne Ende aufregen und alle persoenlich zu rechenschaft ziehen.
Hier in Leipzig, muss ich sagen, sind die auslaenderfeindlichen Sprueche fast nicht vorhanden. Im Gegenteil, ob beim Arzt, in der Kaufhalle alle sind sogar etwas interessiert an meiner Frau. Es wird immer sehr interessiert beobachtet und bestaunt, wenn meine Frau ein Unterschrift wegen der EC-Karten-Zahlung leisten muss (die Unterschrift ist natuerlich in chinesisch). Und jeder Arzt fragt immer interessiert nach ihrer Herkunft, und die versuchen dann mit ihr immer ueber trad. chin. Medizin zu quatschen, obwohl Sie davon natuerlich keine Ahnung hat.
Letztens waren mit einer chin. christl. Gruppe von ca. 200 Mann nach Freyburg (Unstrut) unterwegs. Obwohl es fuer die Freyburger wie eine Invasion vorgekommen sein muss, und ich auslaenderfeindl. Sprueche fast erwarten musste, waren die Buerger dieser Stadt auch eher fasziniert von dieser Menge.
Ich wuerde mich also davon distanzieren, zu sagen dass Ostdeutschland generell auslaenderfeindlich ist. Es gibt natuerlich, und da schliesse ich Westdeutschland mit ein, immer mal ein paar Oertchen, die lieber unter sich bleiben wollen und das auch ganz unverbluemt einen ins Gesicht sagen. Davon sind nicht mal deutsche Staedter ausgenommen.
Ist schon sehr sehr aergerlich und dagegen kann man leider nix machen, ausser umzuziehen, was ich die in dem Fall auch empfehlen wuerde. Denn fuer deine Freundin wuerd das irgendwann so oder so in Betracht kommen.
Hier in Leipzig, muss ich sagen, sind die auslaenderfeindlichen Sprueche fast nicht vorhanden. Im Gegenteil, ob beim Arzt, in der Kaufhalle alle sind sogar etwas interessiert an meiner Frau. Es wird immer sehr interessiert beobachtet und bestaunt, wenn meine Frau ein Unterschrift wegen der EC-Karten-Zahlung leisten muss (die Unterschrift ist natuerlich in chinesisch). Und jeder Arzt fragt immer interessiert nach ihrer Herkunft, und die versuchen dann mit ihr immer ueber trad. chin. Medizin zu quatschen, obwohl Sie davon natuerlich keine Ahnung hat.
Letztens waren mit einer chin. christl. Gruppe von ca. 200 Mann nach Freyburg (Unstrut) unterwegs. Obwohl es fuer die Freyburger wie eine Invasion vorgekommen sein muss, und ich auslaenderfeindl. Sprueche fast erwarten musste, waren die Buerger dieser Stadt auch eher fasziniert von dieser Menge.
Ich wuerde mich also davon distanzieren, zu sagen dass Ostdeutschland generell auslaenderfeindlich ist. Es gibt natuerlich, und da schliesse ich Westdeutschland mit ein, immer mal ein paar Oertchen, die lieber unter sich bleiben wollen und das auch ganz unverbluemt einen ins Gesicht sagen. Davon sind nicht mal deutsche Staedter ausgenommen.
Ist schon sehr sehr aergerlich und dagegen kann man leider nix machen, ausser umzuziehen, was ich die in dem Fall auch empfehlen wuerde. Denn fuer deine Freundin wuerd das irgendwann so oder so in Betracht kommen.
谁想要大成绩,就要有更大的目标!
„Solange es Leute gibt, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben, wird es auch Rassismus geben“ Farin Urlaub
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Mir ist das bisher nur hier im Dorf meiner Eltern passiert. Der Vater meines besten Kumpels hatte mal die Katalogfrage gestellt und im anderen Fall hat unser direkter Nachbar meine Freundin für eine Philipina gehalten. In beiden Fällen wollte ich da keinen Streit vom Zaun brechen, insbesondere bei letzterem, mit dem meine Eltern auch einen Streit über eine Mauer haben und sich die Situation diesbezüglich nur verschlechtern kann. Ansonsten ist mir nichts aufgefallen, aber wir sind ja sonst auch die meiste Zeit in der Großstadt.
.
Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Meine Freundin wurde weder in Hannover, noch in Berlin oder sonst wo rassistisch behandelt. Jedenfalls haben wir es nicht bemerkt. Am Anfang (bevor ich sie kennenlernte, lebte sie schon 4 Jahre in D, aber kannte praktisch kaum einen Deutschen) hatte sie schnell mal was auf Rassismus geschoben. Wenn der Busfahrer mal nicht auf sie wartet, sie wegen einer Kleinigkeit doof angemacht wurde usw. Das habe ich ihr aber schnell ausgetrieben, sowas passiert jedem anderen (auch Deutschen! eben auch mir!) auch.
Das einzige, was vorkommt: Wenn Tussi allein unterwegs ist, wird sie manchmal von Männern (deutschen, türkischen, was weiß ich welchen noch) belästigt. Hat wohl aber nichts mit Rassismus zu tun.
Dass man beim Arzt unfair behandelt wird, kann auch passieren, wenn dem Arzt deine Person einfach nicht gefällt (oder was wahrscheinlicher ist: Das da noch 5 Privatpatienten im Warteraum sitzen und du der einzige Kassenpatient bist). Sowas kann einem überall passieren, in der Bank, beim Frisör...
Dennoch gibt es Rassismus und daraus resultierende Handlungen. Dass in Deutschland da aber ein übermäßiges Problem existiert, kann ich wirklich nicht feststellen.
Genauso wenig, versuche ich es nicht auf meine ethnische Zugehörigkeit zu schieben, wenn ich beim Türkenhändler bescheißt werde oder nicht in die Disco hineingelassen werde, welche von arabischen Türstehern bewacht wird.
Das einzige, was vorkommt: Wenn Tussi allein unterwegs ist, wird sie manchmal von Männern (deutschen, türkischen, was weiß ich welchen noch) belästigt. Hat wohl aber nichts mit Rassismus zu tun.
Dass man beim Arzt unfair behandelt wird, kann auch passieren, wenn dem Arzt deine Person einfach nicht gefällt (oder was wahrscheinlicher ist: Das da noch 5 Privatpatienten im Warteraum sitzen und du der einzige Kassenpatient bist). Sowas kann einem überall passieren, in der Bank, beim Frisör...
Dennoch gibt es Rassismus und daraus resultierende Handlungen. Dass in Deutschland da aber ein übermäßiges Problem existiert, kann ich wirklich nicht feststellen.
Genauso wenig, versuche ich es nicht auf meine ethnische Zugehörigkeit zu schieben, wenn ich beim Türkenhändler bescheißt werde oder nicht in die Disco hineingelassen werde, welche von arabischen Türstehern bewacht wird.
Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Hallo Skorpid,
sicher sind das unschöne Erfahrungen, ich würde aber nicht gleich aus der Haut fahren.
Wenn der Blutspendedienst Deine Freundin abweist, basiert das wohl eher auf der Unsicherheit der Mitarbeiter dort. Daß ein niedergelassener Arzt Patienten ins nächste Quartal "rüberschiebt", liegt wohl auch am Abrechnungssystem der Krankenkassen.
Das häufig im Zusammenhang mit Ausländerfeindlichkeit genannte Ost-West Gefälle würde ich eher Wohlstandsgefälle nennen. 0rte wie Riesa oder Neustrelitz haben bei Einkommen und Erwerbstätigkeit deutlich andere Quoten in ihrer Statistik, als Stuttgart oder München.
Rassismus ist allerdings eine nur allzu menschliche Eigenschaft, machen wir uns nichts vor. In den westlichen Demokratien ist Diskriminierung mittlerweile "politically incorrect", das heißt jedoch nicht, daß sie vollkommen aus den Köpfen der Menschen verschwunden ist.
sicher sind das unschöne Erfahrungen, ich würde aber nicht gleich aus der Haut fahren.
Wenn der Blutspendedienst Deine Freundin abweist, basiert das wohl eher auf der Unsicherheit der Mitarbeiter dort. Daß ein niedergelassener Arzt Patienten ins nächste Quartal "rüberschiebt", liegt wohl auch am Abrechnungssystem der Krankenkassen.
Das häufig im Zusammenhang mit Ausländerfeindlichkeit genannte Ost-West Gefälle würde ich eher Wohlstandsgefälle nennen. 0rte wie Riesa oder Neustrelitz haben bei Einkommen und Erwerbstätigkeit deutlich andere Quoten in ihrer Statistik, als Stuttgart oder München.
Rassismus ist allerdings eine nur allzu menschliche Eigenschaft, machen wir uns nichts vor. In den westlichen Demokratien ist Diskriminierung mittlerweile "politically incorrect", das heißt jedoch nicht, daß sie vollkommen aus den Köpfen der Menschen verschwunden ist.
- ingo_001
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Wenn ich den Eingangspost so lese, bin ich fast versucht dem Klischee vom "ausländerfeindlichen Osten" recht zu geben.
*Fakt scheint ja zu sein, dass es - gerade in kleineren Städten/Dörfern dort doch Ausländerfeindlichkeit gibt.
Dafür mache ich zwei Hauptgründe verantwortlich:
1. Mangelnder Umgang mit Ausländern, d.h., "Ausländer-Kenntnisse" hat man aus der "Bild" und/oder vom Stammtisch.
2. Frustration wegen der persönlichen wirtschaftlichen Lage (z.B. Job-Verlust oder Mini-Job), evtl. kommt da auch noch ein Minderwertigkeitsgefühl (Ossi vs. Wessi) zum Tragen.
Da sucht man sich dann jemand, an dem man seinen Frust auslassen kann
*Ähnliches gabs/gibts ja auch - in i.d.R. abgeschwächter Form - in ländlichen Gebieten West-Deutschlands.
Meine Frau hat bis jetzt auch keine negativen Erfahrungen dies bezglich gemacht - ganz im Gegenteil; ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass gerade in Berlin der Ausländeranteil so hoch ist, dass diese einfach nicht mehr auffallen.
Gleichwohl gibts auch hier in bestimmten Teilen der östlichen Stadtbezirke Ecken, wo ich als Ausländer eher nicht hingehen würde.
*Fakt scheint ja zu sein, dass es - gerade in kleineren Städten/Dörfern dort doch Ausländerfeindlichkeit gibt.
Dafür mache ich zwei Hauptgründe verantwortlich:
1. Mangelnder Umgang mit Ausländern, d.h., "Ausländer-Kenntnisse" hat man aus der "Bild" und/oder vom Stammtisch.
2. Frustration wegen der persönlichen wirtschaftlichen Lage (z.B. Job-Verlust oder Mini-Job), evtl. kommt da auch noch ein Minderwertigkeitsgefühl (Ossi vs. Wessi) zum Tragen.
Da sucht man sich dann jemand, an dem man seinen Frust auslassen kann
*Ähnliches gabs/gibts ja auch - in i.d.R. abgeschwächter Form - in ländlichen Gebieten West-Deutschlands.
Meine Frau hat bis jetzt auch keine negativen Erfahrungen dies bezglich gemacht - ganz im Gegenteil; ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass gerade in Berlin der Ausländeranteil so hoch ist, dass diese einfach nicht mehr auffallen.
Gleichwohl gibts auch hier in bestimmten Teilen der östlichen Stadtbezirke Ecken, wo ich als Ausländer eher nicht hingehen würde.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.
Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
... oder als Deutscheringo_001 hat geschrieben: Gleichwohl gibts auch hier in bestimmten Teilen der östlichen Stadtbezirke Ecken, wo ich als Ausländer eher nicht hingehen würde.
Meine Freundin sagt dazu immer: Würde in chinesischen Großstädten so viele Ausländer rumlaufen, wie in Berlin, würde es chinesische Aufstände geben und garantiert Häuser brennen, Straßen barrikadiert usw.
Und ich kauf ihr das sofort ab...
-
andy
Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Ja und, was erwartest du ?Skorpid hat geschrieben:
Meine chinesische Freundin wollte gestern abend in Riesa Blut spenden. Begrüßt wurde sie erstmal als Thailänderin und die Dame an der Theke schaute ganz komisch als sie merkte, das da nicht eine Gemüsemarkt- oder Textilshopmitarbeiterin vor ihr stand sondern eine gebildete, deutsch sprechende Chinesin, sowas hat man hier wohl noch nie gesehen.
Ich werde in China auch oft als Amerikaner verwechselt, wenn ich dann noch Anfange auf chinesisch zusagen das ich ja Eigentlich aus Deutschland komme sind die Gesichter der Chinesin erstmal baff.
Ich fasse das Nicht als Rassismus auf, sondern Einfach als Unwissenheit.
Du könntest auch mal ein bischen Toleranz zeigen und dich nicht an solchen Kleinigkeiten hochziehen.
Du kannst mir Nicht erzählen das die das Blut deiner Freundin nicht genommen haben, weil die Mitarbeiter rassistisch sind.Da sie noch nie Blut gespendet hat, musste sie zur Voruntersuchung. Hier kam sie wutentbrand herausgelaufen und ich musste sie ersteinmal beruhigen bevor sie mir erzählte was passiert ist: Bei der Untersuchung wies man sie mit der Begründung ab, ihre Heimatstadt sei zu Nahe an der Mongolei und es gäbe da so viele unbekannte Bakterien und Viren.
Die sind da froh über jeden der Blutspenden geht, wenn Sie deine Freundin abweisen dann nur mit gutem Grund.
Stell dir mal vor deine Freundin führt Erreger mit sich die im Falle einer Operation für den betroffenden tötlich enden?
Finde das Verantwortungsbewusst, wenn meine Freundin aus diesem Grunde abgewiesen würde, würde ich das Akzeptieren und Sie dann bei Hausarzt Untersuchen lassen ob sie Blutspende tauglich ist oder Nicht.
Will dich ja nicht von der Wolke stoßen, aber du wirst in jeder Toleranten Stadt auch Irgendwo Intoleranten Leuten begegnen, egal ob Nord, Süd, Ost oder West.Skorpid hat geschrieben:da geb ich lieber mehr Geld aus und lebe in einer toleranteren Stadt.
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Wohl wahr.no1gizmo hat geschrieben:... oder als Deutscheringo_001 hat geschrieben: Gleichwohl gibts auch hier in bestimmten Teilen der östlichen Stadtbezirke Ecken, wo ich als Ausländer eher nicht hingehen würde.
Meine Freundin sagt dazu immer: Würde in chinesischen Großstädten so viele Ausländer rumlaufen, wie in Berlin, würde es chinesische Aufstände geben und garantiert Häuser brennen, Straßen barrikadiert usw.
Und ich kauf ihr das sofort ab...
Übrigens: Häuser haben in Hoyerswerda - ich glaube, es war 1991 - schon gebrannt ... und da warens keine vielen Ausländer ...
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Die Verbindung zur Mongolei ist mir zwar schleierhaft, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Aussagen rassistisch motiviert sind. Die (dauerhaften) Ausschlusskriterien für Blutspender sind relativ strikt, letztlich entscheidet der zuständige Arzt. Menschen, die in Malariagebieten aufwuchsen oder einer Bevölkerungsgruppe angehören, die statistisch gesehen überdurchschnittlich viele Hepatitis B + C oder HIV infizierte Menschen beinhaltet, werden beispielsweise dauerhaft von der Blutspende ausgeschlossen (und da dürften Chinesen, die in China aufwuchsen, dazugehören).Skorpid hat geschrieben:Bei der Untersuchung wies man sie mit der Begründung ab, ihre Heimatstadt sei zu Nahe an der Mongolei und es gäbe da so viele unbekannte Bakterien und Viren. Daraufhin versuchte sie die untersuchende Ärztin aufzuklären, daß sie seit ca. 8 Jahren in Deutschland lebt und ihr letzter Besuch ihrer Heimatstadt Shenyang, die übrigens etwas über 1.000 km von der äußersten mongolische Grenze entfernt liegt über 6 Monate zurückliegt. Dies wurde aber nicht zur Kenntnis genommen und weiterhin gesagt, es gäbe dort so viele unbekannte Viren und Bakterien....
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Apropos Blutspende:Linnea hat geschrieben:Die Verbindung zur Mongolei ist mir zwar schleierhaft, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Aussagen rassistisch motiviert sind. Die (dauerhaften) Ausschlusskriterien für Blutspender sind relativ strikt, letztlich entscheidet der zuständige Arzt. Menschen, die in Malariagebieten aufwuchsen oder einer Bevölkerungsgruppe angehören, die statistisch gesehen überdurchschnittlich viele Hepatitis B + C oder HIV infizierte Menschen beinhaltet, werden beispielsweise dauerhaft von der Blutspende ausgeschlossen (und da dürften Chinesen, die in China aufwuchsen, dazugehören).
Meine Frau wollte hier auch Blut spenden - durfte es aber nicht, weil sie das Mindestgewicht von 50 kg nicht hat.
Als ich ihr (als passionierter Blutspender) sagte, dass das DRK 500 ml. pro Spende "zapft", war sie erstmal sprachlos.
In China werden pro Spende 200 bzw. 300 ml. abgenommen.
Sorry fürs kurze OT.
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Re: Rassismus in Eurer Stadt, müsst ihr sowas auch erleben?
Naja, mir ist etwas schleierhaft, was Du da erwartet hast.
Für mich liest es sich lediglich so, dass da
1. Einige Dorftrottel
und
2. Servicewüste Deutschland (unfreundlich)
auf
3. zu hohe Erwartungen (das mit der EC-Karte ist mir z.B. auch schon passiert)
gestoßen sind.
Ich habe ein paar Jahre in Leipzig gewohnt und kenne den Unterschied zwischen LE und den Dörfern drumherum...
Und um mich mal vorsichtig auszudrücken: viele Menschen dort sind nicht soooo klug.
Für mich liest es sich lediglich so, dass da
1. Einige Dorftrottel
und
2. Servicewüste Deutschland (unfreundlich)
auf
3. zu hohe Erwartungen (das mit der EC-Karte ist mir z.B. auch schon passiert)
gestoßen sind.
Ich habe ein paar Jahre in Leipzig gewohnt und kenne den Unterschied zwischen LE und den Dörfern drumherum...
Und um mich mal vorsichtig auszudrücken: viele Menschen dort sind nicht soooo klug.
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