Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Alle Themen rund um Politik in der Volksrepublik China
beowulf
VIP
VIP
Beiträge: 1528
Registriert: 07.02.2009, 16:00

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von beowulf »

Grufti hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben:Leider ist die breite westliche Presse und auch einige Poster hier im Forum hochgradig hysterisch, ideologieversessen, missionarisch und/oder sinophob. Und diese sind halt oft die Lautesten. Das Kehrbeispiel für den oft beschriebenen chinesischen Nationalisten.

Einige Poster hier im Forum sind ebenfalls "hochgradig hysterisch, ideologieversessen, missionarisch " aber sinophil bis zur extremen Blindheit . Auch für diese gilt, daß sie zu den "Lautesten " zählen... .

Die "oft beschriebenen chinesischen Nationalisten" zählen auch zu den" lautesten" Postern, wie sich unschwer in den vielen "Tibet"- Threads der Vergangenheit nachlesen läßt,.-...wenn man lesen kann und diese auch lesen will !
Natürlich wenn eine Seite zum Schreien anfängt, schreit die andere zurück. Da vor allem "Tibet" in unserer Gesellschaft meilenwert von soetwas wie eine sachlicher Auseinandersetzung entfernt ist, ist das Geschrei dort natürlich am lautesten. Gerade Tibet ist das Paradebeispiel für absolute Verklärung und vollkommene Dämonisierung. Da ist jeder Dialog von vorhinein schon fast zum scheitern verurteilt.
Flieder
Forumexperte
Forumexperte
Beiträge: 476
Registriert: 08.03.2008, 01:29
Wohnort: HH/DD

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von Flieder »

hifi hat geschrieben:Noch etwas über Tibet und Uigurenland:
中国的爱国者都认为,外国人谈论西藏和新疆就是因为他们是要分裂祖国了. 这是十分明确的呀. 他们外国人都是存心不良地讨论这个问题的.
那我们中国人的脚色如何呢?
大多数的西方国家在上一个世纪都侵略过中国,压迫过华人. 这些事情我们当然也不应忘记. 我们对殖民主义者当然是非常愤怒的. 那我们自己呢? 我们在西藏,新疆和内蒙古不是侵略,不是占领,对不对呀? 你真的认为大多数的藏族人和维吾尔族人很愿意当中国人吗? 我们中国人真的是难以体会其他这些民族的情况吗? 如果二战失败,你认为我们中国人愿意当日本人吗?
我认为,藏族人是藏族人,维吾尔族人是维吾尔族人. 如果他们自己愿意是中国的一部分,那也没有问题. 但是如果人家想要独立,你去镇压,那你是侵略者还是不是侵略者? 我觉得,中国政府唯一真正的理由就是,其他的大国家也都有他们占领的别人土地. 也就是说,他们不良好,我们也不愿意良好. 良好的人都是傻瓜! 世界上所有的人就应该永远这样争斗下去.
但是如果我们想讲道理的话,我们想要成为一个真正文明的国家的话,那我们应该认识到,用武力来压迫其他的民族是不文明的,是错误的. 不管别的国家是不是文明,我们不应该做错误的事情. 如果有人不讲道理,那你就有权也不讲道理啦? 那我们整个社会就都不讲道理了...

Mehr werde ich dazu nicht mehr auf Chinesisch schreiben. Ich möchte nicht, dass das Forum wegen meiner Äußerungen von China aus nicht mehr zugreifbar wird.
呵呵!有些问题,说起来是很容易。 但是做起来很难。你生活在德国,这些地方的独立对你的生活可能压根没什么影响,但是对生活在中国的老百姓的影响是很大的。中国是一群人扛起的一座大楼,每人各司其职,不可替代。现在,其中一些人想要不想要扛这座大楼了,那这座大楼便会顷刻间倒塌。住在这座楼里的百姓也会跟着倒霉。

我们不谈野蛮不野蛮,文明不文明这么理想化的东西。话说,现实生活中,我们每个人都不是圣人,都要吃喝拉撒睡。这些都是很实际的东西。不是那个仅凭拍胸脯,宣扬理想就能解决的问题。话说,为什么西方世界这么文明,没有他们祖先不文明的掠夺,他们能现在和你们在这里文明对话?

另外说说,关于镇压,话说面对暴乱哪个国家不排除军警?为什么他们派出的军警执行任务,叫做维持秩序,我们叫做镇压呢?ok,进一步你的观点,我们和这些参与暴乱的暴徒讲道理,不去镇压他们。呵呵,估计这个任务,等下一次暴乱的时候你可以尝试做作,面对一群拿着大砍刀,到处砍人的野兽,话说,你讲道理能有用?我们都不是佛祖也不是耶稣。

西方人看中国目前最大的问题是,他们对待他人和自己是两个标准。他们可以把垃圾运到穷国,他们也可以去非洲掠夺资源,他们也可以把反抗他们的人定义为恐怖主义。而这些事情换在中国身上,就成了罪恶的表现。他们口口声声说他们爱好和平,这个和平是什么呢?这个所谓的和平就是维持现在世界上各国的当前状态,他们领先的优势不改变。 但是话说现在世界的形式就合理吗?不合理,非洲,拉美依然穷困,中国刚刚吃饱,所以世界需要改变。

所以说,我觉得,如果说中国是卑鄙踟蹰的,那么西方也好不到哪里去。我们是一丘之貉,只不过中国的踟蹰,踟蹰在明面上,西方却还非要给自己弄个正义战士的外衣披上。

另外,和你说一点,如果当初日本真的可以把中国占领下去,反抗不会没有,但是会慢慢变少下去,直到没有。前提是,他真的想统治好这块地方,并给老百姓生活水平提高作出了实际的贡献。满清不就是这样吗。最为一个知识分子你可以说,不自由毋宁死。但是作为广大老百姓,首要任务是吃饱肚子活下去。
Balancepunkt zu finden ist schon schwer.
Benutzeravatar
Liberator
Forumexperte
Forumexperte
Beiträge: 314
Registriert: 16.07.2008, 15:51
Wohnort: Mainz - 緬恩斯

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von Liberator »

aquadraht hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben: Sei mal ehrlich: Ist das nicht ein wenig ein Wegerklären von Daten, die nicht in das vorgefasste Dogma passen? Selbst wenn die realsozialistischen Wirtschaften durch die Bank unperformanter gewesen wären als vergleichbare Wirtschaften (was man so auch nicht unbedingt sagen kann), wäre das noch etwas anderes als "eindeutiges Scheitern".
Naja letztlich sind die Wirtschaftsdaten sogar irrelevant- wer weiß schon, wie stark die UdSSR oder China 1950 tatsächlich gewachsen sind?!
Das weiss man auch von den westlichen Ländern nicht. Es gibt einige Unternehmen, deren "Wert" zusammen vor 5 Jahren grösser war als das BIP Chinas, und die heute, wenn überhaupt etwas, noch so viel "wert" sind wie das BIP von Paderborn.

Letztlich kannst Du Dich natürlich auf "die Kommies haben die Zahlen erfunden" rauszureden versuchen. Es wird damit aber eher enger für Deine Behauptung, das "Experiment" sei "überall kläglich gescheitert".
:roll: Weiß jetzt nicht mehr ob du es warst, aber einer hat doch auch zum GS geschrieben, Mao hätte vom Ausmaß der Katastrophe nichts wissen können, weil die Provinzchefs falsche zahlen geliefet hätten...
BTW sind zumindest die Ostblockstaaten wirtschaftlich gescheitert, oder wie siehst du das?
Ich meine, wenn die alle so erfolgreich waren, wieso gibt es dann heute nicht mehr :?: :?: :?:
Da argumentierst letztlich nicht gegen mich, sondern die Realität an :?
Wenn ich mir die Wirtschaftsdaten dieser Länder (UN-Statistik) ansehe, müsste Deutschland in diesem Jahr kläglicher gescheitert sein mit -6% Wirtschaftswachstum.

Davon abgesehen hat auch dort die Einführung des Kapitalismus erst einmal zu einem dramatischen Absturz geführt, und in vielen der "Reformstaaten" sieht es nach wie vor schlimm aus. Dabei muss man sehen, dass in den Ostblockstaaten das realsozialistische System eben nicht im Rahmen einer inländischen sozialrevolutionären Bewegung entstanden ist, und nationalistische Sentiments dagegen vom Westen kräftig geschürt worden sind.

Aber witzigerweise nimmst Du Deine Behauptung vom "überall kläglich gescheiterten Feldversuch" immer weiter zurück. Warum klammerst Du Dich überhaupt daran fest?
Ich bin im Moment in Deutschland, und mir geht es gut, danke der Nachfrage.

Es war sowohl der Zusammensturz des alten Systems als die Einführung des Kapitalismus, die zu einem Absturz geführt haben. Danach ging es oft aber auch schnell wieder aufwärts.
Wie der Sozialismus entstanden in einzelnen Ländern entstanden ist, ist irrelevant - die Propaganda hatte lange genug Zeit das auszuwischen, und war damit ja auch sehr erfolgreich.
Und wenn diese Ostblockstaaten wirtschaftlich sehr erfolgreich gewesen wären, hätte das ja sowieso kaum Rolle gepielt, oder?!

Wenn ich meine Behauptung zurückgenommen habe steht es dir frei, dies zu zitieren. Schade, das du dies nicht tust.
Liberator hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:..Planwirtschaft. Aber auch das, was Du schreibst, ist weit entfernt von "gescheitert".
Tja, hätte ich vielleicht noch weiter ausführen sollen.
Entscheidend ist auf Dauer die Effizienz. Man kann so viele Faktoen akkumulieren, wie man will, wenn man sie nicht vernünfig einsetzt hilft das alles wenig.
Immerhin hat man damit einen Weltkrieg gewonnen, und der Lebensstandard der achziger Jahre war deutlich höher als der von 1920, 1950 - und der von 1990-99. So generell unvernünftig wurden die "Faktoren" auch nicht "allokiert" (ich mag den VWL-Schaumsprech).
Zum Nachdenken darüber:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress ... -der-russe" target="_blank
Natürlich kann man jetzt die Russen als blöd beschimpfen. Aber ein wenig sieht es so aus, dass die Menschen dort eher den "Feldversuch" Kapitalismus als gescheitert ansehen.
Na in Russland scheint da mehr die Nostalgie durch. Das hat auch den Neuanfang erschwert.
Der "Neuanfang" hat nach den Kriterien, nach denen die Opfer der Hungersnot nach dem Grossen Sprung ermittelt worden (Bilanzierung Crude Death Rate gegen Vorperiode) gut 10-12 Millionen "abnormal deaths" im Zeitraum 1990-99 gekostet. Die Wirtschaftsleistung ist in dieser Zeit auf den Stand von 1965 geschrumpft. Gleichzeitig wurden in diesem Zeitraum 300 Mrd. $ ausser Landes geschafft. Und Du möchtest uns erzählen, das lag an der "Nostalgie" der Russen? Ich bitte Dich.
Es wurde viel akkumuliert, aber nicht nachhaltig.
So ist Russland z.B. berühmt für seine "Monocities", das sind Städte, in denen sich die ganze Wirtschaft auf eine (einzige) große Fabrik stützt, die nichts als, sagen wir, Traktoren produziert.
Das ist oft noch heute so, daher ist Russland auch mit am schwersten von der jetztigen Wirtschaftskrise getroffen, obwohl es dort keine Bankenkrise gab.
Es ist in meinen Augen ein Fehler und ein gewisses Zeichen von Überheblichkeit, die Erfolge der chinesischen Wirtschaftsreformen ausschliesslich und einseitig auf Kapitalismus und Marktwirtschaft zu reduzieren. Mal abgesehen davon sind auch die 5% kein Scheitern.
Hab ja nicht gesagt, das es ein scheitern ist -
würde mich aber schon stark interessieren, was deiner Meinung nach außer Kapitalismus noch eine Rolle gespielt hat
Zu "scheitern": Wenn Du nun meinst, das sei in China kein Scheitern, kannst Du Dein "immer und überall kläglich gescheitert" nicht aufrecht erhalten. Aber Du meinst also, die chinesische Wirtschaftslenkung habe keinerlei Einfluss darauf gehabt, dass China seit 1978 ein stetiges Wachstum zwischen 7,5 und 12% hatte, ohne einen Wirtschaftseinbruch? Das war alles der so segensreiche Kapitalismus? Dann frage ich mich, warum es überall sonst im real existierenden Kapitalismus Wirtschaftskrisen gibt.
Der Kommunismus ist auch in China gescheitert, nur hat die Führung noch zur rechten Zeit die Kurve gekriegt.
Würde mich ja immer noch interessieren, was deiner Meinung nach das hohe Wirtschaftswachstum nach 1979 ausgelöst hat, aber darauf gehst du ja leider nicht ein, außer das kann doch nicht alles der Kapitalismus gewesen sein
Natürlich gibt es auch im Kapitalismus Wirtschaftskrisen, möchte nie etwas anderes behauptet haben.

Wirtschaftlich scheitert Kommunismus immer, d.h natürlich nicht das der Kommunismus immer scheitert, siehe Nordkorea :roll:
aquadraht
VIP
VIP
Beiträge: 1374
Registriert: 26.06.2009, 10:15
Hat sich bedankt: 7 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von aquadraht »

Ich finde Deine Versuche, eine gescheiterte dogmatische Behauptung aufrechtzuerhalten, mittlerweile ermüdend. Sie exemplifizieren einmal mehr die Nähe der VWL zur Theologie.
Ich lasse es daher dabei bewenden.

Gruss, a^2
wuseltiger
VIP
VIP
Beiträge: 1667
Registriert: 18.03.2007, 21:25

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von wuseltiger »

aquadraht hat geschrieben:Ich finde Deine Versuche, eine gescheiterte dogmatische Behauptung aufrechtzuerhalten, mittlerweile ermüdend. Sie exemplifiziert einmal mehr die Nähe der VWL zur Theologie.
Ich lasse es daher dabei bewenden.

Gruss, a^2


Achje sei doch froh, dass sich wenigstens noch jemand mit dir unterhält..
aquadraht
VIP
VIP
Beiträge: 1374
Registriert: 26.06.2009, 10:15
Hat sich bedankt: 7 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von aquadraht »

wuseltiger hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:Ich finde Deine Versuche, eine gescheiterte dogmatische Behauptung aufrechtzuerhalten, mittlerweile ermüdend. Sie exemplifiziert einmal mehr die Nähe der VWL zur Theologie.
Ich lasse es daher dabei bewenden.

Gruss, a^2


Achje sei doch froh, dass sich wenigstens noch jemand mit dir unterhält..
Oh, hast Du auch wieder Kommunikationsbedürfnis? :mrgreen:
beowulf
VIP
VIP
Beiträge: 1528
Registriert: 07.02.2009, 16:00

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von beowulf »

Ohne jetzt auf eine Grundsatzdiskussion zwischen Kapitalismus und Kommunismus eingehen zu wollen.
Vielleicht kann man es so ausdrücken, China verfolgt einen zentralistisch "kontrollierten/gelenkten Kapitalismus". Also eine Mischform zwischen den beiden extremen. Übrigens nicht viel anders als bei uns in z.B. Deutschland, nur dass auf verschiedenen Ebenen die Kontrolle und Eingriffe viel stärker sind, dafür auf anderen Ebenen der "Kapitalismus" freier agieren kann.
aquadraht
VIP
VIP
Beiträge: 1374
Registriert: 26.06.2009, 10:15
Hat sich bedankt: 7 Mal
Danksagung erhalten: 8 Mal

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von aquadraht »

Damit keiner sagt, ich ginge nicht auf Argumente ein:
Liberator hat geschrieben: Der Kommunismus ist auch in China gescheitert, nur hat die Führung noch zur rechten Zeit die Kurve gekriegt.
So rekurriert man immer wieder auf ein Dogma. Auch wenn die Chinesen von chinesischer Form des Sozialismus reden etc., darf das natürlich nicht stimmen, denn der Kommunismus muss ja gescheitert sein. Das ist Religion, und wenn Du das glauben musst, mag ich mich nicht einmischen.
Würde mich ja immer noch interessieren, was deiner Meinung nach das hohe Wirtschaftswachstum nach 1979 ausgelöst hat, aber darauf gehst du ja leider nicht ein, außer das kann doch nicht alles der Kapitalismus gewesen sein
Natürlich gibt es auch im Kapitalismus Wirtschaftskrisen, möchte nie etwas anderes behauptet haben.
In China gibt es die Wirtschaftskrisen seit 30 Jahren offenbar nicht, und das ist explikationsbedürftig. Gewiss bedient man sich kapitalistischer Marktmechanismen, und das, wie es aussieht, mit ausgesprochenem Erfolg. Nebenbei gesagt, das ist nicht ohne Friktionen vor sich gegangen, und die Wirtschaftspolitik war immer tentativ und hat mehrfach die Schwerpunkte heftig gewechselt, zuletzt im letzten Jahr.

Was China "kommunistisch" macht, ist die Tatsache, dass die Wirtschaftsentwicklung unter den Zielsetzungen der Politik abläuft, und nicht die Wirtschaftseliten die Politik diktieren.
Wirtschaftlich scheitert Kommunismus immer, ..
Gebetsmühle. Du scheinst es nötig zu haben.
Benutzeravatar
Liberator
Forumexperte
Forumexperte
Beiträge: 314
Registriert: 16.07.2008, 15:51
Wohnort: Mainz - 緬恩斯

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von Liberator »

aquadraht hat geschrieben:
Wirtschaftlich scheitert Kommunismus immer, ..
Gebetsmühle. Du scheinst es nötig zu haben.
Dann wirst du sicher verstehen, das ich gerne von dir wissen würde, welches Land auf der Erde du im Moment als
-kommunistisch
-wirtschaftlich erfolgreich
beschreiben würdest.

Wenn dir das gelingt, könntest du meinen Glauben zutiefst erschüttern :lol:
Benutzeravatar
bossel
VIP
VIP
Beiträge: 3562
Registriert: 13.02.2006, 04:28
Wohnort: Hefei

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von bossel »

aquadraht hat geschrieben:
Liberator hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:..Planwirtschaft. Aber auch das, was Du schreibst, ist weit entfernt von "gescheitert".
Tja, hätte ich vielleicht noch weiter ausführen sollen.
Entscheidend ist auf Dauer die Effizienz. Man kann so viele Faktoen akkumulieren, wie man will, wenn man sie nicht vernünfig einsetzt hilft das alles wenig.
Immerhin hat man damit einen Weltkrieg gewonnen,
Hat man das? Vergißt da vielleicht jemand das Lend-Lease-Programm?

Übrigens war Nazideutschland auch eine Planwirtschaft. SU vs. 3. Reich war also ein Kampf der Planwirtschaften.

aquadraht hat geschrieben:Du verrätst hier eine bemerkenswerte Einstellung. "Toll, wenn zig Millionen verhungern, da sehen sie, was sie an ihrer KP haben". Du gibst hier ein leuchtendes Beispiel westlich-humanistischer Werte.
Man beachte, von welch leuchtendem Beispiel dies jetzt kam:
aquadraht hat geschrieben:
Neid. Das hätten sie hier mit Mehdorn auch machen sollen. SCNR

aquadraht hat geschrieben:Auch wenn die Chinesen von chinesischer Form des Sozialismus reden etc., darf das natürlich nicht stimmen, denn der Kommunismus muss ja gescheitert sein. Das ist Religion, und wenn Du das glauben musst, mag ich mich nicht einmischen.
Da sollte sich vielleicht ein gewisser Altkommunist mal einen Spiegel vorhalten...

... denn da versucht einer, den Kapitalismus in China rotzumalen.
Was China "kommunistisch" macht, ist die Tatsache, dass die Wirtschaftsentwicklung unter den Zielsetzungen der Politik abläuft, und nicht die Wirtschaftseliten die Politik diktieren.
beowulf
VIP
VIP
Beiträge: 1528
Registriert: 07.02.2009, 16:00

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von beowulf »

"Was China "kommunistisch" macht, ist die Tatsache, dass die Wirtschaftsentwicklung unter den Zielsetzungen der Politik abläuft, und nicht die Wirtschaftseliten die Politik diktieren."

Zuerst einmal - das ist ein extrem wichtiger und auch richtiger Satz. Hier findet sich wirklich ein ganz klarer Unterschied zwischen dem westlichen und chinesischen Wirtschaftssystem.
Ich sehe es genauso, während in den USA die Regierung zum größtenteil von Lobbies abhängig ist und sich Präsidentschaftswahlen vor allem dadurch auszeichnen, dass verschiedene Industrien um Einfluss kämpfen, in der EU zwar noch nicht so extreme Umstände herrschen, aber die Entwicklung dorthin zeigt, ist in China noch eine klar Erkennbare Machtdominanz des Staates über die Wirtschaft vorhanden. (Das ist jetzt keine Wertung, Kritik oder Werbung für ein System, sondern ein Feststellung)

Nun, stellt sich die Frage ob man das als "kommunistisch" bezeichnen kann. Und ich glaube du bist dir da auch nicht ganz sicher, da du es unter Anführungszeichen gesetzt hast.
Liberator und Wuseltiger (bye the way - was für ein Name :D ) definieren aber "Kommunismus" anscheinend anders als du und auch viel spezifischer.

Also mein Vorschlag, ihr solltet zuerst einmal erörtern, wo Kommunismus für euch anfängt beziehungsweise aufhört. Ich hab ein wenig, das Gefühl, dass ihr aneinander ein wenig vorbeiredet.
Benutzeravatar
Grufti
Titan
Titan
Beiträge: 24875
Registriert: 30.09.2004, 22:25
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 53 Mal

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von Grufti »

beowulf hat geschrieben:
Grufti hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben:Leider ist die breite westliche Presse und auch einige Poster hier im Forum hochgradig hysterisch, ideologieversessen, missionarisch und/oder sinophob. Und diese sind halt oft die Lautesten. Das Kehrbeispiel für den oft beschriebenen chinesischen Nationalisten.

Einige Poster hier im Forum sind ebenfalls "hochgradig hysterisch, ideologieversessen, missionarisch " aber sinophil bis zur extremen Blindheit . Auch für diese gilt, daß sie zu den "Lautesten " zählen... .

Die "oft beschriebenen chinesischen Nationalisten" zählen auch zu den" lautesten" Postern, wie sich unschwer in den vielen "Tibet"- Threads der Vergangenheit nachlesen läßt,.-...wenn man lesen kann und diese auch lesen will !
Natürlich wenn eine Seite zum Schreien anfängt, schreit die andere zurück. Da vor allem "Tibet" in unserer Gesellschaft meilenwert von soetwas wie eine sachlicher Auseinandersetzung entfernt ist, ist das Geschrei dort natürlich am lautesten. Gerade Tibet ist das Paradebeispiel für absolute Verklärung und vollkommene Dämonisierung. Da ist jeder Dialog von vorhinein schon fast zum scheitern verurteilt.
Gewöhnlicherweise ( ich sag mal --nicht nachgeprüft --99,9 % der Tibet-Threads in unserem Forum) sind es gerade die chinesischen "Nationalisten" die ungefragt und unprovoziert --einen Tibet-Thread starteten..
so what ???
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
beowulf
VIP
VIP
Beiträge: 1528
Registriert: 07.02.2009, 16:00

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von beowulf »

"Gewöhnlicherweise ( ich sag mal --nicht nachgeprüft --99,9 % der Tibet-Threads in unserem Forum) sind es gerade die chinesischen "Nationalisten" die ungefragt und unprovoziert --einen Tibet-Thread starteten..
so what"

Woran könnte das nur liegen?
:wink:
Ich glaube kaum, dass Chinesen einfach so aus reinem Spass mit Ausländern über ihre "Probleme" reden wollen. Wenn "Nationalisten" hier ins Forum kommen, dann liegt es vielleicht daran, dass sie mitbekommen haben wie hier im Westen darüber geredet wird.

Vielleicht kann man das als "sich einmal Luft machen" betrachten, vielleicht als Versuch ein "Gespräch" zu suchen oder auch als Zeichen, dass sich die Chinesen nichts mehr gefallen lassen.

Wieviele dieser Poster sind eigentlich schon vor dem "Fackellauf" Drama hergekommen?

Europa und die USA haben in Tibet noch weniger verloren als die Chinesen. Aber Europa und die USA stehen in der ersten Reihe der Free-Tibet Front. Will damit sagen, die "Chinesen" haben nicht den Streit mit "uns" über Tibet angefangen.
Ich finde es ziemlich interessant, dass der weltweit größte Kritisierer "die westliche Wertegemeinschaft" (:lol: - das ist einfach mein Lieblings "Unwort") mit Kritik überhaupt nicht umgehen kann.
Benutzeravatar
Grufti
Titan
Titan
Beiträge: 24875
Registriert: 30.09.2004, 22:25
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 53 Mal

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von Grufti »

so ich habe das mal grob ausgezählt und die links gesammelt
Das Verhältnis ist nicht ganz so kraß..

Von Nationalisten erstellte Threads

http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... bild#p1244 Tibet-Zerrbild 1 Martin Xin
http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... bild#p1326 2 Martin Xin
http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... bild#p1808 3 Martin Xin
http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... bild#p3683 4 Martin Xin
http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... bild#p4398 5 Martin Xin
http://forum.chinaseite.de/ftopic8615.html Tibetisch Lamaismus meng
http://forum.chinaseite.de/ftopic4902.html Zuerst Free Bayern! Danach Free Tibet. Flieder
http://forum.chinaseite.de/ftopic7242.html 10 Fakten von Tibet FAktenFakten
http://forum.chinaseite.de/ftopic4934.html the truth of Tibet!? jeney
http://forum.chinaseite.de/ftopic5135.html 台湾网友看西藏 Herr Jing
http://forum.chinaseite.de/ftopic4127.html Dalai Lama:Förderung des Buddhismus oder bösartiger Sekten? stefan07



Hier noch Links zum ursprünglichen Thema Mao

http://forum.chinaseite.de/ftopic5450.html Wie findst du ueber Mao Zedong?
http://forum.chinaseite.de/ftopic748.html Mao Tze Tung
http://forum.chinaseite.de/ftopic36.html Mao immer noch ein Thema in China?


von der anderen seite gestartete Threads

http://forum.chinaseite.de/ftopic4910.html Stoppt den Völker- und Kulturmord in Tibet uli
http://forum.chinaseite.de/ftopic6040.html Bin zwar Sportfan, aber nach Olympia ist mir leider nicht! Herzblut
http://forum.chinaseite.de/ftopic4919.html Ausloechung der tibetischen Tradition = Voelkermord Tibet
http://forum.chinaseite.de/ftopic4885.html Tibet - Was ist da los? otternase
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
Benutzeravatar
Grufti
Titan
Titan
Beiträge: 24875
Registriert: 30.09.2004, 22:25
Hat sich bedankt: 21 Mal
Danksagung erhalten: 53 Mal

Re: Kommunismus, Kapitalismus und Mao

Beitrag von Grufti »

beowulf hat geschrieben:"Gewöhnlicherweise ( ich sag mal --nicht nachgeprüft --99,9 % der Tibet-Threads in unserem Forum) sind es gerade die chinesischen "Nationalisten" die ungefragt und unprovoziert --einen Tibet-Thread starteten..
so what"

Woran könnte das nur liegen?
:wink:
Ich glaube kaum, dass Chinesen einfach so aus reinem Spass mit Ausländern über ihre "Probleme" reden wollen. Wenn "Nationalisten" hier ins Forum kommen, dann liegt es vielleicht daran, dass sie mitbekommen haben wie hier im Westen darüber geredet wird.

Vielleicht kann man das als "sich einmal Luft machen" betrachten, vielleicht als Versuch ein "Gespräch" zu suchen oder auch als Zeichen, dass sich die Chinesen nichts mehr gefallen lassen.

.
"Gespräch suchen" ..o.k. aber nicht so !
Im übrigen versuche ich persönlich den Schreibern nur im gleichen Ton "herauszugeben", wie sie sich hier einlassen. :!:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste