Topas hat geschrieben:@ ingo :
Sicher sicher, die Geschichte kenn ich auch. Der Admiral ist mit seiner Flotte die Küste entlang gesegelt, und hat alle paar ländchen einen Stop gemacht, um mit den Herrschern Sachen zu tauschen. Von Kolonisation kann da aber noch keine Rede sein.
@ Topas:
Ich hatte u. a. geschrieben::
[China WAR auf dem Weg Weltmacht zu werden - und zwar Jahrzehnte BEVOR Spanien und Purtugal sich aufmachten weite Teile der damals bekannten Welt zu kolonialisieren.
Der chinesische Admiral Zhèng Hé (chin. 鄭和 / 郑和, W.-G. Cheng Ho), war bereits zwischen 1405 und 1433 dabei Chinas Einfluss bis nach Afrika und Arabien auszudehnen - und dass ohne militärische Okkupationen.]
Da war keine Rede von chinesischer Kolonisation - wohl aber von Ausdehnung des Einflusses, was ja auch erfolgreich praktiziert wurde.
Kolonisiert haben die Europäer - und das mit Feuer und Schwertern.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.
Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
Ling Ling hat geschrieben:Die USA sind nicht die größte Weltmacht sondern Russland. China kann also die USA nicht ablösen. Größe ist bei Ländern die Fläche.
Dann wollen wir alle hoffen, dass unter diesem Gesichtspunkt kein Land das andere "ablöst"!
Auch wenn ich nicht weiß, wie "Weltmacht" genau definiert ist, geht es hier nicht um die Fläche eines Landes. Sollte doch klar sein, oder?
Laogai <=> 老盖, Ex-Blogwart
Konfuzius sagt: "Just smile and wave, boys. Smile and wave."
天不怕地不怕就怕洋鬼子开口说中国话!
Ling Ling hat geschrieben:Die USA sind nicht die größte Weltmacht sondern Russland. China kann also die USA nicht ablösen. Größe ist bei Ländern die Fläche.
Ling Ling hat geschrieben:Die USA sind nicht die größte Weltmacht sondern Russland. China kann also die USA nicht ablösen. Größe ist bei Ländern die Fläche.
Wirtschaftlich wird China die USA voraussichtlich schon um 2050 als Weltmacht ablösen. Wenn die USA so weiterwirtschaftaten wie in den Bush-Jahren schon 2025. Um 2070 könnte China dann auch Europa eingeholt haben, was die reine Produktionskapazität anbelangt - natürlich alles ceteris paribus.
Militärisch ist China wie die USA, Russland, England und Frankreich bereits heute in der Lage, weite Teile der Welt (oder die ganze Welt) zu zerstören. Dieses Argument zieht im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr.
Gesellschaftlich muss sich in China aber noch einiges tun. Das Bildungslevel hier im Reich der Mitte lässt doch noch sehr zu wünschen übrig, die chinesen sind nicht sehr kritisch und aufgeklärt. Eigeninitiative vermisse ich auch, wie auch verantwortungsbewusstsein (was übrigens auf dem europäischen Festland auch zu einem Problem wird).
Kulturell wird sich in China ebenfalls noch viel tun müssen. Die zeitgenössische chinesische Kunst kommt nicht an die Westliche heran. Qualitativ vielleicht ein bisschen, Quantitativ aber bei weitem nicht. Sie orientiert sich auch oft an Europa oder Amerika, statt sich selber zu entwickeln.
Wissenschaftlich ist China kein schwellenland, sonder eher ein Entwicklungsland. Die Ausgaben für die Wissenschaft sind eher Marginal, der wissenschaftliche Output des Landes ist sehr tief. Hier wird sich aber viel tun, sobald China nach mehr selbständigkeit strebt. Und das wird es wohl in den nächsten Jahren, so es aus der Krise gelernt hat.
Politisch lässt sich schwer messen. Klar, sie sind der Grösste Gläubiger der USA und dies ist Macht. Aber in internationalen Organisationen hat China weniger zu sagen als z.B. die Schweiz. Die USA sind hier immernoch Taktgeber und verteilen die Macht - siehe Geithener's jüngste äusserung: Die USA wird China in ihrem Bestreben, etwas mehr Macht auf der Weltbühne zu erhalten unterstützen, wenn es weiterhin US-Schuldverschreibungen kauft. -> Die Staaten verkaufen ihre Macht...
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!