Wie kommst du denn darauf, dass es sehr wahrscheinlich ist? Ich denke genau das Gegenteil: Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sich NK wie China innerhalb weniger Jahre SO stark ändert.ingo_001 hat geschrieben:
Denn aller Wahrscheinlichkeit nach würde sich Nord-Korea nach dem Vorbild des "grossen Bruders" China entwickeln, d.h., wirtschaftliche Öffnung (um den Lebensstandard der Bevölkerung zu erhöhen) bei gleichzeitiger Beibehaltung des Ein-Partein-Staates.
So bräuchte China keine Angst vor "Wirtschafts-Flüchtlinge" zu haben, denn die würden ja von der wirtschaftlichen Öffnung direkt profitieren, wenn sie im eigenen Land blieben - andererseits würde China der "Puffer" Nord-Korea erhalten bleiben.
Deshalb mein Fazit: China würde diese Variante, wenn es denn möglich wäre nach Kräften (auch inoffiziell) unterstützen - schon aus Eigeninteresse.
China war 1978 nach Maos Tod zwar auch ruiniert, aber nicht so stark vom Ausland isoliert wie Nordkorea heute. Außerdem denke ich, dass die Chinesen damals nicht so gegens Ausland aufgehetzt wurden wie heute die Nordkoreaner.
Ein anderer Faktor, was die wirtschaftliche Entwicklung angeht: Chinas Aufschwung kam vor allem durch Dengs Reformen und später durch die ausländischen Investoren. Die Masse des chinesischen Volks spielte sich auch eine Rolle.
Jetzt zu NK: Das Land verfügt nicht über so eine breite Masse an Menschen wie China (unter 1,3 Milliarden Menschen gibt es mehr "Elite" als bei 30 Millionen), man weiß nicht, wie der wirtschaftspolitische Wandel von statten ginge und ich bezweifle, dass sich ausländische Investoren so schnell dort breit machen würden wie damals in China (-->Joint Ventures), was ich mit den Beziehungen mit dem Ausland verbinde.
China war damals vor allem attraktiv, da es einen großen Markt offenbarte und niedrige Löhne die Firmen anziehen. Heute gibt es aber bereits genug Billiglohnländer und der Markt in NK wird auch nicht allzu viel versprechend sein.
Du kannst ja jetzt mal genauer erläutern, wie du zu deiner Vermutung kommst.


