Aremonus hat geschrieben:Ne, das würd' ich nicht sagen. Alkoholsucht hat ziemlich klare Physiologische Symptome. Wenn ich (als nicht alkoholsüchtiger) mich ins Koma sauffen würde, hätte ich am nächsten Tag vielleicht n schrecklichen Kopf und Nachbrand, aber ich muss nicht weitertrinken. Trinkt ein Süchtiger keinen Alkohol, zittert er, kann sich nimmer konzentrieren, hat eine verminderte koordinationsfähigkeit und kann noch weitaus schlimmere symptome bis herzstillstand entwickeln.
Vondemher kann ich bttr eigentlich schon zustimmen, dass man "saufen" und "sucht" nicht in eine Ecke stellen kann.
Das stimmt nur bedingt. Alkoholsucht ist nicht nur durch physische, sondern auch durch psychische Abhängigkeit definiert. Es gibt also durchaus Süchtige, die dir von dir beschriebenen Entzugserscheinungen (Tremor etc.) nicht haben.
Philipp hat geschrieben:Oder es gibt ganz einfach weniger Leute die Alkoholiker sind, weil sie nie die Gelegenheit hatten jahrelang von Sozialhilfe zu leben und ihre Langeweile/Frust mit Alkohol zu vertreiben, bzw. Alkohol körperlich auch nicht so gut vertragen.
Suchtgefaehrdet sind vor allem die Arbeitslosen, die schon waehrend der Berufstaetigkeit viel Alkohol konsumiert haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Forschungsgruppe Langzeitarbeitslosigkeit an der Mercator-Universitaet. Der Artikel ist zwar schon etwas älter, weist aber darauf hin, dass es nicht die Arbeitslosigkeit ist, die in der Regel zum Alkoholmissbrauch führt, sondern dass sie diesen nur verschärft. Darüber hinaus wird Alkoholkonsum als Problemlöser oft erlernt, wurde in der Familie vorgelebt und bei Bedarf dann ausgeübt. Da ist förmlich egal ob die Arbeitslosigkeit oder die Partnerschaft das Problem desjenigen ist, die "Problemlösungsstrategie" heißt Alkohol...