Friedensnobelpreis

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88--Guiyang--88
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von 88--Guiyang--88 »

beowulf hat geschrieben:Liu Xiabo gehört zu der Gruppe der extremen Rechten in China. Extrem Rechts bedeutet in China, westliche Idealisierung (vor allem Ausgesprochene Unterstützung für den amerikanischen Imperialismus z.B. Irak Krieg) und schonungslose Kritik an China (vor allem natürlich die KP, aber generell Vorwürfe, dass die Chinesische Bevölkerung nicht westlich zivilisiert ist. Liu Xiaobo ist ja vor allem für seinen Ausspruch bekannt, dass China 300 Jahre lang amerikanischen Kolonialismus benötigt)
Hast du dafuer Quellen? Im Netz findet man ja zu 99% nur die ueblichen Lobeshymnen.
aquadraht
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von aquadraht »

beowulf hat geschrieben:..generell Vorwürfe, dass die Chinesische Bevölkerung nicht westlich zivilisiert ist. Liu Xiaobo ist ja vor allem für seinen Ausspruch bekannt, dass China 300 Jahre lang amerikanischen Kolonialismus benötigt)..
Hast Du dafür eine Quelle?

a^2
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Skorpid
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Skorpid »

Von stern.de:

"Chinesische Intellektuelle haben die die Entscheidung des Komitees als Ermutigung für die demokratischen Kräfte in China gewertet. Dissidenten begrüßten am Freitag in Peking die Auszeichnung, die den Druck auf die chinesische Regierung verstärke."

Und sowas wissen die in der Stern Redaktion schon 1 Stunde nach der Bekanntgabe? Da muss ja stern direkten Draht zu den Dissidenten haben, die ja meist doch verdeckt operieren....

Auf zdf.de

"Staatsfeind Nummer Eins"

Ganz ehrlich, wenn er das wirklich wäre, dann gäbe es ihn schon lange nicht mehr. Man bekommt so schnell einen Herzinfakt in einem Gefängnis....
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Laogai
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Laogai »

88--Guiyang--88 und aquadraht hat geschrieben:
beowulf hat geschrieben:..generell Vorwürfe, dass die Chinesische Bevölkerung nicht westlich zivilisiert ist. Liu Xiaobo ist ja vor allem für seinen Ausspruch bekannt, dass China 300 Jahre lang amerikanischen Kolonialismus benötigt)..
Hast Du dafür eine Quelle?
Wikipedia, dort wird auf Open Magazin verwiesen. Er sagt allerdings nichts von amerikanischem Kolonialismus.
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blaubaer
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von blaubaer »

beowulf hat geschrieben:
blaubaer hat geschrieben:
88--Guiyang--88 hat geschrieben:Man kann nur hoffen ,dass China entsprechend reagiert und mal schoen einen Marsch blasen wird :mrgreen:.
Ich denke, das wird einigen noch leid tun so einer Person den Preis zu vergeben. [...]
Was ist denn so schlimm an Liu Xiaobo ?

Gruss
Blaubaer

Liu Xiabo gehört zu der Gruppe der extremen Rechten in China. Extrem Rechts bedeutet in China, westliche Idealisierung (vor allem Ausgesprochene Unterstützung für den amerikanischen Imperialismus z.B. Irak Krieg) und schonungslose Kritik an China (vor allem natürlich die KP, aber generell Vorwürfe, dass die Chinesische Bevölkerung nicht westlich zivilisiert ist. Liu Xiaobo ist ja vor allem für seinen Ausspruch bekannt, dass China 300 Jahre lang amerikanischen Kolonialismus benötigt)

In China selber haben diese Extremen wenig Rückhalt. Meist sind sie kaum bekannt oder aufgrund ihres polemischen und radikalen Stils sehr unbeliebt. Anders natürlich im Westen. Bei uns werden sie als Fackel der Freiheit begriffen. Ist auch verständlich, sie sind gegen den "Feind" und bewundern uns bei jeder Gelegenheit. Dementsprechend gibt es auch die Anerkennung seitens westlicher Journalisten und die direkte Förderung und Unterstützung der CIA/NED.

Mir stellt sich aber auch die Frage ob Liu Xiaobo wirklich den Preis verdient hat. Man sollte hier keine Umwege machen und ihm direkt der CIA/NED geben. Das ist wirklich unfair gegenüber den fleißigen Bienen im Hintergrund. Liu ist ja nur eine hochstilisierte Symbolfigur ohne nennenswerte Eigenleistung. Ich finde das nicht in Ordnung.
Ich glaube die meisten hier werden mir recht geben, dass dieser Preis, genauso wie der für Obama, ein politisch motivierter ist, was eigentlich, den Regeln nach, nicht im Sinne des Nobelpreises ist. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Diskutieren können wir über die Frage ob wir es politisch gut finden ob Liu Xiaobo den Preis bekommen hat. Meine bisherige Wahrnehmung über ihn war nur seine Unterstützung für die Menschenrechtscharta 08, extreme Einstellungen seinerseits wie du sie hier erläuterst sind mir neu, aber ich habe mich mit ihm auch nicht sonderlich beschäftigt. Gibt es Quellen für deine Behauptung?


Gruss
Blaubaer
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gege
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von gege »

Am besten sind schon wieder die zahlreichen Leser-Kommentare auf spiegel.de
Was da für eine Hetze gegen China betrieben wird ist schon wieder unglaublich. Da werden schon wieder Hitler-Vergleiche etc. angestellt. :evil:
Gege - 哥哥
Xian
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Xian »

gege hat geschrieben:Am besten sind schon wieder die zahlreichen Leser-Kommentare auf spiegel.de
Was da für eine Hetze gegen China betrieben wird ist schon wieder unglaublich. Da werden schon wieder Hitler-Vergleiche etc. angestellt. :evil:
Diese "Hetze " ist aber minder relevant, solang die oberen in Deutschland, wirtschaftlich klar etwas anderes tun.


Liebe Grüße,
Xian
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Ting Budong
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Ting Budong »

xyz678 hat geschrieben:Morgen wird der Friedensnobelpreis verliehen. Als Favorit gilt der chinesische Dissident Liu Xiaobo. Wer ist dafür bzw. dagegen? Sachliche Gründe bitte. Ebenfalls als Favorit gilt Helmut Kohl. Ich denke noch an die CDU-Spendenaffäre! Das wird eine Zerreissprobe für die paar Wikinger in Oslo.
Wie soll man für oder gegen etwas sein, über das man keine Informationen bekommen kann? Sämtliche Seiten, selbst die Googlesuche, sind blockiert. Spricht nicht unbedingt für die Sichtweise der Chin. Regierung. Im Übrigen gibt es die Wikinger schon lange nicht mehr, das ist wohl auch im Internetfilter hängen geblieben. Allerdings müsste es selbst in China Bücher geben, die dir weiterhelfen.
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Topas
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Topas »

gege hat geschrieben:Der "Westen" tut auch alles dafür, um möglichst oft die chinesische Führung zu provozieren.
Selbst geizen die allerdings auch nicht damit :mrgreen:

Hat er es nun verdient oder nicht? Kohl hat deutlich mehr für den Weltfrieden getan, auch wenn er nicht immer der beliebteste Politiker war.


Öhm, was heist getan. Er hat reagiert, weil es mehr oder weniger über ihn hereingebrochen ist. Kohl ist Anfang der Achtziger nicht Bundeskanzler geworden, weil sein Hauptwahlziel die Wiedervereinigung war. Der eigentliche Urheber dieser Entwicklung ist Gorbatschow, der aktiv und durch sein eigenes Handeln diesen Prozess erst losgetreten hat. Ausgegangen ist die Wiedervereinigung vom Osten und nicht vom Westen ! Wäre Schröder oder sonst wer zu diesem Zeitpunkt Kanler gewesen, würden jetzt einige den Friedensnobelpreis für Schrüder fordern....
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Skorpid
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Skorpid »

stern.de:

Liu Xia, Lius Frau, hat sich hoch erfreut über die Verleihung des Friedensnobelpreises an ihren Mann geäußert. "Ich bin glücklich, aber ich kann nicht herauskommen", sagte Liu Xia am Telefon in ihrer Wohnung in dem von der Polizei abgeriegelten Apartmentkomplex. "Ich stecke hier fest - mit der Polizei", sagte Liu Xia.

heute.de:

Lius Frau indes muss nun offenbar Repression fürchten: In ihrer Wohnung seien drei Sicherheitsleute, die mit ihr verhandelten, sagte sie nach der Bekanntgabe des Preisträgers am Telefon. Mehr dürfe sie nicht sagen. Das Nobelkomitee erklärte, man habe weder zu dem inhaftierten Preisträger noch zu seiner Frau Kontakt aufnehmen können.

Man, die Frau kommt aus dem Telefonieren nicht mehr raus... oder übersetzt hier eine Nachrichtenseite ein Telefongespräch anders wie die andere Nachrichtenseite?


Soviel zum dazudichten/umdichten in deutschen Medien. Stern.de sinkt wieder eine Stufe tiefer in meinem Ansehen, ist so langsam zusammen mit dem Spiegel in der "Fast so wie Bild nur mit mehr Text" Ebene angekommen.
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von xyz678 »

Skorpid hat geschrieben:Man, die Frau kommt aus dem Telefonieren nicht mehr raus... oder übersetzt hier eine Nachrichtenseite ein Telefongespräch anders wie die andere Nachrichtenseite?
Die deutschen Medien sind eine Hure. Das habe ich schon 2008 festgestellt. Deswegen boykottiere ich den ganzen Mist schon bewusst.
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Topas »

Liu Xiabo gehört zu der Gruppe der extremen Rechten in China. Extrem Rechts bedeutet in China, westliche Idealisierung (vor allem Ausgesprochene Unterstützung für den amerikanischen Imperialismus z.B. Irak Krieg) und schonungslose Kritik an China (vor allem natürlich die KP, aber generell Vorwürfe, dass die Chinesische Bevölkerung nicht westlich zivilisiert ist. Liu Xiaobo ist ja vor allem für seinen Ausspruch bekannt, dass China 300 Jahre lang amerikanischen Kolonialismus benötigt)

In China selber haben diese Extremen wenig Rückhalt. Meist sind sie kaum bekannt oder aufgrund ihres polemischen und radikalen Stils sehr unbeliebt. Anders natürlich im Westen. Bei uns werden sie als Fackel der Freiheit begriffen. Ist auch verständlich, sie sind gegen den "Feind" und bewundern uns bei jeder Gelegenheit. Dementsprechend gibt es auch die Anerkennung seitens westlicher Journalisten und die direkte Förderung und Unterstützung der CIA/NED.

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Ich glaube die meisten hier werden mir recht geben, dass dieser Preis, genauso wie der für Obama, ein politisch motivierter ist, was eigentlich, den Regeln nach, nicht im Sinne des Nobelpreises ist. Darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Diskutieren können wir über die Frage ob wir es politisch gut finden ob Liu Xiaobo den Preis bekommen hat. Meine bisherige Wahrnehmung über ihn war nur seine Unterstützung für die Menschenrechtscharta 08, extreme Einstellungen seinerseits wie du sie hier erläuterst sind mir neu, aber ich habe mich mit ihm auch nicht sonderlich beschäftigt. Gibt es Quellen für deine Behauptung?


Gruss
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Was ein Spruch ! Friedensaktivitäten haben in der Regel immer irgendwo mit Politik zu tun, da politische Entscheidungsträger in der Regel auslöser für Unfrieden sind. Und damit sind nicht nur die Politiker mit Amt und Mandat gemeint. Jeder, der über solche Belange entscheiden kann ist nichts anderes als ein ....Politiker.
Ich versuche gerade nachzuvollziehen, was denn ein nicht politisch motivierter Friedenspreis ist ? Ein Preis an Anti-Irakskrieg-Demonstranten ? Oder an Anti-Bush-Organisationen ? Aber auch das sind politische Positionen, auch solche Entscheidungen wären politisch motiviert. Selbst der Banker aus Bangladesh mit seinen Mikrokrediten hat Bezüge zur Politik. Die Politik streitet über Bankensysteme, und honoriert ihm, weil er aus politischer Sicht eine potenzielle Lösung zum politischen Konflikt Armut versus Finanzielle Freiheit beigetragen hat.
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Topas »

xyz678 hat geschrieben:
Skorpid hat geschrieben:Man, die Frau kommt aus dem Telefonieren nicht mehr raus... oder übersetzt hier eine Nachrichtenseite ein Telefongespräch anders wie die andere Nachrichtenseite?
Die deutschen Medien sind eine Hure. Das habe ich schon 2008 festgestellt. Deswegen boykottiere ich den ganzen Mist schon bewusst.

Und dein Beitrag ist Polemik.

Scorpid und xyz : Mosern ist immer leicht. Schlagt doch mal einen Gegenentwurf vor, wie denn ein Beitrag, der die gleichen Informationen beinhaltetm idealerweise laut eurer Meinung aussehen sollte ?

:mrgreen:
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Skorpid »

Naja, mich stört es halt, das stern das Telefonat so ausschmückt und wer das liest für wahr hält (ich gehe davon aus, das die Textpassage bei heute.de die richtigere ist).

Bezüglich der politikbezogenheit der Preisverleihung: Klar hat das wohl meist immer was mit Politik zu tun, geht bei Krieg und Frieden ja kaum anders. Doch was hat Obama und Liu mit dem Frieden zu tun?

Egal ob das alles richtig ist was er sagt, Zensur ist schlecht, Demokratie ist gut, etc., das hat für mich nix mit "Frieden" zu tun, ist ja schließlich ein Friedensnobelpreis, denn wieviele Kriege und Kämpfe und Militäraktionen werden denn durch weniger Zensur und Demokratie in China vermieden? Ich denke so gut wie keine. Ich bin sogar der Meinung das Demokratie (Einparteiensystem ist bei mir eigentlich keine Diktatur) im Kleinen zwar gut ist, das Riesenland China selbst aber eher destabilisieren würde. aber egal, das ist eine andere Debatte.

Da doch lieber die UNO-Schutztruppe oder die Ärzte ohne Grenzen oder was weiß ich wer, der wirklich Frieden geschaffen hat. Oder einfach mal keinen Preis vergeben...

Edit: Ich bin jetzt im Wochenende, bis Montag dann, happy discussing!
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von 88--Guiyang--88 »

gege hat geschrieben:Am besten sind schon wieder die zahlreichen Leser-Kommentare auf spiegel.de
Was da für eine Hetze gegen China betrieben wird ist schon wieder unglaublich. Da werden schon wieder Hitler-Vergleiche etc. angestellt. :evil:
Ja, es ist wirklich erschreckend was dort passiert, und leider typisch deutsches Machtgehabe und Besserwisserei.
Eigentlich habe ich mir geschworen dort nie wieder im Forum zu lesen da es mich nur noch am Rande interessiert was in klein Deutschland passiert aber manchmal kann ich es doch nicht lassen.
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