Wieviel Lohn weniger ist es wert in China zu arbeiten?
Verfasst: 02.11.2009, 00:36
Hallo allerseits,
Ich habe eine Frage die mir unter den Nägeln brennt, aber obwohl ich schon viele Leute hier in Deutschland gefragt habe, konnte mir keiner bisher weiter helfen. Aber das liegt vor allem daran, dass meine Freunde hier nie ausgewandert sind, bzw auswandern wollen.
Ich habe ein Job Angebot in HK bekommen in meiner früheren Praktikumsfirma. und das wäre mein erster Job nach dem Studium. Mein Studium ist im Frühjahr 2010 fertig. Laut Gehaltsstatistik wäre ich für einen Einsteiger in HK über-bezahlt, aber jedoch deutlich unter dem was ich in Deutschland verdienen könnte. Auch wenn man es Netto rechnet, also nach Steuern, Versicherung, Lebenshaltungskosten, usw einrechnet, würde in Deutschland immernoch mehr übrig bleiben zum Sparen (vorrausgesetzt ich finde nach meinem Studium etwas in Deutschland mit dem statistischen Durchschnittslohn). Den Lohn haben wir verhandelt und die Firma hat mir transparent dargelegt, dass sie mir nicht noch mehr zahlen kann.
Daraus ergibt sich die Frage: Auf wieviel Lohn bin ich bereit zu verzichten, dafür dass ich an einem Ort arbeiten darf, der mir einfach gut gefällt, in einer Firma wo mir die Arbeit und Mitarbeiter sehr sympatisch sind?
Jetzt gibt es noch 2 Randbedingungen, die die Entscheidung erschweren:
- Ich bin schon 27 und sollte mal Geld sparen, um irgendwann eine Familie zu gründen und mein BAfög abzuzahlen.
- Es gibt da eine finanzielle Verpflichtung in meiner Familie, für die ich aufkommen muss, wenn ich nicht auf einen wesentlichen Teil des Erbes nicht verzichten will. Wann diese fällig wird weiss ich nicht, aber es ist wohl besser das Geld früher zusammen zu haben als später. Meine Bafög Schulden sehen niedlich dagegen aus. Dieser Punkt belastet mich schon schwer irgendwie, denn mit dem HK Lohn werde ich es wohl kaum schaffen wenn ich nicht wirklich richtig klotze die ersten paar Jahre. Aber ich will ja nicht nach HK um dann eine 60 Stunden Woche zu absolvieren, sondern ich will ja dort auch leben. Der US-Dollar gebundene HK Dollar macht diesen Punkt noch spannender als er bereits ist.
[nachträglich eingefügt]
Eine Person meiner nächsten Verwandtschaft hat eine Hypothek auf ihr Haus aufgenommen. Da es außer mir niemanden gibt der die Hypothek jemals zahlen kann (studieren kann so ein Fluch sein), muss ich sie zahlen (und das rechtzeitig), wenn ich das Haus einmal erben will. Das nicht-zahlen führt zur Zwangsversteigerung, bei der das Haus unter großem finanziellen Verlust verkauft würde. Genau das hält mich davon ab noch heute in HK zu unterschreiben, da ich in der HK Variante nicht sicher bin rechtzeitig das Geld zusammen sammeln zu können.
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Für HK spricht, es war die beste Zeit meines Lebens bisher dort. die Arbeit gefällt mir, die Mitarbeiter sind genau auf meiner Wellenlänge, das Essen ist gut, die Frauen sind wunderschön. Selbst bei einer nicht so teuren Wohnung gibt es oftmals einen gemeinschaftlichen Swimmingpool dazu, wo gibts das schon in Deutschland? Direkt nach der Arbeit in der Abenddämmerung noch schwimmen! Draußen! An jedem Abend an dem ich will! Ganz zu schweigen von dem Strand am Wochenende.
Die Alternative ist wohl erstmal hier zu arbeiten und hoffen entsendet zu werden. Aber als Informatiker wird man wohl eher selten entsendet. Also erst hier ein paar Jährchen und dann irgendwann nach Asien. Fast Leute, die ich bisher gefragt habe, haben mir zu Deutschland geraten. Die Anderen haben gesagt: Du musst selber wissen was Du tust/willst, mit eindeutigem Unterton. Ich weiss ja wohin ich will und was ich will, wenn da nicht das finanzielle wäre. Darüber hinaus ist die Lohnkurve für Informatiker nicht ganz so steil wie die für BWLer...
Die Frage richtet sich vor allem an Leute, die den Schritt nach China/HK/ anderen interesannten Ort der Welt schon gemacht haben, dabei aber kein Expatvertrag in der Tasche hatten und mit weniger angefangen haben im Vergleich zu Deutschland, aber ich freue mich auf jede Antwort, die mir irgendwie weiter hilft.
- Was waren Eure Gedanken?
- Welche weiteren Fragen sollte ich selber an mich stellen, um Klarheit zu bekommen?
- Hat es sich bezahlt gemacht? Man geht ja ein finanzielles Risiko ein für das man zumindest in gewissen Rahmen langfristig entschädigt werden will. Ich erhoffe mir einen leichteren beruflichen Aufstieg nach oben im Vergleich zu Deutschland.
Ich habe eine Frage die mir unter den Nägeln brennt, aber obwohl ich schon viele Leute hier in Deutschland gefragt habe, konnte mir keiner bisher weiter helfen. Aber das liegt vor allem daran, dass meine Freunde hier nie ausgewandert sind, bzw auswandern wollen.
Ich habe ein Job Angebot in HK bekommen in meiner früheren Praktikumsfirma. und das wäre mein erster Job nach dem Studium. Mein Studium ist im Frühjahr 2010 fertig. Laut Gehaltsstatistik wäre ich für einen Einsteiger in HK über-bezahlt, aber jedoch deutlich unter dem was ich in Deutschland verdienen könnte. Auch wenn man es Netto rechnet, also nach Steuern, Versicherung, Lebenshaltungskosten, usw einrechnet, würde in Deutschland immernoch mehr übrig bleiben zum Sparen (vorrausgesetzt ich finde nach meinem Studium etwas in Deutschland mit dem statistischen Durchschnittslohn). Den Lohn haben wir verhandelt und die Firma hat mir transparent dargelegt, dass sie mir nicht noch mehr zahlen kann.
Daraus ergibt sich die Frage: Auf wieviel Lohn bin ich bereit zu verzichten, dafür dass ich an einem Ort arbeiten darf, der mir einfach gut gefällt, in einer Firma wo mir die Arbeit und Mitarbeiter sehr sympatisch sind?
Jetzt gibt es noch 2 Randbedingungen, die die Entscheidung erschweren:
- Ich bin schon 27 und sollte mal Geld sparen, um irgendwann eine Familie zu gründen und mein BAfög abzuzahlen.
- Es gibt da eine finanzielle Verpflichtung in meiner Familie, für die ich aufkommen muss, wenn ich nicht auf einen wesentlichen Teil des Erbes nicht verzichten will. Wann diese fällig wird weiss ich nicht, aber es ist wohl besser das Geld früher zusammen zu haben als später. Meine Bafög Schulden sehen niedlich dagegen aus. Dieser Punkt belastet mich schon schwer irgendwie, denn mit dem HK Lohn werde ich es wohl kaum schaffen wenn ich nicht wirklich richtig klotze die ersten paar Jahre. Aber ich will ja nicht nach HK um dann eine 60 Stunden Woche zu absolvieren, sondern ich will ja dort auch leben. Der US-Dollar gebundene HK Dollar macht diesen Punkt noch spannender als er bereits ist.
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Eine Person meiner nächsten Verwandtschaft hat eine Hypothek auf ihr Haus aufgenommen. Da es außer mir niemanden gibt der die Hypothek jemals zahlen kann (studieren kann so ein Fluch sein), muss ich sie zahlen (und das rechtzeitig), wenn ich das Haus einmal erben will. Das nicht-zahlen führt zur Zwangsversteigerung, bei der das Haus unter großem finanziellen Verlust verkauft würde. Genau das hält mich davon ab noch heute in HK zu unterschreiben, da ich in der HK Variante nicht sicher bin rechtzeitig das Geld zusammen sammeln zu können.
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Für HK spricht, es war die beste Zeit meines Lebens bisher dort. die Arbeit gefällt mir, die Mitarbeiter sind genau auf meiner Wellenlänge, das Essen ist gut, die Frauen sind wunderschön. Selbst bei einer nicht so teuren Wohnung gibt es oftmals einen gemeinschaftlichen Swimmingpool dazu, wo gibts das schon in Deutschland? Direkt nach der Arbeit in der Abenddämmerung noch schwimmen! Draußen! An jedem Abend an dem ich will! Ganz zu schweigen von dem Strand am Wochenende.
Die Alternative ist wohl erstmal hier zu arbeiten und hoffen entsendet zu werden. Aber als Informatiker wird man wohl eher selten entsendet. Also erst hier ein paar Jährchen und dann irgendwann nach Asien. Fast Leute, die ich bisher gefragt habe, haben mir zu Deutschland geraten. Die Anderen haben gesagt: Du musst selber wissen was Du tust/willst, mit eindeutigem Unterton. Ich weiss ja wohin ich will und was ich will, wenn da nicht das finanzielle wäre. Darüber hinaus ist die Lohnkurve für Informatiker nicht ganz so steil wie die für BWLer...
Die Frage richtet sich vor allem an Leute, die den Schritt nach China/HK/ anderen interesannten Ort der Welt schon gemacht haben, dabei aber kein Expatvertrag in der Tasche hatten und mit weniger angefangen haben im Vergleich zu Deutschland, aber ich freue mich auf jede Antwort, die mir irgendwie weiter hilft.
- Was waren Eure Gedanken?
- Welche weiteren Fragen sollte ich selber an mich stellen, um Klarheit zu bekommen?
- Hat es sich bezahlt gemacht? Man geht ja ein finanzielles Risiko ein für das man zumindest in gewissen Rahmen langfristig entschädigt werden will. Ich erhoffe mir einen leichteren beruflichen Aufstieg nach oben im Vergleich zu Deutschland.