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China diener der USA?

Verfasst: 03.06.2009, 11:35
von Aremonus
Ich stelle hier 'mal eine provokante These in den Raum, möchte niemandem auf die Füsse treten. Aber wie mir scheint, ist China in einer Situation, das es de facto zwingt, für die US billig zu arbeiten:

Die Volksrepublik besitzt bereits etwa 1.5 Billionen Euro an Investitionen in US-Dollar, darunter eine halbe Billion an US-Schuldverschreibungen. Die amerikaner leben weiterhin auf Pump, können sich dies nicht leisten und landen in einer Finanzkrise. Reaktion: Man druckt Geld (Dollar wird abgewertet) und schnürrt Konjunkturpakete (welche durch weitere Schuldverschreibungen gedeckt werden). D.h. China verliert Geld durch die Abwertung des Dollars. Da es aber bis anhin immer brav Schuldverschreibungen gekauft hatte, muss es dies weiterhin tun, da die Nachfrage nach diesen sonst zu stark einbricht, was einen weiteren Preiszerfall der FOREX-Reserven zur Folge hätte. Also hat die Zentralregierung meiner Ansicht eigentlich gar keine andere Wahl... Wie seht ihr das?
Andererseits: Warum musste Geithner dennoch nach China reisen, um für die USA als Investition zu werben? Welchen Einfluss hat die neue Regelung, gemäss welcher chinesische Unternehmen unter gewissen Umständen im Ausland selber investieren dürfen? Wird dies die Nachfrage nach US-Bonds schmälern und deren Preis drücken?

Re: China diener der USA?

Verfasst: 03.06.2009, 12:54
von hifi
Aremonus hat geschrieben:Warum musste Geithner dennoch nach China reisen, um für die USA als Investition zu werben?
Ich denke, wenn die Wirtschaft der beiden Ländern dermassen abhängig voneinander sind, dann muss man einfach zusammenkommen, um die Vorgehensweise zu koordinieren.
Wenn zwei gemeinsam in ein wackliges Boot sitzen, dann kann man schlecht gegenseitig schubsen.