Gentechnisch manipuliert? Wenn man ein gentechnisch verändertes Lebensmittel isst wird man nicht gentechnisch manipuliert. Das wäre der Fall wenn die eigenen Gene, die man weitergibt bei der Zeugung, manipuliert würden um den eigenen Nachwuchs zu verändern.
Die Frage ist, kann man gentechnisch veränderte Lebensmittel im Körper genauso gut abbauen wie andere. Gentechnisch manipulierte Lebensmittel haben absolut nichts, aber garnichts mit Doping oder Anabolika zu tun. Gentechnisch manipulierter Mais ist auch kein Doping.
Wachstumshormone an Tiere zu verfüttern ist auch keine gentechnische Manipulation. Die Gene des Tieres werden dadurch nicht verändert. Eine Genmanipulation wäre es, wenn man die Gene der Elterntiere so verändert, das die Nachkommen mehr Wachstumshormon produzieren.
Im übrigen werden auch Patienten die es brauchen mit Wachstumshormonen etc. behandelt.
Das endokrine System benutzt den Kreislauf zur Überwindung größerer Distanzen im Körper. Dei Botenstoffe dieses Systems sind die Hormone, Eiweiße die als Messenger wirken.
Sie regeln in Zusammenarbeit mit dem autonomen Nervensystem und den vegetativen Zentren im Gehirn die Ernährung, den Stoffwechsel, Entwicklung und Reifung, Fortpflanzung, Leistungsanpassung und das innere Milieu des Körpers.
Wäre die Gabe eines Hormons eine gentechnische Veränderung, wäre jeder der Insulin spritzen muss gentechnisch verändert, auch Insulin ist nämlich ein Hormon.
Doping ist schwierig zu definieren, damit man weiß wo von man redet kann man hier nachlesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Doping#Definition
Es ist sehr schwierig kein Doping zu betreiben. Falls jemand Otriven Nasentropfen nimmt, dann ist er gedopt. Ephidrin in den Tropfen stehen auf der Dopingliste. Ich will nicht leugnen das es ein großes Doping Problem gibt, aber auf der anderen Seite werden an den Sportler so hohe Maßstäbe gelegt, das der Normalbürger wahrscheinlich ständig gegen die Dopingvorschriften verstößt.
Viel schlimmer als der Einsatz von Wachstumshormonen ist die Verwendung von Antibiotika und anderen Medikamenten in der Tierzucht. Durch das Fleisch nimmt man die Antibiotika dann auf ohne selbst krank zu sein, die im Körper befindlichen Bakterien können so eine Resistenz gegen die Antibiotika entwickeln. Im Krankheitsfall könnte diese Resitenz dann auch bei den die Krankheit verursachenden Bakterien auftreten und damit stände dem Arzt dieses Antibiotika nicht mehr zur Behandlung als wirksames Medikament zur Verfügung. Dies ist ein wirkliches Problem. Die meisten bakteriellen Erkrankungen an denen früher viele Menschen starben hat der Mensch mit Antibiotika in den Griff bekommen. Nun scheinen diese aber immer unwirksamer zu werden.
Wachstumshormone würden übrigens bewirken, das die Muskulatur zunimmt. Wenn der Bauch immer dicker wird sind die Gründe eher das man zu viel frißt und nur rumsitzt, gegebenenfalls auch Bier in sich reinkippt.
Das Doping wurde früher deshalb verboten weil es für den Sportler gefährlich ist zu dopen. Der Körper greift autonom geschützte Leistungsreserven an und dann kann er sich nicht mehr genügend erhohlen, eine lebensgefährliche Situation. Außerdem gibt es viele Medikamente, wie anabole Steroide, die psychische wie pyhsische Nebenwirkungen haben und lebensgefährlich sind.
Erst in zweiter Linie wurde daran gedacht, das es zu einer Wettbewerbsverzerrung kommt. Es wäre mal eine Diskussion wert darüber nachzudenken, ob man Doping wieder mehr unter dem Gesichtspunkt sieht, Schaden vom Sportler abzuwenden.
In der Bevölkerung wird darüber diskutiert, das diese oder jene Sieg mit unrechten Mitteln errungen wurde. Statt dessen sollte ein breites Verständnis für die Gefahren des Dopings und Medikamentenmißbrauchs allgemein geschaffen werden. Den mancher der gegen Doping ist und die riesen Welle macht trinkt Alkohol, nimmt übereilt Kopfschmerztabletten, wirft Vitaminpillen oder sonstwas ein.
Das ist wie mit dem Raucher der sich Gedanken darüber macht, das in Beijing die Feinstaubbelastung so hoch ist und der deshalb nicht nach China fahren würde.
