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Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 13.06.2008, 19:51
von Yuan Qi
Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Der Altbundeskanzler plädiert für die Wiedervereinigung Taiwans mit China - Westen soll sich moralische Belehrungen sparen
http://www.welt.de/welt_print/article20 ... China.html
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 13.06.2008, 20:13
von no1gizmo
Der Mann hat nicht nur eine Schraube locker... sein Verstand hat sich wohl gänzlich verdünnisiert.
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 13.06.2008, 20:28
von gonar
Eigentlich mag ich ihn ja aber einfach die Unterdrückung der 6 Millionen Tibeter aufrund der Übermacht von 1,3 Milliarden Chinesen zu vergessen, empfinde ich als sehr eingeschränkte Denkweise von ihm.....wenn ich das richtig verstehe sind Menschenrechte seiner Meinung nach nicht wichtig, solange die Witschaft gut läuft

Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 13.06.2008, 20:38
von TaugeNix
gonar hat geschrieben:Eigentlich mag ich ihn ja aber einfach die Unterdrückung der 6 Millionen Tibeter aufrund der Übermacht von 1,3 Milliarden Chinesen zu vergessen, empfinde ich als sehr eingeschränkte Denkweise von ihm.....wenn ich das richtig verstehe sind Menschenrechte seiner Meinung nach nicht wichtig, solange die Wirtschaft gut läuft

Für UNS - der Rest ist ja nicht sein Bier.
Aber, was hat ein Prof (jur) von mir mal gesagt?
"Menschenrechte? Ist es nicht auch ein Recht des Menschen auf eine Umwelt, die ihm die Sicherheit garantiert, nicht im Krieg gegen seine eigenen Brüder aufzuwachen? Ist es nicht auch ein Recht des Menschen, täglich essen zu können? Wir müssen erst diese elementaren Rechte verwirklichen, dann können wir uns um andere Punkte kümmern."
Ganz unrecht hat er natürlich nicht, mein Prof. Unter Menschenrechten wird eben immer wieder etwas anderes verstanden. Worin H. Schmidt aber sicherlich recht hat, ist der Punkt, dass der Westen nicht von einem hohen Ross runter argumentieren darf, um ernstgenommen zu werden.
Den Rest schreibe ich mal Schmidts fortschreitender Senilität zu, denn obwohl ich nach wie vor die Stabilität des Landes als erste Aufgabe sehe (es färbt eben doch ab

), ist sein Gerede natürlich unrichtig..
Gruss,
TaugeNix^schade, fast
ciáo, ciáo Italia..
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 13.06.2008, 21:00
von Yuan Qi
Es gibt langsam viel vernünftige Argumenten gegenüber der einseitigen Berichterstattung.
man sollte nicht vergesslich sein, was er selbst getan hat, wenn er die anderen beschimpft.
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 13.06.2008, 23:13
von no1gizmo
Yuan Qi hat geschrieben:
man sollte nicht vergesslich sein, was er selbst getan hat, wenn er die anderen beschimpft.
Deutschland hat immer wieder daran gedacht, was es auf dem Kerbholz hat und hört nicht mal auf damit, und?
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 13.06.2008, 23:46
von maxule
no1gizmo hat geschrieben:Der Mann hat nicht nur eine Schraube locker... sein Verstand hat sich wohl gänzlich verdünnisiert.
Sagt mal, hab ihr eigentlich verstanden, was Herr Schmidt gesagt hat, oder nur von den Gefühlen unterschwellig lenken lassen, die der negative Unterton des Kommentators provoziert hat?
"Langfristig" schließt ausdrücklich eine weitere Veränderung der Lage ein, denn sonst wäre sie ja "kurzfristig" möglich. Und war die deutsche Wiedervereinigung etwa ein Zusammenschluss zweier effizient funktionierender Demokratien?
gruss
maxule, der nur drastische Worte findet, weil er sonst ohne Worte wäre.
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 13.06.2008, 23:50
von Grufti
maxule hat geschrieben:no1gizmo hat geschrieben:Der Mann hat nicht nur eine Schraube locker... sein Verstand hat sich wohl gänzlich verdünnisiert.
Sagt mal, hab ihr eigentlich verstanden, was Herr Schmidt gesagt hat, oder nur von den Gefühlen unterschwellig lenken lassen, die der negative Unterton des Kommentators provoziert hat?
"Langfristig" schließt ausdrücklich eine weitere Veränderung der Lage ein, denn sonst wäre sie ja "kurzfristig" möglich. Und war die deutsche Wiedervereinigung etwa ein Zusammenschluss zweier effizient funktionierender Demokratien?
gruss
maxule, der nur drastische Worte findet, weil er sonst ohne Worte wäre.
Der DDR ist mehr oder weniger die Bevölkerung davongelaufen...
"Abstimmung mit den Füßen" seit SBZ - Zeiten bis zur Öffnung der Grenze Österreich-Ungarn..und Flucht von DDR-Bürger in die Prager BRD-Botschaft....mit anschließender Fahrt in "Korridorzügen" (oder war es nur einer ..weiß es nicht mehr..).durch die DDR in die BRD..
.
Das kann man mit keiner (Wieder) Vereinigung vergleichen...
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 14.06.2008, 00:08
von Laogai
Ich bin sehr an dem Text der Schmidt-Rede interessiert! Wenn den jemand im Netz findet wäre ich für einen Link dankbar.
Der Artikel in der Welt Online enthält ja nur eine (aus der Natur heraus subjektive) Zusammenfassung.
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 14.06.2008, 00:15
von Laogai
gonar hat geschrieben:wenn ich das richtig verstehe sind Menschenrechte seiner Meinung nach nicht wichtig, solange die Witschaft gut läuft

Das verstehst du nicht richtig. Seine Meinung wird nur indirekt wiedergegeben und in dem Artikel heißt es dazu, "
dass er den Stellenwert der Menschenrechte im Vergleich zu wirtschaftlichen Entwicklungsnotwendigkeiten insgesamt eher als gering einschätzt".
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 14.06.2008, 00:22
von gonar
laogai hat geschrieben:gonar hat geschrieben:wenn ich das richtig verstehe sind Menschenrechte seiner Meinung nach nicht wichtig, solange die Witschaft gut läuft

Das verstehst du nicht richtig. Seine Meinung wird nur indirekt wiedergegeben und in dem Artikel heißt es dazu, "
dass er den Stellenwert der Menschenrechte im Vergleich zu wirtschaftlichen Entwicklungsnotwendigkeiten insgesamt eher als gering einschätzt".
Trotzdem scheinen die Menschenrechte seiner Meinung nach nicht so schwer zu wiegen, da man sich ja blos nicht in eine "jahrtausende alte" Kultur einmischen soll.
Sorry, diese Meinung kann ich nicht teilen.
Ist es also gerecht, wenn mir jemand Ketten anlegt aber mir zugleich sagt, deinen Kindern wird es vielleicht besser gehen....das ist für mich eine schreckliche Denkweise

Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 14.06.2008, 00:46
von Laogai
gonar hat geschrieben:Trotzdem scheinen die Menschenrechte seiner Meinung nach nicht so schwer zu wiegen, da man sich ja blos nicht in eine "jahrtausende alte" Kultur einmischen soll.
Wohl wieder falsch verstanden. Laut dem angesprochenen Artikel aus der
Welt Online beruft sich Schmidt in Zusammenhang mit der Menschenrechtspolitik nicht 'auf eine "jahrtausende alte" Kultur' der Chinesen.
gonar hat geschrieben:Ist es also gerecht, wenn mir jemand Ketten anlegt aber mir zugleich sagt, deinen Kindern wird es vielleicht besser gehen....das ist für mich eine schreckliche Denkweise

Och nö, bitte keine Grundsatzdiskussion!
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 14.06.2008, 06:08
von Yingxiong
Schmidt wollte auf folgendes hinaus:
Wo haben die Menschen mehr Chancen, ihre Menschenrechte zu erhalten:
- im Krieg? Da sterben sie im Kampf! (Können sie die Menschenrechte geniessen?)
- bei Hungerkatastrophen? Da sterben sie an Unterernährung! (Können sie die Menschenrechte geniessen?)
- im Frieden, auch wenn die Möglichkeiten eingeschränkt sind und das Rechtssystem nicht sicher ist? Das Land ist da jedoch stabil und es gibt keinen Krieg und keinen Hunger.
Bei den ersten beiden nützen den Menschen die Menschenrechte nichts, da sie im Krieg oder am Hunger sterben. Nur beim letzten Beispiel haben sie die Chance, die Menschenrechte zu geniessen. Aus diesem Grund meinte Schmidt, ist es notwendig, zuerst das Land stabil zu halten und den Menschen Wohlstand zu ermöglichen.
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 14.06.2008, 10:38
von benn
Helmut Schmidt ist für mich ein sehr ehrenwerter Mann, der keineswegs senil ist. Ich habe Respekt vor seiner Meinung und ist für mich überzeugend auch was sein Leben betrifft. Auch im Hinblick auf den genannten Artikel kann ich seiner Meinung zustimmen.
Re: Helmut Schmidt warnt vor Überheblichkeit gegenüber China
Verfasst: 14.06.2008, 13:22
von Claudia_m
Yingxiong hat geschrieben:Schmidt wollte auf folgendes hinaus:
Wo haben die Menschen mehr Chancen, ihre Menschenrechte zu erhalten:
- im Krieg? Da sterben sie im Kampf! (Können sie die Menschenrechte geniessen?)
- bei Hungerkatastrophen? Da sterben sie an Unterernährung! (Können sie die Menschenrechte geniessen?)
- im Frieden, auch wenn die Möglichkeiten eingeschränkt sind und das Rechtssystem nicht sicher ist? Das Land ist da jedoch stabil und es gibt keinen Krieg und keinen Hunger.
Bei den ersten beiden nützen den Menschen die Menschenrechte nichts, da sie im Krieg oder am Hunger sterben. Nur beim letzten Beispiel haben sie die Chance, die Menschenrechte zu geniessen. Aus diesem Grund meinte Schmidt, ist es notwendig, zuerst das Land stabil zu halten und den Menschen Wohlstand zu ermöglichen.
Endlich ein Held, der logisch denken kann, im Gegensatz zu anderen ideologisch verblendeten oder einfachen und naiven Leuten.
Trotz der Kontroverse stellt sich die Hauptfrage:
Lässt sich China überhaupt von irgendwem in dieser Milchstrasse beeinflussen oder einmischen
Wenn man sich seines eigenen Gewichtes und seiner Bedeutung nicht bewusst ist oder nicht richtig einschätzt, dann schadet er nur sich selbst.
Siehe Frankreich, siehe Deutschland:
Wenn du deine Klappe nicht hälst, dann haue ich dir eine auf die Mütze! Was kannst du tun? nichts! Weil die Chinesen ein starkes und stolzes Volk in allen Bereichen ist.
So ein Mensch mit gesundem Menschenverstand denkt: gut, in dieser Art und Weise würden wir ggü. China nichts erreichen, dann versuchen wir es mal anders, und wie?
Fragt mal Helmut Schmidt, z.B
