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Doppelnamen nach Hochzeit in China

Verfasst: 16.11.2007, 08:43
von Stephan1975
Hallo zusammen,

ich habe vor 4 Tagen meine Verlobte in China geheiratet. Nun haben wir alle Papiere - aber eins fehlt uns noch: Da es in China üblich ist, daß Mann und Frau jeweils den Familiennamen beibehalten, haben auch wir weiterhin unsere beiden Familiennamen - also nichts besonderes.

Frage ist, können wir in Deutschland dieses ändern lassen (mein Gedanke wäre ein Doppelnamen für Sie)? Oder ist es möglich dort nochmals vereinfacht beim Standesamt zu heiraten?

Vielen Dank in Vorraus für Eure Antworten.

Re: Doppelnamen nach Hochzeit in China

Verfasst: 16.11.2007, 10:50
von Linnea
Stephan1975 hat geschrieben: ich habe vor 4 Tagen meine Verlobte in China geheiratet.
Glückwunsch!
Stephan1975 hat geschrieben: Da es in China üblich ist, daß Mann und Frau jeweils den Familiennamen beibehalten, haben auch wir weiterhin unsere beiden Familiennamen - also nichts besonderes.
Das ist in Deutschland inzwischen auch alles andere als selten!
Stephan1975 hat geschrieben: Frage ist, können wir in Deutschland dieses ändern lassen (mein Gedanke wäre ein Doppelnamen für Sie)? Oder ist es möglich dort nochmals vereinfacht beim Standesamt zu heiraten?
Dazu kann ich aus rechtlicher Sicht nichts beitragen (auch wenn ich mir beide von dir erwähnten Möglichkeiten kaum vorstellen kann), aber - ok, ich bin überzeugte Doppelnamenhassserin - findest du Hinterhuber-Wang, Häberle-Zhang oder Müller-Deng wirklich gut?

Verfasst: 16.11.2007, 14:03
von hifi
Stephan1975 hat geschrieben:ich habe vor 4 Tagen meine Verlobte in China geheiratet.
Auch von mir herzlichen Glückwunsch.
Linnea hat geschrieben:Das ist in Deutschland inzwischen auch alles andere als selten!
Es ist inzwischen auch den Eheleute in Deutschland erlaubt, zwei verschiedenen Nachnamen zu tragen, selbst wenn beide die gleichen Nationalitäten haben. Früher wurde dies nur bei multinationaler Ehe erlaubt wegen Herkunftslandrechte. Aber die "neue" Regelung für Beibehaltung von eigenen Namen ist bereits seit mehreren Jahren in Kraft.
Stephan1975 hat geschrieben:mein Gedanke wäre ein Doppelnamen für Sie
Natürlich kann man auch einen Doppelname in die Ehe einführen, allerdings würde dieser für beiden gelten. Doppelname nur für die Frau habe ich noch nie gehört. Weiß aber nicht, ob das explizit untersagt ist.
Stephan1975 hat geschrieben:Frage ist, können wir in Deutschland dieses ändern lassen (mein Gedanke wäre ein Doppelnamen für Sie)? Oder ist es möglich dort nochmals vereinfacht beim Standesamt zu heiraten?
Grundsätzlich: Ja, das können Sie.
Ich habe ganz normal in ein deutsches Standesamt geheiratet und meine Frau und ich haben auch unseren "Mädchennamen" beibehalten. Uns wurde gesagt, dass wir ab dann noch 5 Jahre Zeit haben, eine entsprechende Änderung durchzuführen, falls wir es wunschen. Dannach gilt die Entscheidung für immer.
Zu Standesamt müssen Sie aber so oder so, da Sie die Ehe sicherlich auch in Deutschland legalisieren/bekanntgeben wollen. Falls Sie in Deutschland leben, wird in Standesamt außer Heiratsurkunde auch ein Familienbuch für Sie angelegt. Nochmal zu heiraten, müssen Sie (und dürfen Sie) jedoch NICHT, (auch wenn viele dies wegen der Romantik gerne hätten.)

Verfasst: 16.11.2007, 14:10
von TaugeNix
Öhm, ein Doppelname "nur für sie" ist durchaus üblich.
Eine meiner ehemaligen Dozentinnen hieß:
Haiyan Hu-von Hinüber.

Meine Tante heißt: Gertrud Felgenhauer-Meier.

Während die Ehemänner weiterhin ihren Namen OHNE Zusatz haben.
Also, kein Streß ;)

Gruß,
TaugeNix^mein Name ist genau 6,5 mal so lang, wie der meiner Freundin :lol: (allein das "van" ist so lang wie ihr Nachname) ;)

Verfasst: 16.11.2007, 14:13
von Grufti
Man denke nur an einen Herrn Leutheuser-Schnarrenberger :lol: :lol:

Verfasst: 16.11.2007, 14:15
von Stephan1975
Vielen Dank für die bisherigen Antworten.
Meines Wissens nach ist es seit einigen Jahren in Deutschland nicht mehr möglich, daß beide Partner einen Doppelnamen tragen.

Ich denke nicht, daß mein deutscher und der Chinesische Nachname meiner Frau so schlecht zueinanderpassen.

Für mich ist es schon wichtig, da der Name auch eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl gibt. Wenn beide einen anderen Namen haben, finde ich dies nicht wirklich wie verheiratet. Dies ist aber sicherlich Geschmackssache.

Nur noch einmal zur Klarstellung. Ist es Möglich in Deutschland den Familiennamen meiner Frau zu ändern? Denn damit wäre ja auch eine Änderung Ihres Reisepasses und ID Karte verbunden.....

Kennt sich da jemand aus?

Vielen Dank.

Verfasst: 16.11.2007, 14:15
von Linnea
hifi hat geschrieben: Nochmal zu heiraten, müssen Sie (und dürfen Sie) jedoch NICHT, (auch wenn viele dies wegen der Romantik gerne hätten.)
Die Romantikhochzeit ist doch in der Regel die kirchliche - und der steht ja jetzt nichts mehr im Wege. Nur - die ändert nichts am Nachnamen.

Verfasst: 16.11.2007, 14:18
von Linnea
Stephan1975 hat geschrieben: Kennt sich da jemand aus?
Vielleicht das Standesamt...

Verfasst: 16.11.2007, 14:22
von Grufti
Ich denke nicht, daß mein deutscher und der Chinesische Nachname meiner Frau so schlecht zueinanderpassen
man denke nur an den chinesischen Familiennamen "Chen", zu dem den "normalen" Deutschen nur die gleichgeschriebene Verkleinerungssilbe "-chen" einfällt...

"Das ist der Müller...und das das Müllerchen"...


das Gleiche passiert schon mir mit meinem Kollegen Hans Li... meine allererste Assoziation war "das Hansli".. ( Schyzerdüütsch f´ür: "das Hänslein")

Verfasst: 16.11.2007, 14:24
von hifi
Linnea hat geschrieben: Die Romantikhochzeit ist doch in der Regel die kirchliche - und der steht ja jetzt nichts mehr im Wege. Nur - die ändert nichts am Nachnamen.
Wie :?: :?: :?: Nur die gläubigen kennen die Romantik? :roll: Oder weil der Pastor einen besonders guten Draht zum lieben Gott hat? :lol: :lol:

Eine romantische Hochzeit ist das, was die Liebenden als besonders romantisch empfindet und die Zeremonie sie auch in den späteren Alltag viele Bedeutung und Erinnerungen gibt!

Verfasst: 16.11.2007, 14:25
von Stephan1975
Yan ist der Nachname meiner Frau. Also wäre ein Doppelname nicht eine Verniedlichung...

Verfasst: 16.11.2007, 14:27
von Linnea
hifi hat geschrieben:Wie :?: :?: :?: Nur die gläubigen kennen die Romantik? :roll: Oder weil der Pastor einen besonders guten Draht zum lieben Gott hat? :lol: :lol:

Eine romantische Hochzeit ist das, was die Liebenden als besonders romantisch empfindet und die Zeremonie sie auch in den späteren Alltag viele Bedeutung und Erinnerungen gibt!
Nein, aber es heiraten auch viele nicht explizit gläubige, aber sehr wohl getaufte Menschen kirchlich. Eben der Romatik wegen. Aus ähnlichen Gründen, nämlich weil es Tradition ist und ein schönes Familienfest noch dazu, lassen sie 7 Monate später dann ihren Nachwuchs taufen...

Verfasst: 16.11.2007, 14:27
von Grufti
war doch nur ein Beispiel..

Verfasst: 16.11.2007, 14:47
von hifi
Stephan1975 hat geschrieben:Nur noch einmal zur Klarstellung. Ist es Möglich in Deutschland den Familiennamen meiner Frau zu ändern? Denn damit wäre ja auch eine Änderung Ihres Reisepasses und ID Karte verbunden.....

Kennt sich da jemand aus?
Das wird tatsächlich kompliziert.
Denn das deutsche Standesamt kann ja nicht einfach den Name einer Chinesin ändern. Evt. gibt es da internationale Abkommen. Jedenfalls wurde uns auch gefragt, wie wir heißen wollen, obwohl ich damals auch noch Chinese war. Es ist also doch möglich.

Also, musst Du bei dem Standesamt, chin. Botschaft, oder dt. Botschaft (falls Ihr noch in China seit) nachfragen.
Grufti hat geschrieben:man denke nur an den chinesischen Familiennamen "Chen", zu dem den "normalen" Deutschen nur die gleichgeschriebene Verkleinerungssilbe "-chen" einfällt...
:? :? :?
Linnea hat geschrieben:Nein, aber es heiraten auch viele nicht explizit gläubige, aber sehr wohl getaufte Menschen kirchlich. Eben der Romatik wegen. Aus ähnlichen Gründen, nämlich weil es Tradition ist und ein schönes Familienfest noch dazu, lassen sie 7 Monate später dann ihren Nachwuchs taufen...
OK, von mir aus gehört das halt zu der christlichen abendländischen Kultur hier, aber eigentlich hat das mit der Hochzeit und Romantik selbst nichts zu tun. Ich finde es auch komisch, wenn ein Brautpaar in Standesamt heiratet, dann dies so einfach wie möglich halten und die Braut meistens nicht mal ein Kleid an hat. Wir haben es nicht so gemacht, obwohl wir beide damals noch Studenten waren.

Verfasst: 16.11.2007, 14:59
von Linnea
hifi hat geschrieben:OK, von mir aus gehört das halt zu der christlichen abendländischen Kultur hier, aber eigentlich hat das mit der Hochzeit und Romantik selbst nichts zu tun.
Die kirchliche war eben früher die einzige Art und Weise zu heiraten - so wie sie es bis heute in manchen Ländern noch ist. Mit Hochzeit hat das immer zu tun - schließlich heiratet man ja. Romantik liegt meiner Meinung nach im Auge des Betrachters, meine Freunde fanden ihre Hochzeit auch wunderbar romantisch, ich fand sie nur kitschig und grausam und musste gegen 23:00 flüchten weil ich es nicht mehr ertragen konnte.
hifi hat geschrieben:
Ich finde es auch komisch, wenn ein Brautpaar in Standesamt heiratet, dann dies so einfach wie möglich halten und die Braut meistens nicht mal ein Kleid an hat. Wir haben es nicht so gemacht, obwohl wir beide damals noch Studenten waren.
Wie gesagt, das kommt u.a. darauf an, welche Bedeutung man einer Hochzeit zumisst. Ich persönlich würde vermutlich nur wegen einer Aufenthaltsgenehmigung heiraten - oder vielleicht noch aus steuerlichen Gründen. Aber Romatik, wallendes weißes Kleid, nein danke!