wunderbare zusammenfasung der gaengigen parteipropaganda und chinesischen verteidigung auf vorwuerfen. ich habe gerade kuerzlich einen 愤青 fenqing, einen jungen wuetenden getroffen. alles was er sagte war parteipropaganda, er hatte keine ahnung, dass xinjiang von der KP erobert wurde bzw. unter zwang vereinigt wurde und wollte es nicht glauben, dass die meisten uighuren gerne ihr eigenes land haben moechten. ich war in xinjiang und habe mich mit vielen unterhalten. ich sage nicht dass ich das gut oder schlecht finde, mich eght es nichts an, aber die allermeisten der uighuren, ausser diejenigen die in ihrem wesen schon total chinesisch sind, moegen die han nicht sonderlich und haetten gerne lieber ihren staat.
ich habe festgestellt, wie tief die schmach doch liegt, die andere laender china zugefuegt haben. dieser 愤青 hat immer wieder das beispiel der acht armeen aufgebracht, die peking erobert haben nachdem zwei deutsche missionare durch die boxer umkamen. der minderwertigkeitskomplex der chinesen sitzt in der tat tief und das ist traurig, dass sie nicht ueber diese zeit hinwegsehen koennen. der westen hat fehler gemacht, die er eingestanden hat. niemand wuerde es heute noch wagen den kolonialismus als richtig darzustellen, dennoch reiten die chinesischen nationalisten immer wieder darauf herum.
der nationalismus sitzt bedauerlicherweise immer tiefer in der chinesischen volksseele. chinesen sind ein grundsaetzlich sehr friedliches volk und ich bewundere die tatsache, dass sich so viele voelker unter einem staat versammeln und ein zusammengehoerigkeitsgefuehl entwickelt haben, dass seinesgleichen sucht. selbst salaren, eine muslimische minderheit bei denen ich mich gerade aufhalte, in qinghai, sagen, dass taiwan zu china gehoert und sehen sich selbst als chinesen. bis auf die uighuren sehen sich die meisten voelker in china, denen ich bisher begegnet bin, als chinesen. findet das mal woanders!
wenn die chinesen n ur ihren nationalismus nicht so auspraegen wuerden und einfach die sachen objektiver sehen koennten. ihren minderwertigkeitskomplex ablegen und ihre heimliche kulturelle arroganz (die sich nur jemandem offenbart, der chinesisch versteht) auch wieder ablegen wuerden. immer dieses bestehen auf den 5000 jahren kultur (mehr als 4000 jahre sind zwar sicher, aber 5000?) erweckt in mir den eindruck, als muessten sie das immer wieder wiederholen um sich auch sicher zu sein, dass das so ist, ergo sehe ich eine gewisse selbstunsicherheit auch in dieser hinsicht.
es gibt viele, die das koennen. ich bewundere viele der chinesen, die ich getroffen habe. gerade neulich habe ich mich mit einem chinesen angefreundet, der auf eine militaerschule gegangen ist und nun als soldat dienen wird. sicher, er liebt sein land, aber er hat die augen offen fuer die probleme seines landes.
warum soll china die fehler wiederholen, die der westen schon vorgemacht hat? das waere dumm. warum nicht gleich einen schritt weiter denken?
der westen kritisiert china, aber auch sich selbst. kritik faengt bei sich selbst an. es ist natuerlich schwierig den richtigen ton zu treffen. reine kritik ist zu hart und stoesst gerne auf taube ohren, reine empfehlungen koennen aber auch als arrogant verstanden werden, ziemlich oberlehrerhaft.
ich bewundere china dafuer, dass es innerhalb von dreisig jahren sich soweit eintwickeln konnte, ich bewundere auch viele chinesen dafuer wie hoch ihr verstaendnis von dingen ist obwohl sie wesentlich weniger moeglichkeiten haben sich ueber viele dinge zu informieren. ich ziehe viele chinesen in sachen verstaendnis der welt meinen landsleuten vor, von denen immer noch einige meinen, sogar welche die ich in china getroffen habe, die "superior race" zu sein.
ich habe einen sozialarbeiter aus suzhou getroffen, der wirklich ahnung von westlicher philosophie hatte, eine masseuse in urumqi, die viel vom lebensgefuehl und der einstellung von westlern verstand und neulich eine gruppe von YHA (youth hostels)-aktivisten und chefs, die ich hoch schaetze.
viele chinesen sagen mir immer wieder wie sehr sie dfeutschland dafuer bewundern, dass es eigene fehler eingestanden hat und sich daraus gebessert hat, das gleiche fordern sie von japan. warum aber nicht von sich selbst? wenn sie diese eigenschaft, die ich leider nciht wirklich bestaetigen kann, so sehr schaetzen, warum ueben sie diese nicht selbst aus?
im artikel ist richtig geschrieben, dass china erst angefangen hat sich zu entwickeln und es noch einen weiten weg zu gehen hat, aber auf ihrem weg koennen sie sich auch ruhig etwas helfen lassen.
und zu was nationalismus fuehren kann, der auch immer eine schlechtere bewertung anderer nationalitaeten fuehrt, haben wir kuerzlich in muegeln gesehen. das von vor 15 jahren in rostock ist leider immer noch da.
meiner meinung nach kann schande ueber ein land nur durch sich selbst kommen. diese naziausschreitungen sind eine schande fuer deutschland, nicht, dass wir in der WM gegen italien verloren haben. wenn wer anderes staerker ist, dann ist das halt so, aber wenn man selbst schwach ist, dann ist das die eigene schuld. ich meine in dem punkt eher moralisch schwach.
so, habe mal wieder eine menge geschrieben. es tut mir leid, dass ich das nciht auf chinesisch schreibe, ich hoffe ich habe nicht allzu kompliziert geschrieben (die hoffnung stirbt ja zuletzt

).