Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

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Topas
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Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von Topas » 21.03.2018, 23:06

Hallo Zusammen,

soeben teilte mir meine Frau mit, dass in Shanghai wohl eine neue Regelung eingeführt wurde, die zr Löschung / Verlust des Hukous führen, falls sich ein Chinese längere Zeit im Ausland aufhält.
Die Regelung sei wohl neu, und Shanghai die erste Stadt die soetwas eingeführt hat.

Eine Internetrecherche auf die Schnelle hat nocht nichts ergeben.
Weiß jemand darüber etwas, bzw. wie die genauen Regeln sind (Dauer, Gültigkeit etc.). Ich denke, dass dürfte dann - sollte sich dass auf andere Provinzen/Städte ausweiten - sehr viele Chinesen betreffen.

Allerdings ist dass alles noch relativ unklar, ob, wie und was?

UPDATE: Links auf Websiten, in denen Andeutungen sind, aber eben nichts konkretes
http://german.china.org.cn/txt/2017-07/ ... 201203.htm
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von jackie_chan » 21.03.2018, 23:22

Soll ab dem 01.05.2018 umgesetzt werden. Gewisse "Insiderquellen" deuten darauf hin, dass es sich zumindest nicht um eine reine Luftnummer zu handeln scheint. Zum Kotzen ... :evil:

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von jackie_chan » 21.03.2018, 23:32

Es soll vor allem die treffen, die ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht in einem anderen Staat oder Staatenverbund haben. -> ewige Aufenthaltstitel, Green Cards etc... Wie wollen die Behörden das überhaupt herausfinden?

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von tigerprawn » 21.03.2018, 23:43

jackie_chan hat geschrieben:Es soll vor allem die treffen, die ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht in einem anderen Staat oder Staatenverbund haben. -> ewige Aufenthaltstitel, Green Cards etc... Wie wollen die Behörden das überhaupt herausfinden?
Naja, z.B. muss ja bei der Grenzkontrolle beim Abflug in China der Aufenthaltstitel/Visum des Ziellandes vorgezeigt werden.

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von tigerprawn » 21.03.2018, 23:46

jackie_chan hat geschrieben:Soll ab dem 01.05.2018 umgesetzt werden. Gewisse "Insiderquellen" deuten darauf hin, dass es sich zumindest nicht um eine reine Luftnummer zu handeln scheint. Zum Kotzen ... :evil:
Hast Du eine Quelle fuer den 1.5.2018?

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von 拉尔斯 » 22.03.2018, 15:34

tigerprawn hat geschrieben:
jackie_chan hat geschrieben:Soll ab dem 01.05.2018 umgesetzt werden. Gewisse "Insiderquellen" deuten darauf hin, dass es sich zumindest nicht um eine reine Luftnummer zu handeln scheint. Zum Kotzen ... :evil:
Hast Du eine Quelle fuer den 1.5.2018?
Hier: http://www.scmp.com/news/china/society/ ... -rights-if
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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von sweetpanda » 22.03.2018, 16:51

Interessante Sache...
Was zeigt uns das?
Die Chinesen die eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung in einem attraktiven Land bekommen haben, sollen bestraft werden.
Was will man damit erreichen?

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von tigerprawn » 22.03.2018, 17:12

Nix. Ich habe gelesen Shanghai hat die Vorgabe die Einwihnerzahl auf 25 millionen.zu begrenzen. Je weniger Hukou desto.weniger Einwohner.

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von rundherum » 22.03.2018, 22:41

Das Gesetz gibt's schon seit 2003. Nur wurde es bisher nicht durchgesetzt.
Wie wollen die das dann durchsetzen? Der Aufruf, zur Polizei zu gehen und es denen zu erzählen ist ja gut und recht - aber wer würde das schon tun? :mrgreen:

Dann die nächste Frage: wie sieht es in Deutschland aus? Zählt eine Aufenthaltserlaubnis, oder nur die Niederlassungserlaubnis? Was, wenn man zurück nach China reist?

Ich würde das Thema einfach ignorieren, bis die Regierung in Shanghai mal eine klare Ansage macht. Derzeit weiß ja nicht einmal die Polizei was Sache ist.

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von Shenzhen » 23.03.2018, 04:20

Umgekehrt ist es aber auch nicht viel besser - Deutschland entzieht einem Deutschen das Wahlrecht wenn er zu lange im Ausland lebt... Also auch als Deutscher wird man ausgestossen wenn man zu lange weg ist.

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von rundherum » 23.03.2018, 06:45

Umgekehrt ist es aber auch nicht viel besser - Deutschland entzieht einem Deutschen das Wahlrecht wenn er zu lange im Ausland lebt... Also auch als Deutscher wird man ausgestossen wenn man zu lange weg ist.
Das ist doch eine andere Qualität: als Chinese hat man ohnehin kein Wahlrecht und einen derart großen Unterschied macht es jetzt nicht, ob man wählen darf oder nicht. Zudem erhält man das Wahlrecht problemlos wieder wenn man sich bei euch in DE zurückmeldet.

Mit dem Hukou verliert man hingegen Zugang zu Sozialleistungen und es ist extrem schwierig, einen Shanghai Hukou zu bekommen.

Ohne Wahlrecht kann ich gut leben, aber wenn ich bei der Rückkehr in mein Heimatland von den Sozialleistungen ausgeschlossen werde hab' ich doch ein gröberes Problem.

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von Shenzhen » 23.03.2018, 07:41

Ist nun mal so - China will Ausgewanderte nicht zurueck haben, das war schon immer so. Wer sich entscheidet im Ausland zu leben muss halt damit leben, er kann es sich ja vorher ueberlegen was ihm wichtiger ist. Zwingt ja niemand niemanden dazu ins Ausland zu gehen. Wer Sozialleistungen haben will soll halt auch sein Leben lang dafuer was tun, nicht wie in Deutschland wo jeder dahergelaufene und seine Familie in Tukmenistan oder sonstwo Vollversorgung auf Lebenszeit bekommt. Damit ist eh bald schluss hoffe ich....

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von rundherum » 23.03.2018, 07:53

Ist nun mal so - China will Ausgewanderte nicht zurueck haben, das war schon immer so.
Die Zentralregierung will Ausgewanderte so gut wie möglich zurück ins Land holen. Es gibt zahlreiche Programme um dies zu bewerkstelligen - besonders mit Fokus auf gut gebildete Auswanderer. Der Braindrain ist in China noch ein viel grösseres Problem als in Deutschland.

Hier geht es aber nur um die Stadt Shanghai. Die hat natürlich eine andere Interessenslage: sie möchte ihre Bevölkerung senken. Zumindest auf dem Papier.
Wer Sozialleistungen haben will soll halt auch sein Leben lang dafuer was tun
In Shanghai geht es nicht primär um die Sozialleistungen im Sinne von Sozialhilfe und Hartz IV, sondern um das Recht, in lokalen Schulen Prüfungen schreiben zu dürfen oder Zugang zur lokalen Gesundheitsversorgung zu haben. Dafür muss man ohne lokalen Hukou bezahlen.

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von Shenzhen » 23.03.2018, 08:00

Du nimmst also automatisch an, dass jeder der ins Ausland geht hoch qualifiziert ist?????? Von Deinem Programm jeden Chinesen heim ins R.. zu holen habe ich noch nichts gehoert, ich kenne da zufaellig ein paar die das gerne wuessten, die haben naemlich den gleichen Fehler begangen und setehn jetzt ziemlich bloed da.

Sozialleistungen sind Sozialleistungen - Egal ob Schule, Oeffentliche Toiletten, Krankenhaus, oder weissichwas. Wer sich jahrelang drueckt dazu etwas beizutragen hat halt Pech gehabt, wie ich schon sagte, muss sich derjenige das frueher ueberlegen, wenn einem das so wichtig ist soll er halt in China/SH bleiben.

SHer haben ein paar "Sonderrechte" wer wegzieht hat sie halt verwirkt so einfach ist das, was sollen "Normalchinesen" sagen? Extrawuerste gebacken bekommen und dann jammern wenn man sie wegwirft...

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Re: Shanghai: Problem Hukou bei längerem Auslandsaufenthalt?

Beitrag von rundherum » 23.03.2018, 08:19

Nö, habe nirgends geschrieben dass jeder der ins Ausland geht hoch qualifiziert ist. Aber die große Mehrheit der Auswanderer ist es - oft auch dadurch, dass ein beträchtlicher Teil der Auswanderer Leute sind, die jung ins Ausland studieren gehen und nicht mehr heim kommen.

Nach den diversen Programmen musst Du selbst kurz googeln, sie unterscheiden sich je nach Ausgangslage (Qualifikation, Alter, Chinesische Staatsbürgerschaft (Spezialprogramme für ehemalige Chinesen)).
Wer natürlich ungebildet und arm ist, den möchte China auch nicht zurückholen - der würde dem Land ja auch nichts bringen.

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