ingo_001 hat geschrieben:Das impliziert also, dass Kids gute Schüler werden, wenn man sie möglicht früh in den nächsten Langstreckenjet verfrachtet ...
Naja, das wäre dann schon meine Worte im Mund umgedreht oder wie man dem sagt... Logisch gibt es viele Faktoren für die verschiedenen schulischen Leistungen. Dazu sind schulische Leistungen auch nicht nur das A und O für den späteren Verlauf des Lebens. Auch hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Ich glaube, das wissen wir alle. Hätte nicht gedacht, dass dies speziell erwähnt werden muss.
Neben vielen anderen Faktoren beeinflussen aber meiner Meinung auch nach Eindrücke von Reisen und anderen Kulturen sehr stark das spätere Leben. Es würde vielen Leuten auf unserem Komtinent gut tun, etwas mehr von der Welt zu sehen. Mit eigenen Augen und nicht nur im TV. Wobei die hier Schreibenden eher nicht zu der Kategorie gehören. Sonst wären wir wohl kaum in dem Forum gelanden

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Trotzdem: wie ich geschrieben habe, nimmt man meiner Meinung auch als Kleinkind Eindrücke und Erinnerungen eines Erlebnisses wieder auf die nächsten mit. Ganz einfaches Beispiel: Ein Kleinkind erkennt sehr schnell seine Flasche oder einen Löffel und weiss, dass es nun den Mund öffnen muss. Meiner Beobachtung nach ist es mit anderen Erlebnissen ganz ähnlich.
ingo_001 hat geschrieben:Langstreckenjet
Ich hätte wirklich nie erlebt, dass ein Flug oder eine lange Zugreise (wie gesagt, wir sind / waren nie mit dem Auto unterwegs) unsere Kinder irgendwann gestresst hätten. Wir haben sie vor dem Flug immer etwas beschäftigt, mit ihnen gespielt usw. Dann sind sie zehn Minuten nach dem Abflug eingeschlafen und eine halbe Stunde vor der Landung haben wir sie wieder geweckt. Stress oder ähnliches habe ich nie bemerkt.
Auch ein schönes Beispiel: Wir haben auf Reisen nie einen Kinderwagen mitgenommen. Auch im Alltag übrigens sehr selten. Sobald sie laufen konnten, wurde der eingemottet. Ansonsten hatten wir immer Tragerucksäcke usw. Fazit daraus: Unsere Kinder lernten sehr schnell überall ohne Probleme zu Schlafen. Das hält bis heute an. Das einem Kind mit vier oder fünf Jahren beizubringen ist schon viel schwieriger.
Und noch: Wenn ein Kind schon früh bemerkt, dass man manchmal auch einfach ein oder zwei Stunden warten muss, weil unterwegs z.B. eine Verspätung abzuwarten ist und dann Quengeln nichts bringt, dann ist das auch schon im Kopf drin, ob das Kleinkind erst ein Jahr alt ist oder nicht. So erlebe ich das jedenfalls. Von einer Reise wird dieses Bewusstsein auf die nächste mitgenommen. Dass die Erinnerung daran von einer einzelnen Reise nicht mehr vorhanden ist, ist ja klar. Wir haben aber viele Jahre davon profitiert und tun es heute noch. Müssen oder mussten wir mal irgendwo warten, ist's halt so. Buch hervorgeholt, lesen und gut ist. Quengeleien haben wir praktisch nie erlebt.
Ich bin einfach der Meinung, man kann von einem Kind nicht erwarten, dass es etwas noch nie gemacht hat und dann mit vier Jahren plötzlich eine längere Reise verarbeiten soll. Da ist es viel einfacher die Fähigkeiten dazu schon früh aufzubauen.
Ich habe so sehr gute Erfahrungen gemacht.
Shenzhen hat geschrieben:Egoisten und lebensverachtend, aber dann koenen sich auch so einen so tollen Blog machen...
Ich hab mein ganzes Leben noch nie einen Blog geschrieben und werde das wohl auch nie tun. Meine Frau und ich waren und sind einfach gerne unterwegs, lernen gerne neue Sachen kennen und das war's. Ich sehe keinen Grund, das zu ändern, nur weil wir nun Eltern sind...
Shenzhen hat geschrieben:Ab einem gewissen Alter - mind. 1,5-2 Jahre nach meiner Einschaetzung, Erfahrung und gesundem Menschenverstand nach ist ein Kind ueberhaupt erst in der Lage die Aussenwelt wahr zu nehmen und davon ggf. zu profitieren.
Das macht ein Kind ab dem ersten Tag ab der Geburt. Wer seinen Sohn oder seine Tochter eine Stunde nach der Geburt gebadet hat (ist hier bei uns im Normalfall die "Arbeit" des frisch gebackenen Vaters), wird das bestätigen können. Ich weiss nicht, ob du auch Kinder hast, aber falls ja, erinnere dich mal an den Moment damals....
So, nun sind wir zu stark in's OT geraten. Da wir uns ja da so oder so nicht einigen können (auch nicht müssen) kehren wir nun einfach besser zur Frage des Fadens zurück. Und die war ja nicht, ob das Reisen mit einem Kind sinnvoll ist, sondern hatte mit möglichen Reisezielen zu tun. Ob die Reise dann unternommen werden soll, müssen die betroffenen Eltern selber entscheiden.
Viel Spass in Taiwan wünscht
Haima