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Ferien und Arbeitstage
Verfasst: 10.10.2006, 09:23
von maylin
So Leute ich hätte da auch mal zwei Fragen an die Leute die drüben sind/waren.
1. Haben die in China (speziell Beijing) auch Schulferien an den Uni's ? Ich meine es gibt ja Länder die haben sowas durchaus nicht.
2. Was gilt denn in China als eine reguläre Arbeitswoche? Mo-Fr, Mo-Sa, Mo-So?
Verfasst: 10.10.2006, 09:39
von devurandom
Chinesische Unis haben in der Regel Semester, sprich sie haben normale Winter- und Sommerferien, wenn auch nicht so lange wie hier in D. In Shanghai sind 5,5 Arbeitstage ueblich, das heisst, sie haben jeden zweiten Samstag frei.
Gruss
/dev/urandom
Verfasst: 10.10.2006, 10:27
von maylin
ah ok danke für die information. Ja das mit den Sememstern habe ich auch gesehen, nur wusste ich nicht ob da vielleicht während den Semestern noch eine woche oder so ferien sind (was ich übrigens auch nicht erwartet hätte). hab mir das nicht so genau angeschaut mit den Semesterferien.
Verfasst: 10.10.2006, 10:30
von Roger
Arbeitswoche:
1.Office employees Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr
2.Worker (Kaufhaus, Restaurant, gewerblich etc. Mo bis So, eventuell 1 Tag pro Woche frei, manchmal nur alle zwei Wochen, 10Std pro Tag oder länger.
Verfasst: 10.10.2006, 15:33
von bossel
Manche Busfahrer arbeiten anscheinend 365 Tage pro Jahr (habe letztens gehört, daß einer erzählt hat, der einzige freie Tag im Jahr war, als hier alles unter Wasser stand). Wieviel Stunden pro Tag weiß ich aber nicht.
Verfasst: 10.10.2006, 21:27
von Grufti
Roger hat geschrieben:Arbeitswoche:
1.Office employees Mo bis Fr 9 bis 17 Uhr
2.Worker (Kaufhaus, Restaurant, gewerblich etc. Mo bis So, eventuell 1 Tag pro Woche frei, manchmal nur alle zwei Wochen, 10Std pro Tag oder länger.
na ich weiß nicht...
nach meinen Erfahrungen sind zumindest meine Kolleginnen und Kollegen in Taiwan we---sent -lich länger im Büro ....
ab und an bekomme ich noch um 19:30 Uhr MUC-Zeit Mails mit Voravise von Luftfracht-Sendungen.. Dann rufe ich manchmal dort an ( 1.30 Uhr

früh
Taibei-Zeit ) ..und bitte meine Kollegin doch
endlich nach Hause zugehen...
..als in Shanghai....die gehen meist ziemlich pünktlich....
Verfasst: 10.10.2006, 21:50
von no1gizmo
Was ich nicht verstehe:
Die chinesen arbeiten länger als Deutsche. Sie gehen auch länger in die Schule (am Tag). Vergleichbar mit Japan.
Aber warum ist das chin. Bruttoinlandsprodukt nicht so riesig, wie es sein sollte? Und warum ist China nicht auf dem Bildungsstand wie Japan?
(ich glaube Japan war Platz 1 in der Pisa-Studie)
das ist ganz ernst gemeint.
Verfasst: 10.10.2006, 22:20
von Roger
[/quote]na ich weiß nicht...
nach meinen Erfahrungen sind zumindest meine Kolleginnen und Kollegen in Taiwan we---sent -lich länger im Büro ....
ab und an bekomme ich noch um 19:30 Uhr MUC-Zeit Mails mit Voravise von Luftfracht-Sendungen.. Dann rufe ich manchmal dort an ( 1.30 Uhr früh Taibei-Zeit ) ..und bitte meine Kollegin doch endlich nach Hause zugehen...
..als in Shanghai....die gehen meist ziemlich pünktlich....
Das war auf Shanghai bezogen und die liebe Speditionsbranche habe ich schlichtweg vergessen, da geht auch noch was nach 21Uhr, notfalls Sonntags, wenns eilig sein sollte.
Was ich nicht verstehe:
Die chinesen arbeiten länger als Deutsche. Sie gehen auch länger in die Schule (am Tag). Vergleichbar mit Japan.
Aber warum ist das chin. Bruttoinlandsprodukt nicht so riesig, wie es sein sollte? Und warum ist China nicht auf dem Bildungsstand wie Japan?
(ich glaube Japan war Platz 1 in der Pisa-Studie)
das ist ganz ernst gemeint.
Das Bruttoinlandsprodukt kann nicht so riesig sein, da die Arbeit ja unter aller Sau bezahlt wird. Das Schulsystem ist völlig anders als in Japan, in China wird meist durch ewiges Wiederholen auswendig gelernt, Begreifen ist die Ausnahme.
[quote][/quote]
Verfasst: 10.10.2006, 22:22
von devurandom
no1gizmo hat geschrieben:Was ich nicht verstehe:
Die chinesen arbeiten länger als Deutsche. Sie gehen auch länger in die Schule (am Tag). Vergleichbar mit Japan.
Aber warum ist das chin. Bruttoinlandsprodukt nicht so riesig, wie es sein sollte? Und warum ist China nicht auf dem Bildungsstand wie Japan?
(ich glaube Japan war Platz 1 in der Pisa-Studie)
das ist ganz ernst gemeint.
Im Gegsatz zu Japan bzw. westliche Welt hat die chin. Industrie letztendlich nur 2 bis 3 Jahrzehnte gehabt, um sich richtig zu entwickeln. Die Produktion ist heute noch sehr ineffizient. Zusaetzlich kommt noch die schwer durch Agrawirtschaft gepraegte Bevoelkerungsstruktur. Da wundert einen nicht, dass die BIP pro Kopf niedrig ist.
Die Pisa Studien haben keinen absoluten "Gewinner", sondern viele Teilbereiche. Die Suedkoreaner haben afaik in meisten naturwissenschafltichen Bereichen die Nase vor. Dort haben die Chinesen auch nicht schlecht abgeschnitten, da die chinesische Schulbildung Naturwissenschaft als absoluter Schwerpunkt behandelt und Bildung der Kinder aufgrund der Tradtion obersten Stellenwert hat. (Es ist keine Seltenheit, dass Eltern saemtliche Ersparnisse in die Bildung der Kinder investieren. Ich habe auch schon Geschichten von Eltern gehoert, die ihre Jobs kuendigen, um die Kinder beim Studium zu "begleiten") Dass die Chinesen nun nicht ganz oben stehen, liegt zum einen an der besagten Bevoelkerungsstruktur, zum anderen an mangelnde finanzmittel. Was jedoch ebenfalls auffallend ist die Mangel an Spitzenakademikern. Der Grund koennte in der Lehrweise liegen, die fuer alles "Musterloesungen" vorsieht, Kreativitaet und Individualitaet regelrecht unterdrueckt.
Gruss
/dev/urandom
Verfasst: 11.10.2006, 03:30
von bossel
devurandom hat geschrieben:Der Grund koennte in der Lehrweise liegen, die fuer alles "Musterloesungen" vorsieht, Kreativitaet und Individualitaet regelrecht unterdrueckt.
Kann ich bestätigen. Naturwissenschaftliche Bildung mag ja ganz OK sein, aber sobald die Studenten hier mal selber was hervorbringen sollen, wird es schwierig. Versuch mal, chinesische Englischstudenten eine vernünftige, englischsprachige Zusammenfassung schreiben zu lassen!
Verfasst: 11.10.2006, 05:02
von mharus
Was die Kreativitaet und das eingenstaendige Handeln angeht, haben die Chinesen noch Nachholbedarf, kann ich auch nur bestaetigen.
Zum Thema China und Studenten gibt es nen interessanten Artikel:
http://www.spiegel.de/unispiegel/studiu ... 50,00.html
Verfasst: 11.10.2006, 08:21
von belrain
Ein Problem in China ist das Bildungsniveau.
Vergleicht man einen deutschen Ingenieur mit einem chinesischen Ingenieur, sind die Unterschiede doch deutlich - ich spreche hier vom normalen Ingenieursstudium, keine Professuren oder Doktoranten. Deshalb gehen auch viele Chinesen für das Studium ins Ausland.
Dazu kommt die Art und Weise, wie gelehrt wird. Sprachen lernt man stillschweigend. Die Schüler lesen für sich, der Lehrer spricht chinesisch und so können viele Chinesen die andere Sprache besser Schreiben und verstehen als sprechen.
Und eigenverantwortlich handeln wird den chinesischen Studenten auch nicht beigebracht. Denn wenn sie slbständig handeln könnte die KP wohl die Kontrolle verlieren.
Verfasst: 11.10.2006, 17:57
von bossel
belrain hat geschrieben:Sprachen lernt man stillschweigend.
Na, das wäre schön. Was Du den Studenten als erstes abgewöhnen mußt, ist, bei einer Frage des Lehrers als Kollektiv zu antworten.
Der Effekt ist aber der gleiche: wenn alle gleichzeitig sprechen, lernt man die richtige Aussprache auch nicht.