Natürlich ist das gewollt von der Europapolitik.
Der Grund für den schwachen EUR ist ja, dass die EZB eben ein Haufen "billiges" Geld auf den Markt bringt.
Sinn des ganzen ist der Deflation in Euro-Krisenländern entgegenzuwirken, bzw. dort die Arbeitslosigkeit einzudämmen. Das ist ja gerade in den Ländern ein massives Problem.
Durch den schwachen EUR machst du das Land für externe Nicht-EUR Länder zunehmend attraktiv. Du "zwingst" die Nationalbanken Kredite zu geben und kurbelst so die Wirtschaft an.
Ganz normale Geldpolitik...
Natürlich sind wir deutschen darunter die "Leidtragenden" wenn man das so nennen kann.... Denn theoretisch profitiert auch unsere Wirtschaft von diesem Konjunkturprogramm... Die Leitragenden sind vor allem die Sparer, die Ihr Geld nun zu kauf vorhanden Zinsen anlegen müssen oder sich nach anderen Perspektiven umschauen müssen. Der größte Nachteil für unser einer ist zur Zeit eben, dass wir im Ausland teuer einkaufen, sprich ein Urlaub - egal in welchem nicht EUR-Land wesentlich höher zu Buche schlägt als noch vor ein paar Jahren.
Da wir uns ganz klar im "Boom" befinden, wirtschaftlich läuft es super und wir hatten selbst die vergangenen Jahre wieder einen massiven Export-Überschuss. Das wird sich jetzt, mit dem schwachen EUR auch wohl kaum ändern... Am Ende hören wir wieder nur das Gejammere, von den anderen, dass wir unseren Haushalt nicht im Griff hätten...
Selbst ohne den schwachen EUR wäre unser Export prächtig, da Deutschland vorallen Dingen auf Grund "Made in Germany" gefragt ist. Qualität.
Normalerweise hätten wir aktuell - rein auf Deutschland bezogen - niemals einen derartig niedrigen, quasi nicht vorhandenen Zinssatz.
Wenn bei uns antizyklische Politik betrieben würde, wie eigentlich vorgesehen, müssten wir einen viel, viel höheren Zinssatz haben.
Auch Deutschland profitiert von den Maßnahmen der EU, vor allen Dingen dadurch, dass unser "Boom" weiter ausgebaut wird, die Arbeitslosenzahl so gering wie lange nicht mehr ist und die Unternehmer sich in einer guten Ausgangslage befinden.
Problem bei der ganzen Sache ist allerdings, dass viele dem EUR nicht mehr trauen, viele investieren nun ihre Geld (EUR) Reserven andwerweitig, sei es in Kapitalanlagen oder anderen Devisen etc etc.....
"Billiges" Geld dass auf den Markt gedrängt wird um der Deflation entgegenzuwirken und die Inflation zu erhöhen - welches ggf. niemals mehr in der Höhe zurückbezahlt werden kann - "EUR-Verkäufe/Flucht".... Das alles führt natürlich dazu, dass der EUR Kurs immer weiter fällt....
Ich kenne die genaue Marktsituation in CN nicht, aber Bärenanteil an dem niedrigen Kurs trägt mit Sicherheit der EUR... Da der RMB gegenüber dem USD relativ stabil geblieben ist.
Schlechtere Währungskurse verzeichnest du, wenn du mal schaust, außerdem nicht nur gegenüber dem RMB sondern auch anderen internationalen Währungen....
Wie sich der EUR weiterhin entwickelt kann dir leider keiner mit Gewissheit sagen
