Erfahrungsbericht: Heiraten in China (Henan)
Verfasst: 06.05.2014, 00:23
Da in China ja leider die Formalitäten für eine Hochzeit von Provinz zu Provinz unterschiedlich sind, möchte ich diesen Thread dazu nutzen von den Erfahrungen meiner Hochzeit zu erzählen. Für alle, die sich nur für die Fakten interessieren, habe ich ganz unten noch eine kurze Zusammenfassung.
Zunächst kurz zu den Rahmenbedingungen. Meine Nun-Ehefrau wurde in der Provinz Henan geboren und lebt (noch) in Suzhou. Ich bin gebürtiger Deutscher und lebe derzeit in Berlin.
Bevor wir uns an das Sammeln der notwendigen Dokumente gemacht haben, haben wir uns selbstverständlich versucht zu informieren. Leider waren die Informationen über das zuständige Standesamt in Zhengzhou im Vorfeld nicht so leicht zu bekommen. Trotz mehrfacher Versuche meiner Frau war niemand telefonisch erreichbar. Die Informationen im Internet waren ebenfalls sehr mau.
Ohne nun also zu wissen, ob wir das EFZ benötigen oder mit der legalisierten Meldebestätigung auskommen würden, haben wir uns auf das Risiko eingelassen es mit der vermeitlich einfacheren Variante - also der legalisierten Meldebestätigung - auszuprobieren. Hätte es bei diesem Urlaub nicht geklappt, dann hätten wir es halt beim nächsten Mal mit EFZ gemacht. Ausserdem halten sich die Kosten für Meldebestätigung und Legalisation ja noch in Grenzen.
Für meine Frau hatte dies somit also auch gleichzeitig den Vorteil, dass sie erstmal nichts besorgen musste. Sie konnte sich somit voll und ganz auf das Deutsch-lernen konzentrieren. Ich durfte zunächst erstmal zum zuständigen Bürgeramt hier in Berlin laufen und mir eine Meldebestätigung ausdrucken lassen. Ich glaube hier in Berlin gibt es keinen Unterschied zwischen erweiterter und normaler. Wichtig ist ja eigentlich nur, dass dort "ledig" vermerkt ist und dies ist es anscheinend standardmäßig. Kosten hierfür liegen bei 5 EUR. Noch am gleichen Tag ging es dann zum Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) Abteilung Apostillen / Legalisationen für die erste Beglaubigung der Meldebestätigung. Dort war zwar niemand in der Schlage vor mir dran, aber trotzdem durfte ich zwanzig Minuten auf dem kalten und einsammen Flur warten. Die Kosten für diese Beglaubigung lagen bei 13 EUR.
Nun also die einfach beglaubigte Meldebestätigung nach Köln zum Bundesverwaltungsamt Referat II B 4 schicken. Wichtig ist ein formloses Schreiben mitzuliefern, auf dem man um Beglaubigung der mitgesandten Dokumente für das Land China bittet. Ausserdem lohnt sich ein Einschreiben in diesem Fall. Jetzt hieß es erstmal warten. Eigentlich, so hatte ich zumindest gelesen, sollten die Dokumente innerhalb von zwei Wochen wieder zurück kommen. Als sie nach mehr als drei Wochen noch immer nicht da waren, habe ich eine kurze E-Mail geschrieben. Die Antwort vom Sachbearbeiter kam zügig: ist noch nicht im Referat angekommen - liegt vermutlich noch irgendwo in der Poststelle. Ein paar Tage gewartet und dann wieder eine E-Mail geschrieben. Da sich aus Sicht des Sachbearbeiters noch nichts geändert hatte, bat ich ihn doch einmal genauer zu suchen. Wir haben uns dann noch mehrere freundliche E-Mails geschrieben. "Haben Sie das Referat mit angegeben?" - "Ja, habe ich.", "Haben Sie ihre Anschrift angegeben?" - "Ja, habe ich. Steht ja ausserdem auf der Meldebestätigung.", usw.. Nach vielem hin und her kam dann vom Sachbearbeiter endlich die erlösende Antwort: er hatte den Nachnamen auf dem Brief falsch geschrieben. Die Post ist aber schon unterwegs, müsste aber bald wieder zurück sein; dann schickt er es erneut mit korrigiertem Namen los. Und in der Tat kam etwa eine Woche später ein Nachnahmebrief mit der zweifach beglaubigten Meldebestätigung bei mir an. Kosten 25 EUR zzg. 2 EUR Nachnahmegebühren. Auf eine lange Dankes-E-Mail an den Sachbearbeiter habe ich dann aber trotz intensivster Bemühungen seinerseits verzichtet.
Mit den endlich wieder unter meiner Kontrolle befindlichen Dokumenten konnte ich nun also zur chinesischen Konsularabteilung in Berlin gehen (Eingang Brückenstraße). Auf der Botschaftsseite gibt es für Legalisationen ein einfaches Word-Formular. Vorher ausfüllen und mitnehmen. Bei "Zweck der Legalisation" kann man einfach nur "Heirat" angeben. Die Dauer für die Bearbeitung beträgt vier Werktage. Die Kosten liegen bei 15 EUR.
Hätte es nicht die Probleme in Köln gegeben, dann wäre das mit sehr wenig Aufwand erledigt gewesen. Zugegeben, der Standortvorteil Berlin ist natürlich sehr nützlich.
Mit der legalisierten Meldebestätigung ging es nun einige Zeit später auf Richtung China. Zunächst noch ein paar Tage ganz normalen Urlaub gemacht und dann weiter Richtung Zhengzhou. Dort dann natürlich direkt zum Standesamt (das natürlich in China anders heißt). Achtung, es gibt zwei oder drei davon in Zhengzhou, aber nur eines, das für Ausländer zuständig ist. Der dortige sehr freundliche Mitarbeiter (keine Ironie) nahm uns jedoch erstmal jede Hoffnung. Er verwies auf seinen gut gefüllten Ordner in dem neben schwedischen und britischen Beispieldokumenten auch das deutsche Ehefähigkeitszeugnis zu sehen war. "So muss das aussehen", sagte er in gutem Englisch. Geknickt saßen wir nun natürlich erstmal da, dann müssten wir wohl auf den nächsten Urlaub warten. Der Beamte starrte die ganze Zeit jedoch weiterhin auf die Meldebestätigung. Man konnte ihm regelrecht ansehen, wie es in ihm arbeitete (und damit meine ich nicht das lethargische Arbeiten eines deutschen Beamten). Nach einiger Zeit gab er dann zu, dass ja eigentlich alles, was er benötige nur das Wort "ledig" sei, welches ja klar und deutlich zu lesen sei - anscheinend das einzige deutsche Wort, dass er kannte. Er fing also an zu Fragen, was die anderen Felder auf der Meldebestätigung bedeuten und hakte wohl innerlich seine Checkliste ab. Dann zögerte er wieder, griff zweimal zum Telefonhörer, aber welche Überraschung, es nahm natürlich niemand ab. Schmunzelnd vernahmen wir die Situation, kannte es meine Verlobte doch von ihren vergeblichen Versuchen jemanden in dieser Behörde zu erreichen. Nichtsdestotrotz sahen wir uns aber auch etwas fragend an, wollte er vieleicht einen roten Umschlag haben? Aber schon kurz nachdem er das zweite Mal auflegte sagte er uns dann, dass wir in zwei Tagen wieder vorbei kommen können und er uns dann verheiraten würde - für den nächsten Tag waren leider schon zu viele andere angemeldet. Er nannte uns noch die Anschrift des nächsten Übersetzungsbüros bei dem wir die Meldebestätigung übersetzen lassen sollen.
Also direkt auf zum Übersetzungsbüro. Das ist nur etwa 15 Minuten zu Fuß entfernt. Dort angekommen wurde dann alles kopiert und uns gesagt, dass wir in zwei Stunden wieder kommen können. Zu dem Zeitpunkt war dann auch alles soweit fertig. Die Kosten hierfür habe ich leider vergessen, lagen aber glaube ich zwischen 200 und 400 RMB.
Zwei Tage später sind wir wieder zurück. Anders als erwartet gab es dort aber keine Möglichkeit die obligatorischen Fotos für das Hochzeitsbuch zu machen. Also schnell noch in den nächsten Copy-Shop - Fotos machen und wieder zurück. Heiratsformular ausfüllen und abgeben. Der Standesbeamte gratulierte mir dann zu meiner sehr sauberen chinesischen Schrift (ich habe mir beim Ausfüllen des Formulars jedes Wort von meiner Verlobten aufschreiben lassen und dies dann nur kopiert bzw. von ihrer ID-Card abgeschrieben) und meinte im gleichen Atemzug, dass ich es aber auch in Englisch hätte ausfüllen können. Nach Durchsicht der Unterlagen und Zahlung der Bearbeitungsgebühr in Höhe von 9 RMB, durften wir dann erstmal wieder für einen halben Tag eine Pause einlegen. Als wir nach einem ausführlichem Mittagessen wieder zurück kamen, durften wir unsere fertigen Hochzeitsbücher unspektakulär wieder in Empfang nehmen und waren somit ab diesem Moment in verheiratet.
Der Spaß endet hier natürlich noch nicht. Der letzte wichtige Teil fehlt nämlich noch. Für die spätere Familienzusammenführung benötigen wir natürlich noch eine legalisierte Version meines Hochzeitsbuches, damit die Ehe auch in Deutschland bewiesen werden kann. Hier haben wir uns ebenfalls für die einfachste Variante entschieden. Wir sind also zurück zum Übersetzungsbüro, wo alles wieder kopiert und übersetzt wurde. Ausserdem haben die uns auch gleich die restlichen Schritte für die Legalisation bei der deutschen Botschaft abgenommen. Kosten für das all-inclusive Paket lagen hier bei stolzen 1640 RMB. Dafür mussten wir uns aber um nichts kümmern und konnten statt dessen den restlichen Urlaub genießen.
Am letzten Tag vor meiner Abreise kam das legalisierte Hochzeitsbuch per Post zurück. Der Weg für die nächsten Schritte ist somit geebnet. Ich werde weiter berichten.
Zusammenfassung
Zunächst kurz zu den Rahmenbedingungen. Meine Nun-Ehefrau wurde in der Provinz Henan geboren und lebt (noch) in Suzhou. Ich bin gebürtiger Deutscher und lebe derzeit in Berlin.
Bevor wir uns an das Sammeln der notwendigen Dokumente gemacht haben, haben wir uns selbstverständlich versucht zu informieren. Leider waren die Informationen über das zuständige Standesamt in Zhengzhou im Vorfeld nicht so leicht zu bekommen. Trotz mehrfacher Versuche meiner Frau war niemand telefonisch erreichbar. Die Informationen im Internet waren ebenfalls sehr mau.
Ohne nun also zu wissen, ob wir das EFZ benötigen oder mit der legalisierten Meldebestätigung auskommen würden, haben wir uns auf das Risiko eingelassen es mit der vermeitlich einfacheren Variante - also der legalisierten Meldebestätigung - auszuprobieren. Hätte es bei diesem Urlaub nicht geklappt, dann hätten wir es halt beim nächsten Mal mit EFZ gemacht. Ausserdem halten sich die Kosten für Meldebestätigung und Legalisation ja noch in Grenzen.
Für meine Frau hatte dies somit also auch gleichzeitig den Vorteil, dass sie erstmal nichts besorgen musste. Sie konnte sich somit voll und ganz auf das Deutsch-lernen konzentrieren. Ich durfte zunächst erstmal zum zuständigen Bürgeramt hier in Berlin laufen und mir eine Meldebestätigung ausdrucken lassen. Ich glaube hier in Berlin gibt es keinen Unterschied zwischen erweiterter und normaler. Wichtig ist ja eigentlich nur, dass dort "ledig" vermerkt ist und dies ist es anscheinend standardmäßig. Kosten hierfür liegen bei 5 EUR. Noch am gleichen Tag ging es dann zum Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten (LABO) Abteilung Apostillen / Legalisationen für die erste Beglaubigung der Meldebestätigung. Dort war zwar niemand in der Schlage vor mir dran, aber trotzdem durfte ich zwanzig Minuten auf dem kalten und einsammen Flur warten. Die Kosten für diese Beglaubigung lagen bei 13 EUR.
Nun also die einfach beglaubigte Meldebestätigung nach Köln zum Bundesverwaltungsamt Referat II B 4 schicken. Wichtig ist ein formloses Schreiben mitzuliefern, auf dem man um Beglaubigung der mitgesandten Dokumente für das Land China bittet. Ausserdem lohnt sich ein Einschreiben in diesem Fall. Jetzt hieß es erstmal warten. Eigentlich, so hatte ich zumindest gelesen, sollten die Dokumente innerhalb von zwei Wochen wieder zurück kommen. Als sie nach mehr als drei Wochen noch immer nicht da waren, habe ich eine kurze E-Mail geschrieben. Die Antwort vom Sachbearbeiter kam zügig: ist noch nicht im Referat angekommen - liegt vermutlich noch irgendwo in der Poststelle. Ein paar Tage gewartet und dann wieder eine E-Mail geschrieben. Da sich aus Sicht des Sachbearbeiters noch nichts geändert hatte, bat ich ihn doch einmal genauer zu suchen. Wir haben uns dann noch mehrere freundliche E-Mails geschrieben. "Haben Sie das Referat mit angegeben?" - "Ja, habe ich.", "Haben Sie ihre Anschrift angegeben?" - "Ja, habe ich. Steht ja ausserdem auf der Meldebestätigung.", usw.. Nach vielem hin und her kam dann vom Sachbearbeiter endlich die erlösende Antwort: er hatte den Nachnamen auf dem Brief falsch geschrieben. Die Post ist aber schon unterwegs, müsste aber bald wieder zurück sein; dann schickt er es erneut mit korrigiertem Namen los. Und in der Tat kam etwa eine Woche später ein Nachnahmebrief mit der zweifach beglaubigten Meldebestätigung bei mir an. Kosten 25 EUR zzg. 2 EUR Nachnahmegebühren. Auf eine lange Dankes-E-Mail an den Sachbearbeiter habe ich dann aber trotz intensivster Bemühungen seinerseits verzichtet.
Mit den endlich wieder unter meiner Kontrolle befindlichen Dokumenten konnte ich nun also zur chinesischen Konsularabteilung in Berlin gehen (Eingang Brückenstraße). Auf der Botschaftsseite gibt es für Legalisationen ein einfaches Word-Formular. Vorher ausfüllen und mitnehmen. Bei "Zweck der Legalisation" kann man einfach nur "Heirat" angeben. Die Dauer für die Bearbeitung beträgt vier Werktage. Die Kosten liegen bei 15 EUR.
Hätte es nicht die Probleme in Köln gegeben, dann wäre das mit sehr wenig Aufwand erledigt gewesen. Zugegeben, der Standortvorteil Berlin ist natürlich sehr nützlich.
Mit der legalisierten Meldebestätigung ging es nun einige Zeit später auf Richtung China. Zunächst noch ein paar Tage ganz normalen Urlaub gemacht und dann weiter Richtung Zhengzhou. Dort dann natürlich direkt zum Standesamt (das natürlich in China anders heißt). Achtung, es gibt zwei oder drei davon in Zhengzhou, aber nur eines, das für Ausländer zuständig ist. Der dortige sehr freundliche Mitarbeiter (keine Ironie) nahm uns jedoch erstmal jede Hoffnung. Er verwies auf seinen gut gefüllten Ordner in dem neben schwedischen und britischen Beispieldokumenten auch das deutsche Ehefähigkeitszeugnis zu sehen war. "So muss das aussehen", sagte er in gutem Englisch. Geknickt saßen wir nun natürlich erstmal da, dann müssten wir wohl auf den nächsten Urlaub warten. Der Beamte starrte die ganze Zeit jedoch weiterhin auf die Meldebestätigung. Man konnte ihm regelrecht ansehen, wie es in ihm arbeitete (und damit meine ich nicht das lethargische Arbeiten eines deutschen Beamten). Nach einiger Zeit gab er dann zu, dass ja eigentlich alles, was er benötige nur das Wort "ledig" sei, welches ja klar und deutlich zu lesen sei - anscheinend das einzige deutsche Wort, dass er kannte. Er fing also an zu Fragen, was die anderen Felder auf der Meldebestätigung bedeuten und hakte wohl innerlich seine Checkliste ab. Dann zögerte er wieder, griff zweimal zum Telefonhörer, aber welche Überraschung, es nahm natürlich niemand ab. Schmunzelnd vernahmen wir die Situation, kannte es meine Verlobte doch von ihren vergeblichen Versuchen jemanden in dieser Behörde zu erreichen. Nichtsdestotrotz sahen wir uns aber auch etwas fragend an, wollte er vieleicht einen roten Umschlag haben? Aber schon kurz nachdem er das zweite Mal auflegte sagte er uns dann, dass wir in zwei Tagen wieder vorbei kommen können und er uns dann verheiraten würde - für den nächsten Tag waren leider schon zu viele andere angemeldet. Er nannte uns noch die Anschrift des nächsten Übersetzungsbüros bei dem wir die Meldebestätigung übersetzen lassen sollen.
Also direkt auf zum Übersetzungsbüro. Das ist nur etwa 15 Minuten zu Fuß entfernt. Dort angekommen wurde dann alles kopiert und uns gesagt, dass wir in zwei Stunden wieder kommen können. Zu dem Zeitpunkt war dann auch alles soweit fertig. Die Kosten hierfür habe ich leider vergessen, lagen aber glaube ich zwischen 200 und 400 RMB.
Zwei Tage später sind wir wieder zurück. Anders als erwartet gab es dort aber keine Möglichkeit die obligatorischen Fotos für das Hochzeitsbuch zu machen. Also schnell noch in den nächsten Copy-Shop - Fotos machen und wieder zurück. Heiratsformular ausfüllen und abgeben. Der Standesbeamte gratulierte mir dann zu meiner sehr sauberen chinesischen Schrift (ich habe mir beim Ausfüllen des Formulars jedes Wort von meiner Verlobten aufschreiben lassen und dies dann nur kopiert bzw. von ihrer ID-Card abgeschrieben) und meinte im gleichen Atemzug, dass ich es aber auch in Englisch hätte ausfüllen können. Nach Durchsicht der Unterlagen und Zahlung der Bearbeitungsgebühr in Höhe von 9 RMB, durften wir dann erstmal wieder für einen halben Tag eine Pause einlegen. Als wir nach einem ausführlichem Mittagessen wieder zurück kamen, durften wir unsere fertigen Hochzeitsbücher unspektakulär wieder in Empfang nehmen und waren somit ab diesem Moment in verheiratet.
Der Spaß endet hier natürlich noch nicht. Der letzte wichtige Teil fehlt nämlich noch. Für die spätere Familienzusammenführung benötigen wir natürlich noch eine legalisierte Version meines Hochzeitsbuches, damit die Ehe auch in Deutschland bewiesen werden kann. Hier haben wir uns ebenfalls für die einfachste Variante entschieden. Wir sind also zurück zum Übersetzungsbüro, wo alles wieder kopiert und übersetzt wurde. Ausserdem haben die uns auch gleich die restlichen Schritte für die Legalisation bei der deutschen Botschaft abgenommen. Kosten für das all-inclusive Paket lagen hier bei stolzen 1640 RMB. Dafür mussten wir uns aber um nichts kümmern und konnten statt dessen den restlichen Urlaub genießen.
Am letzten Tag vor meiner Abreise kam das legalisierte Hochzeitsbuch per Post zurück. Der Weg für die nächsten Schritte ist somit geebnet. Ich werde weiter berichten.
Zusammenfassung
- Hochzeit in Zhengzhou normalerweise nur mit EFZ
- bei viel Glück mit dem Beamten aber auch mit legalisierter Meldebestätigung (und dem Vermerk "ledig") möglich
- Meldebestätigung (Bürgeramt, 5 EUR), beglaubigt durch ein Landesamt (in Berlin das LABO, 13 EUR), beglaubigt durch das Bundesverwaltungsamt (Köln, Referat II B 4, 27 EUR), legalisiert durch die chinesische Auslandsvertretung in Deutschland (15 EUR)
- Reisepass des Deutschen / der Deutschen
- ID-Card des Chinesen / der Chinesin
- Hukou des Chinesen / der Chinesin
- 3 Fotos vor rotem Hintergrund für Hochzeitsbuch
- Übersetzung der legalisierten Meldebestätigung (bei chinesischem Standesamt nachfragen wo dies gemacht werden soll, 200-400 RMB)
- Bearbeitungsgebühr (9 RMB)
- all-inclusive Legalisation des Hochzeitbuches (1640 RMB)