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Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 26.07.2013, 12:46
von blauspecht
Hallo
Unsere netten und überaus liebenswerten scheiß Behörden in D haben wieder
einen neuen Weg gefunden alles zu verzögern.
Um ein FZE Visum zu genehmigen muss die Ehe hier in D eingetragen sein.
Was aber nur mit einer Hochzeitsurkunde mit Apostille geht.
Zuerst benötigt man die Urkunde in China um das Visum zu beantragen
dann muss man sie nach D schicken um hier die Ehe eintragen zu lassen.
also am besten gleich zwei Urkunden ausfertigen lassen.
Dauert dann drei Tage.
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 26.07.2013, 13:24
von tigerprawn
und nicht die (beeidigte) Übersetzung vergessen.
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 26.07.2013, 13:30
von canni
Stimmt das denn? Muss eingetragen sein? Das widerspricht doch aber dem was man uns erzählt. Die Ehe wird von GER anerkannt. Wenn sie anerkannt wird, warum eintragen? Ändert sich doch am Status nichts.
Wie ist es denn bei den Leuten hier, die das schon alles hinter sich haben? Musstet ihr auch eintragen lassen?
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 26.07.2013, 13:50
von Ghoule
Nein mussten wir nicht.
Ich wollte es machen, aber die Standesbeamtin hat mich nur gefragt, ob ich das Geld mir nich sparen will

. Dann hab ich es sein gelassen und bin mit meiner anerkannten Ehefrau Essen gegangen

Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 26.07.2013, 13:53
von tigerprawn
Es kann auch sein, dass die ABH eine beglaubigte Übersetzung für die Unterlagen verlangt.
Nur die Nachbeurkundung kann offiziell nicht gefordert werden (kann aber sein, dass man einen Anwalt braucht um die Behörden davon zu überzeugen)
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 26.07.2013, 17:03
von VielUnterwegs
An sich ist das Eintragen der Ehe eine praktische Sache, einmal erledigt und ab dann nie wieder dumme Fragen, da man eine normale Deutsche Eheurkunde hat. Wir haben uns gleich noch die dreisprachige Variante drucken lassen, ist in den USA praktisch, da Englisch, Französisch und Deutsch.
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 27.07.2013, 03:54
von AngelofMoon
blauspecht hat geschrieben:Um ein FZE Visum zu genehmigen muss die Ehe hier in D eingetragen sein.
Was aber nur mit einer Hochzeitsurkunde mit Apostille geht.
Zuerst benötigt man die Urkunde in China um das Visum zu beantragen
dann muss man sie nach D schicken um hier die Ehe eintragen zu lassen.
Es heißt nicht FZE sondern FZF (Familienzusammenführung).
Also eine Ehe muss beim Standesamt nicht eingetragen sein für die FZF, meiner Frau wurde dass Visum erteilt, ohne dass die Ehe vorher beim Standesamt registriert (eingetragen) wurde.
Selbst meinen Familienstatus brauchte ich noch nicht ändern, das kann z.B. dann gemacht werden wenn der Ehepartner sich beim Einwohnermeldeamt (Bürgerbüro) anmeldet.
Kann aber natürlich von Bundesland zu Bundesland abweichen.
Für dass FZF Visum muss die Heiratsurkunde ins Deutsche übersetzt, entsprechend beglaubigt und durch die Deutsche Auslandsvertretung legalisiert werden.
Keine Deutsche Behörde wird hier Chinesische Schriftzeichen lesen können und Grundsätzlich müssen Urkunden damit sie gültig sind beglaubigt und von der entsprechenden Auslandsvertretung legalisiert werden.
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 27.07.2013, 04:01
von cmstein
blauspecht hat geschrieben:Hallo
Unsere netten und überaus liebenswerten scheiß Behörden in D haben wieder
einen neuen Weg gefunden alles zu verzögern.
Um ein FZE Visum zu genehmigen muss die Ehe hier in D eingetragen sein.
Was aber nur mit einer Hochzeitsurkunde mit Apostille geht.
Zuerst benötigt man die Urkunde in China um das Visum zu beantragen
dann muss man sie nach D schicken um hier die Ehe eintragen zu lassen.
also am besten gleich zwei Urkunden ausfertigen lassen.
Dauert dann drei Tage.
Verstehe ich nicht ganz.
Speziell was HK angeht, die genannten Probleme scheinen ja eher eine Mainland Sache zu sein.
Einfach die Ehe in D. bei einem Besuch eintragen lassen, was ja dank Apostille kein Problem sein dürfte. Und dann kann man bei Bedarf doch das Visum in China problemlos bekommen, oder?
Deine Einschätzung zu deutschen Behörden teile ich aber trotzdem vollumfänglich

Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 27.07.2013, 06:26
von VielUnterwegs
qpr hat geschrieben:VielUnterwegs hat geschrieben:An sich ist das Eintragen der Ehe eine praktische Sache, einmal erledigt und ab dann nie wieder dumme Fragen, da man eine normale Deutsche Eheurkunde hat. Wir haben uns gleich noch die dreisprachige Variante drucken lassen, ist in den USA praktisch, da Englisch, Französisch und Deutsch.
Wenn man, wie du, mit einem Ehefähigkeitszeugnis geheiratet hat, ist das Eintragen eine leichte Sache.
In HK sieht das schon wieder anders aus, da darfst du dann jede Menge Papiere deiner Frau übersetzen, beglaubigen, legalisieren lassen....
Ansonsten ist die Hochzeitsurkunde in HK in Englisch, da brauchst du für die USA keine Übersetzung.

Stimmt! Wenn die Frau noch keine in Deutschland gueltige Geburtsurkunde hat, dann muss sie die natuerlich fuer die Eintragung besorgen, was kein Vergnuegen ist. Braucht man sonst fuer gar nichts in Deutschland eine Geburtsurkunde? Ich bin ehrlich gesagt echt froh, mit EFZ und den ganzen Dokumenten geheiratet zu haben. Klar, es war schon ein Verwaltungsakt, aber die Geburtsurkunde meiner Frau zum Beispiel, haben wir jetzt hier in den USA auch noch ein paar mal gebraucht. Ich weiss nicht wie das in Deutschland ist, braucht man da wirklich nie eine Geburtsurkunde?
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 27.07.2013, 08:39
von cmstein
qpr hat geschrieben:Wenn man, wie du, mit einem Ehefähigkeitszeugnis geheiratet hat, ist das Eintragen eine leichte Sache.
In HK sieht das schon wieder anders aus, da darfst du dann jede Menge Papiere deiner Frau übersetzen, beglaubigen, legalisieren lassen....
Ansonsten ist die Hochzeitsurkunde in HK in Englisch, da brauchst du für die USA keine Übersetzung.

Wenn man das eh wieder alles machen muss, dann frag ich mich langsam für was die Apostille überhaupt gut ist. Nur zur Bestätigung, dass die Unterschriften stimmen?
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 27.07.2013, 11:16
von Marcus
Komisch, wir haben soweit ich mich erinnern kann nur die Heiratsurkunde (in Peking geheiratet) übersetzen lassen, mein und ihr übersetztes Ehefähigkeitszeugnis sowie eine Kopie des Originals und Herkunftsbescheinigung meiner Frau in Peking auf die Botschaft gebracht und als ich 2 Monate später zu Hause ankam, hatte ich schon einen Brief von der Gemeinde in welchem sie mir sagten dass ich ja nun verheiratet sei und somit ein Familienbüchlein bräuchte, was aber nicht zwingend sei.
OK, wir Schweizer gehören nicht zur EU aber sind dennoch durch die Schengenverträge an gewisse Richtlinien der EU gebunden. Warum wird denn dauernd geändert wenn doch alles läuft wie es soll?
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 27.07.2013, 12:08
von tigerprawn
cmstein hat geschrieben:dann frag ich mich langsam für was die Apostille überhaupt gut ist. Nur zur Bestätigung, dass die Unterschriften stimmen?
Die Apostille bestaetigt gegenueber allen Laendern die dem Haager Abkommen beigetreten sind, dass das Dokument echt ist. Mehr nicht. Auch nicht, was der Inhalt des Dokumentes ist, dafuer ist ggf eine Uebersetzung notwendig. Das hoert sich wenig an, ist aber schon sehr viel.
Fuer Laender die nicht dem Haager Abkommen beigetreten sind, muss erst das Dokument beglaubigt, und dann von der Botschaft des Landes, in dem die Urkunde verwendet werden soll legalisiert werden. D.h. fuer jedes Land in dem Du die Urkunde verwenden willst, gibt es einen weiteren Stempel von der Botschaft. Zudem kann das nur in der Botschaft durchgefuehrt werden, die im Austellungsland sitzt.
d.h. z.B. Du lebst mit Deiner Frau in Deutschland, geheiratet in HK oder in CN, egal, ihr wollt nach Kanada uebersiedeln, um eure Heiratsurkunde zu verwenden muss sie wieder in HK von der kanadischen Botschaft legalisiert werden. (gut, in dem Fall wuerde man erstmal versuchen eine deutsche Heiratsurkunde zu bekommen, durch Nachbeurkundung)
Mit der Apostille ist dieser Aufwand schon fuer ca 105 Laender erledigt!
Und um es nochmal deutlich zu sagen, ohne Apostille oder legalisation kannst Du mit der Urkunde nichts, aber auch wirklich nichts anfangen.
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 27.07.2013, 12:24
von cmstein
tigerprawn hat geschrieben:Die Apostille bestaetigt gegenueber allen Laendern die dem Haager Abkommen beigetreten sind, dass das Dokument echt ist. Mehr nicht. Auch nicht, was der Inhalt des Dokumentes ist, dafuer ist ggf eine Uebersetzung notwendig. Das hoert sich wenig an, ist aber schon sehr viel.
Fuer Laender die nicht dem Haager Abkommen beigetreten sind, muss erst das Dokument beglaubigt, und dann von der Botschaft des Landes, in dem die Urkunde verwendet werden soll legalisiert werden. D.h. fuer jedes Land in dem Du die Urkunde verwenden willst, gibt es einen weiteren Stempel von der Botschaft. Zudem kann das nur in der Botschaft durchgefuehrt werden, die im Austellungsland sitzt.
d.h. z.B. Du lebst mit Deiner Frau in Deutschland, geheiratet in HK oder in CN, egal, ihr wollt nach Kanada uebersiedeln, um eure Heiratsurkunde zu verwenden muss sie wieder in HK von der kanadischen Botschaft legalisiert werden. (gut, in dem Fall wuerde man erstmal versuchen eine deutsche Heiratsurkunde zu bekommen, durch Nachbeurkundung)
Mit der Apostille ist dieser Aufwand schon fuer ca 105 Laender erledigt!
Und um es nochmal deutlich zu sagen, ohne Apostille oder legalisation kannst Du mit der Urkunde nichts, aber auch wirklich nichts anfangen.
Alles klar, danke. Wird sicher irgendwann noch mal wichig, wir wollen ja natürlich nicht ewig in China bleiben. Immerhin ist das Ding aus Hong Kong ja in Englisch, das ist schon mal viel wert.
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 27.07.2013, 13:32
von blauspecht
Hallo zusammen
und vielen Dank für die Antworten.
Für mich stellt sich nun die Frage wie ich gegenüber der Behörde argumentieren soll?
Wir haben eine Heiratsurkunde aus HK mit Apostille. Dieses Dokument ist in D anerkannt und rechtsgültig.
Wir haben diese Heiratsurkunde bei der dt. Botschaft in China vorgelegt.
Eine Kopie davon wurde vermutlich durch die Botschaft an die ABH gesendet.
Die Botschaft hat die Echtheit des Dokuments bestätigt, sonst hätten sie den Antrag auf das
FZF Visum vermutlich gar nicht angenommen. Wir sind also rechtskräftig, auch für Deutschland, verheiratet.
Somit ist die Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen. So habe ich zumindest das Gesetz und das
Merkblatt der ABH verstanden.
Und eine solche Ehe KANN man hierzulande eintragen MUSS es aber nicht.
ist das irgendwie so richtig?
Re: Heiraten in HK (neue Probleme)
Verfasst: 30.07.2013, 00:57
von blauspecht
ich denke ich sollte mich mit dem Gedanken anfreunden das das FZF abgelehnt wird.
Hat das schon jemand erlebt?
Wie geht es danach weiter?