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Umzug

Verfasst: 19.03.2013, 19:21
von der_herbert
hallo alle miteinander

meine Verlobte ist in China und wir werden bald heiraten.
Ich versuche im Moment so irgendwie den Umzug zu planen.
Die Heinis von Kanton arbeiten nun ja wieder, weiß jemand die aktuellen Wartezeiten?
Auf der Webseite kann man lesen das es zwei Monate dauert das finale Visum zu
bekommen wenn man alle Unterlagen abgegeben hat.
Und erst danach kann man beginnen mit der Abwicklung der alten Wohnung?
Oder wie viel Zeit hat man? Oder kann man schon vorher die Wohnung auflösen und z.B.
bei einer Freundin wohnen. Erlauben das die Kerle von der Botschaft?
Sind die fähig eine Nachsende Adresse zu beachten?
(Sorry, ich habe wirklich keine hohe Meinung von denen)
Und einfach mal ganz pauschal in die Runde gefragt: Was muss man alles beachten?
Wie regelt man so einen Umzug?


PS
Anna hat drei (!!!) Kleiderschränke. Wie bekomme ich das alles nach Deutschland.



Tschüß
der Herbert

Re: Umzug

Verfasst: 19.03.2013, 19:37
von alanos
Ich würde die Wohnung noch nicht auflösen, wenn ihr das Visum noch nicht habt. Nachher wirds aus irgend einem Grund abgelehnt und sie sitzt auf der Straße ;)
Ansonsten ruf einfach mal im Konsulat an und frag nach. Bei Deutschen sind sie meist recht freundlich.
PS
Anna hat drei (!!!) Kleiderschränke. Wie bekomme ich das alles nach Deutschland.
Jede Menge Zusatzgepäck zahlen :mrgreen:

Re: Umzug

Verfasst: 19.03.2013, 21:47
von Natal
... bei mir war es damals so , daß meine jetzige frau ihre wohnung aufgelöst hat und alles an sachen bei ner freundin abgestellt hat und die restliche zeit - ungefähr ein reichlicher monat bei ihren eltern wohnte ...die wohnung haben wir aber erst aufgelöst , als wir bescheid bekamen , daß alle unterlagen vollständig und richtig eingereicht wurden und auch das standartgespräch im konsulat abgehakt war....es war sozusagen nur noch das warten auf ihren paß mit visum drin,,,,und der wurde an die anschrift geschickt , die wir angegeben hatten und vorher schon den transport beim konsulat bezahlt hatten...
mit dem konsulat in guangzhou hab ich über e-mail kontakt gehalten...der deutsche sachbearbeiter war freundlich und entgegenkommend zu mir ....

Re: Umzug

Verfasst: 20.03.2013, 00:22
von ingo_001
der_herbert hat geschrieben:PS
Anna hat drei (!!!) Kleiderschränke. Wie bekomme ich das alles nach Deutschland.
Hallo Herbert, herzlich willkomen in unserem Forum :)
Meine Frau hatte nur einen Kleiderschrank, der allerdings nicht klein war ...
Was nicht in die Koffer passte, wurde auf dem Seeweg später nachgeschickt.
Dazu füllte ich die nötigen Formulare in 3-facher Ausfertigung aus, schickte sie an meine Frau - und das wars.
Die Sachen kamen ca. 4 Wochen später hier in Berlin an.

Wir mussten damals zum Hauptzollamt, um die Sachen von da abzuholen, was eine erzählenswerte Story ist (hab ich bestimmt schon irgendwo gepostet - kanns aber jetzt ad hoc nicht finden).
Also noch mal:
Wir standen in einer mittellangen Warteschlange und dachten eigentlich, dass das das einzige Problem sein würde - aber weit gefehlt.
Als wir endlich vor dem Schalter Beamten standen und er dann auch tatsächlich nach 1-2 Min. mit zwei großen Paketen wieder erschienen, fragte er, was denn da drin sei.
Wir sagten: "Nur das Umzugsgut meiner Frau: Kleider, Hosen, Schuhe etc.".
Daraufhin fragte er nach Rechnungsbelegen, um sicher zu gehen, dass meine Frau irgendwelche Einfuhrfreigrenzen nicht überschritten hätte, da ansonsten eine Einfuhr USt. fällig wäre.
Auch nach nochmaligem freundlichem Hinweis, dass meine Frau keine Rechnungen mehr für ihre Sachen habe, weil sie eben nicht neu waren, unterstellte er uns (meiner Frau im Speziellen), dass sie nur keine Einfuhr USt zahlen wolle.
Daraufhin übernahm ich die Gesprächsführung und konfrontierte ihn mit Folgendem:
1. Wird niemand noch Rechnungen von seinen vor Monaten/Jahren bezahlten Kleidungsstücken aufheben (ausser die wären extrem teuer) und
2. Ist die Aussage, dass Einfuhr USt fürs Umzugsgut bei einem Umzug nach Deutschland zu entrichten ist schlicht falsch. Ob das nun aus Vorsatz oder Unwissenheit behauptet wurde, ist dabei irrelevant.
Er blieb dabei - und ich ging zu seinem Vorgesetzten - vor dessen Büro auch eine Warteschlange war.
Um die Story kurz zu machen: Er gab mir natürlich recht und bat uns um Entschuldigung für das Fehlverhalten, des Möchte-Gern-Schalter-Napoleons.
Während wir die beiden Pakete auf die mitgebrachte Sackkarre luden und uns andere dort von ähnlichen Erfahrungen mit diesem ... "Greenhorn" berichteten, hörten wir, wie dieser von seinem Vorgesetzten in leisem aber energischen Tonfall darauf hingewiesen wurde, in Zukunft nachzudenken, und ggfs. in die betr. Bestimmungen zu sehen, anstatt solchen (Zitat) Stuss zu erzählen.

* Wäre einer von uns zuhause gewesen, als das Umzugsgut eintraf, hätten wirs einfach entgegen genommen und gut.
So aber wurde es vom Postboten/Paketdienst zum Hauptzollamt gebracht.

By the way ...

@ Grufti
Hast Du zufällig eine Idee, weshalb manche Sachen direkt nach Hause geliefert werden - andere aber beim Hauptzollamt abzuholen sind.
An der Paketgröße kanns nicht liegen, denn wir erhielten schon größere Pakete direkt vom Postboten, während wir bei kleinen Päckchen auch schon mal zum Hauptzollamt mussten.
Mittlerweile (seit ca. 2 Jahren) werden alle Pakete direkt durch den Postboten zugestellt.

Re: Umzug

Verfasst: 20.03.2013, 10:57
von domasla
Ich denke, es wird an der Deklaration beim Versenden liegen, bzw. wenn das in Deutschland niemand lesen kann. Dann geht es sicherheitshalber zum Zoll.

Wieso streiten? Da kann man doch reinschauen lassen. Wenn im Paket alles improvisiert verpackt ist, wenn es sich offensichtlich um Umzugsgut handelt. Also getragene/gewaschene Sachen, Haushaltsgegenstände, Küchenausstattung, Andenken, persönliche Unterlagen, Büchersammlungen, Steinzeit-Elektronik... braucht nichts verzollt oder einfuhrumsatzversteuert zu werden.

Anders wird es bei originalverpackten hochwertigen Sachen sein, die man kurz vor dem Umzug schnell noch gekauft und in das Paket gesteckt hat, weil sie in China doch billiger sind.

Und dann gibt es noch diese Frist von ich glaube 6 oder 12 Monaten nach dem Umzug. Und Mindestaufenthalt im Ausland. (Aus-/Einreisestempel im Pass. Wahrscheinlich Versende- statt Ankunftsdatum, weil so ein Paket auch 3 - 4 Monate unterwegs sein kann.) Dieses Datum interessiert nicht immer. Da liegt es im Ermessen des Zollamts, ob und wie intensiv man über den Wert von einzelnen alten Klamotten diskutieren möchte, ohne dass eine Rechnung dafür vorliegt.

D., der mehr Probleme mit der anschließenden Schlepperei zum Auto hatte. (Freundlicher chinesischer Expressdienst: "Nein, Sie dürfen Ihren alten Koffer nicht mit der Post schicken. Aber wir hätten da noch einen alten Druckerkarton, in den er genau rein passt..."

Re: Umzug

Verfasst: 23.03.2013, 23:41
von der_herbert
Hallo

Darf ich fragen welche Anbieter ihr für Pakete und Dokumente verwendet?
Danke


Servus
der Herbert

Re: Umzug

Verfasst: 24.03.2013, 01:55
von Grufti
ingo_001 hat geschrieben: By the way ...

@ Grufti
Hast Du zufällig eine Idee, weshalb manche Sachen direkt nach Hause geliefert werden - andere aber beim Hauptzollamt abzuholen sind.
An der Paketgröße kanns nicht liegen, denn wir erhielten schon größere Pakete direkt vom Postboten, während wir bei kleinen Päckchen auch schon mal zum Hauptzollamt mussten.
Mittlerweile (seit ca. 2 Jahren) werden alle Pakete direkt durch den Postboten zugestellt.
Das liegt ganz einfach im Ermessen des Zollbeamten, eine Sendung aufzuhalten, und versuchen, dem Endempfänger Abgaben aufzuerlegen, auch wenn sie noch so gering sein sollten...
aber das habe ich in diesem Forum schon einmal beschrieben...


Bei meinem Umzug aus Taiwan 1979 (mit ganz normaler Surface Mail) hatten alle 20 Pakete à 20 Kgs den direkten Weg zu mir nach Hause gefunden, ohne daß ich auch nur eines hatte abholen müssen...

Allerdings war zumindest ein Paket ganz offensichtlich vom Zoll geöffnet worden, denn die in diesem Paket gepackte Tatami ( Abmessungen 36 x 36 x 5 cm) , die ich aus Stabilitäts- und Gewichtsgründen in jedes Paket gepackt hatte, war an der Seite ziemlich wüst aufgeschlitzt worden.. vermutlich hatte der Zoll nach Drogen gesucht...aber nichts gefunden... 8)

Re: Umzug

Verfasst: 24.03.2013, 02:31
von Grufti
domasla hat geschrieben:Ich denke, es wird an der Deklaration beim Versenden liegen, bzw. wenn das in Deutschland niemand lesen kann. Dann geht es sicherheitshalber zum Zoll.

Wieso streiten? Da kann man doch reinschauen lassen. Wenn im Paket alles improvisiert verpackt ist, wenn es sich offensichtlich um Umzugsgut handelt. Also getragene/gewaschene Sachen, Haushaltsgegenstände, Küchenausstattung, Andenken, persönliche Unterlagen, Büchersammlungen, Steinzeit-Elektronik... braucht nichts verzollt oder einfuhrumsatzversteuert zu werden.

Anders wird es bei originalverpackten hochwertigen Sachen sein, die man kurz vor dem Umzug schnell noch gekauft und in das Paket gesteckt hat, weil sie in China doch billiger sind.

Und dann gibt es noch diese Frist von ich glaube 6 oder 12 Monaten nach dem Umzug. Und Mindestaufenthalt im Ausland. (Aus-/Einreisestempel im Pass. Wahrscheinlich Versende- statt Ankunftsdatum, weil so ein Paket auch 3 - 4 Monate unterwegs sein kann.) Dieses Datum interessiert nicht immer. Da liegt es im Ermessen des Zollamts, ob und wie intensiv man über den Wert von einzelnen alten Klamotten diskutieren möchte, ohne dass eine Rechnung dafür vorliegt.
Richtig !

Als Deutscher, der lange Jahre im Ausland gelebt hatte, mußt Du nachweisen,daß Du mindestens 1 Jahr in D abgemeldet gewesen bist und im Ausland gelebt hast (Nachweis: Arbeitsvertrag etc). Alle Dinge, die sich mindestens 6 Monate in Deinem persönlichen Besitz befunden haben, kannst Du prinzipiell abgabenfrei als Umzugsgut in D einführen. Wenn Du aber 5 ,5 Monate vor Deiner Rücksiedlung ein höherwertiges Wirtschaftsgut gekauft hast, mußt Du es verzollen und versteuern.


http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle ... ungen.html