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China erlässt Anti-Raubkopie-Direktiven

Verfasst: 30.05.2006, 18:20
von SimonSayz
Also ist demnächst schluss mit MP3s von Baidu :cry:

Hier der Link!

Verfasst: 30.05.2006, 18:23
von gringa
*lol* nee glaube ich nicht! das wäre nicht das erste mal, dass china sowas erlässt....

Verfasst: 31.05.2006, 01:53
von Grufti
es wird Zeit, daß man sich nach iranischen Websites umsieht ! :roll: :oops: :lol:

Re: China erlässt Anti-Raubkopie-Direktiven

Verfasst: 31.05.2006, 03:13
von TaugeNix
SimonSayz hat geschrieben:Also ist demnächst schluss mit MP3s von Baidu :cry:

Hier der Link!
Naja.. Lass es mich so sagen:
"Gesetz gg. Korruption erlassen"
"Gesetz zur Sicherung der Markenrechte erlassen"
"Gesetz zum Urheberrecht erlassen"
...

Trotzdem bekomm ich hier an jeder Ecke meine gebrannten DVDs, DaVinci-Mima (in zugegeben schlechter Qualität), sogar vor dem weltweiten Start.
Ich kann es nur gebetsmühlenartig wiederholen:
Die Chinesen haben beim Schutz der Marken-/Urheber-/Patentrechte kein gesetzliches Problem (da sie fast alles aus Deutschland übernahmen), sondern vielmehr ein Problem bei der Durchsetzung.

Deshalb: keine Sorge, so schnell passiert hier nix ;)

Gruß,
TaugeNix^hört sich heute abend nen Vortrag über ebenjenes Thema hier an

Verfasst: 31.05.2006, 18:06
von SimonSayz
Ach ja, hier wollte ich auch noch antworten!

Hierbei sieht die Sache etwas anders aus als bei Korruption oder Markenrechte. Es geht um die Beweislast und die MP3s von Baidu sind nahezu 100%iger Sicherheit Raubkopien.

Verfasst: 31.05.2006, 18:15
von kusti
Ich habe eigentlich nichts dagegen, wenn Chinesische Songs frei auf dem Internet erhältlich sind.

Natürlich betrügen sie damit die eigenen Landsleute, wenn sie ihnen die Erwerbsfähigkeitsgrundlage entziehen. Aber solange ich die Songs gratis hören kann ist mir das egal. :lol: :wink: :lol:

Könnte es sich hiermit um den allerersten Boomerang in der Geschichte Chinas handeln? Wo die Kopierkunst sich gegen die eigenen Leute richtet? :lol: Nun, dagegen lässt sich gar nichts machen, und ausserdem wäre das die Aufgabe der Internet-Polizei. Wozu sonst sind denn die 40'000 Angestellten überhaupt da? Die sind ja sonst arbeitslos. :lol:

(Bitte ruhig bleiben, das Blut nicht zu kochen bringen, tief durchatmen und weiterdenken. :lol: )

Verfasst: 01.06.2006, 03:02
von TaugeNix
SimonSayz hat geschrieben:Ach ja, hier wollte ich auch noch antworten!

Hierbei sieht die Sache etwas anders aus als bei Korruption oder Markenrechte. Es geht um die Beweislast und die MP3s von Baidu sind nahezu 100%iger Sicherheit Raubkopien.
Hey Simon..
Es geht mir nicht um die Beweislast, Rechtstermini wie "offensichtlich rechtswidrig erlangte Kopien" usw.
Wie gesagt, ich studiere dieses Thema seit etwa einem Jahr, sowohl die deutsche, amerikanische als auch die chinesischen Rechte sind eigentlich gut genug, um die Künstler zu Schützen in ihren Urheberrechten, Copyrights.

Es ging mir um die DURCHSETZUNG. Grundsätzlich wird hier nur das durchgesetzt, was notwendig ist. Da kann Wen nochsoviel runterbeten, es herrscht eine Art Proktekionismus ggü. der Produktpiraterie, da von ihr unglaublich viele Arbeitsplätze abhängen.
Okay, von Baidu hängen wahrscheinlich weniger Arbeitsplätze ab, nur wieder das gleiche Spiel:
Wo kein Kläger, da kein Richter!

Da hilft auch kein noch so modernes Gesetz.

Gruß von der 政法大学,
TaugeNix^der gestern den Vortrag über ebenjenes verpennt hat, weil es hier so heiss ist :(

Verfasst: 05.07.2006, 06:36
von deadpool
Ein Amerikaner hat Baido mir gegenueber erst letzte Woche erwaehnt.

Wie ist der aktuelle Stand?

Werde hier bestimmt nix downloaden, wobei ja wahrscheinlich auch alles auf chin ist, oder?

Verfasst: 05.07.2006, 17:47
von SimonSayz
Klick mich!

Verfasst: 06.07.2006, 22:05
von Koschka
OK, der eine Markt in Shanghai wurde geschlossen, die nächsten sind schon offen. China hat seit 1949 eine Menge Gesetze erlassen, die nur für einige Leute galten und von den anderen ignoriert wurden, inklusive der Exekutive.
Allein für den Organhandel wurden 4 oder 5 Gestze erlassen und trotzdem werden immer noch illegal Organe entnommen und an reiche Japaner und Koreaner verscherbelt. Nicht zu vergessen, dass staatliche Einrichtungen an diesem Geschäft beteiligt sind.
Anderes Beispiel ist das Patentgesetz. Ihr braucht euch nur den Transrapid und die vielen anderen Sachen anzusehen.
Solange der chin. Staat an der Verletzung des Patentrechts verdient, wird er auch sehr zögerlich diese Gesetze durchsetzen.