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Chinesischer hochzeitsbrauch / kultur
Verfasst: 22.04.2006, 02:28
von duebel
Hallo.
Ich hoffe hier etwas weiter zu kommen.
Und möchte gerne mehr wissen über einige Chinesische bräuche.
Ins besondere über heiratsantrag, die trauung selbst, das verhalten vor und nach der ehe der braut ihre eltern, geschwister, freunde gegenüber.
In büher, foren und einige internet sites habe ich nur etwas oberflächiges heraus finden können. Ich möchte halt gerne mehr wissen.
Bin für alle antworten dankbar.
Gruss
Duebel.
Verfasst: 22.04.2006, 18:33
von Grufti
Vielleicht hilft Dir dieser link aus dem Forum etwas:
http://forum.chinaseite.de/ftopic1058-0-asc-30.html
Verfasst: 22.04.2006, 20:41
von kusti
Verfasst: 22.04.2006, 20:57
von Grufti
Ne wird schon wahr sein... Eine Kollegin aus dem Forum hatte doch genau berichtet, wie ihre Hochzeit in China war. Leider habe ich den Ordner nicht gefunden, auch der Name will mir nicht mehr einfallen... "Alzheimer läßt grüßen"...
Vielleicht waren die eintsprechenden Postings auch in dem gelöschten TV-Tip Ordner...
Bei mir war es nicht so, da ich in Deutschland geheiratet hatte....
Verfasst: 22.04.2006, 21:11
von kusti
Grufti hat geschrieben:Ne wird schon wahr sein... Eine Kollegin aus dem Forum hatte doch genau berichtet, wie ihre Hochzeit in China war. Leider habe ich den Ordner nicht gefunden, auch der Name will mir nicht mehr einfallen... "Alzheimer läßt grüßen"...
Vielleicht waren die eintsprechenden Postings auch in dem gelöschten TV-Tip Ordner...
Bei mir war es nicht so, da ich in Deutschland geheiratet hatte....
Ooooooops

Dann verstehe ich einmal mehr nun besser, was und weshalb alles so ablaufen musste. Da trifft mich echt der Schock.
Jetzt stell dir mal vor, du hast von alledem einfach nix zu bieten. Noch nicht einmal ne schöne Wohnung und eine gewisse Sicherheit. Gott war ich dumm. Weil, ich habe das alles nicht gewusst. Da muss man ja voll in den Hammer laufen. Man stelle sich einmal vor es wird alle dies stille erwartet, und du selbst gehst davon aus, dass es einfach stimmen muss zwischen den Partnern, und alles andere nicht von Wichtigkeit ist, nicht Geld, nicht Mitgift, nicht Ansehen, nicht Ruf, nicht Erbschaft, nicht guter Job, etc.
Mein Gott, was bin ich doch wieder einmal naiv. Da muss man ja auf den Kopf fallen.
Ich glaube ich war noch nie sowas von überfordert, weil ich nicht gemerkt habe, welche Parameter überhaupt wichtig sind. Ach herrjeh.... Puuuuhhhh... Schock lass nach... Das habe ich vollkommen unterschätzt.
(Ich glaube ich sollte die Bibel in den Abfalleimer schmeissen und mich endlich der Wirklichkeit stellen. Hihi....)

Verfasst: 22.04.2006, 22:24
von Fu
Grufti hat geschrieben:Ne wird schon wahr sein... Eine Kollegin aus dem Forum hatte doch genau berichtet, wie ihre Hochzeit in China war. Leider habe ich den Ordner nicht gefunden, auch der Name will mir nicht mehr einfallen... "Alzheimer läßt grüßen"...
Vielleicht waren die eintsprechenden Postings auch in dem gelöschten TV-Tip Ordner...
Bei mir war es nicht so, da ich in Deutschland geheiratet hatte....
Grufti,
meinst Du vielleicht Jin ? Mit den schönen Hochzeitzbildern ?
Verfasst: 22.04.2006, 22:31
von kusti
@Grufti
Dann erzähl doch bitte mal. Wie war es denn bei dir?
Und was wäre passiert, wenn du nicht einmal für die Hochzeits-Ringe hättest zahlen können? Nurso ne'Gedankenwindung-Schnelleinmach-Haarzuberg-Frage. Weil das wäre wohl bei mir der Fall gewesen. Naja, mal drüber schlafen. Wird wohl eher was bringen. Ist eh langsam zu spät für mich Frühaufsteher. und gleich auf Panik machen nützt doch nichts.
Verfasst: 22.04.2006, 23:04
von Grufti
Ja es war Jin..
@Kusti: Ich hatte im München im KVR (Kreisverwaltungsreferat) geheiratet.... die Verwandtschaft aus China war nicht anwesend..
Der nächste, der heiraten wird, ist wohl Dennis (CDS) ...
er wird hoffentlcih berichten, wie das in Taiwan läuft.....
Also Kusti, kannst Dich ja schon mal seelisch darauf vorbereiten....

Verfasst: 23.04.2006, 06:15
von kusti
Bin mausarm. Es wird also vermutlich gar nie soweit kommen. Ich weiss aber nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
In 2 Wochen werde ich meine erste Chinesisch Lektion als Schüler nehmen. Mal sehen, ob ich wenigstens da ein wenig glänze, wenn man sonst schon immer auf den Kopf fällt mit dieser Sprache. Man darf aber vermutlich nicht zu viel erwarten. Es ist nur eine Methode von vielen, eine Sprache zu erlernen.
Hu Jintao war ja bei Bush. Er hat nur lapidar vermerkt, dass die Importe aus Amerika zunehmen würden. Ja was denn bitte sonst!?! Es ist tatsächlich so. China hat Amerika voll im Würgegriff. Die Überschuldung macht sie zu Sklaven. Es ist sicher, dass China Taiwan niemals militärisch angreifen wird, aber genauso sicher ist, dass Amerika, wenn es dennoch passieren würde, Taiwan nicht beistehen würde. Die Politik macht hier wieder einmal Weltgeschichte. Schlussendlich wird in den Geschichtsbüchern stehen, dass Taiwan sich unrechtmässig von China abgespalten hat. Tja, die Geschichte wird halt immer von den Gewinnern geschrieben, egal was sich wirklich zugetragen hat. Was mit Taiwan wirklich passiert, das werden wir alle in den nächsten 30 Jahren noch erleben. Es wird vermutlich zur Einverleibung kommen, so wie es heute aussieht.
Kissinger sieht die grösste Gefahr der Verständigung zwischen China und Amerika in den beiden nationalistischen Lagern. Vermutlich wollen sie genau eines verhindern, und das ist 'Protektionismus'. Und zwar nur deshalb, weil es Amerika in den Ruin führen würde, weil die Überschuldung nicht mehr aufzuhalten wäre, und weil es Chinas Wachstums bremsen würde, und deshalb auch wieder indirekt auf Amerika zurückschlagen würde. Ich denke mal ich weiss schon wie die Welt von Morgen aussehen wird.

Verfasst: 23.04.2006, 06:26
von TaugeNix
Wer weiß, was ich gestern wieder versprochen hab..
Gruß,
TaugeNix^war wieder voll wie ne Eule
Verfasst: 23.04.2006, 06:31
von kusti
Herzliche Gratulation zur Verlobung. Wirst wohl mehr Glück haben.
Zumindest bist du vor Ort und kannst dir ein Bild von deiner Zukunft machen. Das ist ein riesen Vorteil. Du kaufst nicht die Katze im Sack.

Verfasst: 23.04.2006, 06:38
von mesheel
Hier in Taiwan sind Hochzeitsgebraeuche wohl noch eine Spur traditioneller.
Ja nachdem wie traditionell die Familie der Frau ist, muss der Mann erstmal einen Wohnung kaufen, damit geheiratet werden darf. Das ist dann sozusagen die Mitgift. Zusaetzlich verlangen die Eltern der Braut oft noch Geld. Also entweder ist man reich oder man verschuldet sich durch den Brautkauf.
Die Hochzeitfeierlichkeiten an sich sind extrem unterschiedlich. Das geht von Luxusessen im 5-Sterne-Hotel, wo das Brautpaar 6 mal die Garderobe wechselt bis hin zu Klapptischen im Freien, wo alles weniger formal zu und her geht. Hauptsache ist, dass viele Gaeste eingeladen werden, so zwischen 15 und 50 Tischen à 10 Personen gibt's alles. Denn erst dann verdient das Brautpaar an der Hochzeit nochmal richtig Geld, weil saemtliche Gaeste mit einem roten Briefumschlag 紅包 antraben muessen. Das ueberschuessige Geld kommt aber dann auch meistens den Brauteltern zu.....
Wenn man nicht gerade sehr gut befreundet ist mit dem Brautpaar, dann kriegt man als Gast meistens nur das Essen mit. Die Gaeste schlemmen waehrend dem sich das Brautpaar umzieht. Sobalds zum letzten Gang kommt, dem Dessert (also den Fruechten) wird alles eingepackt was noch nicht verzehrt ist und die Leute rennen davon. Macht ehrlich gesagt wenig Spass so eine traditionelle Hochzeit hier, am wenigsten den Brautleuten.
Verfasst: 23.04.2006, 07:40
von kusti
Das klingt schon irgendwie nach 'kaufen einer Frau wie ein Stück Vieh auf dem Markt'. Dafür muss man sich anwärmen können. Meine Sache ist es nicht. Und das das heute noch so ist, kann ich kaum glauben. Wie steht es denn um den Stolz und die Emanzipation der Frauen in Taiwan, oder denken die grösstenteils nur in materiellen Dimensionen? D.h., sucht man sich einen Mann in materieller Sicherheit, und wenn er dann noch hübsch ist und ein gutes Herz hat freut man sich? Das kann doch keine wirklich glücklichen Ehen geben. Früher oder später sind die beiden doch wieder auseinander, weil bei der geringsten Störung dieser Gesetzmässigkeit die gegenseitigen Pflichen, und deshalb die Ehe, auseinanderbricht. Und was ist dann die Moral der Geschichte, dass der Ehemann die Mitgift geleistet hat, und dann noch das halbe Vermögen und Erbe verliert, nur weil die Frau vom Ehemann denkt er sei nichts wert, weil er nicht mehr zahlen kann?
Ich weiss nicht so recht. Für mich geht das nicht auf. Nun ja, andere Länder, andere Sitten. Heirat und Business, für mich klingt das grässlich. Wie kann man nur das eine von dem anderen nicht unterscheiden wollen. In unserer archaischen Stufe des Zusammenlebens, als die Frau bei uns noch nicht einmal Stimmrecht hatte, war das auch mal so. Sich Glück erkaufen, brrrrrrrr, wie pervers.
Verfasst: 23.04.2006, 15:20
von mesheel
Wie steht es denn um den Stolz und die Emanzipation der Frauen in Taiwan, oder denken die grösstenteils nur in materiellen Dimensionen?
Ja
Das gilt natuerlich nicht fuer alle, aber zu einem grossen Teil trifft das sicherlich zu. Und wenn es nicht selbst auf die Braut zutrifft, dann auf ihre Eltern, die sich fuer die Tochter einen Mann mit Geld wuenschen.
Als pietaetvolle Tochter hoert man natuerlich auf die Eltern. Es ist hier nicht ueblich sich gegen die Wuensche der Eltern zu stellen.
Verfasst: 23.04.2006, 15:47
von Grufti
@Kusti.
Wie wäre es wenn man(n) Dir hier mal schildert, was dem Mann einer Chinesin
nach der Hochzeit droht ?????
