Beziehung und Hochzeit mal ganz einfach
Verfasst: 11.03.2012, 20:33
Es erstaunt mich doch immer wieder welche Fragen hier im Forum gestellt werden. Fragen zu Visumangelegenheiten, Beziehungsfragen, zur Hochzeit mit einer Chinesin und und und.
Ich bin seit5 Jahren mit einer Chinesin zusammen und davon 3 Jahre verheiratet. War alles nicht so schwer.
Das Rezept unserer Beziehung, kulturelle Unterschiede hin oder her ist ganz einfach:
Liebe und Respekt.
Wir lieben uns und streiten uns. Die unterschiedlichen Kulturen aus denen wir stammen sind zwar Bestandteil unseres Zusammenlebens sind aber noch nie ein Problem gewesen. Es gibt immer wieder Verhaltensweisen, die für den anderen seltsam erscheinen, aber wenn man sich und seine Kultur dem anderen erklärt, dann muss man Missverständnisse gar nicht erst entstehen lassen. Sollten dennoch mal Probleme auftreten, dann schieben wir es nicht sofort auf die Kultur. Und was bedeutet das schon? Dass sie ein Schuhchaos an der Haustür veranstaltet, oder dass ich Käse esse? Schuhchaos hatte ich schon vor meiner Beziehung, nur dass ich eben nur 2 Paar habe und sie gefühlte 50. Es gibt auch Deutsche, die keinen Käse essen.
Diejenigen, die Probleme schnell auf die Kultur schieben hätten mit Sicherheit auch kulturelle Probleme, wenn sie eine Frau aus einem anderen Bundesland heiraten würden. (ich glaube mit einer Saarländerin hätte auch ich als Pfälzer meine kulturellen Probleme)
Für mich sind alle (außer eben bei Saarländern) Verallgemeinerungen im Bezug auf eine andere Kultur und ein anderes Land ein Graus. Ich war 2 1/2 Jahre in China und habe ein großes, vielfältiges Land kennen gelernt. Dort habe ich, wie meine Frau in Deutschland, nette Menschen und unfreundliche Menschen getroffen. Gierige Menschen, die nur Dollarzeichen in den Augen hatten und großzügige Menschen, bei denen ich sehr gerne zu Gast war. Eben wie überall – das ist wohl kulturübergreifend.
Jetzt aber zu den ganzen Hochzeitsformalitäten. (falls jemand danach fragt erzähle ich auch mal, wie es so mit meiner Frau und mir angefangen hat)
Wir hatten auch hier im Forum die ganzen Geschichten gelesen und Angst gehabt, dass alles kompliziert wird und sich ewig hinzieht.
Bis auf etwas Bürokratie war es ganz einfach.
Das Standesamt in Nanchang (von dort stammt meine Frau) wollte nur einen Auszug aus dem Melderegister aus dem hervorgeht, dass ich nicht verheiratet bin.
Da ich in China lebte habe ich ein paar Vollmachten nach Deutschland geschickt, damit meine Lieben die Laufarbeit für mich erledigen konnten.
1. Auszug aus Melderegister holen
2. vom Notar beglaubigen lassen (das wollten auch nur die Bayern!)
3. von der Landesregierung beglaubigen
4. in Köln vom Bundesverwaltungsamt beglaubigen (geht per Post)
5. im Konsulat von den Chinesen beglaubigen
Dann mussten wir dieses Dokument in Nanchang von offizieller Stelle übersetzten lassen. Die nette Frau vom Standesamt hat uns inklusive Wegbeschreibung sehr geholfen.
Und wir konnten in China heiraten! - War ganz einfach. Die Post hat uns die meiste Zeit gekostet. Kosten unter 50€!
Zur Anerkennung in Deutschland haben wir fast alles den umgekehrten Weg gemacht.
1. Übersetzten
2. Beglaubigung der Stadt Nanchang
3. Beglaubigung durch das Außenministerium in Beijing
4. Legalisation durch die deutsche Botschaft
5. Anerkennung in Deutschland
Die Fahrt nach Beijing war leider unerlässlich, aber da wir einen Urlaub in Deutschland geplant hatten haben wir den Anerkennungsquatsch in Deutschland in den Urlaub verlegt und die Bürokratie in Beijing mit einem kleinen Trip in die Hauptstadt kombiniert. Unerlässlich auch nur, weil meine Frau ein Visum benötigte.
Kosten waren auch hier nicht so hoch. Die Botschaft will 20€, den Rest weiß ich nicht mehr, ging in der Urlaubskasse unter.
In Deutschland wurde dann noch kurz geweint, dass wir nur eine englische Übersetzung der Hochzeitsurkunde hatten, aber am Ende war es kein Problem – irgendjemand kann immer Englisch.
Ehegattennachzug stand dann erst später an. War aber auch einfach.
Das kann ich auf Nachfrage auch gerne erklären.
Mal schauen wie es jetzt mit der Niederlassungserlaubnis für meine Frau wird, die ist im Dezember dran.
Ich bin seit5 Jahren mit einer Chinesin zusammen und davon 3 Jahre verheiratet. War alles nicht so schwer.
Das Rezept unserer Beziehung, kulturelle Unterschiede hin oder her ist ganz einfach:
Liebe und Respekt.
Wir lieben uns und streiten uns. Die unterschiedlichen Kulturen aus denen wir stammen sind zwar Bestandteil unseres Zusammenlebens sind aber noch nie ein Problem gewesen. Es gibt immer wieder Verhaltensweisen, die für den anderen seltsam erscheinen, aber wenn man sich und seine Kultur dem anderen erklärt, dann muss man Missverständnisse gar nicht erst entstehen lassen. Sollten dennoch mal Probleme auftreten, dann schieben wir es nicht sofort auf die Kultur. Und was bedeutet das schon? Dass sie ein Schuhchaos an der Haustür veranstaltet, oder dass ich Käse esse? Schuhchaos hatte ich schon vor meiner Beziehung, nur dass ich eben nur 2 Paar habe und sie gefühlte 50. Es gibt auch Deutsche, die keinen Käse essen.
Diejenigen, die Probleme schnell auf die Kultur schieben hätten mit Sicherheit auch kulturelle Probleme, wenn sie eine Frau aus einem anderen Bundesland heiraten würden. (ich glaube mit einer Saarländerin hätte auch ich als Pfälzer meine kulturellen Probleme)
Für mich sind alle (außer eben bei Saarländern) Verallgemeinerungen im Bezug auf eine andere Kultur und ein anderes Land ein Graus. Ich war 2 1/2 Jahre in China und habe ein großes, vielfältiges Land kennen gelernt. Dort habe ich, wie meine Frau in Deutschland, nette Menschen und unfreundliche Menschen getroffen. Gierige Menschen, die nur Dollarzeichen in den Augen hatten und großzügige Menschen, bei denen ich sehr gerne zu Gast war. Eben wie überall – das ist wohl kulturübergreifend.
Jetzt aber zu den ganzen Hochzeitsformalitäten. (falls jemand danach fragt erzähle ich auch mal, wie es so mit meiner Frau und mir angefangen hat)
Wir hatten auch hier im Forum die ganzen Geschichten gelesen und Angst gehabt, dass alles kompliziert wird und sich ewig hinzieht.
Bis auf etwas Bürokratie war es ganz einfach.
Das Standesamt in Nanchang (von dort stammt meine Frau) wollte nur einen Auszug aus dem Melderegister aus dem hervorgeht, dass ich nicht verheiratet bin.
Da ich in China lebte habe ich ein paar Vollmachten nach Deutschland geschickt, damit meine Lieben die Laufarbeit für mich erledigen konnten.
1. Auszug aus Melderegister holen
2. vom Notar beglaubigen lassen (das wollten auch nur die Bayern!)
3. von der Landesregierung beglaubigen
4. in Köln vom Bundesverwaltungsamt beglaubigen (geht per Post)
5. im Konsulat von den Chinesen beglaubigen
Dann mussten wir dieses Dokument in Nanchang von offizieller Stelle übersetzten lassen. Die nette Frau vom Standesamt hat uns inklusive Wegbeschreibung sehr geholfen.
Und wir konnten in China heiraten! - War ganz einfach. Die Post hat uns die meiste Zeit gekostet. Kosten unter 50€!
Zur Anerkennung in Deutschland haben wir fast alles den umgekehrten Weg gemacht.
1. Übersetzten
2. Beglaubigung der Stadt Nanchang
3. Beglaubigung durch das Außenministerium in Beijing
4. Legalisation durch die deutsche Botschaft
5. Anerkennung in Deutschland
Die Fahrt nach Beijing war leider unerlässlich, aber da wir einen Urlaub in Deutschland geplant hatten haben wir den Anerkennungsquatsch in Deutschland in den Urlaub verlegt und die Bürokratie in Beijing mit einem kleinen Trip in die Hauptstadt kombiniert. Unerlässlich auch nur, weil meine Frau ein Visum benötigte.
Kosten waren auch hier nicht so hoch. Die Botschaft will 20€, den Rest weiß ich nicht mehr, ging in der Urlaubskasse unter.
In Deutschland wurde dann noch kurz geweint, dass wir nur eine englische Übersetzung der Hochzeitsurkunde hatten, aber am Ende war es kein Problem – irgendjemand kann immer Englisch.
Ehegattennachzug stand dann erst später an. War aber auch einfach.
Das kann ich auf Nachfrage auch gerne erklären.
Mal schauen wie es jetzt mit der Niederlassungserlaubnis für meine Frau wird, die ist im Dezember dran.