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Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 11.02.2012, 12:15
von Attila
Ein Handelsunternehmen in Regensburg an der Donau sucht entweder studentische Aushilfen oder Teilzeitkräfte.

Voraussetzungen:
  • Chinesische Sprachkenntnisse (Fließend/Muttersprachler)
  • Deutsche Sprachkenntnisse (Fließend/Verhandlungssicher)
  • Kentnisse der gängigen Office Programme (Word, Excel,...)
Arbeitszeit:
Mindestens 3 Tage zu je 5 Stunden die Woche (60h/Monat).

Arbeitsort:
Regensburg an der Donau

Arbeitgeber:
Ein deutsch/chinesisches Handelsunternehmen in Regensburg an der Donau mit einem vorwiegend chinesisch sprachigem Kundenstamm.

Vergütung:
Im Rahmen eines Mini- bzw. Midi Jobs, je nach möglicher Arbeitszeit.


Kontakt:
[email protected]

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 11.02.2012, 12:19
von blur
Jemand der beide Sprachen fließend und verhandlungssicher spricht soll für 6,67€/Stunde arbeiten?

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 11.02.2012, 15:07
von Aremonus
Hmm, das ist schon ein wenig vermessen.
Meine Freundin sprich gut Deutsch, Englisch und Chinesisch und verfügt über einen chinesischen Bachelorabschluss in Wirtschaftsenglisch - damit hat sie c.a. 32 Euro pro Stunde full time.
Ich weiss dass das Lohnniveau in DE viel tiefer ist als in der Schweiz, aber 7 Euro pro Stunde hab' ich meinen chinesischen Assistenten in China bezahlt. Meine Tipp daher: lieber anständige Löhne zahlen und gute Leute anstellen statt billige Idioten zu beschäftigen (es sei denn für extrem simple, repetitive Arbeiten - aber da braucht's dann auch keine Qualifikation).

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 12.02.2012, 11:21
von BeijingGuy
Aremonus hat geschrieben:Hmm, das ist schon ein wenig vermessen.
Meine Freundin sprich gut Deutsch, Englisch und Chinesisch und verfügt über einen chinesischen Bachelorabschluss in Wirtschaftsenglisch - damit hat sie c.a. 32 Euro pro Stunde full time.
Ich weiss dass das Lohnniveau in DE viel tiefer ist als in der Schweiz, aber 7 Euro pro Stunde hab' ich meinen chinesischen Assistenten in China bezahlt. Meine Tipp daher: lieber anständige Löhne zahlen und gute Leute anstellen statt billige Idioten zu beschäftigen (es sei denn für extrem simple, repetitive Arbeiten - aber da braucht's dann auch keine Qualifikation).
Auch wenn ich im Grunde zustimme (60h/m auf Minijob-Basis, sorry, aber irgendwo hört es auch mal auf), denke ich, dass 32eur/h komplett vermessen sind in die andere Richtung, auch in SUI. Das wäre ja bei regulärer Beschäftigung (40h/w) knappe 5000 EUR/m, was mir für einen Bachelor, und dann auch "nur" in einer Sprache, etwas zu viel vorkommt, selbst für SUI. Wenn sie solch Job hat: Glückwunsch, damit verdient sie mehr als MrsBeijingGirl, die mit Dr. (D) und Master (UK) zwar nicht viel darunter liegt, aber mit ihrem Job schon zu den Gutverdienenden gehört.

Ich bin mir dennoch sicher, dass Attila jemanden finden wird, gerade chinesische Studenten nehmen ja gerne alles an, wenn es ihnen finanziell ein wenig hilft. Schön finde ich es jedoch nicht, man kann Leute auch angemessen bezahlen, wenn die Arbeit wichtig für das Unternehmen ist. Ich würde als Maßstab etwa 9-12 EUR/h veranschlagen, 9 EUR/h für stupide, schnelle Arbeit, 12 EUR/h für wichtigere Arbeiten. Alles andere sehe ich ein wenig skeptisch.

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 12.02.2012, 11:38
von Shenzhen
Echt ein Witz - Verhandlungssicher auf Minijob-Basis - was fuer eine Heuchelei - aber in D seit ihr da inzwischen schon angekommen...

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 12.02.2012, 11:53
von Attila
Das sind nun mal die Rahmenbedingungen des Unternehmers.

Ob diese realistisch sind, steht auf einem anderen Blatt. Das wird sich zeigen.

Es werden zunächst mal wirklich nur Aushilfen gesucht. Bei positiver Geschäftsentwicklung sind wahrscheinlich auch besser bezahlte Anstellungen drin.

Gemäß den Gepflogenheiten bei Stellenanzeigen in Deutschland suchen wir natürlich nach dem oder der Angestellten welche(r) [Achtung Ironie!] 23 Jahre alt ist, 20 Jahre Berufserfahrung hat, 2 Studienabschlüsse und am besten für lau arbeiten mag. [Ironie aus]

Das der Personalmarkt hier in DE nicht der Hort von Gewerkschaftsträumen ist dürfte spätestens seit der Agenda 2010 schon lange klar sein.

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 12.02.2012, 13:59
von Aremonus
denke ich, dass 32eur/h komplett vermessen sind in die andere Richtung, auch in SUI.
Warum? Ich hab' mit meinem bald fertigen VWL-Bachelor schon Angebote für fast das Doppelte erhalten. 5000 Euro im Monat (=6000 Franken) sind nicht soooooo viel. In Zürich erhält eine Famile, die von der Sozialhilfe lebt, u.U. mehr als das.

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 12.02.2012, 14:36
von BeijingGuy
Aremonus hat geschrieben:
denke ich, dass 32eur/h komplett vermessen sind in die andere Richtung, auch in SUI.
Warum? Ich hab' mit meinem bald fertigen VWL-Bachelor schon Angebote für fast das Doppelte erhalten. 5000 Euro im Monat (=6000 Franken) sind nicht soooooo viel. In Zürich erhält eine Famile, die von der Sozialhilfe lebt, u.U. mehr als das.
Hab mich nie mit SUI beschäftigt, aber die Löhne sind ja abnorm. Jetzt verstehe ich auch meine Kollegen, die gerne in D leben und in SUI arbeiten möchten, wenn da Bachelor-Leute schon an die 10k verdienen können :mrgreen: Wenn mir jetzt der Süden Deutschlands und SUI nur besser gefallen würde.. :evil:

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 12.02.2012, 17:08
von Shenzhen
Attila hat geschrieben:Es werden zunächst mal wirklich nur Aushilfen gesucht. Bei positiver Geschäftsentwicklung sind wahrscheinlich auch besser bezahlte Anstellungen drin.
die uebliche Masche - das haben ja inzwischen auch VW, Daimler und co. drauf...

Frueher konnte man mit "ich bring dich ganz gross raus Baby" nur unschuldige Maedchen locken, inzwischen sind es Arbeitskraefte.

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 13.02.2012, 07:30
von Luntan
Shenzhen hat geschrieben:
Attila hat geschrieben:Es werden zunächst mal wirklich nur Aushilfen gesucht. Bei positiver Geschäftsentwicklung sind wahrscheinlich auch besser bezahlte Anstellungen drin.
die uebliche Masche - das haben ja inzwischen auch VW, Daimler und co. drauf...
Frueher konnte man mit "ich bring dich ganz gross raus Baby" nur unschuldige Maedchen locken, inzwischen sind es Arbeitskraefte.
Auch schon früher waren "unschuldige" Mädchen die auch noch sooo dumm sind schwierig zu finden :mrgreen:

Für mich ist so ein Stellenangebot ein klassischer Fall von "If you pay peanuts you'll get monkeys". Später beklagen sich solche Abeitgeber dann noch über den "Fachkräftemangel in Deutschland"... :lol:

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 13.02.2012, 09:34
von Attila
Oooch, Männer sind auch willkommen und unschuldig muss niemand sein. :mrgreen:

Interessierte Stellensuchende werde ich dann an Euch weiterleiten, die Gehaltsaussichten sind ja phantastisch bei Euch.
:roll:

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 13.02.2012, 10:15
von Aremonus
Die Lohnkosten in der Schweiz sind nicht viel höher als in Deutschland - das wäre auch nicht möglich, da sonst sämtliche schweizerischen Firmen eben kurz die Produktion ein paar Kilometer nördlich verlagern.
Der grosse Unterschied erleben nur die Arbeitnehmer, da in der CH viel weniger Geld an den Staat geht als in DE. Diese Situation ist insofern problematisch, als dass jetzt natürlich zehntausende Deutsche jedes Jahr in die Schweiz ziehen, um hier zu arbeiten, was widerum die Löhne in der CH drückt. Das freut widerum die Unternehmen, sie investieren in der Schweiz oder verlegen Arbeitsplätze hierher. Das widerum führt zu tiefer Arbeitslosigkeit und macht es für ausländische Arbeitskräfte einfach, in der Schweiz einen Job zu finden. Daher ist das BIP pro Kopf in der CH auch so viel höher als in DE - der Finanzsektor spielt hier, trotz gegenteiliger Behauptungen gewisser Kreise, eine kleine Rolle; er macht nur etwa 10 Prozent des schweizerischen BIPs aus.

In der Schweiz entsteht jetzt aber ein ähnliches Problem wie in China, wenn auch auf einem höheren Niveau. Die Immobilienpreise steigen wegen den Zuzügern aus der EU (in China wegen den Migranten vom Lande) und die Unterschicht kann sich kaum mehr ein eigenes Haus kaufen. Die Situation wird durch die Tatsache, dass die Unterschicht zu einem guten Teil aus Migranten mit südöstlicher Herkunft besteht, verschärft - denn die Einheimischen haben sich meist schon etwas aufgebaut, haben etwas zu verlieren und werden daher nicht illegale Methoden anwenden, um aufzuholen. Dies ist einer der Gründe für den Erfolg migrationskritischer Parteien wie der SVP.

Folglich wäre es interessant mal zu untersuchen, ob in China nicht auch gewisse Resentiments Seitens der Stadtbevölkerung gegenüber den Migranten vom Lande existieren. Hat hier jemand schon etwas beobachtet?
Ich kenne erst das umgekehrte (Shanghaier seien arrogant), habe aber noch nie lange in den östlichen Metropolen Chinas gelebt.

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 13.02.2012, 10:28
von XiuMei
Aremonus hat geschrieben:Folglich wäre es interessant mal zu untersuchen, ob in China nicht auch gewisse Resentiments Seitens der Stadtbevölkerung gegenüber den Migranten vom Lande existieren. Hat hier jemand schon etwas beobachtet?
Ich kenne erst das umgekehrte (Shanghaier seien arrogant), habe aber noch nie lange in den östlichen Metropolen Chinas gelebt.
Oooooh ja! Die 外地人 sind alles Verbrecher, unzivilisiert, dreckig ... und und und. :roll: Das ist mir ganz besonders in Peking aufgefallen: Wenn man mit einem Pekinger darüber spricht, dass ein Chinese irgendwas verbotenes/unangenehmes/unhöfliches/...... gemacht hat, dann ist die Standardantwort: das war ein 外地人! :?


Aber das is ja nu komplett offtopic :mrgreen:

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 13.02.2012, 14:05
von ElStudente
BeijingGuy hat geschrieben:
Aremonus hat geschrieben:
denke ich, dass 32eur/h komplett vermessen sind in die andere Richtung, auch in SUI.
Warum? Ich hab' mit meinem bald fertigen VWL-Bachelor schon Angebote für fast das Doppelte erhalten. 5000 Euro im Monat (=6000 Franken) sind nicht soooooo viel. In Zürich erhält eine Famile, die von der Sozialhilfe lebt, u.U. mehr als das.
Hab mich nie mit SUI beschäftigt, aber die Löhne sind ja abnorm. Jetzt verstehe ich auch meine Kollegen, die gerne in D leben und in SUI arbeiten möchten, wenn da Bachelor-Leute schon an die 10k verdienen können :mrgreen: Wenn mir jetzt der Süden Deutschlands und SUI nur besser gefallen würde.. :evil:
Diese Angaben von 60.000 Euro im Jahr sind natürlich vollkommen erfunden. 6000 Franken verdient kein Berufseinsteiger, der lediglich über eine Bachelor-Qualifikation verfügt - schon gar nicht im Bereich Sprachen oder VWL.

Leider gibt es in diversen Internetforen (jetzt leider auch hier) immer Menschen, die mit irgendetwas prahlen wollen,was sie gar nicht haben. Am Arbeitsmarkt geht es immer um Angebot und Nachfrage. Es gibt VWLer und BWLer ohne Ende, der Markt wird überschwemmt. Ähnlich verhält es sich mit Studiengängen, die auf Sprachkenntnisse ausgerichtet sind.

Zum Lohnniveau in der Schweiz: 10% verdienen weniger als 3800 Franken, 10% mehr als 10.000 und 50% um die 5800 pro Monat. Gesamtdurchschnitt: 5800 (Franken)

Rechnet man jetzt die hohen Lebenshaltungskosten und die relativ geringe Lebensqualität in der Schweiz dagegen (es gibt keine Großstädte, überall sieht es gleich aus und innerhalb von 2h ist man einmal mit dem Auto durchgefahren, wenn da nicht die vielen Kühe wären, die überall die Straßen blockieren), so relativiert sich das "große" Gehalt schnell wieder. Offiziell führt die Schweiz diverse Lebensstandard-Rankings zwar an, aber wer schonmal dort gelebt hat oder nahe Verwandte hat, die dort leben, der weiß, dass es selbst in "Metropolen" wie Bern, Zürich oder Basel so toll nicht ist. Ich komme mir dort jedenfalls immer wieder vor wie in einem Land, das aus 10000 Dörfern zusammengepuzzelt wurde und durch seine Neutralität in 2 Weltkriegen einen dominierenden Status in der Finanzbranche bekommen hat und seinen Wohlstand auf Nazi- und Kriegsgeld aufgebaut hat.

Re: Chinesisch sprachige Aushilfen gesucht!

Verfasst: 13.02.2012, 14:35
von Aremonus
6000 Franken verdient kein Berufseinsteiger, der lediglich über eine Bachelor-Qualifikation verfügt - schon gar nicht im Bereich Sprachen oder VWL.
Der durchschnittliche Einstiegslohn für einen Bachelorabsolventen meiner Uni liegt bei CHF 83,000.- ohne Bonus. Gemäss dem Bundesamt für Statistik liegt der Durchschnittslohn für eine weibliche, ausländische Arbeitskraft in der Funktion meiner Freundin bei CHF 6229 im Monat. Die Daten sind auf http://www.bfs.admin.ch ersichtlich.
seinen Wohlstand auf Nazi- und Kriegsgeld aufgebaut hat.
Der Finanzsektor trug vor der Finanzkrise 12 Prozent, zum BIP bei, inzwischen ist es entsprechend weniger. Bis 1995 lag der Anteil stets im einstelligen Prozentbereicht, erst danach stieg er weiter. Der Grund für den Wohlstand der Schweiz liegt darin, dass sie nicht beim 2. Weltkrieg mitgemacht hat und stets eine wirtschaftsfreundliche, liberale Politik betrieben hat. Zudem konnten die Politiker dank der direkten Demokratie nicht so einfach das Geld mit beiden Händen zum Fenster 'raus werfen, wie das in gewissen anderen Ländern der Fall zu sein scheint.

An dieser Stelle frage ich mich doch, was bei Dir zu einer derart chauvinistischen Einstellung gegenüber der Schweiz geführt hat. Wurdest Du einmal von einer Schweizerin verlassen oder hattest Du einen bösen Schweizer als Chef?