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Zehn Gründe, warum die „Bankster” davonkommen werden

Verfasst: 19.03.2011, 21:05
von Xian
http://www.epochtimes.de/articles/2011/ ... 87252.html

Über die Verursacher der Wirtschaftskrise aus Sicht eines Amerikaners und was den Artikel für mich besonders interessant macht das es den Unterschied aufzeigt zwischen einfach nur Status Quo erhalten, oder wirkliche Veränderung suchen.


Liebe Grüße,
Xian

Re: Zehn Gründe, warum die „Bankster” davonkommen werden

Verfasst: 19.03.2011, 21:32
von Aremonus
Ja, ich mag diese intelligenten Leute, die Bush Greenspan und Bernanke in Schutz nehmen^^

Was der Autor leider unterschlägt: die Staatsintervention hat zur Krise geführt, nicht die Deregulierung. Die US-Regierung vergab über die staatsnahmen Agenturen Freddie Mac und Fannie Mae Hypotheken an Arme Leute, die sich diese nicht leisten konnten. Diese Hypotheken wurden dann verbrieft und verkauft, um diese Tätigkeit zu finanzieren. Da Freddie Mac und Fannie Mae aber eine implizite Staatsgarantie genossen, wurden diese Papiere stets mit AAA bewertet - die USA können ja nicht so leicht konkurs gehen.
Hier war also der erste Fehler: jeder erhielt Hypotheken - auch wenn er sie sich gar nicht leisten konnte.

Zugleich hielt die Fed die Zinsen trotz inflationären Tendenzen in den USA extrem tief - weiter gestützt durch massive Dollarkäufe durch Drittweltländer und Japan. Durch den Konkurrenzdruck durch die Billig-Hypotheken der Staatsinstitute vergaben auch Privatbanken zu denselben Konditionen Kredite an arme Privatleute.

Derweil erlaubte die Regierung Kredite auf bis zu 120% des Hauswertes, um die Wirtschaft am Laufen zu halten - natürlich kauften alle Häuser und die Preise stiegen rasant. Die Leute konsumierten wie nie zuvor.

Als dann die Zinsen anstiegen, konnten viele diese Kredite nicht mehr bedienen und mussten ihr Haus verkaufen - die Hauspreise zerfielen wie Kartenhäuser und niemand traute niemandem mehr - man hatte eine Finanzkrise.

Natürlich ist es jetzt einfach zu sagen, die Banken hätten keine Kredite vergeben dürfen - aber Banken sehen sich einem Konkurrenzdruck gegenüber und waren mit falschen Daten (zu tiefen Zinsen, Fehlbewertungen) konfrontiert, da das Ganze ja auf Staatsbetriebe zurückging. Sie waren also garnicht in der Lage, zu entscheiden - sie mussten mit dem Markt gehen.

Dass die Regierung auch Interessen hatte - ein starkes Wirtschaftswachstum, um an der Macht zu bleiben - ist natürlich klar. Doch es darf nicht sein, dass eine Regierung mit beiden Händen Geld verteilt und wenn das Geld knapp wird die Leute hungern lässt.

Aber die USA (und auch viele europäische Länder sowie China) haben aus der Krise nichts gelernt: sie unterhalten weiterhin riesige staatliche Maschinerien die der jeweiligen Wählerschaft Geld gibt und verschulden sich weiter.
Die Regel ist aber einfach: von nichts kommt nichts und jemand bezahlt am Ende. Auch wenn man den Banken (oder den Juden...) die Schuld gibt, weil sie der Regierung keinen Einhalt geboten.

Re: Zehn Gründe, warum die „Bankster” davonkommen werden

Verfasst: 19.03.2011, 23:26
von robbe
Aremonus hat geschrieben: Natürlich ist es jetzt einfach zu sagen, die Banken hätten keine Kredite vergeben dürfen - aber Banken sehen sich einem Konkurrenzdruck gegenüber und waren mit falschen Daten (zu tiefen Zinsen, Fehlbewertungen) konfrontiert, da das Ganze ja auf Staatsbetriebe zurückging. Sie waren also garnicht in der Lage, zu entscheiden - sie mussten mit dem Markt gehen.
Genau weil es einfach ist und die Medien das auch so darstellen bzw. darstellten, denkt es jeder ;)
Wer beschuldigt die "Idioten", die gedacht haben, sich ein Haus leisten zu können?

Re: Zehn Gründe, warum die „Bankster” davonkommen werden

Verfasst: 20.03.2011, 10:50
von Aremonus
Wer beschuldigt die "Idioten", die gedacht haben, sich ein Haus leisten zu können?
Das ist natürlich auch eine berechtigte Frage.
Ich bin der Auffassung, dass diese Leute nicht in der Lage waren, die Auswirkungen ihres Handelns abzuschätzen, da sie nicht über ausreichend Informationen verfügten. Sie wussten ja nicht, dass ihre Kredite Anfangs quasi-subventioniert waren.
Aber das ist nur eine Theorie.

Re: Zehn Gründe, warum die „Bankster” davonkommen werden

Verfasst: 20.03.2011, 11:56
von robbe
Ich wollte damit auch niemand richtig beschuldigen, deswgen auch in "...".
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass das Problem weitaus komplexer ist als es in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird (da sind ja nur die Banken schuld).

Re: Zehn Gründe, warum die „Bankster” davonkommen werden

Verfasst: 20.03.2011, 12:38
von Topas
Und das ist das traurige an vielen heutigen Reaktionen.
Oftmals sind Zusammenhänge viel komplizierter, als dass sich unsereiner eben mal zwei, drei Artikel egal welcher Medien durchliesst, um dann alles verstanden zu haben. Viele verhalten sich jedoch genau so - mit der Folge, dass ohne nachzudenken "Massenmeinungen" gepuscht werden, um vielleicht kurzfristig äußerliche Belange durchzzudrücken, jedoch langfristige und nicht im Vordegrund stehende Folgen unberücksichtigt bleiben.

Re: Zehn Gründe, warum die „Bankster” davonkommen werden

Verfasst: 24.03.2011, 00:34
von Xian
Was ich an dem Artikel gut fand war das nicht nur diese verdrehte Weltsicht propagiert, wird wir müssen die Wirtschaft retten, wir müssen die Wirtschaft retten, sondern einfach mal ausspricht was mancher denkt, wieso denn diese Bank retten, was macht es wenn diese Bank zu macht ? Ich glaube aber auch nicht das dieser Artikel die Kriese erklären kann, ich mag es aber sehr, wenn jemand Gedanken formuliert die im Positiven zum nachdenken anregen und vor allem die Sicht der Dinge Richtung Wesentlicheres lenken.


Liebe Grüße,
Xian