Die Entwicklung von solchen Plattformen wie Wikileaks ist auf jeden Fall richtig und wichtig und wuerde auch China guttun. Sie sorgt fuer Transparenz an den richtigen Stellen. An den Stellen, wo sie noch fehlt in Demokratien, gerade auch auch an den Stellen, wo Demokratien kein bisschen demokratisch sind.
Die Aussenpolitik ist kein bisschen demokratisch, es gibt hier nur wenig bis gar keine Ruecksichtnahme, wie die Konsensmeinung im eigenen Volk aussehen koennte. Stattdessen ist es wichtiger, was man so als "Insiderwissen" oder auch einfach nur als Tratsch so aufschnappt und als Politbuerokrat als nationales Interesse so annimmt, meinetwegen auch analysiert. Das wird doch sehr deutlich aus den aktuellen Leaks, lies sich aber auch schon aus den Buchveroeffenlichungen diverser deutscher Ex-Aussenamtsmitarbeiter erkennen.
Wenigstens aus den Nachwehen der aktuellen Leaks laesst sich Einiges herleiten und traegt damit zu einer gesuenderen Selbstreflexion der Betroffenen bei, jedenfalls kann man das langfirstig hoffen.
Im Moment schauts zwar eher wieder nach dem Gegnteil aus, aber das wird schon noch:
... da stellt der Assange Asylantrag in Schweden und vergewaltigt auch gleich nebenbei noch 2 Schwedinnen. Ja gewiss, er ist ein triebgesteuerter, kleiner geltungssuechtiger Duemmling ... erstaunlich mit welcher Selbstherrlichkeit die Politbuerokraten mit ihren angeschlossenen manipulativen Diensten auftreten, schalten und walten in Demokratien von demokratischen(?) Instanzen gebilligt. Obama hat in seinem Land noch einiges zu tun, diese Kraefte ersteinmal in die Gesellschaft wieder mit einzubinden, sie sozusagen zu sozialisieren. 80 Mrd. Dollar Haushalt allein fuer die ersten 16 Geheimdienste und diese Haushaltszahl muss erst ab jetzt jedes Jahr oeffentlich berichtet werden.
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437 ... ntent.html" target="_blank" target="_blank" target="_blank
80 Mrd. um Leute auszuspionieren, oeffentliche Meinungen zu beeinflussen, Informationen zu verzerren und im Extremfall auch mal den einen oder anderen schlecht aussehen zu lassen und offiziell dann noch die Freiheit zu verteidigen.
Menschen sind nun mal opportunistisch und das Eigenleben in Verwaltungen zielt eher darauf ab, das Budget auszuweiten. Alles andere ist nachrangig. Transparenz durch unabhaegige Instanzen wie Wikileak ist Voraussetzung, damit sich daran sehr langfristig ueberhaubt was aendern kann.
Auch sehr schoen beispielhaft das Statement des amerikanischen Botschafters in D. nach Veroeffentlichung der aktuellen Leaks: Er schaetze unseren Aussenminister Westerwelle sehr hoch ein und das nach dem er ihn zuvor als "inkompetent" bezeichnet hat. Naja, schon George W. Busch hat es so gesehen; Einfach oft genug Luegen, dann wird daraus mit etwas Unterstuetzung von den Diensten in der oeffentlichen Meinung eine Wahrheit und wenn das nicht klappt kann man spaeter immernoch mal schauen, ob sich die Geschichtsdarstellung nicht doch noch "geradebiegen" laesst.
Klar geht es besser, sicher geht es demokratischer und auch direktdemokratischer.
Konzepte wie Wikipedia und Opentext oder auch OpenSource haben bereits bewiesen, das sich aus der Masse sogar laenderuebergreifend qualitativ hochwertige Ergebnisse schoepfen lassen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Also kein Grund die Inkompetenz oder Durchschnittlichkeit der Masse als Abschreckung herbeizuargumentieren.
Frau Merkel in D. hat mit direkter Demokratie so ihre Probleme, wie sie diesen Sommer haeufiger bekanntgab. Als Wissenschaftlerin sollte sie das besser wissen. Schade das es in Deutschland keine Begrenzung der Wiederwahl fuer Kanzler gibt.
In China ist man da schon etwas weiter. 2 Wahlperioden Maximum fuer den ersten im Amt.